Treitschke Heinrich von: Deutsche Geschichte des 19. Jahrhunderts - 1. Teil

MyeBooks 20180410-2214
Treitschke-DeutscheGeschichte1-ajk.txt (* txt -> HTML)
1,4583,274,his,ger,20130816,20130909,4,Treitschke Heinrich von: Deutsche Geschichte des 19. Jahrhunderts - 1. Teil
20130816-20130909, 274 pages, 4* SalesInfo o eng

MyeBooks BookMenu

1.SisällysluetteloContentsСодержание
(1,2,3,4,5)
2.MuistiinpanotHighlightsПримечание
h
3.SanastoVocabularyСловарь
w
4.MääritelmätDefinitionsОпределения
d
5.KirjanmerkitBookmarksЗакладка
b
6.YhteenvedotReviewsРезюме
###
7.HuomautuksetRemarksЗамечания
@@@

Sisällysluettelo Contents Содержание (Code: (1,2,3,4,5))

101 Deutsche Geschichte des 19. Jahrhunderts - Erster Band
10101 Vorwort
2010101 Einleitung
19010102 Bis zum Zweiten Pariser Frieden
20010103 A. Einleitung / Der Untergang des Reichs Deutschland nach dem Westfälischen Frieden
35010104 Anfänge des brandenburg-preußischen Staates
38010105 Grundgedanken der neuen deutschen Gesittung, die Glaubensfreiheit.
45010106 Friedrich der Große und der deutsche Dualismus
64010107 Die neue Literatur
70010108 Revolution und Fremdherrschaft Die Neugestaltung der deutschen Staatenwelt durch Napoleon und der Reichsdeputationshauptschluß 1803
78010109 Preußens Erhebung Freiherr vom Stein
87010110 B. Die Anfänge des Deutschen Bundes, 1814-1819 Der Wiener Kongreß
93010111 Die deutsche Bundesakte
97010112 Belle-Alliance Napoleon
107010113 Bis zu den Karlsbader Beschlüssen
108010114 Geistige Strömungen der ersten Friedensjahre schrieb Arndt
113010115 Die Wiederherstellung des preußischen Staates
162010116 Die Burschenschaft Das Wartburgfest
167010117 Die Karlsbader Beschlüsse Die Teplitzer Punktation Beschlüsse Die
170010118 Bis zur Julirevolution
197010119 Die letzten Reformen Hardenbergs
201010120 Politische Zustände in Preußen
12010121 joka toimi Preussin ulkoministerinä vuosina 1804-1806 sekä kanslerina 1807 ja 1810-1822. Wikipedia Hardenbergs.
210010122 Der Ausgang des preußischen Verfassungskampfes
227010123 Die Großmächte und die Trias Verhandlungen des Bundestags über die Bundeskriegsverfassung
228010124 Preußische Zustände nach Hardenbergs Tod Da kehrte im Jahre 1827 Alexander Humboldt nach Berlin zurück, um fortan nach dem Wunsche des Königs in freier Muße am heimischen Hofe zu leben. Es war ein Wendepunkt in der Geschichte unserer Bildung.
254010125 Literarische Vorboten einer neuen Zeit Goethe
255010126 Mit Besorgnis betrachtete Goethe diese neue soziale Krankheit.
262010127 Geschichtswissenschaft - Radikalismus und Judentum
Pagetop

Muistiinpanot Highlights Примечание (Code: h)

1 (274)
rmk:Inhalt
2 (274)
1814-1819  Der Wiener Kongreß  Die deutsche Bundesakte  Belle-Alliance  Bis zu den Karlsbader Beschlüssen  (Aus dem zweiten Bande der »Deutschen Geschichte«)  Geistige Strömungen der ersten
3 (1)
Heinrich von (2011-04-28). Deutsche Geschichte des 19. JahrhundertsErster Band (German Edition) (Kindle Locations 11-18). . Kindle Edition.
4 (2)
man liest Treitschke um Treitschkes willen, nicht wegen der Sache.«
5 (4)
Verbindung von Staat und Gesellschaft, und die Auffassung, daß der Staat nur das organisierte Volk sei.
6 (11)
»die wir die niederste Klasse nennen«, »für Gott gewiß die höchste Menschenklasse«
7 (12)
Auf der ändern Seite blieb er gerade hier der alte Individualist und hielt an dem Glauben der liberalen Generation vor der Reichsgründung fest, daß die soziale Frage im wesentlichen durch eine sittliche Veredelung der untersten Schichten zu lösen sei...
8 (12)
Für ihn blieb auch in diesen Zeiten das Bürgertum der Stand, »auf dem die eigentliche nationale Kraft eines jeden Volkes ruht«, und so sah er in der sozialdemokratischen Bewegung nichts als eine von wenigen Demagogen gegen alles Bestehende aufgereizt...
9 (14)
Denn er hat nie gekämpft um der Person und des persönlichen Vorteils willen, sondern immer für die Sache und für das, was er im Interesse seines Staates und Volkes für richtig hielt.
10 (15)
Mitten in der Arbeit nahm ihm der Tod am 28. April 1896 die Feder aus der Hand. Die Vollendung seines Werkes, die bis in die letzte Stunde seine Sehnsucht war, ist ihm also nicht beschieden gewesen.
11 (16)
Roggenbach verlangt von dem Geschichtschreiber mit Recht »die stete Trennung des Urteils über den moralischen Wert der handelnden Personen von dem Urteil über die nationale Bedeutung ihres Tuns«. Diese Trennung hat Treitschke nie gemacht.
12 (17)
Bei Treitschke ist eben der Politiker und Historiker nicht zu trennen. Aber der Vorwurf, den ihm 1882 sein alter Freund Baumgarten zu seinem tiefem Schmerz gemacht hat, daß er die Wahrheit absichtlich entstelle, ist so ungerecht wie möglich.
13 (19)
(Aus dem ersten Lande der »Deutschen Geschichte«) Aus der Widmung an Max Duncker
14 (26)
Nur ein revolutionärer Entschluß, nur die Umwandlung des heiligen Reichs in einen Bund weltlicher Staaten konnte die Nation erretten aus solcher Unwahrheit ihres politischen Lebens:
15 (46)
Und alsbald erwachte in Berlin wie in München wieder jener rettende Gedanke der Säkularisation, der sich allezeit unabwendbar aufdrängte, sobald man die heilende Hand legte an den siechen Körper des Reichs.
16 (47)
Preußen oder Österreich? Die Frage der deutschen Zukunft war gestellt.
17 (49)
Der unversöhnliche Gegensatz der beiden führenden Mächte Deutschlands bestimmte auf lange hinaus den Gang der europäischen Politik, entzog dem heiligen Reiche die letzte Lebenskraft.
18 (53)
Der Kampf um Preußens Dasein war der erste europäische Krieg; er schuf die Einheit der neuen Staatengesellschaft und gab ihr die aristokratische Form der Pentarchie.
19 (67)
Aus der Gedankenarbeit der Philosophen ging eine neue sittliche Weltanschauung, die Lehre der Humanität, hervor, die, aller konfessionellen Härte bar, gleichwohl fest im Boden des Protestantismus wurzelte, und schließlich allen denkenden Deutschen, den Katholiken wie den Protestanten, ein Gemeingut wurde; wer sie nicht kannte, lebte nicht mehr mit dem neuen Deutschland.
20 (67)
Deutschland vor allen ändern Völkern ein Land des Mittelstandes wurde; Der klassische Unterricht, vordem nur ein Mittel für die Fachbildung der Juristen und Theologen, wurde die Grundlage der gesamten Volksbildung; aus den zerfallenden alten Ständen erhob sich die neue Aristokratie der studierten Leute, die an hundert J...
21 (67)
erst im letzten Drittel des achtzehnten Jahrhunderts begannen die gebildeten Klassen das reine Hochdeutsch auch im täglichen Leben in Ehren zu halten.
22 (69)
literarische Revolution hat den Charakter der neuen deutschen Kultur bestimmt. Sie erhob dies Land wieder zum Kernlande der Ketzerei, indem sie den Grundgedanken der Reformation bis zu dem Rechte der voraussetzungslos freien Forschung weiterbildet.
23 (74)
Das neue weltliche Deutschland war der Bewegung, der Entwicklung fähig; und gelang dereinst die Befreiung von der Vormundschaft des Auslands, so konnte sich auf dem Boden des weltlichen Territorialismus vielleicht ein nationaler Gesamtstaat bilden,
24 (74)
der Abstand zwischen den Fürsten und dem Volke, der in dem Zeitalter der absoluten Monarchie immer größer geworden, erweiterte sich jetzt noch mehr.
25 (80)
Freiherr vom Stein, der Bahnbrecher des Zeitalters der Reformen.
26 (81)
ein neues Gleichgewicht der Mächte kann nur erstehen, wenn jedes der beiden großen Völker Mitteleuropas zu einem kräftigen Staate vereinigt wird. Stein war der tiefe Verachtung gegen das Nichtige des toten Buchstabens und der Papiertätigkeit.
27 (83)
selbständige Ansicht vom Wesen politischer Freiheit, die sich zu den demokratischen Doktrinen der Revolution verhielt, wie die deutsche zur französischen Staatsgesinnung. Adam Smiths Lehre von der freien Bewegung der wirtschaftlichen Kräfte
28 (83)
Doch der eigentliche Quell seiner politischen Überzeugung war ein starker sittlicher Idealismus, der, mehr als der Freiherr selbst gestehen wollte, durch die harte Schule des preußischen Beamtendienstes gestählt worden war.
29 (84)
denen der Waffendienst als das Ehrenrecht jedes freien Mannes, die Sorge für den Haushalt der Gemeinde als die
30 (84)
natürliche Aufgabe des Bürgers und des Bauern erschien. Dem begehrlichen revolutionären Sinne, der von dem Staate unendliche Menschenrechte heischte, trat das strenge, altpreußische Pflichtgefühl entgegen, dem dreisten Dilettantismus der Staatsphilos...
31 (85)
Erst die Gegenwart erkennt, daß dieser stolze Mann mit der Idee des nationalen Staates auch den Gedanken der Selbstverwaltung, eine edlere, aus uralten, unvergessenen Überlieferungen der germanischen Geschichte
32 (86)
Jedes unedle Wort verstummte, keine Beschönigung der Schwäche und der Selbstsucht wagte sich mehr heraus, wenn er seine schwerwiegenden Gedanken in markigem, altvaterischem Deutsch aussprach, ganz kunstlos, volkstümlich derb, in jener wuchtigen Kürze...
33 (87)
Wie Würmer nach dem Regen krochen die kleinen Talente des Boudoirs und der Antichambre aus ihrem Versteck hervor und reckten sich behaglich aus. Die vornehme Welt war wieder ganz ungestört, ganz unter sich.
34 (89)
»Der gute Wiener Kongreß gleicht einem Jahrmarkt in einer kleinen Stadt, wo ein jeder sein Vieh hintreibt, es zu verkaufen oder zu vertauschen.«
35 (89)
90 1493: 201308200806@ www:Areopags
36 (91)
selbst die frivolen Durchschnittsmenschen der Diplomatie fingen an zu begreifen, daß der Staat doch nicht bloß Macht ist, wie das alte Jahrhundert gewähnt hatte, daß sein Leben doch nicht allein in der Belauerung und behenden Übervorteilung der Nachb...
37 (92)
und so weiter eine unendliche Reihe von Strebern, Horchern und Bittstellern.
38 (93)
schien allen eine selbstverständliche Forderung deutscher Freiheit.
39 (95)
Deutschlands innere Politik ward zu einem Luftkampfe; niemand wußte mehr, wo er eigentlich seine Gegner suchen sollte. Die entsittlichenden Wirkungen solcher Unwahrheit zeigten sich rasch genug, an den Höfen wie im Volke: feige Angst auf der einen, W...
40 (98)
Um Vi 12 Uhr
41 (98)
101 1670: 20130826@ hlo:Blücher
42 (100)
er hatte für jeden ein ermunterndes Wort: »Kinder, ich habe meinem Bruder Wellington versprochen, daß wir kommen. Ihr wollt mich doch nicht wortbrüchig werden lassen?«
43 (101)
Der Boden dröhnte von dem Hufschlag von 10 000 Pferden, ein Wald von Säbeln und Lanzen bedeckte die Talmulde, stundenlang schwankte das Gefecht, zehn-, zwölfmal ward die Attacke gegen einzelne Bataillone erneuert.
44 (103)
und sie fochten mit dem höchsten Mute, denn alle fühlten, daß hier die Entscheidung des ganzen Krieges lag.
45 (105)
der kranke Napoleon mußte zu Pferde davonjagen, obgleich er sich kaum im Sattel halten konnte.
46 (106)
Mit stolzen Worten dankte Blücher dem unübertrefflichen Heere, das ermöglicht habe, was alle großen Feldherren bisher für unmöglich gehalten hätten: »Solange es Geschichte gibt, wird sie euer gedenken.
47 (106)
war er gewohnt, die Stätten seiner Siege mit dem Namen seines letzten Hauptquartiers zu bezeichnen.
48 (107)
Nun nach Frankreich, nun nach Frankreich! Holt gestohlnes Gut zurück! Unsre Festen, unsre Grenzen, Unsern Teil an Siegeskränzen, Ehr' und Frieden holt zurück!
49 (107)
(Aus dem zweiten Bande der »Deutschen Geschichte«) Aus dem Vorwort
50 (108)
wenn erst die schöne Neugeborene dieses Jahres, die verfassungsmäßige Freiheit, in alle deutschen Staaten einzieht, »dann jauchzen die Gefallenen, dann weinen die einsamen Bräute und Witwen süßere Tränen!«
51 (109)
Deutschland war wieder das ärmste von allen Ländern Westeuropas;
52 (112)
diese tapferen Germanen, die schon in den Lagen ihrer heidnischen Urzeit beständig von Krieg und Sieg geträumt und seitdem in jedem Jahrhundert die Welt mit dem
53 (112)
Schalle ihrer Schwerter erfüllt hatten, schätzten den kriegerischen Ruhm niedriger als irgendein anderes Volk; sie lebten des Glaubens, Deutschlands schärfste Waffen seien seine Gedanken. Das Jahrzehnt nach Napoleons Sturze wurde für den ganzen Weltteil eine Blütezeit der Wissenschaften und Künste.
54 (112)
Und da Niebuhr als preußischer Gesandter nach Rom kam, wagte ihm niemand in der Weltstadt den Ruhm des ersten Gelehrten zu bestreiten.
55 (113)
Diese Welt von neuen Gedanken war in Deutschland durch die Arbeit dreier Generationen, der klassischen und der romantischen Dichter, langsam herangereift, sie hatte unter den Nachbarvölkern bisher nur vereinzelte Jünger gefunden und drang jetzt endli...
56 (114)
Zu den fünf Millionen Einwohnern, die der Monarchie um das Jahr 1814 übriggeblieben, trat plötzlich eine Bevölkerung von 5 Vi Millionen hinzu - ein Gewirr von Ländertrümmern, zerstreut von der Prosna bis zur Maas, vor kurzem noch zu mehr als hundert T...
57 (116)
Vier keineswegs klar geschiedene Parteien bekämpften einander innerhalb der Regierung.
58 (119)
Im Drange der Geschäfte hat er nur selten die Muße gefunden, die Erlebnisse, des Tages aufzuzeichnen; seine Tagebücher enthalten oft viele Monate lang nur weiße Blätter, oft nur kurze Reisenotizen; wo sie aber über Politik reden, da zeigt sich stets ...
59 (137)
Auch sein fanatischer Haß gegen Rußland kam seinem Rufe in der liberalen Welt zu statten, wie oft wünschte er sich, in seinen Briefen an Hardenberg, einen fröhlichen Krieg wider diese Barbaren, »die auf der untersten Stufe der Entwicklung, nur bei de...
60 (142)
Das Heer hatte unter Friedrich Wilhelm I. fünfmal, unter Friedrich dem Großen fast dreimal mehr gekostet als die gesamte übrige Verwaltung; jetzt zum ersten Male nahm der Zivildienst, Das Heer hatte unter Friedrich Wilhelm I. fünfmal, unter Friedrich dem Großen fast dreimal mehr gekostet als die gesamte übrige Verwaltung; jetzt zum ersten Male nahm der Zivildienst, allerdings mit Einschluß der kostspieligen Staatsschuldenverwaltun...
61 (143)
70 Prozent des gesamten Abgabenertrags durch indirekte Steuern aufgebracht hatte.
62 (143)
hatte doch Smith die Mahlsteuer kurzweg für die verderblichste aller Abgaben erklärt.
63 (144)
Da die alte Grundsteuer im Verlaufe der Jahrhunderte den Charakter einer Rente angenommen hatte, so ließ sich die Ausgleichung nur nach Entschädigung der Befreiten durchführen.
64 (145)
diese Steuer vernichte »die gänzliche Zivil- oder Menschenfreiheit; der Angriff auf solches Heiligtum löset alle Bande der menschlichen Gesellschaft auf«.
65 (145)
148 2463: 20130830@ kuumakalle Heißsporn der
66 (150)
der häßliche kleine Mann mit dem gutmütigen Philistergesicht wußte sich
67 (150)
in Posen und Pommern mußten 48, in den Provinzen links der Elbe 71 fremde Geldsorten amtlich anerkannt und tarifiert werden.
68 (154)
Zölle nach dem Gewichte der Waren vorzuschlagen, während in allen ändern Staaten das von der herrschenden Theorie allein gebilligte System der Wertzölle
69 (154)
155 2580: 20130830@ www:Prohibitivzölle
70 (155)
alle gesitteten Völker bewundern die Freihandelsreden des großen Briten.
71 (156)
die Fabrikanten sahen »dem englischen Handelsdespotismus« Tür und Tor geöffnet und bestürmten den Thron abermals mit so verzweifelten Bittschriften, daß der König,
72 (157)
Von jenem Traumbilde einer gesamtdeutschen Handelspolitik, das während des Wiener Kongresses den preußischen Bevollmächtigten vorgeschwebt hatte, war man in Berlin längst zurückgekommen.
73 (159)
Auch die Einrichtung der Gewichtszölle war für die deutschen Nachbarstaaten unverhältnismäßig lästig, da das Ausland zumeist feinere, Deutschland gröbere Waren in Preußen einzuführen pflegte. Indes,
74 (161)
Alberne Jagdgeschichten wurden mit der höchsten Bestimmtheit wiederholt und von der Unwissenheit der Leser begierig geglaubt. Da hatte ein armer Höker aus dem Reußischen, als er seinen Schubkarren voll Gemüse zum Leipziger Wochenmarkt fuhr, einen Taler Durchfuhrzoll an die preußische Maut zahlen müssen - nur schade, daß Preußen von solchen Waren gar keinen Zoll erhob. Auch
75 (161)
Da hieß es wehmütig,
76 (165)
Jetzt sei die heilige Stunde gekommen, »daß alle deutsche Welt schaue, was wir wollen; daß sie wisse, was sie dereinst sich von uns zu versehen habe«.
77 (167)
Die beiden Mächte beabsichtigten, der Gewalt des Deutschen Bundes die unzweifelhaft dringend nötige Verstärkung zu bringen; sie erweiterten seine Befugnisse weit über die Vorschriften der Bundesakte hinaus;
78 (168)
Los von Österreich!
79 (168)
nach den Worten der Teplitzer Verabredung - »im reinen Begriffe der Föderation« befugt sein, das Allerheiligste der Nation Martin Luthers, die freie Bewegung der Gedanken durch Verbote und Verfolgungen zu stören.
80 (170)
(Aus dem dritten Bande der »Deutschen Geschichte«) Die Wiener Konferenzen
81 (190)
Der schimpfliche Vorfall fand in Deutschland wenig Beachtung; denn List hatte keine Partei hinter sich, es lag im Wesen
82 (190)
Nichts kettet die Menschen fester aneinander als gemeinsam begangenes Unrecht.
83 (191)
Eine polnische Teilung, so führte er aus, hat sich unbemerkt an Deutschland vollzogen, von den neunundzwanzig Millionen Einwohnern des Deutschen Bundes gehören
84 (193)
Liberale F. von Spaun, ein eifriger Vorkämpfer des Illuminatentums und des bajuvarischen Machtdünkels,
85 (195)
Tollhäusler«
86 (204)
In den östlichen Provinzen bestanden etwa 25 000 Landgemeinden und 15 000 Rittergutsbezirke. Unter dieser ungeheuren Zahl befanden sich zwar manche starkbevölkerte, halbstädtische Ortschaften, wie Langenbielau und die ändern gewerbreichen Dörfer,
87 (204)
Einige Beihilfe leistete freilich der Grundherr, dem hier im Osten noch fast überall die Patrimonialgerichtsbarkeit, die niedere Polizei und das Kirchenpatronat zustanden: er war in seinem Gutsbezirke selber der Gemeindevorstand und ernannte den Schu...
88 (207)
Die Landgemeinden des Westens waren aus den mächtigen Markgenossenschaften der Germanen hervorgegangen, an sich schon größer als die Kolonialdörfer des Ostens, durchschnittlich 500-700 Köpfe stark und überdies durch die Fremdherrschaft zu Samtgemeind...
89 (207)
Der rheinische Bürgermeister samt seinen Beigeordneten wurde durch den Staat ernannt und regierte nach jenem obersten Grundsätze des Napoleonischen Verwaltungsrechts, kraft dessen die Verwaltungstätigkeit ausschließlich den Staatsbeamten, den Regiert...
90 (208)
Der kleine rheinische Landmann, der mit der Gartenwirtschaft und dem Glücksspiele des Weinbaues schon seine liebe Not hatte, sah es keineswegs ungern, daß ihm der gestrenge Bürgermeister die Arbeit und Sorge für das Gemeindewesen abnahm; auch konnten... alten Provinzen.
91 (209)
das Beispiel »des Musterlandes Frankreich« beweise genugsam, daß Freiheit des Staates und Freiheit der Gemeinden einander ausschlössen; vor diese Wahl gestellt, müsse das liberale Rheinland die Freiheit des Staates vorziehen.
92 (217)
Kreisen und Gemeinden!
93 (217)
Sollten die allgemeinen Grundsätze über die Einrichtung der Provinzialstände in einem Gesetze für die gesamte Monarchie verkündigt und dann die Detailbestimmungen über die Stimmenzahl und dgl. durch Spezialgesetze für jede einzelne Provinz festgestel...
94 (219)
wenn nicht eine Kluft entstehen sollte zwischen der Verfassung und der Verwaltung.
95 (220)
Die »Kommunalverfassungen« der einzelnen Territorien hingegen sollten bis auf weiteres unverändert fortdauern. Doch nur in der Alt-, Kur- und Neumark, in den beiden Pommern und den beiden Lausitzen sind die alten Landtage als Kommunallandtage wieder...
96 (220)
Provinzialstände wurden, so sagte das Gesetz, »im Geiste der älteren deutschen Verfassungen« errichtet, sie waren das »gesetzmäßige Organ der verschiedenen Stände Unserer getreuen Untertanen«.
97 (221)
ländliche Selbstverwaltung noch nicht durchgeführt war, mithin die Grundlage für ein billig abgestuftes Wahlsystem noch fehlte, so wurde die Kommission von selbst zu den drei Ständen der Hardenbergschen Entwürfe zurückgeführt - zu einer ständischen G...
98 (222)
»das Grundeigentum ist Bedingung der Standschaft« stand schon seit Hardenbergs erstem Entwürfe fest; man führte ihn jetzt so streng durch, daß sogar die Kirche, der doch ein unbestreitbares historisches Anrecht zur Seite stand, keine Vertretung erhie...
99 (222)
Die Kommission nahm als Regel an, daß dem großen Grundbesitz die Hälfte, den Städten ein Drittel, den Bauern ein Sechstel der Stimmen gebühre; nur im Westen und in Ostpreußen sollten die unteren Stände stärker vertreten werden, von den 584 Stimmen de...
100 (224)
So erhielten die Provinzialstände ein hochgefährliches Recht, das ihre Macht nicht vermehrte, doch die Tätigkeit der Gesetzgebung ins Stocken brachte.
101 (225)
I oration 3757 - Hiphlipht Politische Körper aber, die keine wirkliche Verantwortlichkeit für ihr Tun tragen, verwildern entweder oder sie verfallen in Schlummer.
102 (225)
Die Anhänger der historischen Doktrin rühmten als einen Vorzug des preußischen Verfassungsplanes, daß er auf »organische Entwicklung« rechne, den Ständen selber den Ausbau ihrer eigenen Institutionen anheimgebe, im erfreulichen Gegensätze zu dem engh...
103 (14)
daß jetzt der entgegengesetzte Plan kaum noch einen Widerspruch in der Kommission fand. Und doch berührte diese Frage die Grundlagen des gesamten Staatslebens.
104 (226)
Das alte Verhältnis, das schon im achtzehnten Jahrhundert bestanden, stellte sich in modernen Formen vorläufig wieder her: in den Provinzen ständische Körper ohne Macht und Leben, über ihnen eine Staatsgewalt, die alle aufstrebenden Kräfte des Gemein...
105 (227)
Als endlich nach einem Vierteljahrhundert die Provinzialstände zum vereinigten Landtag zusammentraten, da versammelten sich um den Thron nicht die Vertreter von acht Provinzen, sondern die Bürger eines Staates, die Söhne eines Volkes. Der alte Haß de...
106 (243)
gleich in seinem ersten Berliner Winter in der Singakademie die öffentlichen Vorlesungen über physische Weltbeschreibung hielt, aus denen nachher der »Kosmos« hervorging,
107 (252)
In den Künsten der Verschwörung hatten sich die offenherzigen Germanen niemals mit den Welschen messen können. Nun gar dies unbedachtsame junge Volk gab sich überall Blößen; die tiefgeheimen allgemeinen deutschen Burschentage, welche in diesen Jahren...
108 (254)
Erst um das Jahr 1840 begannen mit den Fabriken und den Börsen, den Eisenbahnen und den Zeitungen auch die Klassenkämpfe, die unstete Hast und das wagelustige Selbstgefühl der modernen Volkswirtschaft in das deutsche Leben einzudringen.
109 (256)
Er wollte weder die heiligen Schranken der Natur zerstört, noch den Tiefsinn der Kunst durch leere Niedlichkeit verdrängt sehen, und äußerte sich über die unfruchtbare weibliche Dichtung bald mit gutmütigem Spott, bald mit einer göttlichen Grobheit, wie sie nur der Sänger der Frauenliebe sich erlauben durfte: Und... rügte
110 (264)
Neuerdings wurde in Bild und Wort unter dem alten Namen ein feiger und fauler Philister dargestellt, der, von aller Welt mißhandelt, sich die Schlafmütze über die Ohren zog.
111 (273)
Neuerdings wurde in Bild und Wort unter dem alten Namen ein feiger und fauler Philister dargestellt, der, von aller Welt mißhandelt, sich die Schlafmütze über die Ohren zog.
112 (274)
Die zerreibende und verhetzende Wirksamkeit des radikalen
113 (274)
Es war der Ruhm der Deutschen gewesen, daß sie niemals auf der Bank der Spötter gesessen hatten, daß ihre freien Köpfe mit Kühnheit, aber stets mit Ehrfurcht an das Heilige herangetreten waren. Jetzt ging dieser Ruhm verloren; auch Deutschland sollte...
114 (274)
### en
115 (274)
2013
116 (274)
Deutsche Geschichte des 19. JahrhundertsErster Band (German Edition)
117 (274)
Price: $0.00
118 (274)
2 of 2 people found the following review helpful
119 (274)
4.0 out of 5 stars
120 (274)
# Tidbit of German history
121 (274)
This review is from: Deutsche Geschichte des 19. JahrhundertsErster Band (German Edition) (Kindle Edition)
Pagetop

Sanasto Vocabulary Словарь (Code: w)

1 selbander: jais nom masculin 1 (89)
Variété de lignite d'un noir luisant qu'on peut travailler et dont on fait des bijoux. 2. Verre teinté en noir, « faux jais » utilisé en joaillerie. 3. Couleur noire profonde.
2 Lauge: Lau·ge, die; -, -n [mhd. louge, ahd. louga  (137)
 Lauge (1 b), Badewasser, verw. mit lat. lavere, lavare = waschen, baden]: 1. a) (VERALTEND) scharfe, ätzende Flüssigkeit, [Salz]lösung: sich an einer L. verätzen; b) Kurzf. von  Waschlauge: Wäsche in der L. einweichen. 2. (CHEMIE) wässrige Lösung einer  2Base, die alkalisch reagiert.
3 verhehlte: ver·heh·len ‹sw (145)
V.; hat› [mhd. verheln, ahd. farhelan]: 1. (GEH.) jmdm. etw. (bes. Gefühle, Gedanken) verschweigen, es vor ihm verbergen: jmdm. seine wirkliche Meinung v.; seine Enttäuschung nicht, nur schlecht v. können; ich will [es] dir/(SELTEN:) vor dir nicht v., dass ... 2. (SELTEN) (Diebesgut o. Ä.) versteckt halten.
4 wackere: wa·cker ‹Adj.› [mhd. wacker  (194)
wach, wachsam, tüchtig, tapfer, ahd. wacchar = wach, wachsam, zu  wecken u. eigtl. = frisch, munter] (VERALTEND): 1. rechtschaffen, ehrlich u. anständig; redlich: -e Bürger; sich w. durchs Leben schlagen. 2. tüchtig, tapfer, sich frisch u. kraftvoll einsetzend: -e Soldaten, Krieger; w. [für, um etw.] kämpfen; (HEUTE MEIST SCHERZH., MIT WOHLWOLLENDEM SPOTT:) er ist ein -er Esser, Zecher; er hat sich w. gehalten.
5 Mißlingen: Miss·lin·gen, das; -s: das Nichtgelingen; Misserfolg: das M (203)
der Schlichtungsgespräche.
Pagetop

Kirjanmerkit Bookmarks Закладка (Code: b)

120130906+19p=19p7%****
220130812+16p=35p13%******
320130813+3p=38p14%*******
49 644: 2+0p=38p14%*******
520130819+19p=57p21%**********
620130820+7p=64p23%************
720130828+29p=93p34%*****************
820130829+21p=114p42%*********************
920130830+21p=135p49%************************
1020130906+75p=210p77%**************************************
1120130907+42p=252p92%**********************************************
1220130908+12p=264p96%************************************************
Pagetop

Yhteenvedot Reviews Резюме (Code: ###)

Treitschke Heinrich von: Deutsche Geschichte des 19. Jahrhunderts - 1. Teil
1,4583,274,his,ger,20130816,20130909,4,Treitschke Heinrich von: Deutsche Geschichte des 19. Jahrhunderts - 1. Teil
20130816-20130909, 274 pages, 4* SalesInfo o eng


December 27, 2013

Deutsche Geschichte des 19. JahrhundertsErster Band (German Edition)
Price: $0.00

2 of 2 people found the following review helpful
4.0 out of 5 stars

Tidbit of German history

This review is from: Deutsche Geschichte des 19. JahrhundertsErster Band (German Edition) (Kindle Edition)

Amazon has published in two volumes interesting episodes of German history from 19th century, the time of emergence of national states out of provincial ones. About the same time similar development took place also in Italy, although in quite different way: in Germany peacefully, in Italy by Garibaldi as a result of a triumph of a warfare cavalcade.

These two German volumes have an exceptionally strong personal stamp of the author Heinrich von Treitschke, grand old man of German history. No less grand is the author of the foreword Wilhelm Mommsen, who guarantees Treitschke's personal approach by the words: "man liest Treitschke um Treitschkes willen, nicht wegen der Sache." Treitschke is read because of Treitschke, not because of the subject matter.

And, in deed, fresh and pinching are many of his observations and expressions, like for example about the important Vienna Conference as a country fair where cattle sellers and buyers meet: »Der gute Wiener Kongreß gleicht einem Jahrmarkt in einer kleinen Stadt, wo ein jeder sein Vieh hintreibt, es zu verkaufen oder zu vertauschen.«

Descriptive of the need of union is the observation that "in Posen und Pommern mußten 48, in den Provinzen links der Elbe 71 fremde Geldsorten amtlich anerkannt und tarifiert werden". The road from this multitude of currencies to one German mark, not to speak of the present day euro in almost all Europe is very long.

Not only the inside structure of the German territory, but also more general considerations as the changes of the market conditions along the ideas of "Freihandelsreden des großen Briten", that is of Adam Smith, the great defender of market forces. No complete union of German speaking nations was reached, not even unanimously aimed at. The Prussian and Austrian parts existed and remained.

##

Pagetop

Huomautukset Remarks Замечания (Code: @@@)


No Remarks Pagetop

Treitschke-DeutscheGeschichte1-ajk.txt o MyeBooks o 20130816-20130909, 274 pages, 4* SalesInfo o eng

Asko Korpela 20180410 (20110710) o Ajk homepage o WebMaster
AA o BB o CC o DD o EE