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Alexis Kivi: Die sieben Brüder
Aleksis Kivi: I sette fratelli

Kapitel 01 Capitolo

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Der Bauernhof Jukola steht auf dem nördlichen Abhang eines Hügels in der Nähe des Dorfes Toukola im südlichen Häme. Seine nächste Umgebung ist steiniger Boden, weiter unten beginnen die Felder, auf denen vor dem Verfall des Gehöfts ährenschweres Korn wogte. Unterhalb der Felder breitet sich, von einem Bach in vielen Windungen durchzogen, eine kleeumsäumte Wiese aus, die reichlich Heu gab, ehe sie zum Weideplatz für das Vieh des Dorfes wurde. Sonst gehören zu dem Hof große Wälder, Moore und Ödlandstrecken, die teilweise schon in früheren Zeiten bei der Landaufteilung durch die treffliche Umsicht des Gründers in dessen Besitz Ubergegangen waren. Dachte doch der damalige Jukolabauer mehr als an sein eigenes Wohl daran, seinen Nachkommen ein behagliches Dasein zu sichern, ließ sich seinen Anteil in abgesengtem Wald-boden zumessen und bekam so siebenmal mehr Grundbesitz als seine Nachbarn. Aber alle Spuren des Waldbrands waren schon aus seinem Bereich verschwunden, und dichter Wald war an ihrer Stelle emporgewachsen. — Und dies ist das Heim der sieben Brüder, von deren Schicksalen ich hier erzählen will. La fattoria di Jukola, nel sud della provincia di Häme, sorge sul versante settentrionale di una collina, vicino al villaggio di Toukola. È cinta da serre sassose, ma più in basso cominciano i campi, in cui, prima che la fattoria fosse andata in malora, ondeggiava il grano ricco di spighe. Sotto i campi c’è una prateria di trifoglio solcata da un torrente sinuoso che dava fieno abbondante prima che si riducesse a servire al bestiame del villaggio. La fattoria ha inoltre vasti boschi, paludi e deserti che erano toccati al primo padrone di questa proprietà per il modo eccellente col quale li teneva, già ai tempi della grande spartizione delle terre. Il padrone di Jukola, preoccupato più del benessere dei suoi discendenti che del proprio, prese per parte sua un bosco bruciato e ottenne, con tale espediente, sette volte più dei suoi vicini. Ma tutte le tracce dell’incendio scomparvero presto dal suo territorio e un folto bosco crebbe in sua vece. Tale è la dimora di questi sette fratelli, le cui peripezie qui ora mi accingo a narrarvi. 01001
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Die Namen der Brüder vom ältesten zum jüngsten sind: Juhani, Tuomas, Aapo, Simeoni, Timo, Lauri und Eero; von ihnen sind Tuomas und Aapo, und ebenso Timo und Lauri Zwillinge. Juhani, der älteste, ist fünfundzwanzig Jahre alt, der jüngste aber, Eero, hat kaum achtzehn Sommer kommen und gehen sehen. Von Wuchs sind sie stämmig und breit, von ziemlicher Länge, außer Eero, der noch recht klein ist. Am allerlängsten ist Aapo, dabei durchaus nicht am breitesten. Dies ist der Vorzug und die Ehre von Tuomas, der wegen seiner breiten Schultern ordentlich berühmt ist. Eine Eigentümlichkeit, die sie alle miteinander kennzeichnet, ist ihre braune Hautfarbe und ihr sprödes, hanfgelbes Haar, dessen Straffheit besonders bei Juhani ins Auge fällt. I nomi dei fratelli, dal maggiore al minore, sono Gianni, Maso, Abramo, Simeone, Timoteo, Renzo e Rico. Di essi, Maso e Abramo gemelli e così Timoteo e Renzo. L’età di Gianni, il primo dei fratelli, è di ventìcinque anni, ma Rico, il minore, ha appena visto diciotto primavere. Hanno corporatura robusta, spalle quadrate, altezza mediocre, eccetto Rico che è ancora assai piccolo. Abramo è il più alto di tutti ma non è il più robusto, chè tale prerogativa e tale onore spettano a Maso, a buon diritto celebre per la larghezza delle spalle. Una caratteristica comune che li contraddistingue tutti è la pelle scura e la capigliatura ispida e stopposa, la cui durezza dà nell’occhio soprattutto in Gianni. 01002
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Ihr Vater, der ein leidenschaftlicher Weidmann war, fand in seinen besten Jahren einen plötzlichen Tod im Kampf mit einem wütenden Bären. Beide hatte man damals, den Fürsten der Wälder wie den Vater, tot im Gehölz gefunden, Brust an Brust auf den blutgetränkten Grund hingestreckt. Schlimm war der Mann zugerichtet gewesen, doch auch der Bestie waren Gurgel und Flanke vom Dolchmesser zerfetzt und die Brust von einer scharfen Flintenkugel durchbohrt. Da hatte der rüstige Mann sein Leben lassen müssen, nachdem er mehr als fünfzig Bären erlegt. — Aber infolge dieser Jagdzüge kümmerte er sich nur wenig um den Betrieb und die Arbeiten auf seinem Hof, der allmählich, ohne Leitung einer kräftigen Hand, tiefer und tiefer in Verfall geriet. Auch seine Söhne verstanden nichts vom Pflügen und Säen, denn sie hatten vom Vater die starke Jagdleidenschaft geerbt. Sie stellten den Vögeln und Hasen nach, bauten Fallen und Klappen und legten Schlingen aus. Damit brachten sie ihre Knabenjahre hin, bis sie anfingen mit dem Feuerrohr zu hantieren und den Bären im Bruchwald zu beschleichen wagten. Il loro padre, che era un forte ed entusiasta cacciatore, incontrò improvvisamente la morte nel fior degli anni, lottando con un orso furioso. Furono trovati entrambi, orso e uomo, morti, l’uno a fianco dell’altro, su una radura insanguinata. L’uomo era malconcio dalle ferite, ma anche il collo e il fianco della belva erano squarciati dal pugnale e il petto trapassato da una micidiale palla di fucile. Così finì i suoi giorni quell’uomo robusto che aveva abbattuto più di cinquanta orsi. Ma per queste partite di caccia egli trascurava i lavori e le mansioni della fattoria che, a poco a poco, senza la direzione del capo, andò in malora. E i suoi figli erano inesperti dell’aratro e della semina, avendo ereditato dal padre la stessa prepotente passione per la caccia. Fabbricavano tagliole, trappole, lacci e recinti per la morte di uccelli e di lepri. 01003
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Die Mutter versuchte wohl, sie durch Ermahnungen und Zucht zu Arbeit und Fleiß anzuhalten, aber die Halsstarrigkeit der Söhne setzte allen ihren Bemühungen einen schroffen Widerstand entgegen. Sie war übrigens eine tüchtige Hausfrau; bekannt war ihr gerader und aufrichtiger, wenn auch ein wenig rauher Sinn. Ein ausgezeichneter Mann war ihr Bruder, der brave Oheim der Knaben, der in seiner Jugend als kecker Matrose ferne Meere besegelte, viele Völker und Städte gesehen hatte; aber zuletzt verlor er das Augenlicht, wurde stockblind und verbrachte nun die dunklen Tage seines Alters auf dem Jukolahof. Da saß er und schnitzte, vom Tastgefühl geleitet, Kellen, Löffel, Axtstiele, Waschbleuel und anderes Hausgerät und erzählte seinen Neffen oft Sagen und merkwürdige Dinge aus dem Vaterland und aus fremden Reichen, erzählte ihnen auch von den Wundern und Geschehnissen in der Heiligen Schrift. Diesen seinen Geschichten lauschten die Knaben mit großer Andacht und prägten sich alles fest ein. Ebenso gern aber überhörten sie die Befehle und das Schelten ihrer Mutter und stellten sich taub trotz mancher Tracht Prügel, die sie bekamen. Oft auch, wenn sie merkten, daß ihrem Rücken Gefahr drohte, riß die ganze Horde aus und bereitete dadurch der Mutter und anderen Leuten viel Sorge und Ärger, ohne ihre eigene Lage zu verbessern. Passarono così gli anni della loro adolescenza, finché cominciarono a maneggiare le armi da fuoco e si cimentarono ad avvicinarsi all’orso nel bosco. La madre cercò, con rimproveri e correzioni, di stimolarli al lavoro e alla diligenza, ma la loro ostinazione fu inflessibile contro tutti i suoi tentativi. Essa era altrimenti una brava donna conosciuta per la sua dirittura e lealtà, ma un po’ rude. Un buon uomo era anche suo fratello, il bravo zio dei ragazzi, che da giovane — forte marinaio — aveva navigato su lontani mari e veduto molti popoli e sua dirittura e lealtà, ma un po’ rude. Un buon uomo era anche suo fratello, il bravo zio dei ragazzi, che da giovane — forte marinaio — aveva navigato su lontani mari e veduto molti popoli e città; ma alla fine gli si indebolì la vista, divenne completamente cieco e passò i bui giorni della sua vita nella fattoria di Jukola. Spesso, mentre intagliava, guidato dal tatto, mestoli, cucchiai, manichi di asce, palette ed altri oggetti utili alla casa, veniva raccontando storie ai figli di sua sorella e cose mirabili del proprio paese e di regni stranieri, e narrava pure miracoli e avvenimenti della Bibbia. I ragazzi ascoltavano questi suoi racconti con grande raccoglimento e li incidevano profondamente nella memoria. Ma non così volentieri essi ascoltavano gli ordini e i rimbrotti della loro madre, anzi facevano i sordi e si mostravano indifferenti alle molte botte. Spesso, fiutando l’avvicinarsi delle bastonate, la banda dei fratelli se la dava a gambe, causando alla madre e agli altri dolore e dispetto e peggiorando la propria situazione. 01004
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Es sei hier ein Vorfall aus der Kindheit der Brüder erzählt. Sie wußten, daß unter der Korndarre ihres Hofs ein Hühnernest war, das einer alten Frau namens Föhrichtmuttchen gehörte; denn ihre kleine Hütte stand in einem Föhren-Wäldchen nahe Jukola. Nun bekamen die Brüder eines schönen Tages Lust auf gebackene Eier und beschlossen endlich, das Nest zu plündern und im Wald ihre Beute zu verzehren. Sie führten ihren Plan auch aus, leerten das Nest und zogen sechs Mann hoch — denn Eero kroch noch zu Fußen der Mutter in der Stube herum — einmütig in den Wald. An einem sanft rieselnden Bach im dunklen Tannenwald aber machten sie halt, steckten am Ufer ein Feuer an, wickelten die Eier in Lumpen, tauchten sie ins Wasser und legten sie zum Backen in die Asche. Und als die Leckerbissen schließlich gar waren, verspeisten sie ihr appetitliches Mahl und machten sich danach befriedigt auf den Heimweg. Doch kaum hatten sie den Hügel vonjukola erreicht, da traf sie ein furchtbares Unwetter; denn ihre Tat war schon ruchbar geworden. Das Föhrichtmuttchen keifte und schnob, und hinter ihr kam die Mutter, die pfeifende Rute in der Hand, mit erbosten Blicken auf die Brüder zugefahren. Die Knaben aber waren keineswegs gesonnen, solchen Sturmwirbeln entgegenzugehen, sondern machten kehrt und flohen in die Wälder zurück, mochte ihre Mutter schreien, was sie konnte. Racconterò ora un avvenimento della loro fanciullezza. Essi sapevano che, sotto il granaio della loro fattoria, c’era un nido di galline appartenente a una vecchia detta « la vecchia del pineto » perchè la sua capannuccia sorgeva nel pineto presso Jukola. Un giorno i fratelli ebbero voglia di uova fritte e alla fine risolsero di svaligiare il nido e andare nel bosco a godersi il bottino. Misero il loro progetto in esecuzione, vuotarono il nido e andarono d’amore e d’accordo nel bosco in sei, chè Rico stava ancora attaccato alle sottane della mamma. Arrivati a un mormorante ruscello, nel folto degli abeti, accesero un fuoco sulla riva, avvolsero le uova in cenci, le tuffarono nell’acqua e le misero a friggere nella cenere ardente. Quando finalmente quelle leccornie furono pronte, gustarono il piatto saporito e ritornarono contenti a casa. Ma, appena arrivati sulla collina della fattoria, li colse una terribile tempesta, chè la loro impresa era stata scoperta. La vecchia del pineto gridava e si agitava, e la loro madre si affrettava loro incontro furibonda col sibilante frustino. Ma i ragazzi, non avendo voglia di affrontare tale raffica, tornarono indietro, riparando nei boschi, incuranti delle grida materne. 01005
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Es verging nun ein Tag, es verging ein zweiter: von den Ausreißern keine Spur; und ihr Fortbleiben beunruhigte schließlich die Mutter so sehr, daß ihr Zorn sich in Sorge und Tränen des Mitleids verwandelte. Sie machte sich auf, sie zu suchen, durchsuchte den Wald kreuz und quer, ohne aber ihre Kinder zu finden. Die Sache wurde immer unheimlicher und erforderte endlich das Einschreiten der Beamten des Kirchdorfs. Der Jagdvogt wurde benachrichtigt und rief unverzüglich das ganze Dorf Toukola und die Leute aus der Umgebung zusammen. Und nun wanderte eine große Menschenmenge, Junge und Alte, Frauen und Männer, mit dem Jagdvogt an der Spitze, hinaus, um in einer langen Reihe den Wald zu durchstöbern. Am ersten Tage suchten sie in der nächsten Nähe, doch ohne den gewünschten Erfolg; am zweiten rückten sie weiter vor, und da, als sie einen hohen Hügel hinanstiegen, sahen sie in der Ferne am Rand eines Moores eine bläuliche Rauchsäule sich in die Luft ringeln. Sie merkten sich genau die Richtung, in der der Rauch aufwirbelte, und setzten sich darauf hin in Bewegung. Als sie schließlich näher herangekommen waren, vernahmen sie eine Stimme, die folgendes Lied sang: Passa un giorno, ne passa un altro, dei fuggiaschi non si sa niente; e questo loro ritardo alla fine cambiò la collera della madre in inquietudine e l’ira si mutò presto in dolore e in lacrime di compassione. Si mise a cercarli, li cercò per i boschi in lungo e in largo, ma senza trovare i suoi ragazzi. Il fatto diveniva veramente tragico e fu necessario alla fine l’intervento della forza pubblica. Fu avvertito del fatto il guardacaccia, che — senza indugio — chiamò a raccolta tutto il villaggio di Toukola e i dintorni. E allora una moltitudine di giovani e di vecchi, di donne e di uomini, guidata dal guardacaccia, in lunga fila si mosse alla ricerca nel bosco. Il primo giorno cercarono nei dintorni, ma senza il risultato che speravano; il secondo giorno si portarono più lontano e, quando furono su un’alta collina, videro di lontano, sul limitare di una palude, un’azzurra colonna di fumo che si snodava nell’aria. Si notarono la direzione esatta da cui si inalzava il fumo e verso quel punto si diressero. Finalmente, avvicinatisi, udirono una voce che così cantava : 01006
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Leben läßt sichs ja auch hier
hinterm Bach am Graben.
Mürbes Moorholz brennen wir,
und Bier im Bach wir haben.
Qui una bella vita facciamo,
Per il fuoco la legna tagliamo,
Dal ruscello la birra beviamo;
Chi può vita migliore goder [Vecchio canto popolare (Kanteletar3, I, 14)].
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Als die Jukolabäuerin den Gesang hörte, freute sie sich sehr; denn sie erkannte die Stimme ihres Sohnes Juhani. Und von Zeit zu Zeit ertönte aus dem Wald ein lauter Knall, woraus die Suchenden mit Bestimmtheit schlossen, daß sie nicht mehr weit von dem Lager der Ausreißer entfernt waren. Daher gab der Jagdvogt den Befehl, die Jungen zu umzingeln und sich dann in aller Stille an sie heranzuschleichen, jedoch in einigem Abstand von ihrem Quartier haltzumachen. Allora la padrona di Jukola, udendo quel canto, fu tutta contenta e, poiché spesso il bosco echeggiava per le detonazioni, da tutto ciò i cercatori capirono che il campo dei fuggiaschi era vicino. Il guardacaccia dette ordine di circondare i ragazzi e di avvicinarglisi in silenzio ma di fermarsi un po’ distanti dalla loro capanna. 01013
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Es geschah, wie er gesagt hatte. Und als seine Leute die Bruder von allen Seiten auf etwa fünfzig Schritt eingeschlossen hatten, blieben sie stehen; und da bot sich folgender Anblick dar: Am Fuß eines Stein-blocks war aus Tannenzweigen eine kleine Hütte gebaut, in deren Tür auf einem Polster von Moos Juhani lag, in die Wolken schaute und vor sich hin sang. Zwei oder drei Klafter von der Hütte flackerte ein lustiges Feuer, und über der Kohlenglut röstete Simeoni ein im Garn gefangenes Birkhuhn zum Mittagessen. Aapo und Timo rösteten mit rußigen Gesichtern — sie hatten nämlich eben Gespenster gespielt — Rüben in der heißen Asche. An einer kleinen Lehmpfütze saß stumm für sich Lauri und knetete Hähne, Ochsen und kühne Fullen aus Lehm; und er hatte schon eine ganze Reihe zum Trocknen auf einem bemoosten Baumstamm stehen. Das Knallen aber brachte Tuomas hervor: er spie schäumenden Speichel auf einen Stein, legte eine glühende Kohle darauf, auf diese schleuderte er mit aller Kraft einen anderen Stein, und das Krachen hallte, oft so heftig wie der Knall einer richtigen Flinte, ringsum wieder, während sich rußiger Qualm zwischen den Steinen hervor in die Luft ringelte. Così si fece. Quando la moltitudine, circondati i ragazzi da tutte le parti, si fu avvicinata sino a circa una cinquantina di passi e si fu fermata, le si offrì alla vista il quadro seguente : una capannuccia contesta di rami ai piedi d’una roccia, davanti alla cui porta Gianni riposava su un giaciglio di muschio sogguardando le nuvole e canticchiando. A due o tre braccia dalla capanna brillava allegramente il fuoco, sulle cui braci Simeone arrostiva per desinare un gallo di montagna preso al laccio. Abramo e Timoteo, il viso sporco di fuliggine — chè avevano poco fa giocato ai fantasmi — arrostivano rape sulla cenere bollente. Renzo, silenzioso, sedeva su un mucchio di argilla, modellando galli, bovi e vigorosi puledri di creta; ne aveva già una fila a seccare su un tronco muscoso. Ma quegli che faceva gli scoppi era Maso; lanciava uno sputo schiumoso su una pietra, vi poneva sopra dei carboni ardenti, e vi scagliava poi, con tutte le sue forze, un’altra pietra : il fracasso, spesso violento come lo scoppio di un fucile, risonava all’intorno, e un fumo fuligginoso s’inalzava a spire di fra le pietre. 01014
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JUHANI:
Leben läßt sichs ja auch hier
hinterm Bach am Graben ...
Der Teufel holt uns aber schließlich doch noch. Ich glaub, er ist schon unterwegs, ihr jungen Fischotter, ihr!
Gianni.
Qui una bella vita facciamo,
Per il fuoco la legna tagliamo.
Ma il diavolo finirà per scovarci; state pur certi, torelli miei.
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AAPO: Ich hab es ja gleich gesagt, als wir auskniffen. Ach, wir Schafsköpfe! So ein Herumlungern unterm freien Himmel mag für Strauchdiebe und Zigeuner gut sein. Abramo. L’ho detto subito appena ce la siamo svignata. Che sciocchi! Sono solo gli zingari e i briganti che se la passano così a cielo scoperto. 01021
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TIMO: ’s ist aber doch Gottes Himmel. Timoteo. Ma è anche il cielo di Dio. 01022
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AAPO: Hier mit den Wölfen und Bären zu hausen! Abramo. Vivere qui coi lupi e gli orsi. 01023
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TUOMAS: Und mit dem lieben Gott. Maso. E con Dio. 01024
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JUHANI: Richtig, Tuomas! mit dem lieben Gott und seinen Engeln. Ach, könnten wir jetzt mit den Augen der unsterblichen Seele und des seligen Körpers um uns schauen, dann sähen wir deutlich, wie sich eine ganze Schar geflügelter Schutzengel um uns gelagert hat, und wie Gott selber als alter Graukopf hier mitten unter uns sitzt wie ein lieber Vater. Gianni. Giusto, Maso, con Dio e i suoi angeli. Ah! se ora potessimo guardare con gli occhi dell’anima immortale e del corpo, vedremmo chiaramente come tutta una schiera di angeli custodi ci circondi e come lo stesso Dio, in aspetto di vecchio grigio, sieda qui fra noi come un tenero padre. 01025
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SIMEONI: Aber was wohl unsre arme Mutter jetzt denken mag? Simeone. Ma che penserà ora la povera mamma? 01026
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TUOMAS: Die tat uns zu Rübenmus schlagen, wenn wir ihr in die Hände fielen. Maso. Ci spiaccicherà come patate quando le capiteremo tra le grinfie. 01027
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JUHANI: Au, Junge, das gäb eine Tracht! Gianni. Ohè, ragazzi, prenderemo una bella lavata di capo! 01028
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TUOMAS: Das gäb eine! Maso. Una bella lavata di capo, una bella lavata di capo! 01029
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JUHANI: Eine, die Funken sprüht! Ja, das weiß man. Gianni. Proprio coi fiocchi! Lo sai, eh? 01030
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AAPO: Die kriegen wir schließlich doch. Abramo. L’avremo una volta o l’altra. 01031
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SIMEONI: Natürlich. Drum ists am besten, wir gehen hin und holen sie uns und geben endlich dies Hundeleben auf. Simeone. Certamente. Perciò è meglio andarsela a buscare e finirla una buona volta con questa vita da bestie. 01032
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JUHANI: Lieber Freund, der Hund läßt sich auch nicht zum Spaß den Schwanz abhacken. Gianni. Il bove non va al macello di sua spontanea volontà, fratello mio. 01033
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AAPO: Rede du! Der Winter steht vor der Tür, und uns in unsern Sünden ist kein Pelz auf dem Buckel gewachsen. Abramo. Cosa cianci, ragazzo? L’inverno s’avvicina e noi non siamo nati con una pelliccia sul groppone. 01034
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SIMEONI: Was bleibt also übrig als marsch! nach Hause und sich durchhauen lassen; und mit Recht, ja, mit Recht. Simeone. Allora marche!, verso casa. E si vada verso il castigo con ragione di certo, con ragione. 01035
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JUHANI: Gönnt unsren Buckeln doch noch ein paar Tage Ruhe, Brüder. Wir wissen ja nicht, was sich Gott in zwei oder drei Tagen vielleicht noch zu unsrer Errettung ausdenkt. Ja, laßt uns hier noch ein bißchen herumliegen, dort um das Feuer im Baumstumpf am Tag, und nachts in der Reiserhütte, und in einer Reihe nebeneinander schnurksen wie die Mutterferkel im Schweinekoben. — Was sagst du denn dort an deiner Lehmpfütze, Musjö Lauri? Was? Sollen wir uns artig durchwichsen lassen? Gianni. Risparmiamo, fratelli, risparmiamo i nostri gropponi ancora alcuni giorni. Non si può sapere che scappatoia Dio ci possa suggerire fra due o tre giorni. Così, qui qui godiamocela ancora un po’; di giorno intorno al fuoco del ceppo, e di notte al riparo dei rami, belli stesi l’uno accanto all’altro in fila, come porcellini sulla paglia. Ma che dici tu, signor Renzo, là nel pantano di creta? Che si deve andare bel bello a buscarne? 01036
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LAURI: Wollen noch hier bleiben. Renzo. Restiamo ancora qui. 01037
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JUHANI: Das halt ich auch fürs beste. Ja ja! — Du hast ja da ne schwere Menge Vieh. Gianni. Anch’io penso che sia meglio. Proprio così. Hai ancora del bestiame in quantità. 01038
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TUOMAS: Ja, Rindvieh hat der Junge und Federvieh. Maso. Al compare non mancano nè bestiame, nè volatili. 01039
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JUHANI: ne wüste Gesellschaft — ’s wird am Ende noch ein richtiger Farbenkleckser aus dir. Gianni. Un magnifico gregge. Diverrai davvero un fabbricante di galli. 01040
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TUOMAS: Oikein fläätälä. Maso. Proprio un modellatore. 01041
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JUHANI: Oivallinen fläätälä. Was für eine feine Matuschka schlüpft dir denn da wieder aus den Fingern? Gianni. Un eccellente modellatore. Che è mai quel fantoccio russo che ti sorte dalle grinfie? 01042
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LAURI: Das ist nur so ein kleines Männchen. Renzo. È soltanto un bimbo piccolino. 01043
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JUHANI: Sieh einer den Bengel an! Gianni. Guarda quel ragazzino! 01044
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TUOMAS: Macht Jungen wie ein Alter. Maso. Fa i bambini come un uomo. 01045
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JUHANI: Jungen, wie wenns nur Kienspäne wären; und mästet die Jungen und das Getier wie ein Alter. — Aber, Brüder, Brüder, schafft bald das Essen auf den Tisch, denn mein Magen fängt fürchterlich an zu knurren. Streu der Rübe dort Asche, sengende Asche streu ihr auf die bloße Seite. — Wer ist denn heute an der Reihe, Rüben zu stehlen? Gianni. Dei ragazzi come pezzi di legno; e li nutre come un uomo. Tanto i ragazzi che le bestie. Ma fratelli, fratelli, portate in tavola il pranzo, chè la mia pancia comincia a brontolare. Metti della cenere calda su quella rapa che cuoce coperta. A chi tocca grattare le rape? 01046
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SIMEONI: Ich soll wieder den sündigen Gang tun. Simeone. Devo di nuovo commettere io questo peccato. 01047
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JUHANI: Na, wenn wir leben wollen, müssen wir ein bißchen vom Gut unsres Nächsten mausen. Wenn das Sünde ist, ist es eine von den allerkleinsten, wie sie in diesem Würmernest von Erde begangen werden. Und, weißt du, wenn ich ohne andre Striche auf meinem Kerbholz sterbe, dann kann mich dieser kleine Krähenfuß kaum hindern, in ein etwas besseres Leben einzugehen. Aus dem eigentlichen Hochzeitssaal schöben sie mich bald genug hinaus, das glaub ich selber; aber immer kriegte ich dort eine Türhüterstelle, und das war ja auch ganz lustig. —Ja, das wollen wir glauben und uns sorglos nehmen, was gerade in unsre Kröpfe hineingeht. Gianni. Dobbiamo ben grattare qualcosa al nostro prossimo, se vogliamo vivere. Se questo è un peccato, è certo fra i più piccoli che si facciano su questa terra bacata. Se muoio senz’altre note di peccato nel mio libro, non sarà questo piccolo scarabocchio che mi impedirà di passare a una vita un po’ migliore. Mi cacceranno fuori dalla sala delle nozze; questo lo credo, ma mi daranno sempre un posto di portiere, e ciò sarà terribilmente spassoso [Salmi, 84, 10.]. Così vogliamo credere e prendere senza pensieri quel che cape nella nostra pancia. 01048
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AAPO: Dann halte ichs aber doch fürs beste, wir geben das Rübenfeld von Kuokkala auf und suchen uns ein anderes. Denn wenn es da von Tag zu Tag weniger wird, kommt der Bauer am Ende auf den Gedanken, seinen Acker Tag und Nacht zu bewachen. Abramo. Ma mi par meglio lasciare il campo di rape di Kuokkala, e cercarne un altro. Scemando di giorno in giorno, al padrone verrà in mente di guardarlo giorno e notte. 01049
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JAGDVOGT: Laßt euch wegen der Geschichte keine grauen Haare wachsen, Jungens; beileibe nicht! Nanu, woher denn die Angst? Schaut doch her: eine Schar Schutzengel hat sich hübsch um euch gelagert. Il Guardacaccia. Non vi tormentate più per questo, ragazzi, non vi tormentate più. Perchè vi angustiate? Guardate; una folta schiera di angeli custodi vi ha circondati presto presto. 01050
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So sprach der Jagdvogt die Brüder an, die arg erschrocken auffuhren und nach allen Richtungen auseinanderstieben wollten; aber mit Entsetzen merkten sie bald, daß ihnen der Weg auf allen Seiten versperrt war. Da hub der Jagdvogt wieder an: »Jetzt seid ihr im Netz, ihr Windbeutel, hübsch im Netz seid ihr und kommt nicht eher raus, als bis ihr zum Andenken, zum kleinen Andenken daran, welche Laufereien ihr uns gemacht habt, ein bißchen ausgeklopft seid, ihr Windbeutel. Kommt mit Eurer Birkenrute hierher, Mutter, und gebt ihnen eine Portion ungebrannte Asche. Solltet Ihr aber auf Widerstand stoßen, dann habt Ihr ja hier Weiber zur Hilfe.« Es folgte nun von der Hand der Mutter die Züchtigung eines jeden über die ganze Brüderschar; und der Lärm war groß im Bruchwald von Kuokkala. Die Alte handhabte ihre Rute auch mit großer Heftigkeit; aber der Jagdvogt behauptete, die Suppe sei doch noch viel zu dünn gewesen. Così parlò il guardacaccia ai fratelli che, spaventati, balzarono in piedi e fecero per svignarsela in tutti i sensi, ma si accorsero ben presto con terrore che la via era chiusa da tutte le parti. Allora parlò di nuovo il guardacaccia : « Siete nella rete, farabutti, proprio nella rete dalla quale non sortirete prima di essere stati un po’ strigliati come ricordo, come ricordino delle corse che ci avete fatto fare, bricconi. Qui, mamma, coi vostri rami di betulla e dategliele sode. Se si ribellano, avete delle comari che vi possono aiutare». Seguì allora il castigo per mano della madre passando dall’uno all’altro su tutta la banda dei ragazzi; e forte fu il clamore negli orecchi di Kuokkala. La madre maneggiava con forza il suo frustino, ma il guardacaccia protestava che il castigo era troppo leggero. 01051
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Nachdem aber dieses Geschäft erledigt war, ging ein jeder nach Hause, so auch die Mutter mit ihren Söhnen. Den ganzen Weg wetterte und schalt sie auf die Ausreißer; und der Sturm hatte sich noch nicht gelegt, als sie zu Hause angelangt waren. Sie polterte sogar noch, als sie ihren Knaben das Essen auf dem Laufstuhl zurechtmachte, und drohte ihnen immer wieder mit einer neuen Tracht. Als sie aber sah, mit welch hungriger Gier sie die Zähne in das Brot und die Strömlinge hieben, da wandte sie sich ab und wischte sich heimlich eine Träne von der gebräunten, rauhen Wange. Quando questa funzione fu terminata, tutti tornarono a casa, anche la madre coi figli. Per tutta la strada essa si lamentò e rimproverò i fuggiaschi; e nemmeno al loro arrivo a casa cessò la tempesta. Mentre preparava ai suoi ragazzi il cibo sulle panche la vecchia gridava e ribolliva minacciandoli di un’altra lavata di capo. Ma, veduto con che vivacità azzannavano il pane e le acciughe, torse il capo da loro, asciugandosi furtivamente una lacrima sulla guancia abbronzata e ruvida. 01052
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So endete die Flucht der Knaben. Und dies ist das Ereignis aus ihrer Kindheit, auf das ich von meiner Erzählung abgeschweift bin. Così finì la scappata dei ragazzi. E questa era l’avventura della loro infanzia che io ho inserito nel mio racconto. 01053
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Zu den schönsten Freuden der Brüder gehörte auch das Krunkspiel, ein Spiel, das sie auch später, als Männer, noch gerne betrieben. Da gab es hitzige Schlachten, wenn sie, in zwei Parteien geteilt, dem Ziel zustrebten. Ausgelassen war das Schreien, das Springen und Toben, und in Strömen floß ihnen der Schweiß vom Gesicht. Sausend hüpfte die Scheibe die Straße entlang und prallte bisweilen vom Schläger ab und einem von ihnen ins Gesicht, so daß bei der Heimkehr wohl dem einen oder ändern die Stirn mit einer gehörigen Beule verziert oder die Wange zu einem semmelförmigen Wulst aufgetrieben war. So vergingen die Tage ihrer Jugend: der Sommer in den Wäldern oder beim Krunkspiel auf der Landstraße, der Winter daheim in der brütenden Hitze auf dem Ofen des Elternhauses. Uno dei passatempi preferiti dai fratelli era anche il giuoco del disco coi bastoni, cui amavano esercitarsi anche nell’età matura. Divisi in due squadre, lottavano cercando entrambi di arrivare a un punto determinato; alto era allora il clamore, il correre e il lottare e il sudore irrorava loro il viso. Brontolando correva il disco lungo la strada e spesso sotto i colpi del bastone contro il viso dei giocatori, cosi che quando tornavano dal giuoco, uno o l’altro aveva la fronte con un corno o una guancia gonfia. Cosi passarono i giorni della loro giovinezza : d’estate, nei boschi o sulla strada a giocare al disco, d’inverno accanto alla stufa della loro casa, madidi di sudore. 01054
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Die Brüder merkten aber auch, daß die Zeiten sich änderten. Ja, es geschahen Dinge, die sie zwangen, mehr als bisher an den morgigen Tag zu denken und ein wenig von ihrer alten Lebensweise zu lassen. — Ihre Mutter war gestorben, und nun mußte einer von ihnen die Hausherrnschaft übernehmen, um den Hof vor gründlichem Verfall zu bewahren und über die Entrichtung der Kronsteuer zu wachen, die jedoch im Verhältnis zur Ausdehnung der Äcker und Wälder von Jukola gar nicht so hoch war. Zu tun und zu schaffen gibt es ja aber immer in einem heruntergekommenen Gehöft. Zu alledem kam noch hinzu, daß der neue Propst des Kirchspiels in all seinen Amts-geschäften ein erschreckend strenger Herr war. Besonders gegen die lesefaulen Bauern war er unerbittlich und ging gegen sie mit allen Mitteln, selbst mit der Fußblockstrafe, vor. So hatte er auch auf die Jukolaburschen sein scharfes Auge geheftet. Ja, er hatte sie bereits durch den Schöffen nachdrücklich auffordern lassen, sich schleunigst zum Küster zu begeben und bei diesem lesen zu lernen. — An einem schönen Herbstabend saßen nun die Brüder in der großen Stube ihres Heims und unterhielten sich gerade über diese Dinge. Ma anche i fratelli si accorsero che i tempi cambiavano. Successero latti che li costrinsero a pensare aH’indomani più di prima e a cambiare un poco la loro vita avvenire. La loro madre era morta e uno di loro dovette far da padrone per preservare il podere dal disordine c provvedere al pagamento delle tasse, che erano relativamente basse, data l’estensione delle terre e dei boschi di Jukola. Ma c’è sempre da correre e da fare in un podere trasandato. Si aggiunga a tutto ciò che il nuovo curato della parrocchia era un uomo terribilmente rigido nell’esercizio di tutte le sue funzioni. Inesorabile coi fannulloni che non volevano imparare a leggere, usava contro di loro tutti i mezzi di punizione, persino i ceppi [Grosso pezzo di legno con buchi entro i quali si ponevano i piedi dei colpevoli; posto davanti alla chiesa come una specie di gogna. Castigo ecclesiastico temuto; fu soppresso nel 1860.]. Aveva puntato gli occhi severamente sui ragazzi di Jukola e, per mezzo dell’assessore, aveva loro ordinato in modo perentorio di recarsi senza indugi dal sacrestano per imparare a leggere. Perciò una delle ultime sere d’estate seduti in una stanza spaziosa della loro casa, i fratelli parlavano fra loro come segue: 01055
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AAPO: Ich kann euch nur sagen, dies wilde Leben geht so nicht weiter, sondern es wird mit Untergang und Verderben enden. Drum, Brüder! andre Gewohnheiten und Sitten, wenn wir auf Glück und Ruhe hoffen wollen. Abramo. Dico, questa vita scapata non può durare; altrimenti va a finire in rovina e dolore. Fratelli : altri usi e costumi, se desideriamo felicità e pace. 01056
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JUHANI: Weise Worte, Bruder, das ist nicht zu leugnen. Gianni. Ben detto; non si può negare. 01057
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SIMEONI: Gott bessers, ja; zügellos und wild ist unser Leben gewesen bis auf den heutigen Tag. Simeone. Che Dio ci aiuti! La nostra vita è stata sempre sfrenata e selvaggia fino a oggi. 01058
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TIMO: Aber dies ist doch ein Leben und ist eine Welt. Es schmeckt schon, wenn auch was draufgeht. O ja! Timoteo. Ma è una vita e un mondo come un altro. E buona, anche se c’è qualcosa in contrario. Oh! 01059
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JUHANI: Zu locker oder richtiger: zu unbekümmert haben wir gelebt, das ist nicht zu leugnen. Aber bedenkt doch: »Jugendblut hat Übermut, dem Alter steht die Weisheit gut.« Gianni. Abbiamo vissuto troppo sregolatamente e, ben detto, troppo inconsciamente, non si può negare. Ma ricordiamoci : « Con follìa giovinezza, con vecchiaia la saggezza ». 01060
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AAPO: Aber ich denke, es wäre endlich Zeit, weise zu werden, alle Lüste und Begierden unter das Joch der Vernunft zu spannen und zuerst zu tun, was Nutzen bringt, und nicht, was süßer schmeckt. Also laßt uns sofort darangehen, unsern Hof wieder hochzubringen! Abramo. Ma è già tempo di rinsavire, è tempo di mettere tutti i desideri e le passioni sotto il giogo della ragione e fare prima ciò che è utile, non ciò che ci piace. Ora, senza indugio, rimettiamo in buono stato la nostra fattoria. 01061
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JUHANI: Ganz recht, ganz recht! Wir fallen zuerst wie die Mistkäfer über den Dung her und lassen vom Morgen bis zum Abend den Hackklotz in allen Ecken von Jukola krachen. Unser prächtiges Vieh aber soll den Mist aufstocken; und so hoch wie die goldnen Mauern des Königsschlosses sollen sich die Haufen in unsrem Gehege erheben. So wirds gemacht. Nächsten Montag fangen wir an, und von Grund aus. Gianni. Ben detto! In primo luogo gettiamoci su questo mucchio di letame come scarabei e facciamo rumoreggiare le asce in ogni angolo di Jukola da mattina a sera; il bestiame, il vigoroso bestiame, aumenterà il concime da parte sua e, nel nostro recinto, se ne alzeranno mucchi alti come i muri dorati del palazzo del re. Facciamolo sempre. Lunedì venturo possiamo cominciare dalle basi. 01062
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AAPO: Warum denn nicht gleich morgen? Abramo. Perchè non già domani? 01063
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JUHANI: Nein, erst nächsten Montag. Es kann ja nicht schaden, die Sache noch reiflicher zu überlegen. Ja, also abgemacht; nächsten Montag. Gianni. No, solo lunedì venturo. Non è male esaminare la faccenda ancora più a fondo. Allora, è detto: lunedì venturo. 01064
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AAPO: Einen Punkt müssen wir aber gleich erledigen. Die Sache ist die: wenn wir in unserm Haushalt auf Ordnung und Bestand hoffen wollen, dann muß einer Hofältester und Hausherr sein. Wir wissen, daß dies Recht und diese Pflicht durch seine Erstgeburt wie durch die Bestimmung unsrer Mutter Juhani zukommt. Abramo. Ma un punto dobbiamo sistemarlo subito; cioè, se vogliamo agire con ordine e perseveranza nel nostro podere, uno deve essere il capoccia e il padrone. Sappiamo che tale diritto e tale prerogativa spettano a Gianni, perchè il primogenito e nostra madre l’ha fissato. 01065
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JUHANI: Ja, ja, mein ist das Recht, die Macht und die Gewalt! Gianni. Sì, questo diritto, questo potere e questa aul appartengono. 01066
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AAPO: Aber sieh nur zu, daß du sie friedsam und zum allgemeinen Besten anwendest. Abramo. Ma guarda di usarli in maniera conciliante e pc comune. 01067
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JUHANI: Ich will mein möglichstes tun. Wenn ihr mir nur ohne Prügel und ohne Peitsche gehorcht! Ich will schon mein möglichstes tun. Gianni. Farò del mio meglio, ma purché mi obbedii castighi e senza frusta! Farò del mio meglio. 01068
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AAPO: Was? Peitsche? Abramo. Frusta? 01069
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JUHANI: Ja, weißt du, wenn das nötig ist. Gianni. Se sarà necessario, beninteso. 01070
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TUOMAS: Mit der Peitsche kannst du deinen Hunden kommen. Maso. Parla di frusta ai tuoi cani. 01071
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TIMO: Meinen Allerwertesten bleust du mir, bleust du mir nicht. Das mag die Fuchtel des Gesetzes und der Gerechtigkeit besorgen, wenn mich mein Buckel mit gutem Grunde juckt. Timoteo. Non mi strigherai mai il deretano; lo potrà far< la sferza della legge, se la schiena mi pruderà. 01072
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JUHANI: Warum verbeißt ihr euch in ein fluchtiges Wort? Wir sitzen ja hier in der Wolle, wenn bloß Eintracht herrscht und die Hörner abgelegt werden. Gianni. Perchè vi attaccate a parole vane? Staremo bei regnerà l’armonia e abbasseremo le corna. 01073
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EERO: Aber wir müssen genau abmachen, wie wir miteinander stehen. Rico. Fissiamo dunque bene i nostri rapporti. 01074
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AAPO: Und eines jeden Ansicht wollen wir hören. Àbramo. E ascoltiamo il parere di ognuno. 01075
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JUHANI: Lauri, du Schweigsamer, sag, was meinst du? Gianni. Che dici, Renzo, tu che sei sempre di poche pai 01076
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LAURI: Wenn ich was zu sagen hätte: laßt uns in den Wald ziehen und laßt den ganzen Plunder dieser Welt zum Teufel fahren. Renzo. Vorrei dire questo: andiamo a stare nel bosco e al diavolo il tumulto del mondo. 01077
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JUHANI: He? Gianni. Eh? 01078
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AAPO: Der redet mal wieder irre. Aiiuamo. Delira di nuovo. 01079
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JUHANI: In den Wald ziehen? Was für ein Blödsinn! Gianni. Andiamo a stare nel bosco? Che pazzie! 01080
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AAPO: Kehr dich nicht dran. — Seht, ich habe es mir so ausgedacht. Du, Juhani, hast zunächst das Recht, die Hausherrnschaft anzutreten, wenn du willst. Adramo. Non t’inquietare. Ora, ecco, ho pensato. Tu, puoi fare da padrone, se vuoi. 01081
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JUHANI: Will ich auch! Gianni. Lo voglio. 01082
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AAPO: Wir ändern werden, solange wir in den trauten Winkeln unsres Elternhauses sitzen und ledig sind, für den Hof arbeiten, erhalten Speise und Trank vom Hof und lassen uns von ihm bekleiden. Der erste Montag in jedem Monat soll, ausgenommen zur Saat- und Erntezeit, immer uns gehören, doch bekommen wir auch da unser Essen vom Hof. Jährlich gibt er jedem eine halbe Tonne Hafer zur Aussaat und ebenso jedes Jahr das Recht, uns ein Stück Wiesenland zu bestellen, das mindestens eine Fläche von drei Morgen haben soll. Das ist mein Plan für unser Elternhaus und unser Junggesellenleben. Ich weiß aber, daß wohl keiner von uns gern von unserm geliebten Jukola wegziehen möchte, und dazu zwingt uns ja der Umfang unseres Landes auch gar nicht, sondern es ist in dieser Gegend vollauf Platz für uns sieben Brüder. Derjenige aber, der im Lauf der Zeit Lust bekommen sollte, sich einen eigenen Hausstand und eine eigne Familie zu gründen, und doch nicht gesonnen wäre, mit Hilfe des Gesetzes und mit den Kosten für die Ausmessung den Hof zu zerstückeln, sollte der nicht mit dem folgenden zufrieden sein? Er soll vom Hof ein Stück Land überwiesen bekommen, auf dem er sein Haus und darum herum seine Acker anlegen kann. Er soll auch ein Stück Wiesengrund erhalten und soll sich außerdem soviel Heuland im Walde roden dürfen, wie er braucht, um ein paar Pferde und vier bis fünf Rinder zu füttern. Und dann soll er ohne jede Steuer und Abgabe sein Anwesen bestellen und soll den Ertrag in Frieden auf seinem Grund und Boden genießen, sowohl er wie seine Kinder. — So habe ich mir die Sache gedacht. Was sagt ihr dazu? Abramo. Quanto a noi, finché vivremo nei cari angol nostra e resteremo celibi faremo i lavori del podere, man£ cibo del podere e prenderemo da vestirci dal podere, lunedì del mese, salvo nel tempo della semina e del raccolte sempre liberi, ma dal podere ci verrà lo stesso cibo. Ogni anno il podere ci darà mezzo staio di avena da seme e ogni anno potremo prepararci un terreno da seminare la cui dimensione sarà almeno tale da produrre tre staia. Questi sono i miei progetti per casa nostra e per la nostra vita di scapoli. So che non uno solo di noi se n’andrà volentieri dalle care terre di Jukola, nè vi siamo costretti dalla mancanza di posto, chè vi è spazio per noi sette fratelli su questa terra. Ma colui che, col tempo, sentisse desiderio di formarsi una casa e una famiglia per conto suo, e non volesse con ciò smembrare il podere ricorrendo alla forza della legge e pagando degli agrimensori, non potrebbe forse contentarsi del piano seguente? Diventerà padrone di un pezzo di terra del podere nel quale costruirà una casa cinta di campi. Riceverà anche la sua parte dalla prateria comune, con la facoltà di dissodare per sè, nel bosco, prati bastanti a nutrire un paio di cavalli e quattro o cinque vacche. Così, esente da imposte e contributi, coltiverà il suo podere e beneficerà dei suoi prodotti lui e i suoi bambini, vivendo in pace nella sua proprietà. In questo modo io avrei disposto la cosa. Che ne dite? 01083
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JUHANI: Ziemlich vernünftig ausgedacht. Laßt uns die Punkte in Erwägung ziehen. Gianni. Disposta con molto senno. Esaminiamone i paragrafi. 01084
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LAURI: Anders wär es aber doch vernünftiger. Laßt uns in die Wälder ziehen und das armselige Jukola verkaufen oder es dem Gerber am Grenzgatter verpachten. Er hat uns wissen lassen, daß er zu diesem Geschäft geneigt wäre; er will es aber für mindestens zehn Jahre haben. Laßt es uns machen, wie ich sage, und mit unserm Pferd, unsern Hunden und unsern Flinten an den Fuß des steilen Impivaara ziehen. Dort bauen wir uns auf der freundlichen, sonnigen Halde eine freundliche Kate, jagen die Tiere des Waldes und führen ein Leben in Ruhe, fern vom Treiben der Welt und den bösen Menschen. — Das hab ich mir während derjahre Tag und Nacht überlegt. Renzo. Ma c’è qualcosa da fare ancora più assennata. Andiamo a stare nei boschi e vendiamo questa povera Jukola o diamola in affitto al conciatore di Rajaportti che ci ha manifestato il desiderio di concludere quest’affare; vuole però che gli si affidi il podere almeno per dieci anni. Facciamo come dico io e sgomberiamo col nostro cavallo, coi nostri cani e i nostri fucili ai piedi dei ripidi monti di Impivaara. Là costruiamoci una ridente capanna sui ridenti e soleggiati pendii e là, cacciando la selvaggina dei boschi, vivremo in pace lontano dal fluire del mondo e dalla collera degli uomini. Così io ho pensato dentro di me giorno e notte, per anni. 01085
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JUHANI: Spukt dir denn der Teufel im Kopfe, Junge? Gianni. Che il diavolo t’ha fatto dar di volta al cervello, ragazzo? 01086
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EERO: Oder wenn nicht der Teufel, dann eine Wald-fee? Rico. Se non è stato il diavolo è stata la maga dei boschi. 01087
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LAURI: So hab ich mirs überlegt, und so mach ichs auch noch mal. Da könnten wir wie Herren leben, könnten uns Vögel schießen und Eichhörnchen, Hasen, Füchse, Wölfe, Dachse und zottige Bären. Renzo. Così ho pensato e una volta o l’altra lo farò. Là potremo vivere da signori, cacciando uccelli, scoiattoli, lepri, volpi, lupi, tassi e orsi dal pelo arruffato. 01088
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JUHANI: Zum Kuckuck! zähl doch gleich die ganze Arche Noah her von der Maus bis zum Elch hinauf. C ìIanni. Diavolo! Snocciola tutta l’arca di Noè dal topo al cervo. 01089
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EERO: Das ist ein Vorschlag! Salz und Brot ade sagen und Blut saugen und Fleisch fressen wie die Mücken und die Zauberer in Lappland. Da werden wir wohl in den Schluchten des Impivaara auch noch Füchse und Wölfe fressen wie die haarigen Bergkobolde. Rico. È una trovata: dire addio al sale e al pane e succhiare il sangue c mangiare la carne come le zanzare e gli stregoni lapponi. K dovremmo anche mangiare volpi e lupi nelle grotte di Impivaara come gli orchi pelosi dei monti. 01090
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LAURI: Von den Füchsen und Wölfen kriegen wir Felle, für die Felle Geld und für das Geld Salz und Brot. Kknzo. Dalle volpi e dai lupi prenderemo le pelli, dalle pelli denaro, col denaro sale e pane. 01091
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EERO: Aus den Fellen machen wir uns Kleider, ja. Aber Fleisch, blutiges, dampfendes Fleisch wird unsre einzige Nahrung sein. Salz und Brot brauchen die Affen und Paviane im Walde nicht. Rico. Dalle pelli ricaveremo vestiti, ma la carne, la carne sanguinolenta e fumante sarebbe il nostro solo cibo; le scimmie e i babbi imi non hanno bisogno di sale e di pane nel bosco. 01092
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LAURI: So hab ich mirs überlegt, und so mach ichs auch noch mal. Renzo. Così ho pensato e una volta o l’altra lo farò. 01093
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TIMO: Laßt uns die Sache nur ganz gründlich erwägen. Warum sollen wir denn nicht auch im Wald Salz und Brot zu beißen kriegen? Warum denn nicht? Aber Eero ist ein alter Spottvogel und hat uns immer ein Bein gestellt wie ein langer Stubben im Schwend -acker. Wer kann denn dem Waldbewohner verbieten, dann und wann auch etwas näher an die Dörfer heranzugehen, dann und wann, wenn ers nötig hat? Oder schlägst du mir dann gleich mit einem Knüttel auf den Kopf, Eero? Timoteo. Esaminiamo la cosa a fondo. Perchè non potremmo, .un he nei boschi, masticare sale e pane? Perchè no? Rico è un canzo-II.noie che ci mette sempre i bastoni fra le ruote. Chi può impedire agli abitanti dei boschi di avvicinarsi di quando in quando ai villaggi, di quando in quando, sempre quando ne hanno bisogno? O mi darai delle bastonate in capo, tu, Rico? 01094
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EERO: Bewahre, mein Lieber, du »bekommst sogar Salz, wenn Beeren du bringst«. — Zieht nur hin, Jungens, zieht hin. Ich verbiets auch nicht, ich steige sogar auch gleich mit auf den Bock und kutschier euch im schönsten Trab davon. Rico. No, fratello mio, anzi « avrai sale, se porterai bacche ». Sgomberate, ragazzi, sgomberate, io non mi oppongo, anzi vi porterò anche in carrozza e di buon trotto. 01095
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JUHANI: Na, die Waldgeister schickten euch bald wieder heim, das kann ich euch versichern. Gianni. Ma ben presto gli spiriti del bosco vi ricondurranno indietro, ve l’assicuro. 01096
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LAURI: »Wer nach Hause zurückkehrt, für den ist die Schwelle hoch«, das weiß ich, aber du brauchst nicht zu glauben, ich klopfte noch mal an, wenn ich weggegangen bin. — Am ersten Mai zieh ich fort. Renzo. « Per chi torna a casa la soglia è alta » ; io lo so questo, ma non credere che io bussi più alla tua porta quando una volta si è partiti. Il primo di maggio parto. 01097
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TIMO: Vielleicht komm ich mit. Timoteo. Forse vengo con te. 01098
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LAURI: Ich rat dir nicht zu und nicht ab. Tu, was dein Herz fürs beste hält. — Ich ziehe am ersten Mai nach der Halde am Impivaara. Bis mein kleines, warmes Haus da fertig ist, kann ich ja in der grasbewachsenen Köhlerhütte unseres Großvaters wohnen. Na, und wenn ich mein Tagewerk getan habe, dann ruh ich mich in meinem friedlichen Bau aus und horche, wie der Bär im Bruchwald pfeift und das Birkhuhn auf dem Sompiomoor lockt. Renzo. Io non ti dico nè sì nè no; fa come il cuore ti dice. Io sgombero il prossimo primo maggio per le terre di Impivaara. Là da principio, finché la mia calda capannuccia sarà pronta, starò nella capanna muscosa del carbone, fatta da nostro nonno. Allora, compiuto il mio lavoro quotidiano, riposerò nella mia tranquilla capanna e sentirò l’orso fischiare nei boschi e il richiamo del gallo cedrone nella palude di Sompio. 01099
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TIMO: Ich komme mit, Lauri; das ist abgemacht, Lauri. Timoteo. Io vengo, Renzo; è deciso, Renzo. 01100
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TUOMAS: Wenns hier nicht besser wird, komm ich auch mit. Maso. Se i tempi qui non migliorano, vi seguo anch’io. 01101
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JUHANI: Was? Tuomas auch? Du willst auch von hier fort? Gianni. Anche Maso! Anche tu sgombreresti? 01102
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TUOMAS: Wenns hier nicht besser wird. Maso. Se i tempi non migliorano. 01103
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LAURI: Ich ziehe am ersten Mai fort, und wenn die Tage der süßen Brote für Jukola kämen. Renzo. Io sgombero il primo di maggio, anche se tornassero a Jukola giorni di festa [Propriamente, «di pane azzimo»; cfr. Marco, 14, 1.]. 01104
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TIMO: Du und ich, wir beide, wir ziehen wie die Kraniche im Frühjahr fort zum Sompiomoor: und in den Lüften sausts und brausts! Timoteo. Te e io, noi due sgombreremo per la palude di Sompio come le gru di primavera, quando l’aria e i venti soffiano! 01105
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JUHANI: O weh! Aber wart mal! Die Wahrheit zu bekennen, steckt in Lauris Plan etwas, das heimlich zieht. Der Wald lockt. Herrje! es kommt mir schon so vor, als säh ich hinter dem Wald die herrlichen Himmelsgefilde. Gianni. Diavolo! A dir la verità, nel progetto di Renzo c’è una attrattiva segreta. Il bosco attira. Diavolo! Mi par come se vedessi, dietro quel bosco, la bella spianata del cielo. 01106
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AAPO: Ihr Narren, was denkt ihr euch bloß! — In den Wald ziehen! Weshalb denn? Wir haben ja hier Haus und Hof; ein trautes Dach überm Kopf! Abramo. Pazzi, che pensate? Sgombrare per il bosco! Perchè? Abbiamo una casa e un podere e un tetto amato sulla testa! 01107
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JUHANI: Gewiß, wir haben einen Hof, an dem wir mit Krallen und Zähnen hängen werden, solange er noch etwas nach Essen duftet. Aber, weißt du, sollte das Unglück den besten Absichten zum Trotz hier mal das Unterste zu oberst kehren, dann soll der Wald meine Zuflucht sein, zu der ich gleich hinstürme, wenn das letzte Korn im Mühltrichter rasselt. — Ja, jetzt gehts, was hast du, was kannst du, an die Wirtschaft und die Feldarbeiten, und zunächst wollen wir uns wieder an den Punkt machen, von dem eben eigentlich die Rede war. — Wie mir mein einfältiger Schädel sagt, hat Aapo die Sache im ganzen ziemlich vernünftig ausgedacht, und alles muß gehen, wenn sich jeder nach Kräften um Frieden und Eintracht bemüht. Denn, wißt ihr, wenn wir Streit wollen, finden wir immer einen Anlaß, um uns den Kamm zu sträuben. Gianni. Certo, abbiamo un podere cui siamo attaccati ton le unghie e coi denti, finché ci si sentirà un po’ di odore di cibo. Ma se l’avversa fortuna mandasse tutto qui a gambe all’aria, malgrado le nostre migliori intenzioni, allora la foresta sarebbe il mio rifugio, verso il quale me la darei a gambe appena l’ultimo grano facesse rumore nella madia. Ma ora mettiamoci a sgobbare per la casa e per il podere con tremenda rapidità e ritorniamo al punto di cui propriamente si trattava. Secondo la mia zucca dura, Abramo ha considerato le cose in generale abbastanza con buon senso; e tutto procederà bene purché ciascuno dalla sua parte tenda alla concordia e all’intesa comune. Ma, se cercheremo motivi per leticare, troveremo sempre di certo da prenderci per i capelli. 01108
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SIMEONI: Wo finden wir den nicht, solange uns der alte Adam hienieden zwischen Bein und Haut zwickt und zwackt. Simeone. Dove non ne troveremo finché il vecchio Adamo ci farà il pizzicorino fra le ossa e la pelle? 01109
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TIMO: Den alten Adam hab ich mir immer als einen ernsten Mann gedacht, mit einem Filzhut, schwarzem Frack, Kniehosen und einer roten Weste, die ihm bis unter den Nabel reicht. So spaziert er in Gedanken seines Wegs und treibt ein paar Ochsen vor sich her. Timoteo. Mi sono sempre figurato il vecchio Adamo come un padre vecchio e grave con un cappello di feltro, le falde nere, i pantaloni e il panciotto rosso che gli scende sempre sotto l’ombellico. Così il vecchio se la passeggia sprofondato nei suoi pensieri e guida un paio di bovi. 01110
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SIMEONI: Der alte Adam, das ist die Wurzel der Sünde, die Erbsünde. Simeone. Per vecchio Adamo si intende la radice del peccato, il peccato originale. 01111
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TIMO: Ich weiß, daß er das Wahrzeichen und Urbild der Erbsünde ist, der gehörnte Satan in der Hölle, aber für mich spaziert der Musjö nun mal mit seinem Paar Ochsen umher, wie ich eben gesagt habe. Das kann ich nicht ändern. Timoteo. Lo so che egli ò il simbolo e il prototipo del peccato orginale, il Satana cornuto dell’inferno, ma io quel signore, come ho dello, me lo liiMiio cosi vestilo, che guida un paio di bovi. È così, e così é per me. 01112
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01113
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JUHANI: Laßt diesen Glaubenspunkt ruhen und bleibt bei der Sache. — Sag, Aapo, was könnten wir mit unsern beiden Kätnereien Vuohenkalma und Kekku-ri anfangen? Gianni. Lasciamo questo paragrafo di fede e ritorniamo a bomba. Ahi .imo, che dei idiamo delle nostre due fattorie di Vuohenkalma e Kekkuri, date in mezzadria? 01113
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01114
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AAPO: Es ist zu bedenken, daß die Inhaber dieser beiden einmal ihr Land aus dem wüsten, öden Bruchwald herausgescharrt haben und man sie deshalb nicht von ihrer Scholle vertreiben kann — was auch unrecht wäre —, solange sie ihre Acker anständig bestellen. Und auch dann verordnet ihnen das Gesetz einen Betrag für ihr Alter aus den Anwesen. So steht es hiermit. — Aber betrachten wir mal einen ändern Punkt,-'der, wie mir scheint, ziemlich kniffelig ist. Denn es ist der wichtigste Schritt für uns hienie-den, ein Schritt, der entweder unser Haupt vor der Zeit grau macht oder uns des Glückes Sommertag bringt und zuletzt den Abend unseres Lebens mit einem goldnen Sonnenuntergang beschließen wird. Und dich, Juhani, geht er jetzt zunächst an. Paß also auf, was ich sage! Eine Hausherrnschaft ohne Hausfrau ist was Halbes, Hinkendes. Ein Hof, in dem keine Hausfrau auf dem Pfad nach dem Speicher schreitet ... Amiamo. Bisogna rammentare che i tenutari di entrambe, ne hanno dissodato una volta a fatica le terre su un suolo selvaggio e inospitale e non si possono cacciare dal loro possesso — il che sarebbe anche ingiusto — finche possono tenere i loro campi in buono stato, e poi la legge stabilisce che gli si dia di che provvedere alla vecchiaia. Così sta la faccenda; ma pensiamo anche a un’altra cosa che, secondo me, é molto complicata. È il nostro passo più importante qui, quello che ci può far diventar grigi prima del tempo o portarci il sole della vita e farci terminare i nostri giorni in un tramonto rosso dorato. E la cosa interessa innanzi tutti te, Gianni. Senti quel che dico : una casa senza padrona è incompleta e zoppicante; una fattoria in cui la padrona non vada per il sentiero che conduce al granaio... 01114
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TIMO: Ist gleich einem Wolfsbau ohne Wölfin oder gleich einem Stiefel ohne den ändern. Wahrhaftig, so was hinkt, wie Aapo richtig sagt. Timoteo. È come il covo del lupo senza femmina o come uno stivale senza l’altro stivale; è proprio così come ha detto Abramo. 01115
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AAPO: Ein Hof, in dem keine Hausfrau auf dem Pfad nach dem Speicher schreitet, ist wie ein trüber Tag, und an seinem Familientisch sitzt obenan die Langeweile wie ein hinschwindender Herbstabend. Eine gute Hausfrau aber ist für den Hof eine lachende Sonne, die erleuchtet und wärmt. — Sieh: als erste verläßt sie am Morgen das Bett, knetet den Teig, macht dem Mann das Frühstück auf dem Tisch zurecht, packt ihm die Zehrung in den Wald ein und eilt dann mit dem Eimer ins Gehege, ihr buntscheckiges Vieh zu melken. Jetzt backt sie und schwebt und dreht sich geschäftig umher, jetzt steht sie am Tisch, jetzt fliegt sie dort zur Wandbank mit dem Brot auf der Hand, und jetzt schürt sie wie ein Wirbelwind den Ofen, der Feuer und Rauch aus seinem glühenden Rachen speit. Jetzt kostet sie, während die Brote aufgehen, selbst zuletzt mit ihrem Kind an der Brust von der Speise, ißt ihre Scheibe Brot, den gebackenen Strömling und nimmt aus dem Holzkrug einen Schluck Milch dazu. Aber auch den Hund vergißt sie nicht, den treuen Wächter des Hauses, auf der Treppe, noch die Katze, die schläfrig blinzelnd vom Ofen herabschaut. — Und jetzt schwebt sie wieder und dreht sich und wendet und wiegt sich, knetet von neuem Teig in dem Trog, formt ihn und backt ihn zu Broten, und wie ein Strom rinnt ihr der Schweiß von der Stirn. Aber sieh: wenn der Tag zur Neige geht, hat sie die Brote schon unterm Dach, eine Brotstange an der ändern gereiht, und frisches Leben fächelt von ihnen hernieder. Und da, wenn die Männer aus dem Wald zurlickkehren, erwartet sie der dampfende Abendschmaus auf dem gescheuerten Tisch. Aber wo ist die Frau? Dort auf dem Hof melkt sie die krummgehörnten Kühe, und in dem Eimer schwappt der gischende, schäumende Saft der süßen Milch. — So schwebt sie und dreht sich und wendet und wiegt sich, und erst, wenn die ändern schon im tiefen Schlaf liegen, sinkt sie nieder mit dem Nachtgebet auf den Lippen. Und noch ist ihre Arbeit nicht beendet. Ohne Klage erhebt sie sich in der Nacht zu jeder Stunde, zu jeder Minute von ihrem Lager, um ihr kleines Kind zu beruhigen, das dort in der Wiege leise wimmert. — Seht ihr, Brüder, das ist eine treffliche Hausfrau. Abramo. Una fattoria in cui la padrona non vada per il sentiero del granaio è come un giorno nuvoloso, e sul suo desco familiare siede la noia come una languida sera autunnale. Ma una buona padrona è come il sole luminoso della fattoria che dà luce e calore. Guardate un po’: ella si alza per prima la mattina, impasta, prepara la colazione per suo marito, lo approvvigiona per andare nel bosco, indi si affretta col bugliolo in mano verso il chiuso a mungere le sue mucche pezzate. Poi fa il pane, e sfaccenda; ora è vicina alla tavola, corre con un pane in mano a portarlo sulla panca infìssa al muro, ora va come un turbine ad attizzare il fuoco nel forno, che lancia dalla gola lucente fiamme e fumo. Poi, mentre l’impastò lievita, coi bambini in collo fa un po’ di colazione in fretta, mangia un pezzo di pane, acciughe fritte e ci beve su, da un boccale di legno, del latte accagliato. E non dimentica il can barbone, il fedele guardiano della casa, sulla scala, nè il gatto che, mezzo addormentato, sogguarda con gli occhi un po’ inebetiti in cima al forno. E di nuovo sfaccenda, gira e volta, fa un nuovo impasto che lievita nella madia, ne trae dei pani e li mette in forno e il sudore le scorre a rivi dalla fronte. Ecco, al calar del giorno, deve mettere le ciambelle di pane infilate in pertiche di legno, sotto il soffitto, e da esse scende un odore sano. Quando gli uomini tornano dal bosco, li aspetta la cena fumante sulla tavola ben lavata. Ma dove è la padrona ? Là nel cortile di nuovo, munge le mucche dalle corna ricurve : ondeggia la superficie schiumosa del fresco latte che si agita nel bugliolo. Di nuovo ella sfaccenda, gira e volta, e solo quando tutti gli altri sono immersi nel sonno più profondo, si corica pregando. Ma il suo lavoro e le sue occupazioni non sono ancora finite. Pazientemente, nel corso della notte, ella si leva dal letto, a qualunque momento, a qualunque ora, si leva per calmare il suo piccolino che frigna nella culla. Questa, fratelli, è un’eccellente massaia. 01116
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JUHANI: Gut gesprochen, Aapo; ich denk, ich verstehe den Zweck deiner Rede. Du meinst nämlich, ich soll heiraten. Ja, ich verstehe. Ein Weib, sagst du, ist ein unentbehrliches Stück im Hausregiment. So ists. Aber wart nur! Deine Hoffnung erfüllt sich wahrscheinlich bald. Nun, nun, jawohl. Ich gestehe, mein Herz ist schon in allem Ernst hinter einem Mädchen her, die ich als Ehegattin, als gute Ehegattin haben möchte, wenn nicht alle Zeichen trügen. — Ja, Bruder, nun kommen andre Tage und andre Künste für uns, und meine zukünftige Hausherrnschaft macht mir schwere Sorgen. Dem Hausherrn ruht hienieden eine furchtbare Last auf den Schultern, und groß wird dermaleinst seine Rechenschaft beim Gericht sein. Ich habe jetzt die Verantwortung für euch alle durch die Bank; denkt daran. Gianni. Ben detto, Abramo. Capisco lo scopo del tuo discorso che tende, cioè, a persuadermi di prender moglie. Capisco. Una donna, dici tu, è una cosa indispensabile in una casa. Certo! Ma non ci pensare. Spero che il tuo desiderio si realizzerà presto. Beh, beh! Confesso che il mio cuore è già seriamente preso di una ragazza di cui spero farmi una moglie, e buona, se i vecchi segni non mi ingannano. Orsù, fratelli, giorni diversi e arti diverse ci aspettano e la mia prossima qualità di padrone di casa mi dà seriamente da pensare. Un tremendo peso grava sulle spalle del padron di casa, del padron di casa, e grande è il conto che dovrò rendere un giorno al giudizio finale; dovrò pensare io a difendervi tutti, ricordatevelo. 01117
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TUOMAS: Du? Warum denn? Maso. Tu? Perchè? 01118
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JUHANI: Ich bin euer Herr; aus meinen Fingerballen wird einmal das Blut gesaugt werden um euretwillen. Gianni. Io sono il vostro padrone e per voi un giorno mi si succhierà il sangue dalle dita. 01119
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TUOMAS: Ich stehe selber fllr meinen Leib und meine Seele. Maso. Io rispondo di me e del mio corpo e dell’anima mia. 01120
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TIMO: Ich auch: heheh! Timoteo. E anch’io, ohi! 01121
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AAPO: Bruder Juhani, denk dran, daß solche Worte böses Blut machen. Abramo. Fratello Gianni, bada che discorsi simili fan cattivo sangue. 01122
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JUHANI: Ich habe weder an gutes noch an böses Blut gedacht. Aber wie der Teer, wie die Klette im heißen Sommer, hakt ihr euch wie toll am leeren, bedeutungslosen Wort fest, obwohl ihr mein Herz bis in seinen innersten Winkel kennt. Das ärgert mich! Gianni. Io non ho pensato nè a cattivo sangue nè a cattiva carne; come il catrame e la bardana nel calore dell’estate, voi vi attaccate furibondi a una parola vana, insignificante, benché conosciate il mio tuore fino in fondo! Ciò mi sdegna! 01123
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AAPO: Laß es sein, wie es will, und sag uns lieber, wenn du magst, wer das Mädchen ist, das dein Herz erobert hat. Abramo. Lascia andare e dicci ora, se vuoi, chi è la ragazza che ri ha rubato il cuore. 01124
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JUHANI: Das will ich euch geradeheraus sagen. Das Mädel, das ich so gräßlich liebhabe, ist Förichtmuttchens Venla. Gianni. Lo dirò senza tante storie. La ragazza che amo appassionatamente è Venia, la figlia della vecchia del pineto. 01125
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AAPO: Hm. Abramo. Ehm! 01126
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JUHANI: Was sagst du? Gianni. Che dici? 01127
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AAPO: Ich sage nur: hm. Abramo. Ehm! Non dico altro. 01128
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TUOMAS: Eine unangenehme Geschichte! Maso. Un affare in bilico. 01129
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SIMEONI: Venla? Ei, ei! Aber lassen wir den lieben Gott walten. Simeone. Venia. Guarda, guarda! 01130
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AAPO: Hm, also Venla! Abramo. Ehm! Venia. 01131
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JUHANI: Was knuttert ihr denn da? Aber aha! ich ahne was. Gottes Sohn behüte uns! Was? So sprecht doch! Gianni. Che avete da brontolare? Ma ah, ho un sospetto; Dio ci guardi! Che? Parlate chiaro! 01132
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AAPO: Weißt du: meine Gedanken haben sich schon jahrelang eifrig mit dem Mädchen beschäftigt. Abramo. Senti, sono già anni che io penso con desiderio a questa ragazza. 01133
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SIMEONI: Und warum sollte ich bekümmert sein, wenn der Schöpfer sie mir bestimmt hat. Simeone. Se Dio desidera che sia mia, perchè me ne angustierei? 01134
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EERO: Nein, nein. Dir ist sie bestimmt, und ich nehme sie. Rico. Macche. Egli la desidera per te e io me la prendo. 01135
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JUHANI: Was sagst du denn, Tuomas? Gianni. Che dice Maso? 01136
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TUOMAS: Eine heikle Geschichte! Das Mädchen gefällt mir sehr, das muß ich gestehen. Maso. È un affare in bilico, la ragazza mi piace molto, lo confesso. 01137
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JUHANI: Ach so, ach so. Schön! Und Timo? Gianni. Ah così, così! Bene! E Timoteo? 01138
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TIMO: Ich mache dasselbe Geständnis. Timoteo. Io debbo confessare la stessa cosa! 01139
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JUHANI: Schockschwerenot! Und Eero? Gianni. Accidenti. E Rico? 01140
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EERO: Ich mache dasselbe aufrichtige Geständnis, ja, dasselbe aufrichtige Geständnis. Rico. Faccio la stessa confessione sinceramente, la stessa. 01141
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JUHANI: Gut, sehr gut! Haha! — Und Timo auch? Timo auch? Gianni. Bene, benissimo. Ah, ah! Anche Timoteo, anche Timoteo? 01142
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TIMO: Das Mädchen ist mir mächtig lieb, das muß ich gestehen. Zwar hat sie mich mal windelweich geschlagen und tüchtig ausgeklopft, als ich noch ein kleiner Piepmatz war, und an die Haue muß ich immer wieder denken; aber na! Timoteo. La ragazza mi è molto cara, lo confesso. Veramente una volta mi ha picchiato sodo, mi ha dato botte da orbo, quando ero ancora un moccioso e mi ricordo ancora di quella risciacquata. 01143
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JUHANI: Still, still davon! denn jetzt handelt es sich darum, ob du sie lieb hast. Gianni. Silenzio, silenzio! Ora si tratta di sapere se l’ami. 01144
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TIMO: Ei ja, ei ja, das tu ich, und feste, nämlich wenn sie mich wiederliebt. Timoteo. Ah, ah, sì, e molto; resta a sapersi se lei mi ama. 01145
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JUHANI: So so? Du trittst mir also auch in den Weg? Gianni. Bene, bene! Mi tagli la strada, dunque? 01146
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TIMO: Durchaus nicht, durchaus nicht; wenn du dein Herz wirklich nicht halten kannst, ja, dein Herz und deine Zunge. Trotzdem hab ich das Ding gern und will auch alles tun, um sie zur Frau zu bekommen. Timoteo. No, no, se non sai frenare il tuo cuore e la tua lingua. Tuttavia ci tengo molto e cercherò di far del mio meglio per prenderla in moglie. 01147
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JUHANI: Schön, schön! Aber was meint denn Lauri? Gianni. Bene, bene! Ma che dice Renzo? 01148
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LAURI: Was habe ich mit dem Mädchen zu schaffen? Renzo. Cosa c’entro io con questa ragazza? 01149
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JUHANI: Wessen Partei ergreifst du? Gianni. Per chi tieni? 01150
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LAURI: Ich pfeife auf die eine wie auf die andere. Renzo. Non m’impiccio della faccenda, nè per l’uno nè per l’altro. 01151
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JUHANI: Na, das gibt eine nette Suppe. Gianni. Ne verrà fuori una bella zuppa. 01152
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LAURI: Ich stecke meinen Löffel nicht hinein. Renzo. Io non ci vorrei mettere il mio cucchiaio. 01153
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JUHANI: Also alle außer Lauri. Kinder, Kinder, Brüderschaft von Jukola, mein großes Geschlecht! jetzt müssen wir uns hauen, daß Himmel und Erde erbeben! Jetzt, Herzensbruder, Messer, Axt oder Holzscheit zur Hand, einer gegen alle, und alle gegen einen wie sieben Ochsen! Meinetwegen! Meine Waffe ist der Knüttel da; dies Maserholz nehme ich, und nun mag sich der gratulieren, dessen Schädel einen Span davon abkriegt. — Nehmt eure Knüttel, Jungens, und tretet vor, wenn Männerkraft in euch ist. Gianni. Tutti, dunque, eccetto Renzo. Ragazzi, ragazzi, fratelli di Jukola, mia grande famiglia. Ora ci si batterà e la terra e il cielo tremeranno! Ora, cari fratelli, coltello, ascia o bastone, e uno contro tutti e tutti contro uno, come sette tori. Via! Un bastone sarà la mia arma, prenderò questo pezzo di legno nodoso, e peggio per chi ne avrà una legnata sul cranio. Prendete i vostri bastoni, ragazzi, e venite avanti, se avete coraggio. 01154
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01155
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EERO: Hier stehe ich in Waffen, wenn auch etwas kürzer als die ändern. Rico. Eccomi armato, anche se sono un po’ più piccolo degli altri. 01155
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JUHANI: Du Dreikäsehoch! Aber warte, da seh ich wieder dies spöttische, dies hämische, dies vermaledeite Grinsen in deinem Gesicht. Mir scheint, du hältst die ganze Geschichte nur für einen Spaß. Aber ich will dich lehren. Gianni. Tu, soldo di cacio. Ecco, vedo di nuovo sul tuo viso quella smorfia ironica, subdola e maledetta, come se tutto per te non fosse altro che un gioco. Ma t’insegnerò io. 01156
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EERO: Was kümmerts dich, wenn es nur mein Knüttel ernst meint. Rico. Che t’importa, purché il mio bastone faccia per davvero! 01157
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JUHANI: Ich will dich lehren. Die Knüttel in die Hand, sag ich noch einmal. Gianni. T’insegnerò io subito: prendete i vostri bastoni, ragazzi! 01158
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TIMO: Wenns denn sein muß: hier bin ich, und hier ist mein Knüttel. Ich will ja keinen Zank und Streit; aber wenns sein muß. Timoteo. Eccomi ed ecco il mio bastone, se ce n’è bisogno. Io non voglio nè rancore nè questioni, ma se ce n’è bisogno. 01159
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JUHANI: Deinen Knüttel, Tuomas! Gianni. Il tuo bastone, Maso! 01160
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TUOMAS: Geh zum Teufel mit deinem Knüttel, Tölpel. Maso. Va’ al diavolo col tuo bastone, barbagianni. 01161
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JUHANI: Schockschwerenot! Gianni. Accidenti! 01162
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SIMEONI: Gott, wie schrecklich, wie heidnisch und türkisch ist dieser Spektakel. Aber ich verzichte auf den Spaß und befehle meine Heirat dem Herrn. Simeone. Questo frastuono è orribile, pagano, turco; io rinuncio ;i c|iiesto gioco e metto questo matrimonio nelle mani di Dio. 01163
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LAURI: Ich verzichte auch. Renzo. Ci rinunzio anch’io. 01164
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JUHANI: Darum drückt euch nur beiseite, schert euch aus dem Weg. Nimm dein Holzscheit, Aapo, die Wände von Jukola sollen vom Bersten der Hirnschalen widerhallen; Schwefel und Pech! Gianni. Allora, via, via dai piedi! Prendi il bastone, Abramo, e risuonino le pareti di Jukola quando ci spaccheremo il cranio. Per tutti i diavoli dell’inferno! 01165
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AAPO: Armselig ist doch das Menschenkind. Mir graut vor dir, Juhani, wenn ich sehe, wie deine Augen rollen und dir die Haare wie Borstengras zu Berge stehen. Abramo. Il figlio dell’uomo è miserabile. Inorridisco, Gianni, nel vedere il tuo viso, e come ti ruotano gli occhi nelle orbite e ti si rizzano i capelli, quasi fossero erba sconvolta dal vento. 01166
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JUHANI: Laß sie stehen, laß sie stehen. Das ist gerade der ordentliche, richtige Jussischopf. Gianni. Lascia, lascia. Questi sono proprio i capelli che stanno bene a Giannino. 01167
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EERO: Den möchte ich wohl ein bißchen zausen. Rico. Vorrei spazzolarli un po’. 01168
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JUHANI: Du Däumling! Am besten, du bleibst hübsch in deiner Ecke! Weg! Ich habe Mitleid mit dir. Gianni. Tu, soldo di cacio! È meglio resti in un canto. Via! Mi fai compassione. 01169
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EERO: Stell nur beizeiten deine fürchterliche Kinnbakke da in die Ecke. Denn mit der habe ich Mitleid. Sie zittert und klappert ja schon wie ein Bettler. Rico. Leva di mezzo, finché sei in tempo, questo orribile ceffo. Mi fa compassione; trema e balbetta già come un mendico. 01170
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JUHANI: Paß mal auf, wie der Knüttel hier klappert. Paß auf! Gianni. Guarda, guarda come trema questo bastone. 01171
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AAPO: Juhani! Abramo. Gianni! 01172
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EERO: Hau nur zu! Aber ich glaube, es regnet zurück, und vielleicht regnets da knütteldicke Schloßen. Schlag nur zu! Rico. Bastona : credo che pioverà anche su di te ; pioveranno gocce grosse come bastonate. Bastona pure! 01173
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JUHANI: Gewiß! Gianni. Certo. 01174
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AAPO: Du schlägst nicht, Juhani! Abramo. Non bastonare, Gianni! 01175
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JUHANI: Auf den Misthaufen mit dir, oder du nimmst deinen Knüttel und wehrst dich, sonst gerb ich dir das Fell. Nimm deinen Knüttel! Gianni. Va’ sul mucchio di letame, prendi il bastone e sta’ in guardia, altrimenti ti rammollisco la testa. Prendi il bastone! 01176
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AAPO: Wo ist dein Verstand? Abramo. Dove hai messo il giudizio? 01177
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JUHANI: Hier in dem Maserholz. Schau, jetzt flüstert es auch ein Wörtchen. Gianni. In questo bastone; guarda, ora dirà anche lui una parolina. 01178
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AAPO: Wart nur, wart nur, mein Lieber, bis ich auch die Waffe in der Faust habe. — So, hier stehe ich mit meinem Wurstholz. Aber erst ein paar Worte zu der christlichen Brüderschar von Jukola, und dann übereinander her wie tolle Wölfe. — Paßt auf: Im Schaum der Wut ist der Mann eine blutdürstige Bestie, aber kein Mensch; stockblind ist er und kann nicht sehen, was recht und billig ist, und am allerwenigsten kann er im Grimm Liebessachen in Ordnung bringen. Wenn wir jetzt aber doch mal versuchten, die Geschichte, die uns Brüdern den Knüttel in die Hand gedrückt hat, vom Standpunkt der Vernunft zu beschauen, verhält es sich nach meiner Meinung so damit: Das Mädchen kann uns nicht alle liebhaben, sondern bloß einen, wenn sie überhaupt einen von uns will und Hand in Hand mit ihm des Lebens distelvolle Bahn wandeln möchte. Ich halte es daher fürs beste, wir gehen alle miteinander und zu gleicher Zeit zu ihr, tragen ihr unsre Sache vor und fragen sie mit aufrichtigem Sinn und Mund, ob sie einem von uns ihr Herz schenken könnte. Sagt sie ja, dann mag sich der beglückwünschen, dem das ersehnte Los zugefallen ist. Die ändern aber mögen sich ohne Murren in ihr Schicksal ergeben. Wer leer ausgeht, schlucke seinen Verdruß hinunter und hoffe, daß er hienieden auch noch mal die ihm bestimmte Ehehälfte finden wird. Handeln wir so, dann handeln wir wie Männer und rechte Brüder. Und dann werden die verklärten Gestalten unsrer Eltern zum schimmernden Himmelstor heraustreten und, auf dem Saum einer blinkenden Wolke stehend, werden sie auf uns niederschauen und uns mit lauter Stimme zurufen: »Recht so, Juhani, recht so, Tuomas und Aapo, recht so, Simeoni, Timo und Lauri, recht so, mein lieber Eero! Wahrlich, ihr seid Söhne, an denen wir Wohlgefallen haben!« Abramo. Aspetta, fratello, aspetta finché anch’io impugni un’arma. Ecco, ora prendo in mano una salsiccia di legno. Ma prima due parole, schiera dei fratelli cristiani di Jukola, e poi battiamoci come lupi rabbiosi. Badate; l’uomo, nel furore dell’ira, è come una belva assetata di sangue, non più un essere umano; è cieco e non vede ciò che è giusto e ragionevole; e, meno che mai può, in potere dell’ira com’è, sbrogliare le faccende d’amore. Ma se noi provassimo a esaminare, dal punto di vista della ragione, quest’incidente che spinge dei fratelli ad armarsi di bastoni, credo che la cosa sia così : la ragazza non può voler bene a tutti noi, ma solo a uno, se gli piace, col quale salire, la mano nella mano, il colle spinoso della vita. Mi par dunque meglio che andiamo tutti insieme e presto da lei a esporle seriamente la cosa chiedendole, con l’ardore dell’anima e della parola, se voglia dare il suo cuore a uno di noi. E se la ragazza acconsente, allora colui cui toccherà questa tanto sperata fortuna, ringrazi la sorte e gli altri si rassegnino a tornare a casa senza brontolare. Chi resterà a mani vuote, ingoi il suo disappunto sperando che anche a lui sia destinata poi, quaggiù, una fanciulla. Se facciamo così, facciamo da uomini e da veri fratelli. Allora le radiose ombre di nostro padre e di nostra madre usciranno dalle luminose porte del cielo e, stando sul bordo di una nuvola splendente, guarderanno giù verso di noi, gridandoci ad alta voce : « Bene, Gianni, bene Maso e Abramo, bene Simeone, Timoteo e Renzo, così, così, mio piccolo Rico! Siete proprio i ragazzi che ci piacciono! ». 01179
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01180
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JUHANI: Hols der Henker, Mensch, du sprichst ja wie ein Engel vom Himmel. Es fehlt nicht viel, so bringst du mich zum Weinen. Gianni. Diavolo, caro mio, tu parli proprio come un angelo del cielo; nè ci corre molto ch’io mi metta a piangere. 01180
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SIMEONI: Wir danken dir, Aapo. Simeone. Ti ringraziamo, Abramo. 01181
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JUHANI: Danke schön. Sieh her, ich schmeiße meinen Knüttel weg. Gianni. Grazie. Io getto via il mio bastone. 01182
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TIMO: Ich auch. Und so endet ja der Streit, wie ich gleich am Anfang gewünscht habe. Timoteo. Anch’io. Questa lite è finita come speravo già fin da principio. 01183
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SIMEONI: Aapo hält uns den Spiegel vor, und dafür laßt uns ihm danken. Simeone. Abramo ha messo uno specchio davanti a noi e noi lo ringraziamo per questo. 01184
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EERO: Ja, laßt uns ihm danken und den richtigen simeonischen Lobgesang anstimmen. Rico. Ringraziamolo e cantiamo il versetto in ringraziamento di Simeone. 01185
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SIMEONI: Wieder Spott, Spott und Stichelei! Simeone. Canzona, canzona, e prendi in giro di nuovo! 01186
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TIMO: Treib nur keinen Spott mit Gottes Wort und dem simeonischen Lobgesang, Eero. Timoteo. Non canzonare, Rico, la parola di Dio col tirare in ballo il versetto in ringraziamento di Simeone. 01187
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AAPO: Ach, so jung und so verstockt. Abramo. Ah, così giovane e così incallito. 01188
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SIMEONI: So jung und so verstockt! Eero, Eero! Ja, jetzt sage ich nichts weiter, aber ich seufze um dich. Simeone. Così giovane e così incallito! Rico, Rico! Non dico altro, ma sospiro per te. 01189
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JUHANI: Ich prophezeie dir aber, Eero, daß wir dir ein-oder zweimal eine Portion nach väterlicher Art zuteilen werden. Denn unsre Mutter hat dich zu zärtlich erzogen. Gianni. Ho il presentimento, Rico, che dovremo una volta o due punirti con mano veramente paterna. Poiché la mamma ti ha allevato troppo teneramente. 01190
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SIMEONI: Wir müssen ihn züchtigen, solange sein Herz noch jugendlich geschmeidig und biegsam ist. Aber laßt uns das mit liebender Hand tun, nicht in der Hitze des Zornes. Die Züchtigung im Zorn treibt Teufel ein, aber nicht aus. Simeone. Dobbiamo castigarlo finché il suo cuore è ancora docile e pieghevole perchè è giovane; ma lo faremo con mano amorevole, non trasportati dalla collera. Una correzione irosa manda il diavolo dentro, non fuori. 01191
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EERO: Sieh mal, so! Was? Ganz mit liebender Hand! Rico. Piglia su e, proprio, con mano amorevole. 01192
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SIMEONI: Oh, der Gottlose, hat mich geschlagen! Simeone. Guarda questo empio, ora mi ha battuto. 01193
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EERO: Gerade auf die Gusche. Da soll einem nicht die Galle überlaufen! Rico. E sul ceffo. La bile scoppia anche per meno di questo. 01194
Bottom
01195
Top
JUHANI: Komm doch mal her, Kleiner. Timo, gib mir den Stock dort aus der Ecke. Gianni. Vieni qui, ragazzo mio. Timoteo, prendi quel bastone da quell’angolo. 01195
Bottom
01196
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SIMEONI: Jawohl, Juhani, leg ihn hübsch übers Knie, ich zieh ihm die Hosen runter. Simeone. Ecco, Gianni, tienlo bene sulle ginocchia, io gli calo le brache. 01196
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EERO: Teufel! Ja nicht! Rico. No, all’inferno! 01197
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01198
Top
JUHANI: Da hilft kein Zappeln, Krieps! Gianni. È inutile che ti dibatta, scemo. 01198
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01199
Top
SIMEONI: Laß ihn nur nicht los. Simeone. Non lo lasciare. 01199
Bottom
01200
Top
JUHANI: Seht mal den Kaulbarsch an. Aber los kommst du nicht, nein. Gianni. Sembra un pesce; ma non scapperà, no. 01200
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01201
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EERO: Schlagt nur zu, ihr Verfluchten, dann steck ich die ganze Bude in Brand. Wahrhaftig, dann gibts Feuer und Qualm, Feuer und Qualm. Rico. Se mi battete, maledetti, dò fuoco alla casa. Lo faccio davvero, fuoco e fumo, fuoco e fumo faccio! 01201
Bottom
01202
Top
JUHANI: Diese Galle! die ganze Bude steckst du in Brand? Oh, diese Galle! Gianni. Ah! Brutto bilioso, dài fuoco alla casa? Brutto bilioso! 01202
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01203
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SIMEONI: Der Herr behüte die Galle! Simeone. Dio guardi questo bilioso. 01203
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JUHANI: Den Stock her, Timo! Gianni. Qua il bastone, Timoteo! 01204
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01205
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TIMO: Ich kann ihn ja'nicht finden. Timoteo. Non lo trovo. 01205
Bottom
01206
Top
JUHANI: Du Blindekuh, siehst du ihn denn nicht dort in der Ecke! Gianni. Che, sei cieco? Non lo vedi in quel canto? 01206
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TIMO: Den da? Den Birkenknüttel? Timoteo. Questo? di betulla? 01207
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JUHANI: Eben den. Reich ihn her. Gianni. Proprio quello; dammelo qui. 01208
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SIMEONI: Hau drauf, aber vernünftig und nicht ganz mit aller Kraft. Simeone. Battilo, ma con raziocinio, non con tutte le tue forze. 01209
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JUHANI: Ich weiß schon. Gianni. Ma lo so. 01210
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LAURI: Nicht einen Schlag, sage ich! Renzo. Non dategli nemmeno una bastonata, ve lo dico io! 01211
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TUOMAS: Laß den Jungen gehn! Maso. Lasciatelo stare! 01212
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JUHANI: Er braucht was auf den Hintern. Gianni. Ha bisogno di buscarne qualcuna. 01213
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LAURI: Nicht mit einem Finger rührst du ihn an. Renzo. Non lo toccherai nemmeno con un dito. 01214
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TUOMAS: Laß denjungen los! Auf der Stelle! Maso. Lascialo andare subito. 01215
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TIMO: Verzeih ihm noch dies eine Mal, nur dies eine Mal noch. Timoteo. Perdoniamogli a questo bambinone di Rico, almeno ancora per questa volta. 01216
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SIMEONI: Jawohl, verzeihen, verzeihen, bis Disteln und Unkraut den Weizen erstickt haben. Simeone. Perdonare, perdonare, finché il loglio e l’erbaccia vincano il grano. 01217
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LAURI: Rühr ihn nicht an! Renzo. Non lo toccare. 01218
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AAPO: Wir wollen ihm verzeihen. Und so versuchen wir feurige Kohlen auf sein Haupt zu sammeln. Abramo. Noi perdoniamo e così cerchiamo di ammucchiare sulla sua testa carboni ardenti. 01219
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JUHANI: Geh und danke deinem Schöpfer. Gianni. Va’ e ringrazia la tua sorte. 01220
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SIMEONI: Und bitte Gott, daß er dir ein neues Herz, einen neuen Sinn und eine neue Zunge schenkt. Simeone. E prega Dio di darti un nuovo cuore, una nuova anima e una nuova lingua. 01221
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TIMO: Ich geh aber jetzt schlafen. Timoteo. Io vado a letto. 01222
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AAPO: Laßt uns noch einen Punkt besprechen. Abramo. Esaminiamo ancora un punto. 01223
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TIMO: Schlafen geh ich. Komm, Eero, wir gehen schlafen und vergessen den Ameisenhaufen der Welt, dies elende Krabbelnest, das im Regen dampft und raucht. Komm, Eero. Timoteo. A letto vado. Vieni con me, Rico; andiamo a letto, dimentichiamo questo formicaio di mondo, questo miserabile ammasso che, sotto la pioggia, manda vapore e fumo. Vieni, Rico! 01224
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JUHANI: Was willst du denn da noch besprochen haben? Gianni. Ma qual è il punto che vuoi sistemare? 01225
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AAPO: Gott bessers! Es steht ja so, daß wir das A noch nicht kennen, den ersten Buchstaben im Abc-Buch, und doch ist es die unumgängliche Pflicht des christlichen Bürgers, daß er lesen kann. Dazu können wir durch Gesetzes-, durch Kirchengesetzesmacht gezwungen werden. Und ihr wißt ja, welche Staats-maschine uns erwartet und uns mit ihren Zähnen an sich reißen möchte, wenn wir nicht gutwillig lesen lernen. Der Fußblock wartet unser, Brüder, der schwarze Fußblock, der mit seinen runden Löchern grausig gähnend wie ein schwarzer Eber im Vorhaus der Kirche hockt. Dies ist die Höllenzange, mit der uns unser Propst gedroht hat, und er macht aus seiner Drohung Ernst, wenn er nicht den emsigsten Fleiß an uns gewahr wird; das ist sicher. Abramo. Dio ci guardi! È il fatto che non conosciamo ancora la prima lettera dell’alfabeto, e il saper leggere è tuttavia un dovere imprescindibile di ogni cittadino cristiano. Ci possono costringere a ciò col potere della legge, della legge ecclesiastica. E voi sapete che la macchina dello Stato ci attende e ci vuol afferrare coi suoi denti se non impariamo saggiamente a leggere. I ceppi ci aspettano, fratelli, i neri ceppi, che coi loro rotondi buchi paurosamente aperti, sono sdraiati là nel vestibolo della chiesa come un nero cinghiale. Il nostro pastore ci ha già minacciato con questa macchina infernale ed effettuerà la sua minaccia se non vedrà ogni giorno la nostra diligenza e il nostro studio; è cosa certa. 01226
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JUHANI: Ich brings nicht fertig lesen zu lernen. Gianni. È impossibile imparare a leggere. 01227
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AAPO: Die Menschen haben dies Kunststück früher auch fertiggebracht. Abramo. Gli uomini hanno ben imparato quest’arte prima d’ora. 01228
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TUOMAS: Da könnte man schwitzen! Maso. Sudando. 01229
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JUHANI: Und pusten. Und ich habe einen so harten Kopf. Gianni. E soffiando. Io ho una testa così dura. 01230
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AAPO: Aber ein starker Wille bringt den Menschen durch graue Felsen. Laßt uns nur anfangen; wir holen uns Abc-Bücher aus Hämeenlinna und gehen beim Kantor in die Schule, wie es unser Propst befohlen hat. Das laßt uns tun, ehe man uns auf Kosten des Staates abholt. Abramo. Una volontà forte porta l’uomo anche attraverso la pietra grigia [Come: « La fede fa passare le montagne ».]. Incominciamo, facciamo venire degli abecedari da Hämeenlinna e andiamo a scuola dal sacrestano, come ha ordinato il nostro pastore. Facciamo ciò prima che ci trascini la giustizia. 01231
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JUHANI: Ich fürchte, es muß sein. Ich fürcht es. Gott sei uns gnädig! Aber laßt uns dies morgen weiterplanen, jetzt wollen wir uns zur Ruhe begeben. Gianni. Ho paura che non sia cosa da farsi, ho paura. Dio abbia pietà di noi! Ma lasciamo questo progetto a domani e andiamo a letto. 01232
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Kapitel 02 Capitolo

: |fin-|swe-|eng-|rus-|est-|hun-|ger|-dan|-spa|-ita|-fra|-epo| - |fin-|swe-|eng-|rus-|est-|hun-|ger-|dan-|spa-|ita|-fra|-epo| (de-it) :
Kapitel: |01|01|01|02|02|02|03|03|03|03|04|04|04|05|05|06|06|06|06|06|07|07|08|08|08|09|09|09|09|10|11|11|12|13|13|13|14|14| :Capitolo
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Es ist ein stiller Morgen im September. Der Tau schimmert auf den Feldern, der Nebel treibt über die Wipfel der verwelkten Büsche und vergeht schließlich in der Höhe. An diesem Morgen haben sich die Bruder sehr mürrisch und schweigsam erhoben, haben sich gewaschen, sich gekämmt und ihre Sonntagskleider angezogen. Denn heute — so haben sie beschlossen — wollen sie zum Küster in die Schule gehen. È una tranquilla mattina di settembre. La rugiada brilla sui campi, la nebbia vaga in cima al fogliame ingiallito e svanisce infine nrllr alture. Questa mattina i fratelli si sono levati di cattivo umore i m silenzio si sono lavati, pettinati e vestiti da festa; poiché hanno deciso di andare oggi a scuola dal sacrestano. 02001
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Sie verzehren eben ihr Frühmahl am langen Fichtenholztisch vonjukola, und die braunen Erbsen scheinen ihnen wohl zu munden, obgleich ihr Gesicht nicht freudig strahlt, sondern ein düsterer Zug von Verdruß Uber ihren Brauen ruht; der Gedanke an den Gang zum Kantor, den sie gleich antreten wollen, hat ihn dort hingezeichnet. Doch beeilen sie sich nach beendeter Mahlzeit nicht besonders mit dem Aufbruch; noch eine Weile bleiben sie sitzen, um auszuruhen. Stumm sitzen sie da, und der eine starrt niedergeschlagen auf den Fußboden, während ein anderer die Fibel mit dem roten Rücken betrachtet und ihre dicken Blätter langsam um wendet. Am Sudfenster der Stube sitzt Juhani und schaut nach dem steinigen Hügel hinauf, in den dichten Tannenwald, aus dem die Kate des Föhrichtmutt-chens mit den roten Türpfosten herüberschimmert. Fanno ora colazione alla lunga tavola di pino di Jukola e sembra jMr.ltno i gialli piselli, benché il loro aspetto non sia allegro, chè anzi un'aria di acida contrarietà erra sulle loro sopracciglia all’idea che In < sio devono incamminarsi verso la scuola. Quando hanno fatto mia/,ione, non si affrettano in cammino, ma stanno ancora un poco i liposarsi. Siedono in silenzio; uno fissa triste il pavimento, un altro sogguarda l’abecedario coperto in rosso, e ne sfoglia le pagine n|n'Nsr. (iianni siede alla finestra della casa, rivolta a mezzogiorno, guardando la collina petrosa e la folta pineta da cui appare la i apanna della vecchia con la porta dagli stipiti rossi. 02002
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JUHANI: Dort auf dem Steig geht Venla; und einen flinken Schritt hat sie. Gianni. Venia laggiù va svelta lungo il sentiero. 02003
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AAPO: Gestern wollte doch das Muttchen mit der Tochter zu ihren Verwandten nach Tikkala, Rüben köpfen und Preiselbeeren pflücken, und dort wollen sie bis spät in den Herbst bleiben. Abramo. Ieri dovevano andare, madre e figlia, dai loro parenti a Tikkala per sfogliare le rape e cogliere i lamponi e trattenersi là fino al tardo autunno. 02004
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JUHANI: Bis spät in den Herbst? Das gefällt mir gar nicht. Wahrscheinlich tun sies. In Tikkala ist aber dieses Jahr ein Knecht, ein forscher Kerl und großer Schwerenöter; all unser Hoffen ginge da bald in die Brüche. Drum wärs ja das beste, wir erledigten auf der Stelle die bewußte Angelegenheit und stellten die Frage, die Frage der Fragen. Gehn wir also zu dem Mädel und fragen sie, ob sich ihr Sinn lenken lassen und ihr Herz entzünden möchte. Gianni. Fino al tardo autunno? Questo mi turba molto. Esse senza dubbio partiranno; ma a Tikkala, quest’anno, c’è per servo un bel ragazzo furbo di tre cotte; così svanirà tutto quello che si sperava noi. Sarà meglio quindi fare subito questa mossa importante e avanzare la nostra richiesta, la richiesta di tutte le richieste. Si vada dunque a chiedere alla ragazza se voglia lasciarsi persuadere a prender fuoco. 02005
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TUOMAS: Ich glaube auch, das ist das beste. Maso. Par meglio anche a me, questo. 02006
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TIMO: Ich auch. Timoteo. Anche a me. 02007
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JUHANI: Ja, ja! Also jetzt nichts weiter als alle zusammen und zu gleicher Zeit auf die Freite gezogen, daß es schnappt. Ja, ja! Der Herr behüte uns! Aber da hilft nichts als freien, freien! Wir stecken gerade in unsern besten Kleidern, sind gewaschen und gekämmt. Und von außen sind wir ganz wie Christenmenschen: sauber und wie neugeboren. — Nein, das gefällt mir gar nicht. — Aber auf, zu Venla! jetzt ist die angenehme Zeit. Gianni. Bene, bene! Non ci resta altro che andare subito, come dei bravi ragazzi, a chiederla in isposa. Via, via! Dio ci protegga! Non c’è altro da fare che sposarci, sposarci! Ora abbiamo gli abiti migliori, siamo lavati e pettinati; tutto il nostro aspetto esteriore è come quello di un buon cristiano. Siamo puri come dei neonati. Io mi sento molto turbato, ma andiamo da Venia; ora è il momento favorevole. 02008
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EERO: Und mag es auch der Tag des Heils werden. Rico. Possa essere anche giorno di beatitudine. 02009
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JUHANI: Des Heils? Für wen? Was? Aha! Was meinst du damit, Kleiner? Gianni. Giorno di beatitudine per chi, per chi? Ah, ah! Che vuoi dire, ragazzo? 02010
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EERO: Vielleicht für uns alle. Rico. Ma per tutti. 02011
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JUHANI: Mit ändern Worten: du meinst, sie würde unser aller Frau? Gianni. In altre parole ella ci sposerà tutti. 02012
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EERO: Mag sein. Rico. Può darsi. 02013
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JUHANI: Nee nee! Gianni. Basta! 02014
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SIMEONI: Wie, in Gottes Namen, wäre das möglich? Simeone. Come potrebbe essere possibile, in nome di Dio? 02015
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EERO: Bei Gott ist kein Ding unmöglich. Laßt uns alle einmütig glauben, hoffen und lieben. Rico. A Dio niente è impossibile. Abbiamo fede, speriamo e amiamo tutti unanimi. 02016
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JUHANI: Still, Eero! denn wir gehen jetzt auf die Freite und auf demselben Weg mit dem Quersack über der Schulter zur Schule. Gianni. Taci, Rico! Ora andiamo a chiedere la ragazza e, per la stessa via, a scuola, col sacco in ispalla. 02017
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AAPO: Damit wir aber unser Werk mit Ehren zu Ende fuhren, schlage ich vor, daß einer von uns in der Hütte sozusagen den Wortführer macht. Abramo. Ma perchè la cosa riesca bene, uno di noi deve fare da portavoce là nella capanna. 02018
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JUHANI: Ein wichtiger Punkt! Dazu bist du ja aber wie geschaffen. Du hast schöne Anlagen; deine Rede erweckt einem immer Feuer und Blitze in der Brust. Wahrhaftig! Du bist zum Pfarrer geboren. Gianni. È un punto importante, ma sei proprio tu adatto a questo passo. Tu hai delle buone doti; le tue parole accendono sempre fuoco c lampi in seno agli uomini. Certo tu eri nato per farti prete. 02019
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AAPO: Was weiß ich groß? Und was reden wir von Anlagen? Hier in den Wäldern verschwinden sie im Nebel der Unwissenheit, vergehen wie ein rieselnder Bach im Sand. Abramo. Che ne so io? E perchè parlare di doti? Qui nei boschi esse si perdono nella nebbia dell’ignoranza, spariscono come un ruscello mormorante nella sabbia. 02020
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JUHANI: Es ist ein Unglück, daß du nicht in die Schule gekommen bist. Gianni. Peccato tu non sia potuto andare a scuola. 02021
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AAPO: Wo hätte unser Hof die Mittel dazu hernehmen sollen? Denkt doch dran: mehr als einmal muß der Sack zwischen Heim und Schule tanzen, ehe der Junge im Predigtkasten wettert. — Aber zur Sache, zu der Heiratssache. Meinetwegen seis, wie ihr wollt. Ich trete als Sprecher für uns alle zusammen vor und werde versuchen, wie ein kluger Mann zu reden. Abramo. Di dove sarebbero sortiti i mezzi, in casa nostra, per mandarmi a scuola? Pensa un po’: bisogna che più di una volta il sacco ballonzoli fra casa e scuola prima che un ragazzo monti in cattedra. Ma torniamo alla nostra faccenda, quella del matrimonio. Sia come volete, mi farò avanti come vostro portavoce, e cercherò di parlare come un uomo saggio. 02022
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JUHANI: Dann ans Werk. — Herrjesses! Aber es hilft ja nichts. Nein, allen Ernstes ans Werk. Unsre Säcke lassen wir vor der Hütte, und Lauri, der hier kein Pferd in der Schwemme hat, wird sie vor den Schweinen schützen. Auf! Und laßt uns mit dem Abc-Buch in der Hand in das Brauthaus treten, das gibt uns etwas von Feierlichkeit. Gianni. Via, dunque. Coraggio! Non ci resta che metterci all’opera seriamente. Lasceremo i nostri sacchi fuori della capanna della vecchia e Renzo, che non ha alcuna posta in gioco, li guarderà dai porci. Andiamocene! E entriamo in casa della sposa con l’abecedario in mano; questo ci darà un’aria solenne. 02023
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EERO: Besonders, wenn wirs so halten, daß man das Blatt mit dem Hahn sieht. Rico. Specie se lasciamo vedere la pagina del gallo (Nell’ultima pagina dell’abecedario era raffigurato un gallo; ai bambini, per farli studiare, si diceva che il gallo, alla fine del libro, avrebbe fatto delle uova.). 02024
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JUHANI: Schon wieder?! Aber beim Hahn fällt mir der gräßliche Traum ein, der mich letzte Nacht gequält hat. Gianni. Di nuovo te? Ma, a proposito del gallo, mi rammento di un sogno spaventoso che mi ha tormentato la notte passata. 02025
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SIMEONI: Erzähl ihn; vielleicht enthält er eine heilsame Warnung für uns. Simeone. Raccontalo; forse è un insegnamento utile per noi. 02026
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JUHANI: Ja, mir träumte, dort auf dem Ofen stände ein Hühnernest mit sieben Eiern drin. Gianni. Ho sognato che là, sul forno, c’era un nido di gallina con sette uova. 02027
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SIMEONI: Die sieben Jukolabrüder! Simeone. I sette ragazzi di Jukola! 02028
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JUHANI: Aber eins von den Eiern war spaßig klein. Gianni. Ma una delle uova era piccola piccola. 02029
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SIMEONI: Eero! Simeone. Rico! 02030
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JUHANI: Da starb der Hahn. Gianni. Il gallo moriva. 02031
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SIMEONI: Unser Vater! Simeone. Nostro padre! 02032
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JUHANI: Da starb die Henne. Gianni. La gallina moriva. 02033
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SIMEONI: Unsre Mutter! Simeone. Nostra madre! 02034
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JUHANI: Und dann machten sich sofort alle Mäuse, Ratten und Wiesel der ganzen Welt über das Nest her. — Sagt, was bedeutet dies Getier? Gianni. Allora subito i topi, i ratti e le donnole di tutto il mondo si gettavano sul nido. Cosa voglion dire queste bestie? 02035
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SIMEONI: Unsre sündigen Begierden und die weltliche Lust. Simeone. Le nostre colpevoli passioni e la concupiscenza del mondo. 02036
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JUHANI: Ich glaube auch. — Es kamen die Wiesel, die Ratten und die Mäuse, tänzelten und schwänzelten, schnubberten und knubberten an den Eiern herum, die bald zerbrachen, und da stieg aus dem kleinen Ei ein scharfer, beißender Gestank. Gianni. Probabilmente. Venivano donnole, ratti e topi e giravano senza posa e ruzzolavano, facendo fracasso e battendo insieme le uova che presto si ruppero e allora dall’uovo piccolino sortì un acre fetore. 02037
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SIMEONI: Paß auf, Eero. Simeone. Attento, Rico. 02038
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JUHANI: Die Eier gingen kaputt, und eine schreckliche Stimme, wie das Getöse von vielen Wasserfällen, rief mir vom Ofen herunter ins Ohr: »Alles ist zerbrochen, und das ist ein großer Bruch!« So riefs. Aber schließlich fingen wir doch an, den Mischmasch zusammenzukratzen und zu kochen, und bekamen den bekannten Eierpamp daraus; und wir verzehrten ihn mit großem Wohlbehagen und gaben auch unsern Nachbarn davon ab. Gianni. Le uova erano rotte e una voce spaventevole, simile al fracasso di molte cascate (Apocalisse, 14, 2.), mi gridava nelle orecchie dalla cima del forno: «Tutto è rotto e il delitto è grande!... » (Matteo, 7, 27.). Così gridò. Ma infine si cominciava a raccogliere e a cuocere tutto quel pasticcio e se ne faceva finalmente una specie di così detta frittata o uova strapazzate, e ne mangiavamo volentieri, dandone anche ai nostri vicini. 02039
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EERO: Ein hübscher Traum. Rico. Bel sogno. 02040
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JUHANI: Ein bittrer! ein bittrer! Du stankst darin wie die Hölle. Ein sehr bittrer Traum, den ich da von dir geträumt habe, mein Lieber. Gianni. Amaro, amaro; tu puzzavi come l’inferno. Ho fatto un sogno amaro di te, ragazzo. 02041
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EERO: Ich habe aber von dir einen wirklich guten Traum geträumt. Mir träumte nämlich, daß dir der Abc-Buchhahn zum Lohn für deinen Fleiß und deine Klugheit einen großen Berg Zuckereier gelegt hat. Du freutest dich mächtig und lutschtest sie. Mir hast du sogar auch welche gegeben! Rico. Io invece ho fatto un sogno dolce di te; ho sognato che il gallo del tuo abecedario, per compensarti della tua diligenza e saggezza, faceva un mucchio di caramelle e di zolle di zucchero. Tutto contento tu sgranocchiavi quei dolciumi, e ne davi anche a me. 02042
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JUHANI: Ach! dir habe ich auch welche gegeben! Das war aber nett von mir. Gianni. Anche a te? Ben fatto. 02043
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EERO: Wann tut eine Gabe weh? Rico. « Quando un regalo può far del male? ». 02044
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JUHANI: Niemals. Und erst, wenn ich dir was mit dem Stöckchen gäbe. Gianni. Mai; tanto più se ti facessi assaggiare un po’ di bastone. 02045
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EERO: Warum denn nur etwas? Rico. Perchè solo un po’? 02046
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JUHANI: Halt den Schnabel, Dussel! Gianni. Becco chiuso, torello. 02047
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TUOMAS: Tut das beide, und laßt uns aufbrechen. Maso. Chetatevi tutti e due e mettiamoci in cammino. 02048
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AAPO: Und jeder seinen Sack und sein Abc-Buch zur Hand. Abramo. Prendete il sacco e l’abecedario. 02049
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So gingen sie fort und gedachten, um der Nachbarin Tochter zu freien. Stumm schritten sie im Gänsemarsch über die Kartoffelmiete, stiegen den steinigen Pfad hinauf und standen endlich vor Föhrichtmutt-chens Hütte. Così essi andarono a chiedere in moglie la figlia della vicina. Passarono silenziosi in fila indiana sul pendìo del fosso seminato a patate, passarono sulla collina rocciosa e si fermarono infine fuori di Ila capanna della vecchia del pineto. 02050
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JUHANI: Hier sind wir, und hier lassen wir unsre Säcke. Und du, Lauri, bleibst als treuer Wächter dabei sitzen, bis wir aus dem Brauthaus zurückkommen. Gianni. Eccoci: deponiamo i sacchi e tu, Renzo, fai la guardia ledei mente finché torniamo dalla casa della sposa. 02051
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LAURI: Bleibt ihr lange drin? Renzo. Che ci resterete di molto? 02052
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JUHANI: Bis wir mit unsrer Sache glücklich fertig sind. — Hat jemand einen Ring bei sich? Gianni. Sempre quanto lo reclamerà la buona riuscita della nostra faccenda. Qualcuno ha un anello? 02053
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EERO: Den brauchst du nicht. Rico. Non importa. 02054
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JUHANI: Hat jemand einen Ring in der Tasche? Gianni. Ha qualcuno un anello in tasca? 02055
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TIMO: Ich nicht, und die ändern wohl auch nicht. Aber da haben wirs: ein Junggeselle sollte immer einen blinkenden Ring im Beutel tragen. Timoteo. Io no, nè alcun altro ch’io mi sappia. Però un giovane dovrebbe sempre avere un anello lucente nel taschino. 02056
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JUHANI: Donnerwetter! Da stehen wir nun. Und gestern war Iisakki, der Hausierer, bei uns, von dem ich gut einen Ring und ein Halstuch hätte kaufen können, aber daran hab ich nicht gedacht. Gianni. Diavolo! Eccoci arenati. Ieri c’era da noi Isacco, il mere iaio russo, dal quale si poteva comprare un anello o una sciarpa da eolio, ma io, stupido, non vi ho pensato. 02057
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AAPO: Die Sachen können wir uns hinterher kaufen. Und überhaupt ist es zunächst am wichtigsten, daß wir sicheren Bescheid erhalten, ob einer und wer von uns diesen fröhlichen Kauf tun soll. Abramo. Ma, fratelli, possiamo comprare ciò più tardi. È meglio si sappia prima con sicurezza se toccherà a uno di noi, e a chi, di fare questo piacevole acquisto. 02058
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JUHANI: Wer hat denn da die Tür aufgemacht? Venla? Gianni. Chi apre la porta? Che, è Venia? 02059
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TIMO: Die Alte, das Hakenkinn. Timoteo. La vecchia è, dalla bazza a becco. 02060
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JUHANI: Venlas Spinnrad schnurrt drinnen wie ein vergnügter Mistkäfer am Sommerabend, wenn er schönes Wetter prophezeit. Nun hinein! Wo ist denn mein Abc-Buch? Gianni. L’arcolaio di Venia ronza come un allegro scarabeo in una sera estiva, quando predice tempo bello. Andiamo ora! Dove è il mio abecedario? 02061
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AAPO: Du hasts ja in der Hand, Bruder. Dir ist wohl nicht ganz wohl, du Gottesgeschöpf? Abramo. L’hai in mano, fratello mio. Che ti gira la testa, creatura di Dio? 02062
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JUHANI: Keine Not, Brüder. Aber ich bin doch nicht etwa rußig im Gesicht? Gianni. Niente, niente, fratello mio. C’è qualcosa che non va nel mio aspetto? 02063
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EERO: Woher denn? Rein bist du und warm wie ein frischgelegtes Ei. EERO: Et suinkaan, vaan oletpa puhdas ja lämmin kuin vasta munittu muna. 02064
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JUHANI: Dann los! JUHANI: Mennään nyt! 02065
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EERO: Wartet mal! Ich bin der Jüngste und darf euch wohl die Tür öffnen und selber zuletzt hineingehen. Tretet ein. Rico. Aspetta! Io sono il più giovane e devo aprirvi la porta e entrare per ultimo. Entrate. 02066
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Sie traten in die niedrige Hütte des Föhrichtmutt-chens, Juhani voran mit weit aufgerissenen Augen und mit Haaren, die ihm zu Berge standen wie die Borsten dem Stachelschwein; und die ändern folgten ihm auf den Fersen getreulich und mit ernsten Mienen. Sie gingen hinein, und Eero schlug mit einem Knall die Tür hinter ihnen zu, blieb jedoch selbst draußen und setzte sich mit einem verschmitzten Grinsen auf den Acker nieder. Entrarono nella bassa capanna della vecchia, Gianni in testa, con gli occhi spalancati e i capelli ritti come le setole del porcospino; e gli altri gli stettero alle calcagna gravi e solenni. Entrarono e Rico chiuse con fracasso la porta dietro di loro, ma egli rimase fuori e si sedette nel campo con un sorriso furbo sulle labbra. 02067
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Die Alte aber, in deren Hütte die fünf Brüder nun als Freier stehen, ist eine rüstige und rührige Frau. Sie lebt von der Hühnerzucht und vom Beerenpflücken. Im Sommer und Herbst bückt sie sich fleißig auf den stubben -reichen Halden nach Erd- und Preiselbeeren, bückt sich und schwitzt zusammen mit ihrer Tochter Venla. Das Mädchen gilt für schön. Ihr Haar ist rostbraun, ihr Blick schlau und scharf, ihr Mund schwellend, wiewohl fast zu breit. Von Wuchs ist sie klein, aber breitschultrig und drall, und kräftig soll sie auch sein. Dies war der Schwarm der Brüder im Schutz des Föhrenwäldchens. La vecchia, nella cui casa i cinque fratelli ora stavano in qualità di pretendenti, è una donna forte e svelta, che si industria a vivere allevando galline e cogliendo bacche. In estate e in autunno trotterella senza posa per i campi fra i ceppi degli alberi tagliati e nei pendii per fragole e mirtilli, trotterella tutta in sudore insieme a sua figlia Venia. La ragazza è ritenuta bella; ha i capelli ruggine, lo sguardo furbo e penetrante, la bocca graziosa benché un po’ larga. È piccola, ma quadrata di spalle e rotondetta e la dicono robusta. Così è la bella dei fratelli, che vive nel pineto. 02068
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Plötzlich aber knarrte die Katentür, und Juhani trat hitzig heraus und rief zu den anderen, die noch drinnen waren: »Kommt fort, Jungens!« Und heraus kamen sie schließlich alle mit ärgerlichen Mienen und wandten sich dem Kirchdorf zu. Als sie aber ungefähr fünfzig Schritt vom Häuschen entfernt waren, hob Juhani einen faustdicken Stein auf und schleuderte ihn wutschnaubend gegen die Katentür. Es krachte, und drinnen schrie die Alte auf, öffnete die Tür und schüttelte fluchend und keifend ihre drohende Faust hinter den davoneilenden Brüdern her. Mit den Fibeln in der Hand und den Quersäcken über der Schulter schritten diese, ohne ein Wort zu wechseln, hintereinander her den Kirchweg entlang. Voller Wut hasteten sie dahin: Der Sand knirschte, und die Säcke tanzten auf und ab; und sie merkten kaum, wie sie vorwärts kamen. Lange marschierten sie schweigend drauflos, bis Eero den Mund öffnete und fragte: La porta della capanna si aprì stridendo e Gianni uscì arrabbiato, gridando furioso a quelli che erano ancor dentro: «Venite fuori, ragazzi». Uscirono essi finalmente tutti indignati e si avviarono al villaggio. Ma, quando furono distanti dalla casa circa cinquanta passi, Gianni raccattò di terra una pietra grossa come un pugno, e, sbuffando d’ira, la lanciò contro la porta della capanna i hr rimbombò; la vecchia urlò nella capanna, aprì la porta, imprecò e gridò furiosa minacciando col pugno i fratelli che fuggivano. Abece-d.iiio in mano e sacco in ispalla, andavano i fratelli in fila indiana viisu la chiesa senza scambiare una parola. Camminavano in preda a un’ira violenta; la sabbia si alzava sotto i loro piedi e i sacchi dondolavano; andavano senza saper dove. Avanzarono in silenzio finché Rico, da ultimo, aprì la bocca e disse: 02069
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EERO: Nun, wie gings? Rico. Com’è andata la faccenda? 02070
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JUHANI: Jaja! wie gings? Warst du nicht mit drin, du Elster, du Rabenaas? Aber freilich, du hattest keinen Mut, das wars. So ein Rabenaas! Dich könnte ja die Venla unter ihren Rock stecken. Paß aber mal auf, was ich alles von dir geträumt habe. Wie mir jetzt einfällt, träumte mir ja heute nacht noch was von dir. Sonderbar! Da saßest du dort im Tannenwald und hieltest Venla liebevoll umschlungen, als ich mich ganz sachte an euch heranschlich. Aber plötzlich erkanntet ihr mich, und was tat da Venla? Versteckte dich in den Falten ihres Rockes. »Was hast du denn da in deinen Rock gewickelt?« fragte ich. »Ach, nur eine kleine Krähe«, sagte das freche Ding. Hihihi! Das ist aber gar kein Traum, nein, hols der Henker! das hat sich Jussi selber zusammengedichtet. Ja! der ist nicht ganz so dumm, wie man glaubt. Gianni. Ah, ah, com’è andata? Sei entrato con noi, tu corvo, figlio di una cornacchia? Non hai avuto coraggio, davvero non hai avuto coraggio. Brutto figlio di lina cornacchia. Venia lo potrebbe nascondere sotto la gonna. Ma senti, senti, tutto quel che ho sognato di te. Ho fatto, ora che me ne ricordo, anche un altro sogno di te, la notte scorsa. Straordinario! Tu eri seduto là nel pineto accanto a Venla e vi abbracciavate voluttuosamente, quando mi sono accostato a voi furtivo e senza far rumore. Quando mi avete scorto, che ha fatto allora Venia? Diavolo! Ti ha nascosto nelle pieghe del suo vestito. « Cos’hai avvolto nel tuo vestito ?» — ho domandato io. — « Solo un piccolo corvo », rispose la furbona. Ih, ih, ih, ma questo non è un sogno, che il diavolo mi porti via! Da sè, nella sua propria zucca questo l’ha inventato Giannino! Ah! ah! non è poi così scemo come si crede. 02071
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EERO: Sonderbar, wie wir beide voneinander geträumt haben. Ich träumte so von dir: du standest mit Venla ebenfalls dort im Föhrenwald, und ihr herztet euch zärtlich und schautet ernst in die Wolken. Denn von dort oben, vom Himmel herab begehrtet ihr ein Zeichen, einen Beweis fiir die Gottgefälligkeit eurer Liebe. Der Himmel lauschte, es lauschte der Wald, die Erde und auch die kleinen Vögel, und ihr selbst harrtet im tiefsten Schweigen der Dinge, die da kommen sollten. Da kam auch schließlich eine alte Krähe, zog gemütlich durch die stille Luft und schielte, gerade über euch angelangt, einmal auf euch hinab, dann aber wandte sie ihre Augen nach der ändern Seite, lüpfte die Beine und ließ etwas Weißes fallen, das hinunterspritzte und euch beiden Liebenden auf die Stirn platschte und gerade in die Visage klackste. — Sei mir aber nur nicht böse; denn ich habe es wirklich geträumt und mirs nicht etwa selbst zusammengedichtet. Rico. Strano come abbiamo sognato l’uno dell’altro. Anch’io ho fatto un altro sogno di te : là nello stesso pineto stavate tu e Venia, in tenero abbraccio, guardando seri le nuvole. Di là, dall’alto del cielo, imploravate qualche segno, come una testimonianza circa la opportunità del vostro amore. Il cielo ascoltava, ascoltavano il bosco, la terra e anche gli uccellini e voi, in profondo silenzio, aspettavate che cosa accadrebbe. Venne finalmente una vecchia cornacchia, volò, roteando per l’aria tranquilla e, arrivata vicino a voi, vi sbirciò, ma poi voltò gli occhi da un’altra parte, stese le zampe e lasciò cadere qualcosa di bianco che venne giù e schizzò sulla fronte del giovane e della ragazza e si spiaccicò sul loro viso. Non t’arrabbiare per questo, poiché l’ho sognato, non l’ho inventato nella mia zucca. 02072
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JUHANI: Du verfluchter Kerl, ich will dich ... Gianni. Brutto malandrino, io ti... 02073
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Dann stürzte er ergrimmt auf Eero zu, der geschwind vor seinem wütenden Bruder ausriß. Mit einem Sprung verließ er die Straße, rannte wie ein Hase an der Halde hin, und Juhani trottete wie ein gereizter Bär hinter ihm her. Es hüpften die Säcke, es dröhnte der trockene Boden unter ihnen; und man hörte, wie die ändern Brüder schrien und die Kampfhähne zur Besinnung und Eintracht mahnten. Aber Eero eilte zurück auf die Straße, und da liefen die ändern herzu, um ihn vor den Klauen des rasenden Juhani zu retten, der ihm schon dicht auf den Hacken war. Allora corse corrucciato su Rico che, svelto, fuggì all’ira del fratello ; con un salto si levò di mezzo, e se la dette a gambe come una lepre per il campo, ma Gianni lo inseguì come un orso incollerito. I sacchi saltellavano sulle loro spalle, il terreno duro risonava loro sotto i piedi e si sentivano le grida degli altri fratelli che esortavano i litiganti alla moderazione e alla concordia. Ma Rico si affrettò a tornare sui suoi passi, e gli altri corsero a salvarlo dalle grinfie del terribile Gianni, che correva già alle calcagna del fratello. 02074
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TUOMAS: Hübsch stehngeblieben, Juhani! Maso. Via, fermati, Gianni. 02075
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JUHANI: Ich schlage ihm die Knochen entzwei! Gianni. Lo voglio strigliare. 02076
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TUOMAS: Artig, Jüngelchen. Maso. Piano, ragazzo mio. 02077
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JUHANI: Schockschwerenot! Gianni. All’inferno! 02078
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AAPO: Er hat nur Gleiches mit Gleichem vergolten. Abramo. T’ha reso pan per focaccia. 02079
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JUHANI: Verflucht sei seine Zunge, verflucht sei dieser Tag! O Gott! von Venla haben wir wirklich einen Korb bekommen. Meine Augen sehen ja nicht einen Klafter weit. Erde und Himmel, alles ist schwarz wegen meines schwarzen Herzens. Schockschwerenot! Gianni. Maledetta la sua lingua, maledetto questo giorno! In nome di Dio, licenziati da Venia. Per tutti i cornuti dell’inferno! Non ci vedo a un palmo di distanza, neri sono la terra e il cielo, neri a causa del mio cuore. All’inferno! 02080
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SIMEONI: Fluche nicht so, Mensch. Simeone. Te, smetti di bestemmiare. 02081
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JUHANI: Ich fluche, daß sich die Erde umdreht und zersplittert wie ein morscher Kahn im Gewittersturm! Gianni. Bestemmio perchè la terra giri, si disgreghi come una vecchia slitta sotto un carico di tronchi! 02082
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SIMEONI: Was können wir denn dabei tun? Simeone. Cosa possiamo farci? 02083
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JUHANI: Tun? Wenn dies Abc-Buch nicht Gottes Wort, Gottes Buch wäre, dann zerriß ichs auf der Stelle in Fetzen, in tausend Fetzen! Aber seht mal her, wie ich jetzt meinen Quersack auf der Erde zu Matsch zertrample. Wollt ihrs sehn? Gianni. Farci? Se questo abecedario non fosse la parola di Dio, il libro di Dio, in pezzi, in pezzi lo farei questo libro! Ma ecco qui; questo sacco di vivande lo voglio spappolare! Volete vedere? 02084
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SIMEONI: Um Gottes willen, die liebe Gottesgabe! Denk an die Magd in Paimio. Anspielung auf ein finnisches fliegendes Blatt, das von einer Magd in Paimio (Kirchspiel im Regierungsbezirk Äbo-Björneborg) erzählte, die auf dem Weg zur Kirche ihr BrotbUndel in eine Pfütze warf, um diese so trockenen Fußes Überschreiten zu können, und zur Strafe für immer in ihr hängenblieb. Simeone. Per l’amor di Dio, non sciupare i doni del Signore. Ricordati della « serva di Paimo » (In un vecchio racconto si dice che questa serva, nelPattraversare una pnliide, per non bagnarsi i piedi, li mettesse su di un pane che aveva gettato nel fango, ma ci restò infissa per sempre.). 02085
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JUHANI: Mein Herz ist voll Leid! Gianni. Il mio cuore è colmo di dolore! 02086
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SIMEONI: »Geduld im Leid, im Himmel Freud!« Simeone. « Pazienza nel dolore, nel cielo avrai splendore ». 02087
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JUHANI: Ich pfeife auf die ganze Himmelsfreude, wo ich Föhrichtmuttchens Venla nicht gekriegt habe. Ach, Brüder, meine große Familie! Wenn ihr wüßtet, dann verständet ihr, daß sich meine Gedanken beinahe schon zehn Jahre wie närrisch um das Ding gedreht haben. Und jetzt ist meine Hoffnung dahin, dahin wie die Asche im Wind. Gianni. Me ne infischio dello splendore celeste dacché non ho avuto Venia della vecchia del pineto. Oh! fratelli miei, mia grande famiglia. Se sapeste che il mio pensiero quasi da dieci anni ha folleggiato intorno a questa fanciulla, comprendereste! Ma ora la mia speranza se n’è andata, se n’è andata come cenere al vento. 02088
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TIMO: Schon am frühen Morgen haben wir einen Korb bekommen. Timoteo. Siamo stati licenziati già di mattina. 02089
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JUHANI: Ja, alle miteinander. Gianni. Tutti! 02090
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TIMO: Keiner hat Gnade gefunden, auch der Kleinste nicht. Alle haben wir ihn bekommen. Timoteo. Nessuno è stato risparmiato, nemmeno il più piccolo di noi. 02091
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JUHANI: Alle, alle! Aber es ist doch so besser, als wenn einer von euch sie zur Ehehälfte bekommen hätte. Hols der Henker! was tät ich dem jetzt den Buckel verprügeln, dem das widerfahren wäre. Wahrhaftig, das tät ich. Gianni. Tutti, tutti; ma è meglio così che se uno di noi avesse ottenuto la ragazza. Diavolo! L’avrei bastonato quello a cui questa faccenda fosse andata bene, l’avrei... 02092
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TUOMAS: Wir haben uns jämmerlich benommen. Das zeigte das spöttische Grinsen des Mädels, als Aapo unsre gemeinsame Angelegenheit vorgebracht hatte. Maso. Siamo stati impassibili. Si è vista l’aria canzonatoria di Venia quando Abramo ha esposto il nostro comune progetto. 02093
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JUHANI: Durchhauen sollten wir sie, das freche Ding. Uns zum besten halten! Na warte, Grünschnabel. — Aapo hat sein möglichstes getan, das ist nicht zu leugnen; aber da hätten ja Engelszungen nicht geholfen. Gianni. Bisognerebbe picchiarla quella sfacciata. Prendersi gioco di noi! Aspetta, birbona! Abramo ha fatto del suo meglio, questo non si può negare, ma non ci avrebbe giovato nemmeno la parola di un cherubino. 02094
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TIMO: Ja, wenn wir im schwarzen Tuchrock vor sie hingetreten wären, und wenn eine Uhr unsre Westentasche wie eine dicke Zwiebel gebaucht, vielleicht noch ein Schlüssel an der Kette geklimpert und eine silberbeschlagene Pfeife zwischen unsern Zähnen gequalmt hätte: ja, dann hätte unsre Sache, weiß Gott, gleich Eier und Junge bekommen. Timoteo. Ma se ci fossimo presentati a lei in falde nere e l’orologio ci avesse gonfiato la tasca del panciotto, come una superba rapa, e una chiave ci avesse tintinnato alla catena, e una pipa bordata d’argento ci avesse mandato fumo fra i denti, allora, mondo cane, sarebbe andata bene la faccenda. 02095
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JUHANI: Weiber und Elstern sind gleich stark auf blinkende Gegenstände versessen. Aber Aapo ist ja still wie ein zugefrorner See? Gianni. La ragazza e la cornacchia hanno entrambe una gran passione per tutto quello che brilla. Ma Abramo sta muto come un lago gelato. 02096
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AAPO: Unsre Stimme hat keinen Klang im Sturm. Oder fangen die wilden Wirbelwinde schon an, sich in deiner Brust zu legen? Abramo. La nostra voce non ha eco nella tempesta. O i turbini dell’anima tua comincerebbero già a calmartisi in seno? 02097
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JUHANI: Die Blutlache meines Herzens schlägt noch hohe Wellen, oh, noch lange. Aber sag doch trotzdem ein Wort. Gianni. Lo stagno sanguinante del mio cuore ribolle ancora, ribollerà a lungo. Ma di’ un parola lo stesso. 02098
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AAPO: Meinetwegen zwei. Also hör zu. Nimm dein Herz in die Hand und fliistre ihm mit der Zunge der Vernunft ins Ohr: Venla macht sich nichts aus dir, \yeil sie dich nicht liebt, und daß sie das nicht tut, das laß dich nicht verdrießen, denn die Flamme der Liebe facht der Himmel an, aber nicht menschliche Pläne. Das Bettlermädchen verliebt sich in den König, die Fürstin entbrennt wie toll für den Köhlerbuben. So schweift der Hauch der Liebe in dieser Welt kreuz und quer umher, und du weißt nicht, von wannen er kommt. Abramo. Anche due. Senti, allora. Prenditi il cuore in mano e sussurragli all’orecchio con la voce della ragione: « Venia non si cura di te, perchè non ti ama, e se essa fa così non t’indignare poiché la fiamma dell’amore l’accende il cielo, non il volere dell’uomo. La mendicante ama il re, e la principessa ama alla frenesia lo spazzacamino ». Così il soffio dell’amore svolazza di qua e di là e tu non sai donde venga. 02099
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TIMO: Die Liebe bläst, wo sie will. Du hörst ihr Sausen, aber du weißt nicht, von wannen sie kommt und wohin sie fährt. Das habe ich oft die alte Gemeindearme sagen hören. Aber damit meinte sie, glaub ich, die Liebe Gottes. Timoteo. « L’amore soffia donde vuole. Tu lo senti mormorare ma non sai donde venga e donde vada » (Giovanni, 3, 8.). Ho sentito spesso dire così dalla vecchia dell’assistenza pubblica (Donna facente parte della pubblica assistenza, in campagna.). Ma allora essa pensava all’amore divino, credo io. 02100
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AAPO: Sprich weiter zu deinem Herzen: zapple nicht so! Venla hat recht getan, dir eine Absage zu geben. Denn eine Ehe ohne den Drang der Liebe taugt nichts, sie geht schief und bringt vielfach ewige Pein, wie wirs leider jetzt oft sehen und hören. Jawohl, Brüder, laßt Venla nur den nehmen, der ihr bestimmt ist. Wir machens ebenso. Abramo. Di’ anche così, Gianni, al tuo cuore. Sta tranquillo: Venia ha fatto bene a rifiutarti, poiché il matrimonio, senza la spinta dell’amore, non può andar bene, anzi prende delle brutte pieghe e sovente cagiona dolori eterni, come, purtroppo, vediamo e sentiamo spesso. Così, fratelli, Venia prenda colui che le è destinato, e noi facciamo lo stesso. 02101
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TIMO: Das Mädchen, das aus meiner Rippe gemacht ist, kriege ich doch zu guter Letzt, und wenn sich der Teufel zuschanden brüllt. Dann weiß ich noch eins: beim Mann sitzt das Herz links, beim Weib rechts in der Brust. Timoteo. Scoverò finalmente la donna che è stata fatta dalla mia costola, anche se il diavolo ci mette le corna. E so ancora una cosa: il cuore dell’uomo sta a sinistra, ma quello della donna dalla parte destra del petto. 02102
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JUHANI: Mein Herz sitzt aber nicht, sondern es hüpft und rast wie ein Heide. — O du Windbeutel, du Zigeunermetze! Weshalb hast du mich Bauernsohn, den Sohn eines Hofs mit gutem Boden, seinen ältesten Sohn zurückgestoßen? Gianni. Il mio cuore non sta fermo, ma balza e si agita come un pagano. O birbona d’una zingara! Perchè hai respinto me, contadino, giovane, di una fattoria fertile e figlio maggiore? 02103
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AAPO: Darüber braucht man sich gar nicht zu wundern. Unser Hof ist in schreiendem Verfall, und dieses Fräulein dort hofft, wenn auch vergebens, in einen viel bessern Hof zu heiraten. Ich habe gehört, daß der Sorvari-Juhani, der saubere Patron, mit ihr schöntut. Abramo. Non c’è da meravigliarsi. La nostra fattoria è in uno stato di rovina pietoso e quella ragazza spera, benché invano, secondo me, di divenir padrona di una fattoria molto migliore. Ho sentito dire che le sta dietro quel bravo Gianni di Sorvari. 02104
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JUHANI: Der Jussi! Das Stachelkinn! Hätte ich den jetzt unter den Fäusten, dann würd ich ihn ein bißchen durchwalken. Ein Mädchen in ewige Schande zu bringen. Gianni. Quel Giannino dal mento a becco! Se fossi ora fra le mie grinfie, ti concerei io un pochino. Sedurre una ragazza per condannarla a una vergogna eterna! 02105
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AAPO: Ja ja, die Welt ist dumm und falsch zugleich. Venla fehlts nicht am Äußern und dem Jussi nicht an Kniffen. Sorvari ist ein prächtiger Hof, so was lockt. Aber Jukola, das Elendsnest, ist in einer traurigen Verfassung, und wir, seine sieben Erben, in einer noch viel traurigeren, wenigstens in den Augen der Welt. Die Menschen, die um das faule, oft wilde Leben unserer Jugend wissen, können wohl nichts Braves mehr von uns erwarten. Und so viel weiß ich, daß kaum zehn Jahre gesittetes und in allen Stücken ehrbares Betragen uns in den Augen unsrer Landsleute wieder zur vollen Menschenwürde verhelfen könnten. So mühselig ist es, sich vom Makel eines schlechten Rufs freizumachen, wenn er mal an einem sitzt. Aber schließlich ist es ja doch besser, daß wir uns aufraffen, als für alle Zeit in der Schlammpfütze unsrer Erbärmlichkeit zu versinken. Drum laßt uns aus allen Kräften nach Beßrung, nach gründlicher Beßrung streben! Abramo. Sì, sì, il mondo è insieme pazzo e impostore. A Venia non manca la bellezza nè a Giannino la furberia. Sorvari è una Ilittoria magnifica, che attira; invece Jukola, questo nido di miseria, è in uno stato estremamente pietoso, e noi stessi, i sette eredi della I.moria in uno stato ancor più pietoso, almeno davanti al mondo. La gente, ricordandosi della nostra giovinezza infingarda e della nostra vita spesso temeraria, non si può aspettare più niente di buono da noi. E so che appena appena una condotta buona e onesta sotto tutti gli aspetti ci potrebbe ridare prestigio agli occhi dei nostri compaesani, tanto è difficile liberarsi dal fango di un cattivo nome, quando una volta s’è impadronito di uno. Ma è meglio, finalmente, risollevarci che sprofondarci per l’eternità nel pantano della nostra miseria. Perciò sforziamoci in tutti i modi di migliorarci, di migliorarci! 02106
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JUHANI: Wir sind ja jetzt auf dem Weg der Beßrung. Aber diese unglückselige Brautschau hat meinem Herzen einen Schlag versetzt, der ihm Tage und Wochen entsetzlich weh tun wird. Sie hat mir eine schwere Wunde beigebracht. Gianni. Siamo già sulla via di migliorarci. Ma questo disgraziato viaggio per chiedere la mano della sposa, ha dato al mio cuore un colpo che mi farà soffrire profondamente giorni e settimane, mi ha inferto una ferita. 02107
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AAPO: Eine Wunde, eine Wunde, ja wahrhaftig, aber ich weiß; die Zeit wird sie mit dem Schorf und der Haut der Vergessenheit überziehen. — Was ist denn dort auf der Straße? Abramo. Una ferita, una ferita, veramente; ma il tempo, lo so, cicatrizzerà questa ferita con la pelle dell’oblio. Ma cos’è quell’andirivieni là sulla strada? 02108
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TIMO: Burschen aus Toukola, ein lustiger Haufen. Timoteo. L’allegra brigata dei giovani di Toukola. 02109
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AAPO: Die feiern blauen Montag. Sie sind ja toll und voll betrunken, die alten Strauchdiebe. Abramo. Festeggiano la domenica di lunedì con una licenziosa ribotta, questi buoni a nulla. 02110
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TIMO: Und wollen gar zu sehr, daß wir mitmachen. Timoteo. E vorranno certo averci con loro. 02111
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JUHANI: Die Versuchung naht. Gianni. La tentazione s’avvicina. 02112
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TIMO: Sind die lustig! Timoteo. Se la godono ben bene. 02113
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JUHANI: Und wir? Was steht uns bevor? Tausend Teufel! uns Arme erwartet ein feuriges Zausefest. Gianni. E noi? Cosa ci sta davanti? Per mille diavoli! Ci aspetta,-infelici, una bastonata coi fiocchi. 02114
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EERO: Welch ein Unterschied: beim Kantor hinterm Ofen am Abc herumstottern oder mit Hurra und Heißa mit vergnügten Kumpanen einen vergnügten blauen Montag feiern! Rico. Che differenza : scervellarci sull’abecedario, in un cantuccio presso la porta del sacrestano, o far festa di lunedì con allegri compagni, vociando e cantando. 02115
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JUHANI: Der Unterschied ist riesengroß, so groß, wie der zwischen dem Brunnen des Abgrunds und dem Himmel. Wohin sollen wir gehen, Brüder? Gianni. La differenza è straordinariamente grande, grande come fra il pozzo dell’abisso e il cielo. Fratelli, dove andremo? 02116
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EERO: Dann los in den Himmel! Rico. Partiamo per il cielo. 02117
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AAPO: In den Brunnen, in den Brunnen, und uns voll Wasser des Lebens schlürfen! In die Tiefen der Gelehrsamkeit, der Kunst und der Weisheit wollen wir uns versenken. Abramo. Per il pozzo, per il pozzo. Tracanniamo a profusione l’acqua della vita. Dobbiamo sprofondarci nei tesori nascosti della istruzione, del sapere e della saggezza. 02118
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TUOMAS: Zum Kantor, zum Kantor! Maso. Dal sacrestano, dal sacrestano! 02119
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JUHANI: Na, trollt euch! Gianni. Via, via!... 02120
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EERO: Hört mal! Kissala-Aapelis Klarinette! Rico. Udite il clarino di Abele di Rissala. 02121
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JUHANI: Wunderschön! Gianni. Magnifico! 02122
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TIMO: Das klingt wie die Posaune des Oberengels. Timoteo. Suona come la tromba dell’arcangelo. 02123
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JUHANI: Wenn die himmlischen Heerscharen exerzieren und marschieren, daß der Staub unter den Füßen pufft. Wunderschön! Gianni. Quando i soldati del cielo celeste si esercitano e marciano sollevando la polvere. Magnifico! 02124
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TIMO: Sie wollen uns um alles in der Welt mit sich haben. Timoteo. Ci vorranno assolutamente con loro. Certo, certo, la tentazione si avvicina a noi, si avvicina senza dubbio. 02125
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JUHANI: Gewiß, gewiß. Die Versuchung naht, ja wahrhaftig, die Versuchung naht. JUHANI: Hyvin tietty. Kiusaus lähestyy meitä, lähestyy totisesti. 02126
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Unterdessen waren die Burschen aus Toukola heran-gekommen, aber durchaus nicht so höflich und liebenswürdig, wie die Brüder von Jukola erwarteten. Sie waren nämlich ziemlich angeheitert und machten sich einen Spaß daraus, den Brüdern einen Possen zu spielen, und sie sangen, während sie sich unter den Klängen von Kissala-Aapelis Klarinette den Schul-gängern näherten, das neue Lied von der »Sieben-männerkraft«: Mentre i fratelli parlavano, la brigata dei giovani di Toukola si avvicinava, ma non proprio con le intenzioni gentili e benevole che si aspettavano quelli di Jukola. Erano alquanto brilli e avevano voglia di canzonare un po’ i fratelli; così cantarono davanti a loro nna canzone inventata da poco, dal titolo: «La forza dei sette fratelli»; mentre Abele di Rissala sonava, abbordarono gli scolari cantando quel che segue: 02127
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Brülle, wem ne Kehl gegeben,
denn ein Lied soll sich erheben
von der Siebenmännerkraft.

So viel Stern im großen Bären,
so viel fette Bäuche zehren,
groß und klein, an Jukola.

Juho poltert, donnerwettert,
alles kracht, wenn Jussi zetert,
er, des Hofes bester Sohn.

Tuomas wie ne Eiche stehet,
Abram seine Predigt drehet,
Jukolas großer Salomon.

Simeon, der alte Mucker,
klagt und weint, der »arme Schlucker,
Satan, Sünder, Elendswurm«.

Auch kocht Erbsen er mitunter,
Timo wirft den Speck darunter,
spuckt auch in den Brausetopf.

Lauri will sich waldwärts trollen,
sucht nach Krummholz und nach Knollen,
wühlt als Dachs die Heide um.

Schließlich kommt vom Schwanz die Spitze,
Eero klein mit schlauem Witze,
Jukolas bissiger Köter.

Dieses sind die Brüder alle,
edel wie die Stier’ im Stalle,
mit der Siebenmännerkraft.
Or gridate a squarciagola!
La canzone intorno vola
Dei sette forti fratelli.

Sette ad Jukola garzoni
Ci son, veri fannulloni:
Quante le stelle dell’Orsa.

Gianni strepita, rovina
Al fragore la casina:
È il miglior di tutti quanti.

Sta Tommaso come quercia,
Mentre Abramo, pio, gli sbercia
Un sermon da Salomone.

Simeone, barbarada,
Piange che l’uom sempre cada
Preda misera di Satana.

Mette in pentola i piselli;
Timo aggiunge bei lardelli
E talor ci sputa dentro.

E Lorenzo boscaiolo
Guarda gli alberi e nel suolo
Scava e fruga come un tasso.

Vien per ultimo il codino,
Enrichetto sbarazzino,
Bracco d’Jukola, mordace.

Dei fratelli ecco la schiera,
Come sette tori in fiera;
Ecco i sette forti prodi!
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Schweigend, aber mit aufeinandergebissenen Zähnen hörten die Brüder das Lied an. Als jedoch der Spott der Plagegeister damit nicht erschöpft war, als es nun ununterbrochen gemeine Witze regnete, besonders über den Hahn auf dem Abc-Buch und sein Eierlegen, da lief den Brüdern die Galle ins Blut, ihre Augen wurden stechend und zogen sich eng zusammen wie die des Nerzes, wenn er im schwarzen Bruchwald hinterm Baumstumpf hervor in die leuchtende Sonne blickt. Da geschah es, daß einer der Toukolaner Gauner im Vorbeiziehen Juhani plötzlich die Fibel aus der Hand schlug und mit aller Geschwindigkeit ausriß. Ergrimmt jagte Juhani hinter ihm her. Gleich stürzten sich auch die ändern Brüder mit wilder Wucht auf die Spötter, und es gab eine allgemeine Prügelei. Zuerst klatschten Ohrfeigen, klatschten hüben und drüben. Aber dann gingen sie einander an die Kehlen und begannen, blindlings und japsend, ein Reißen, Raufen und Knuffen mit den Fäusten. Grimmig schlugen die Burschen von Toukola drein, aber noch grimmiger droschen die Männer von Jukola; und schwer wie eiserne Keulen fielen ihre Fäuste auf die Köpfe der Feinde. Man wälzte sich im Schmutz und Staub, der in dickgeballten Wolken von der Straße aufstieg, und der grobe Kies prasselte rings im Gebüsch. So tobte die wilde Schlägerei eine Zeitlang, und die Brüder riefen, fast schon Sieger, mit lauter Stimme: »Fleht ihr um Gnade, ihr Satansknochen?«, und aus den Wolken antwortete das Echo: »Gnade!« Doch wehrten sich die Burschen von Toukola lange, bevor sie entkräftet zu Boden sanken. Da lagen sie mit zerrissenen Rock-schößen und geschwollenen Gesichtern und sogen gierig die frische Luft in die glühenden, keuchenden Lungen. Die Brüder standen als Sieger da. Jedoch auch ihnen sah mans an, daß sie genug vom Kampf hatten und daß ihnen jetzt eine Verschnaufpause willkommen war. Besonders war man mit Eero im Tumult arg umgesprungen; denn sein kurzer Wuchs gab den Streitkumpanen einen großen Vorteil. Oft rollte er während der Prügelei wie ein kleiner Dachshund vor den ändern auf der Erde, und nur die schnelle Hilfe seiner Brüder bewahrte ihn vor vollständigem Zerstampftwerden. Mit zerzaustem Kopf saß er nun am Grabenrand und sammelte, heftig keuchend, neue Kräfte. In silenzio, benché a denti stretti, ascoltarono i fratelli questo canto. Ma poiché la beffa dei loro persecutori non si fermò qui, anzi le canzonature piovvero senza tregua, specialmente sul gallo dell’abecedario e il suo deporre le uova, ai fratelli cominciò a ribollire il sangue, i loro occhi divennero taglienti e piccoli come quelli di una puzzola, quando, di nascosto, sotto un ceppo, nella boscaglia, guarda la luce del sole. Ma accadde che uno più furbo di quelli di Toukola, passando accosto a Gianni, gli strappò l’abecedario di mano e se la dette a gambe a tutta forza; ma Gianni, furioso, gli si mise alle calcagna. Allora anche gli altri fratelli corsero, con la rapidità del vento, sui loro canzonatori e la rissa divenne generale. Dapprima volarono degli schiaffi, da una parte e dall’altra, poi si presero l’un l’altro per la gola e cominciarono ciecamente e affannosamente a far tutto a pezzi e, lavorando di braccia, a menar pugni. Quelli di Toukola rispondevano sodo, ma gli uomini di Jukola picchiavano ancor più sodo e i loro pugni cadevano sul corpo dei nemici, pesanti come clave di ferro. Si rotolavano nella polvere che si alzava a nuvole dalla strada asciutta e la sabbia e la ghiaia crepitavano sul fogliame circostante. Così la gazzarra durò per un po’ e i fratelli, quasi già vincitori, gridavano a gran voce: «Indemoniati, chiedete grazia? ». K l’eco rispondeva dalle nuvole « grazia ». Ma quelli di Toukola resistettero ancora finché, stremati di forze, si gettarono a terra. Slavano là con gli abiti strappati, il viso gonfio, aspirando avidamente l'aria fresca nel petto riscaldato e anelante. I fratelli vittoriosi stavano ritti, ma il loro aspetto mostrava che nr avevano abbastanza della lotta e che ora amavano riposare un poco. La peggio nella zuffa era toccata a Rico, perchè la sua statura piccola aveva dato un grande vantaggio alPavversario. Spesso, durante l i lotta, ruzzolava come un bassotto, fra le gambe dei litiganti, e Millanto il pronto intervento degli altri fratelli, aveva impedito che lusso del tutto calpestato. Coi capelli arruffati sedeva ora sul bordo del fossato e raccoglieva nuove forze, respirando a pieni polmoni. 02165
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Als aber die ändern den Kampf aufgaben, kam Juhani mit einem Mann heran und zerrte ihn dabei am Kragen und preßte ihm immer von neuem die Kehle zu. Erschreckend, furchtbar sah der älteste Jukola-bruder aus. Wie Feuerstrahlen sprühte der Zorn aus seinen kleinen Augen, die ihm, blutunterlaufen vor Wut, wild im Kopf rollten. Dichter Schweiß rann ihm von den Wangen, und wie ein Streithengst schnaubte und keuchte er. Ma mentre gli altri avevano proprio smesso di lottare, si avvicinò ( ìianni con un prigioniero, trascinandolo per il colletto e, qualche volta, serrandolo alla gola. Tremendo e mostruoso era ora l’aspetto di Gianni, il maggiore dei fratelli. L’ira balenava come fuoco nei mihì occhi piccolini che, iniettati di sangue, roteavano furibondi ed es.npcrati; un sudore acre gli scorreva sulle guance e, come un umilio da battaglia, soffiava e ansava. 02166
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JUHANI: Hol mir meine Fibel, hol mein Abc-Buch! Auf der Stelle! Schau her, ich nehm dich in die Zange, daß dir dein Pansenwust rausfliegt! Hol um Gottes willen meine rote Fibel, du Spitzbub! Paß auf, ich komme dir. Siehst du, so! Gianni. Va’ a cercare il mio sillabario, va’ a cercare il mio abece-dario, subito! Altrimenti, guarda, ti stringo sino a che il midollo ti esce fuori. Va’ a cercare, per Dio, il mio sillabario rosso, scellerato. Bada, te le dò, bada! 02167
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DER TOUKOLANER: Schlag nicht. Il giovane di Toukola. Non mi battere. 02168
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JUHANI: Das Abc - Buch! Gianni. L’abecedario! 02169
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DER TOUKOLANER: Ich habs dort ins Gebüsch geschmissen. Il giovane di Toukola. L’ho gettato là nel cespuglio. 02170
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JUHANI: Gibs mir hübsch, hübsch in die Hand richtig mit dem Samtpfötchen, sag ich dir, du Spitzbub! Glaubst wohl, du könntest mir hier einen Tanz machen, Spitzbube? Willst du mir endlich die rote Fibel in die Hand geben, verfluchter Kerl? Gianni. Dammelo con la manina per benino, con la zampina, scellerato: credi di spassartela qui, scellerato? Che mi dai codesto sillabario rosso, indemoniato? 02171
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DER TOUKOLANER: Du zerquetscht mir ja die Kehle — die Kehle! Il giovane di Toukola. Mi strozzi, mi strozzi! 02172
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JUHANI: Das Abc-Buch! Gott behüte uns. Das Abc-Buch! Gianni. L’abecedario! Dio ci protegga! L’abecedario! 02173
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DER TOUKOLANER: Hier, du entsetzlicher Mensch! Il giovane di Toukola. Eccolo, uomo terribile. 02174
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JUHANI: Gib ihm einen kleinen Kuß! Da! Küß es hübsch! Gianni. Dagli un bacino, bacialo per benino. 02175
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DER TOUKOLANER: Was? Küssen? Il giovane di Toukola. Che? Lo devo baciare? 02176
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JUHANI: Jawohl, hübsch artig! Tus um Himmels willen, lieber Freund, wenn dir nicht der Buckel juckt und dir dein Leben lieb ist. Tus, tus, sonst schreit schon in dieser Stunde dein Blut um Rache über mir, wie ehemals das Blut des frommen Abel. Du siehst, ich bin vor Wut schwarz im Gesicht wie ein Sauna-kobold. Drum küß die Fibel! Ich bitte dich zu unser beider Bestem! — So, schön! Gianni. Sì, gentilmente. Fallo per amor di Dio, fratello mio, se non ti prude la schiena e ti è cara la vita. Falio, fallo, altrimenti, in questo momento il tuo sangue chiederà vendetta sul mio capo come una volta quello del pio Abele. Vedi che il mio viso è nero di rabbia come lo gnomo della sauna (Stanza sempre separata dall’abitazione, dove, su lastroni arroventati con fuoco di legna, si versa acqua; nel vapore che se ne sprigiona, i contadini, stesi su apposite tavole, prendono il bagno, frustandosi poi con fascetti di rami di betulla. Quando sono bene impregnati di vapore e di fumo, escono all’aperto e talvolta si rotolano nella neve.). Quindi bacia il mio sillabario. Te ne prego per il bene di entrambi! Bene. 02177
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DER TOUKOLANER: Bist du nun zufrieden? Il giovane di Toukola. Sei contento, ora? 02178
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JUHANI: Vollständig. Geh jetzt und danke deinem Schöpfer, daß du so davongekommen bist. Und wenn du da in der Gegend zwischen deinen Schultern und deinem Dickkopf Spuren wie von den Zähnen eines Schraubstockes entdeckst, und besonders, wenn du morgen so eine Steifheit wie beim Mumps verspüren solltest, dann wundre dich nicht weiter. So, nun kannst du gehen. Aber noch eins, mein Lieber, noch ein Wort. Wer hat denn das Liedchen gemacht, das wir vorhin mit steifen Ohren anhören mußten? Gianni. Contentissimo. Va’, e ringrazia il tuo Dio di essertela sbirbata. Se ti scopri qualche segno fra le spalle e la chiorba come quello dei denti di una morsa, e specialmente se domani ti senti là anche una rigidità come dopo gli orecchioni, non te ne meravigliare. Ora vattene. Ma ancora una parola, una parola, fratello mio. Chi ha fatto quel canto che poco fa, quando l’abbiamo sentito, ci ha fatto rizzare gli orecchi? 02179
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DER TOUKOLANER: Das weiß ich nicht. Il giovane di Toukola. Non lo so. 02180
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JUHANI: Du! Sags! Gianni. Sputalo! 02181
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DER TOUKOLANER: Ich weiß nicht. Il giovane di Toukola. Non lo so. 02182
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JUHANI: Na, das werde ich schon rauskriegen. Aber grüß den Kissala- Aapeli von mir und sag ihm, wenn ich ihm mal begegne, soll seine Kehle noch viel lauter quietschen als vorhin seine Klarinette. Fort jetzt, denn meine Gegenwart ist nicht gerade heilsam für dich. — Brabbel ja nichts von Rache. Paß auf, daß ich nicht Lust kriege und noch mal hinter dir herjage und dir noch etwas verabreiche. Gianni. Beh, beh, finirò col saperlo. Ma porta i miei saluti ad Abele di Kissala, e digli che, quando lo incontrerò, la sua gola manderá suoni ancora più acuti del suo clarino focoso. Vai ora, che la mia vicinanza non ti è tanto salutare. Cosa stai brontolando? Vuoi vendicarti? Bada che non mi salti in mente di acchiapparti per dartene qualcuna sopra mercato. 02183
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TUOMAS: Laß den armen Kerl in Ruhe. Maso. Lascialo in pace, miserabile. 02184
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JUHANI: Der hat sein Fett, das versichre ich euch. — Aber nun weg von dieser schrecklich gepflügten, tausendfach zerschlitzten Landstraße. Hier ist jetzt nicht gut sein; denn eine Prügelei auf offener Land -Straße ist vom gesetzlichen Standpunkt eine sehr unangenehme Sache, die einen eklig in die Patsche bringen kann. Gianni. Ha avuto quel che si merita, ve l’assicuro. Ma lasciamo questo posto orribilmente calpestato e sconvolto in tutti i sensi. Non è bene restare qui ora; poiché una rissa sulla strada maestra, è, dal punto di vista della legge, una cosa molto grave e può dare a uno dei guai seri. 02185
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AAPO: Ja, sputet euch! — Das war aber eine schöne Rauferei. Wenn Simeoni nicht gewesen wäre, dann wär ich hübsch gerupft worden. Er hat den Haufen über mir etwas weggeräumt. Abramo. Spicciamoci! Che risciacquata. E mi avrebbero spennato senza Simeone che ha allontanato il groviglio dal mio capo. 02186
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SIMEONI: Warum haben wir uns auch mit ihnen eingelassen? Aber der Mensch ist schwach und kann seinen Zorn und die Macht der Sünde nicht bändigen. Ach, als ich sah, wie Tuomas’ Faust die Kerle niedermähte, da dachte ich: nun gibts bald einen Mord. Simeone. Perchè li abbiamo picchiati? L’uomo è debole e non può contenere la sua ira e la violenza del peccato. Ah, quando ho visto come il pugno di Maso ha atterrato quegli uomini, ho pensato : ora non è lontano un omicidio! 02187
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TUOMAS: Ja, ich hab vielleicht ein bißchen unvorsichtig dreingeschlagen, aber man hat sich ja schon um weniger gehauen. — Wir müssen uns etwas ranhalten, der Tag rückt vor. Maso. Ho picchiato forse troppo imprudentemente, ma ci si è già bastonati anche per molto meno. Camminiamo più in fretta, il giorno se ne va. 02188
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Sie holten tüchtig aus, doch Ärger und Unwille wollten nicht von ihren Gesichtern weichen, sondern es gab ihnen jedesmal einen schmerzlichen Stich ins Herz, wenn sie an das Spottlied ihrer Feinde dachten. Schweigend trabte Juhani voran, trabte von Grimm gejagt, spuckte oft aus und schüttelte den Kopf dazu. Zuletzt wandte er sich aber nach den ändern um und öffnete den Mund. Procedettero rapidamente; l’indignazione e il dispetto non erano scomparsi dai loro volti, anzi pungevano dolorosamente il loro cuore al ricordo del canto ingiurioso dei giovani di Toukola. Gianni camminava davanti silenzioso, camminava in preda all’ira, sputando e scuotendo di quando in quando la testa; finalmente, volgendosi agli altri, aprì la bocca. 02189
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JUHANI: Welcher Teufelsbraten hat denn nur das Lied gemacht? Gianni. Di chi diavolo è questa canzone? 02190
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EERO: Der Kissala-Aapeli. Rico. Di Abele di Rissala. 02191
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AAPO: Mir schwant auch so was, denn der ist ein böser Spottvogel. Er hat ja auch damals das ganz gemeine Lied auf unsern alten Pastor gedichtet, der sich, Gott bessers! bei der Leseprüfung aus Versehen ein bißchen die Nase begossen hatte. Abramo. Ho un’idea anch’io, poiché egli è un canzonatore rabbioso. Fece certo lui pure quella esecrabile poesia satirica sul nostro vecchio pastore che — Dio lo guardi! — si era scarabocchiato il naso durante un esame ai parrocchiani. 02192
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TIMO: Hätte ich nur ein Quart Schnaps, dann steckte ich dem Nikula-Anania ein paar Worte, und wir könnten bald ein klafterlanges Lied hören, das schon mal zeigte, was für ein Kerl dieser Aapeli ist. Ein Schubiack, ein Hundsfott ist er; spaziert mit seiner Klarinette in den Dörfern herum, scharwenzt mit den Mägden und liegt seiner alten Mutter auf der Tasche. Jeder Zoll ein Ulenspiegel! Timoteo. Se avessi un quarto d’acquavite e sussurrassi due parole all’orecchio di Anania di Nikula, sentiremmo presto una canzone lunga una tesa che ci mostrerebbe che razza di uomo è questo Abele: un fannullone e una canaglia, lui che va di villaggio in villaggio col clarino in mano, a far fare dei figli alle ragazze e vive alle spalle di sua madre. Un briccone. 02193
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JUHANI: Wenn ich wüßte, daß der Quatsch von der Siebenmännerkraft wirklich aus seinem Schädel stammt, zöge ich ihm das erstemal, wo ich ihm begegne, und meinetwegen auf dem Kirchhügel, das Fell vom Genick bis zu den Augenwimpern über die Ohren, das will ich euch gesagt haben. — Aber könnten wir denn dem Menschen nicht mit Hilfe des Gesetzes beikommen? Gianni. Se la canzone che essi chiamano « La forza dei sette fratelli » venisse davvero dalla sua zucca, allora, quando lo incontrassi la prima volta, fosse anche sulla collina della chiesa, gli scorticherei la pelle della testa dalla nuca alle sopraccigia; deciso. Ma perchè non lo mettiamo nelle mani della giustizia? 02194
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AAPO: Das Gesetz verurteilt keinen ohne sichre Zeugen. AAPO: Laki ei tuomitse ketään ilman ankaria todistusmiehiä. 02195
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JUHANI: Dann mag er seine Unschuld beschwören; und ich glaube, daß er sich die Sache doch erst noch ein bißchen überlegt, ehe er seine Seele in den Abgrund der Finsternis schleudert. Wenn er aber den traurigen Streich fertigbrächte, dann — gute Nacht, Herr Nachbar, ruht meinetwegen in Frieden! JUHANI: Astukoon hän sitten puhdistus-valalle; ja luulenpa hänen ensin vähän arvelevan, ennen kuin viskaa sielunsa pimeyden alhoon. Mutta jos hän sen surkean tempun tekis, niin--hyvää yötä sitten, naapurini, makaa rauhassa minun puolestani. 02196
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AAPO: Aber ich glaube, daß das Gesetz den Angeklagten in einem solchen Fall gar nicht zum Eid zuläßt. Abramo. Ma credo che la legge, in simili circostanze, non ammette al giuramento l’accusato. 02197
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JUHANI: Dann sind ja meine Fäuste noch da, und von denen kann er dasselbe heilsame Brennen bekommen wie vom Salz des Gesetzes und der Gerechtigkeit. Gianni. L’avrà dai miei pugni, e credo proverà la stessa salutare amarezza che se avesse assaggiato il sale della giustizia. 02198
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SIMEONI: Lassen wir doch das Lied und das wilde Geraufe von vorhin. — Seht mal, dort ist der Baumstumpf, bei dem ich mal, als ich das Vieh hütete, einen wunderbaren Traum hatte, obwohl mir der Magen vor Hunger knurrte. Mir war nämlich, als wär ich im Himmel, säße auf einem molligen, weichen Kanapee, und vor mir dampfte ein reiches Mahl. Die Speisen waren auch so appetitlich, ach, so appetitlich und so fett! Ich aß und trank, und kleine Cherubine bedienten mich wie eine mächtige Person. Alles war unvergleichlich schön und feierlich: nebenan in einem goldnen Saal tönte der Chor der Engel, und ich hörte sie das große neue Lied singen. Das träumte ich, und das hat den Funken in mir entzündet, der hoffentlich nie wieder verlöschen wird. Simeone. Cessiamo una buona volta di occuparci di quella canzone e di quella bestiale gazzarra sulla strada. Ecco qui quel ceppo ai cui piedi una volta, addormentatomi guardando il gregge, ebbi un sogno meraviglioso, benché mi brontolasse la fame in corpo. Mi sembrava di essere in cielo, seduto su un soffice divano che mi cullava e davanti a me fumava una ricca mensa, e le vivande erano così saporite e così grasse. Io mangiavo e bevevo e dei cherubini mi servivano come un gran personaggio. Tutto era incomparabilmente bello e solenne; lì vicino, in una sala dorata, risonava il coro degli angeli e io li sentivo cantare un canto nuovo ed eccelso. Così ho sognato e da allora si è accesa in me una favilla che non si spegnerà più. 02199
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JUHANI: Da hat dir wahrscheinlich der alte Oberleser-Viehhirt, dieser rotäugige Zottelbart, Tervakoski-Tuomas, dein damaliger Weidebruder, den Kopf verdreht. Daher der Funke. Gianni. È stato quel gran lettore di Maso di Tervakoski dagli occhi rossi, dalla barba di becco, che pascolava allora il gregge con te che ti ha messo quelle stramberie in testa: ecco la scintilla. 02200
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SIMEONI: Ja, ja, am Jüngsten Tage werden wirs schon sehen! Simeone. Sì, sì, si vedrà al giorno del giudizio finale. 02201
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TUOMAS: Aber dort steht die Fichte, aus der unser Vater mal den feinen Luchs herunterschoß; und das war auch sein letzter Luchs. Maso. Là è l’abete sotto il quale, una volta, nostro padre abbattè una lince, e fu la sua ultima lince. 02202
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TIMO: Ja, danach hat er sich nicht mehr heimgemacht, kait und steif haben sie ihn aus dem Wald gezogen. Timoteo. Sì, la volta seguente non ritornò più a casa vivo, lo riportarono freddo. 02203
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JUHANI: Ein prächtiger, ein toller Mann war er, nur hart und fest wie ein Fels gegen seine Söhne. Selten hat man ihn aber auf den Höfen von Jukola gesehen; er wohnte in den Wäldern, und daheim hatten die Mäuse gute Tage. Gianni. Coraggioso e gagliardo era, ma duro e fermo come una pietra verso i figli. Raramente lo vedevi nei cortili di Jukola, che stava sempre nei boschi, mentre a casa i topi ballavano. 02204
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AAPO: Gewiß hat er seinen Hof wegen der Jagdleidenschaft, die man ihm vielleicht angehext hat, arg vernachlässigt. Aber ein tüchtiger Vater ist er doch gewesen, und als Ehrenmann ist er gestorben. Er ruhe in Frieden! Abramo. Davvero, dimenticava molto casa sua : era come stregato dalla passione della caccia; ma era propriamente un buon padre e morì da uomo onorato. Riposi in pace! 02205
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TIMO: Und zweimal in Frieden unsre Mutter. Timoteo. E due volte in pace nostra madre. 02206
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JUHANI: Das war eine brave Hausfrau und ein frommes Weib, obwohl sie nicht lesen konnte. Gianni. Era una padrona di casa capace, e una donna devota, benché non sapesse leggere. 02207
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SIMEONI: Aber sie betete jeden Morgen und jeden Abend auf den Knien. Simeone. Tuttavia pregava in ginocchio sera e mattina. 02208
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JUHANI: Das hat sie getan. Eine unvergleichliche Mutter und Hausfrau! Ich denke noch dran, wie sie schwer wie eine alte Riesin im Schwendpflug ging. Gianni. Sì, era una madre e una padrona di casa esemplare! Ricordo sempre come camminava fra le corna dell’aratro, salda come un gigante. 02209
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EERO: Sie war eine prächtige Mutter. Aber warum sind wir ihr nicht gehorsame Kinder gewesen, warum haben wir nicht wie sieben Bären auf dem Acker geschuftet? Dann sähe Jukola jetzt anders aus. Aber was verstand ich kleiner Hemdenmatz damals davon? Rico. Era una madre eccellente, ma perchè non siamo stati ragazzi ubbidienti, perchè non abbiamo faticato nei campi come sette orsi? Jukola ora sarebbe tutt’altra cosa. Ma che capivo io allora, povera carnicina sdrucita? 02210
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JUHANI: Halts Maul da! Ich weiß auch noch ganz genau, wie garstig und frech du dich immer gegen die arme Mutter benommen hast. Aber immer ist sie nachsichtig gewesen, wie gewöhnlich Vater und Mutter gegen das jüngste Kind sind. Dem Ältesten dagegen, ja, dem wird unaufhörlich das Fell gewalkt, wie ichs von mir am besten weiß. Zum Henker! Auf mir ist ja herumgedroschen worden wie auf einem räudigen Köter; ich hoffe aber, daß mir das alles mit Gottes Hilfe zum besten gedient hat. Gianni. Chiudi il becco! Ricordo ancora come era cattiva e insolente la tua condotta verso la povera mamma, ma lei ti compativa sempre come fanno tutti i babbi e le mamme col figlio più piccolo, mentre la pelliccia del maggiore è sempre conciata per le feste; lo so io per esperienza. Diavolo, mi hanno sempre bastonato come un cane, ma spero che tutto sia stato per il meglio, con l’aiuto di Dio. 02211
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SIMEONI: Wahrlich wirkt die Züchtigung Gutes, namentlich, wenn du die Rute segnest und in Gottes Namen züchtigst. Simeone. Veramente i castighi fanno bene, specie se benedici il frustino e castighi in nome di Dio. 02212
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EERO: Besonders, wenn du die Rute erst anwärmst. Rico. Specialmente poi se riscaldi prima il frustino. 02213
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SIMEONI: Ich höre deine elenden Sticheleien nicht, Stockblinder, du schrecklich verpäppeltes Kind. Simeone. Io non voglio sentire i tuoi cattivi frizzi, ragazzo cieco e troppo teneramente castigato. 02214
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TIMO: »Ein gutes Kind züchtigt sich selbst«, heißt es, aber den Spaß möcht ich sehn. Timoteo. « Un buon ragazzo si corregge da sé », ma vorrei un po’ vederlo questo miracolo. 02215
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SIMEONI: Dort ist die Wegkreuzung auf der Sonnimä-ki-Höhe. Bis hierher verfolgte vom Kirchhof aus ein Totengespenst den bösen Glashändler Kiikala, der in der Nacht, als er an der Kirche vorbeiging, gottlos einen schändlichen Fluch ausstieß. Das sei euch eine Warnung vor der Sünde des Fluchens. Simeone. Eccoci al crocevia di Sonnimäki; un fantasma inseguì, dal recinto della chiesa fin qui, quello sboccato del vetraio di Kiikala, che, passando di notte davanti alla chiesa, s’era lasciato sfuggire di bocca, empio, una grossa bestemmia. Ciò vi serva ad evitare il peccato della bestemmia. 02216
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JUHANI: Da sind wir ja mitten auf dem Sonnimäki; dort sieht man die Kirche, und dort drüben leuchtet das Haus des Kantors rot wie ein flammendes Teufelsnest! Ha! seht ihr, dort sitzt die Herrlichkeit der ganzen Hölle, dort sitzt die erschreckende Weisheit und die grausige Ehre. Nun werden mir alle Glieder steif, und meine Füße sträuben sich unbarmherzig. Ach, was soll ich in diesem höllischen Augenblick tun, was soll ich tun, ich, euer armer ältester Bruder? Gianni. Siamo in cima a Sonnimäki; si vede la chiesa e laggiù brilla la casa rossa del sacrestano come il nido fiammeggiante del diavolo! Brr!... Laggiù c’è il dominio di tutto l’inferno, laggiù c’è la saggezza spaventosa, il terribile onore. Ora tutte le membra mi si intorpidiscono e i piedi si rifiutano senza pietà di andare avanti. Ah! che faccio in questo momento di tortura, che faccio io, vostro povero fratello maggiore? 02217
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EERO: Da du unser ältester Bruder bist, geh uns mit gutem Beispiel voran und wende dich vom Weg der Hölle ab. Ich bin bereit, dir zu folgen. Rico. Poiché sei il nostro fratello maggiore, va’ innanzi, dandoci il buon esempio, e volta le spalle alla via dell’inferno. Io sono pronto a seguirti. 02218
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TUOMAS: Still, Eero! Jetzt keinen Schritt mehr zurück. Maso. Zitto, Rico! Ora non si torna indietro. 02219
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JUHANI: Tausend gehörnte Teufel! Die Tür des Kantors ist für mich der Rachen des Todes. Gianni. Diavolo, la porta del sacrestano mi sembra la gola della morte. 02220
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AAPO: Gerade dort liegt der Anfang unsrer Menschenwürde und Ehre. Abramo. Ma proprio di là comincerà la nostra stima e il nostro onore nel mondo. 02221
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JUHANI: Eine heiße Ehre, eine heiße Ehre! Weh uns! Dort seh ich ja die ganze Kantorpracht; die entsetzliche Herrlichkeit des Pfarrhofs, und in mir sträubt sich alles — Gott sei bei uns! — sträubt sich alles. Was sagst du, Timo? Gianni. Un caldo onore, un caldo onore! Poveri noi! Già vedo tutto lo splendore del sacrestano, il terribile fasto della parrocchia e la mia natura è ricalcitrante. Dio ci aiuti! è ricalcitrante. Che dici, Timoteo? 02222
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TIMO: Ja, es sträubt sich einem wirklich sehr. Timoteo. È molto ricalcitrante. 02223
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AAPO: Das kann ich mir denken. Aber man kann nicht immer auf Rosen und sonstigen Blumen tanzen. Abramo. Lo credo, ma qui non si balla sempre su rose e fiori. 02224
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JUHANI: Auf Rosen und Blumen? Wann haben wir auf Rosen und Blumen getanzt? Gianni. Su rose e fiori? Abbiamo mai ballato su rose e fiori, noi? 02225
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AAPO: Warte nur, Bester, wir werden noch manche bittre Beere auf dieser Welt schlucken müssen. Abramo. Ingoieremo molte pillole amare, fratello mio. 02226
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JUHANI: Bittre Beeren? Haben wir denn noch nicht genug bittre Beeren geschluckt? Oh, armer Aapo! Wir sind schon in mancher Brühe gekocht, und unser Schopf ist in manchem Sturm gezaust worden. Und wofür? Was haben wir davon gehabt? Die Welt ist der reine Misthaufen, weiter nichts. Zum Teufel mit Kantor und Pfaffen, den Gebetsverhören und Büchern und den Amtmännern mitsamt ihren Papier-Stößen! Alles Quälgeister der Welt! Ich hab da eben von Büchern gesprochen, aber damit meine ich nicht gerade die Bibel, das Gesangbuch, den Katechismus und die Fibel, nein; auch nicht die »Stimme des Predigers in der Wüste« — dies entsetzliche Buch der Erweckten — die hab ich nicht gerade gemeint. Aber wozu bin ich denn eigentlich geboren? Gianni. Pillole amare? Non ne abbiamo già ingoiate a sufficienza, pillole amare? Ah, povero Abramo! Siamo già stati cotti in molte zuppe e i nostri capelli sono stati già agitati da molti venti. Cosa ci abbiamo guadagnato? Il mondo è un gran mucchio di rottami, nient’altro. Al diavolo i sacrestani e i pastori, gli esami alla parrocchia e i libri e i commissari di polizia con le loro 'scartoffie. Tutti spiriti del malanno! Ho nominato i libri, ma non ho inteso parlare della Bibbia, nè del Salterio, nè del Catechismo, nè dell’Abecedario e nemmeno de « La voce che grida nel deserto » — quel libro terribile — di questi certo io non ho inteso di parlare. Ma perchè sono nato? 02227
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SIMEONI: Verfluche nicht deine Lebenstage, die Tage deiner Gnadenzeit. Simeone. Non imprecare al giorno della tua nascita, ai giorni della tua grazia. 02228
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JUHANI: Warum bin ich hier, warum bin ich geboren? Gianni. Perchè son nato, perchè son nato? 02229
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TIMO: Als ein armer Wandersmann bin ich in diese Welt geboren. Weshalb habe ich meine Augen nicht als schartenlippiges Häschen dort unter der jungen Fichte geöffnet? Timoteo. Sono nato come un povero viaggiatore. Perchè non ho aperto gli occhi come un leprotto labbro-fesso qui sotto questo abete ? 02230
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JUHANI: Und ich nicht als das Eichhörnchen dort, das mit hochgestrecktem Schwanz in den Ästen der Föhre knabbert? Zapfen sind sein sorgloses Brot, und der Bart der Fichte ist seine warme Decke in seiner bemoosten Hütte. Gianni. E io come quello scoiattolo coda-ritta che grida là sui rami di quel pino? Le pine sono il suo pane senza pensieri, e la barba dell’abete la coperta della sua casetta muscosa. 02231
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TIMO: Und es braucht nicht zu lesen. Timoteo. E non ha bisogno d’imparare a leggere. 02232
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JUHANI: Braucht nicht zu lesen! Gianni. E non ha bisogno di imparare a leggere! 02233
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AAPO: Jedem ist sein Teil beschieden, und stets: »Wie der Mann, so das Schwert.« Da hilft kein Klagen und Sorgen, sondern nur Arbeiten und Mühen. Jetzt aber vorwärts, Brüder! Abramo. A ciascuno è assegnata la sua parte e sempre « la spada è a seconda dell’uomo». E non serve frignare e lamentarsi; bisogna lavorare e muoversi. Avanti, dunque, fratelli miei! 02234
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TUOMAS: Vorwärts zum Kantor, und ginge es über den schäumenden Schlund des Meeres! Maso. Avanti, dal sacrestano, anche attraverso i gorghi agitati del mare! 02235
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JUHANI: Woran denkst du, kleiner Eero? Gianni. Che pensi, Richetto? 02236
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EERO: Ich denke dran, daß es zum Kantor in die Schule geht. Rico. Penso che si va a scuola dal sacrestano. 02237
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JUHANI: Hm! Gut, also gehen wir, vorwärts! Ach herrjemine! Sing was, lieber Timo, sing was. Gianni. Ehm! Andiamo dunque, camminiamo. Ah, Gesù! Canta, Timoteo, canta, fratello! 02238
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TIMO: Dann singe ich vom Eichhörnchen in seinem moosigen Nest. Timoteo. Canterò dello scoiattolo nella sua cella di muschio. 02239
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JUHANI: Ja, ja! Gianni. Sì, sì. 02240
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TIMO: Timoteo. 02241
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Eichhörnchen in seinem Moosbau
ruht so weich in süßem Schlummer,
weder macht des Hundes Zahn ihm
noch des Jägers Schlinge Kummer
im Schutze der luftigen Höh.

Auf die Welt, weit in die Runde
schaut es aus der hohen Tanne
und auf manchen Kampf danieden;
über ihm als Friedensfahne
weht still der schattige Zweig.

In dem schwanken Wiegenschlößchen
welche Wonne fern von Sorgen!
An der Mutterbrust der Tanne
wohnt es traut und wohlgeborgen.
Voll Klang und Spiel ist der Wald.

Abends dort am kleinen Fenster
nickt das Wedelschwänzchen leise;
Vögel singen unterm Himmel,
es begleitend auf der Reise
ins Traumland, ins goldene Land.
Dolce lo scoiattolino
Dorme in sua muscosa stanza.
Non la zanna del mastino
Lo raggiunge mai lassù,

Nè il fucil del cacciatore.
Dall’altezza del suo nido
Guarda il giro della terra;
Sotto a sè c’è pace e guerra;
E dell’uomo il pianto e il riso;
Della coda fa bandiera.

Il suo viver così è bello
Nel suo mobile castello;
Nella placida altalena
Mentre canta la serena
Degli uccelli canzoncina.

S’addormenta al dondolìo;
E attraverso al finestrino,
Calan dolci sogni d’oro,
Da un paese di magìa :
Bella vita gli dà Iddio.
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Kapitel 03 Capitolo

: |fin-|swe-|eng-|rus-|est-|hun-|ger|-dan|-spa|-ita|-fra|-epo| - |fin-|swe-|eng-|rus-|est-|hun-|ger-|dan-|spa-|ita|-fra|-epo| (de-it) :
Kapitel: |01|01|01|02|02|02|03|03|03|03|04|04|04|05|05|06|06|06|06|06|07|07|08|08|08|09|09|09|09|10|11|11|12|13|13|13|14|14| :Capitolo
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Zwei Tage sind vergangen. In der Gesindestube des Kantors sitzen die Brüder um den Tisch und mühen sich am Alphabet ab, wie es ihnen bald der Kantor selbst, bald seine achtjährige Tochter vorspricht. So üben sie sich, die aufgeschlagenen Fibeln in der Hand, im Schweiße ihres Angesichts eifrig im Lesen. Aber man sieht nur fünf Jukolaburschen auf der Bank hinter dem Tische. Wo sind Juhani und Timo? Sie stehen in der Schandecke bei der Tür, und ihre Haare, in denen eben des Kantors sehnige Faust gewühlt hat, starren noch kunterbunt in die Höhe. Due giorni sono passati. I fratelli, seduti intorno alla tavola nella camera dei domestici del sacrestano, compitano l’alfabeto, come dice loro a volte lo stesso sacrestano e a volte la sua figliolina di otto anni. Così, il libro aperto in mano, si esercitano a leggere con zelo e la fronte in sudore. Ma puoi vedere solo cinque dei ragazzi di Jukola seduti sulla panca dietro la tavola. Dove sono Gianni e Timoteo? Stanno ritti là nel « cantuccio dell’asino », vicino alla porta e coi capelli, in cui dianzi la mano energica del sacrestano ha messo lo scompiglio, ancora ritti e arruffati. 03001
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Außerordentlich langsam ging es mit den Brüdern vorwärts, und die erschreckende Straffheit ihres Lehrers vermochte das Tempo nicht zu beschleunigen; im Gegenteil stärkte sie ihre Unlust und ihren Widerwillen nur immer mehr. Juhani und Timo kannten kaum mehr als das A, die ändern waren jedoch einige Buchstaben weiter gediehen. Eine rühmliche Ausnahme machte unter ihnen allen Bruder Eero, der bereits das Alphabet hinter sich hatte und sich schon recht fleißig im Buchstabieren übte. Molto lentamente progrediva l’insegnamento dei fratelli, non incoraggiato dalla paurosa severità del loro maestro che, al contrario, intorpidiva sempre più la loro buona volontà e il loro comprendonio. Gianni e Timoteo sapevano appena poco più dell’a; gli altri erano arrivati a imparare qualche lettera di più. Ma fra loro tutti faceva eccezione il fratello Rico che aveva già finito l’alfabeto e si esercitava a compitare con molta prontezza. 03002
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Der Abend kam heran, aber die Brüder hatten den ganzen Tag noch keinen Bissen gegessen. Denn der Kantor, der ihre Vorräte in Verwahrung genommen hatte, versuchte ihren Lerneifer auch durch die Qualen des Hungers anzustacheln. Da stand Juhani, von heftigem Hunger gepeinigt, in seinem Winkel, schüttelte seinen runden Kopf, spie leise vor sich hin und stierte, wie ein Ochse schielend, nach seinem Lehrer hinüber. Timo aber stand dösend neben ihm und kümmerte sich nicht um den Lauf der Dinge. — Endlich hielt der Kantor jedoch mit Lesen inne und sagte: »Hört jetzt auf und esset, ihr Holzpferde, und muffelt wie die wiederkäuenden Böcke in der Hürde. Aber merkts euch, nach dieser Mahlzeit kommt kein Krümchen über eure Lippen, es sei denn, ihr habt das Abc im Kopf, ihr dickschädeligen Ochsen. Ich gebe euch eine Stunde zum Essen, aber vor die Tür geht ihr mir noch mit keinem Schritt. Ich halte es nämlich für heilsam, euren Arrest bis zum Abend auszudehnen, für sehr heilsam. Öffnet nun eure Schlünde, denn ihr bekommt gleich eure Ranzen in die Klauen.« So redete er, ging hinaus und schickte ihnen durch die Magd ihre Wegzehrung; die Tür aber wurde fest verriegelt. La sera si avvicinava e durante il giorno, i fratelli non avevano ancora assaggiato un bocconcino di cibo; poiché il sacrestano, che aveva sequestrato le loro provvigioni, cercava di stimolare la loro voglia di studiare coi patimenti della fame. Così, tormentato dalla rabbia della fame, Gianni sedeva nel suo cantuccio, scuotendo la testa arruffata, sputacchiando e guardando male il maestro coi roteanti occhi bovini. Al suo fianco dormicchiava Timoteo, incurante delle cose del mondo. Finalmente il sacrestano interruppe la lettura e disse : « Smettete ora e mangiate, teste dure, e masticate come ruminano i montoni nel chiuso. Ma ricordatevi che, dopo il pasto, non vi entrerà nelle labbra nemmeno una briciola di cibo prima che vi entri in zucca l’alfabeto, tori dal cranio duro. Vi dò un’ora di tempo per mangiare, ma non fate ancora un passo fuori della porta. Penso che sia bene per voi di tenervi agli arresti fino a stasera, molto bene. Ora spalancate la gola, perchè avrete nelle grinfie le vostre bisacce con le provviste ». Avendo parlato così, si allontanò e mandò ai fratelli per la domestica le loro provviste, ma la porta fu chiusa bene a chiavistello. 03003
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TIMO: Wo ist mein Sack? Timoteo. Dov’è il mio sacco? 03004
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LAURI: Da ist deiner, hier ist meiner. Ich esse jetzt alles, und wenns kleine Steine wären. Renzo. Là è il tuo, qui il mio. Mangerei anche dei sassolini ora. 03005
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JUHANI: Nicht ein Bissen wird jetzt gegessen! Gianni. Invece non si mangerà nemmeno una briciola. 03006
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LAURI: Was? Nichts gegessen? Renzo. Che? Non si mangia? 03007
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JUHANI: Nicht ein Bissen! Gianni. Nemmeno una briciola! 03008
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LAURI: Eher kannst du du dem Meer die Gurgel mit der flachen Hand zuhalten. Renzo. Chiuderesti più facilmente la gola del mare col palmo della mano. 03009
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JUHANI: Laßt die Säcke hübsch liegen! Gianni. Lasciamo stare i sacchi. 03010
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AAPO: Was hast du vor? Abramo. Che pensi di fare? 03011
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JUHANI: Den Kantor ärgern. Es wird nichts gegessen, bevor es Morgen wird. Mein Blut kocht, Jungens, und mein Kopf dreht sich wie die Windmühle von Keitula. Aber Ärger gegen Ärger! Gianni. Di far dispetto al sacrestano. Non mangiare fino a domattina. In sangue mi ribolle, ragazzi, e la testa mi gira come il mulino a vento di Keitula. Ma dispetto contro dispetto! 03012
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AAPO: Über solchen Ärger würde unser Alter nur recht herzlich lachen. Abramo. Il vecchio riderà di cuore del tuo dispetto. 03013
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JUHANI: Laß ihn lachen. Ich esse nicht. — Eero buchstabiert schon, seht, seht nur. — Ich esse nicht. Gianni. Lascialo ridere. Io non mangio. Rico sillaba già, guarda, guarda. Io non mangio. 03014
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TUOMAS: Ich hier auch nicht, auf der Heide am Sonnimäki ja. Da sitze ich gleich auf einem Blumen -polster. Maso. Io nemmeno qui, ma là sulla landa di Sonnimäki. Mi ci siederò fra poco su una materassa d’erica. 03015
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JUHANI: Richtig! Da, ja, da werden wir uns gleich herumfläzen. Gianni. Certo, là, là faremo presto delle capriole. 03016
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EERO: Der Plan gefällt mir, Jungens. Rico. Io ci sto, ragazzi. 03017
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AAPO: Was ist das wieder für ein Blödsinn! Abramo. Che pazzie, di nuovo? 03018
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JUHANI: Raus aus dem Gefängnis! Gianni. Fuori dalla prigione! 03019
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AAPO: Holla, Verstand! Abramo. Giudizio, ohi! 03020
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JUHANI: Holla, Föhren am Sonnimäki! Gianni. La pineta di Sonnimäki, ohi! 03021
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EERO: Recht so! Und der Verstand antwortet: holla! Rico. Così. E il giudizio risponde: ohi! 03022
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JUHANI: Antwortet wie ein Mann. Gianni. Risponde come un ragazzo. 03023
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AAPO: Simeoni, versuch du dein Glück! Abramo. Simeone, fa’ del tuo meglio. 03024
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SIMEONI: Nicht so hastig, Brüder! Aber ich sage auch, wir werden keine Gelehrten, und darum laßt uns alle Plackerei in diesem Punkt an den Nagel hängen. Unser Leben sei aber doch rechtschaffen und gesittet. Wir können auch ohne Lesen wie gute Christen leben, wenn wir nur glauben. Simeone. Calma, fratelli : dico che non siamo tagliati per divenire uomini di studio, e perciò possiamo ben lasciare tutti gli sforzi a questo riguardo. Ma sia la nostra vita irreprensibile e onesta, poiché possiamo vivere da uomini anche senza saper leggere, finché abbiamo la fede. 03025
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AAPO: Du Verfluchter, du reißt ja nieder, statt aufzurichten. Abramo. Maledetto, tu ci butti giù invece di sollevarci. 03026
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JUHANI: Simeoni redet, wie es recht und billig ist. Fort von hier, Kinder! Ich halt es nicht länger aus. Gianni. Simeone parla il linguaggio della giustizia e della moderazione. Via di qui, ragazzi. Non ci reggo più. 03027
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TUOMAS: Es sticht mir ins Herz, wenn ich sehe, wie Juhani gezaust wird. Fort, Brüder! Maso. Mi si stringe il cuore a veder come vien conciato Gianni. Via, ragazzi! 03028
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JUHANI: Abgemacht. Aber bedaure mich nicht, Tuomas; denn die Rache ist mein. Ich bin ja kuranzt und gerissen worden wie Krebsköder, wahrhaftig! Und nun habe ich ein schönes Bündel Hanf, von dem Kantor ausgerauften Hanf in der Tasche. Wenn das Büschel ihm aber nicht mal das Maul verstopft, kommt das daher, daß ich irgend so ein Ding, eine Maschine draus mache. Der Kantor hat einen Hals, oh ja, er hat einen Hals. Jetzt sage ich aber keinen Mucks mehr. Gianni. È deciso. Ma non mi compiangere, Maso; tengo in mano la vendetta. Sono stato tritato e spezzettato come l’esca dei gamberi, in verità, e ho in tasca una manciata, una manciata di stoppa, strappatami dal capo dal maestro. Ma se con questo stoppaccio non tappo una volta o l’altra la gola del sacrestano, sarà perchè ne ho fatto un altro ordigno. Il sacrestano ha un collo, ha un collo; ma ora non dico più nulla. 03029
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EERO: Ich weiß vielleicht ein andres, besseres Mittel. Wir drehen aus dem Haarstrang, den du im Beutel hast, dem Kantor zum Lohn für den guten Unterricht eine schöne Angelschnur. Aber warum reize ich euch zur Sünde, wo ich weiß und wir einmütig zugeben, daß Züchtigung unsäglich gut tut. Wir haben ja davon brüderlich auf dem Weg gesprochen. Rico. Io ho un’altra idea migliore. Coi ricci che serbi in tasca intrecceremo un’eccellente cordicella per la lenza da regalare al sacrestano per il suo buon insegnamento. Ma perchè indurvi al peccato, quando io so e tutti siamo d’accordo nel convenire che il castigo fa un bene indicibile, come abbiamo detto qui da buoni fratelli? 03030
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JUHANI: Eero buchstabiert schon. Sieh einer mal den artigen Jungen an. Gianni. Rico sillaba già. Che ragazzo saggio. 03031
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EERO: Schande genug, daß sich ein so alter Knabe noch mit Buchstabieren abgibt. Rico. È una vergogna che alla mia età mi eserciti a sillabare. 03032
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JUHANI: Alter Knabe? Wie alt sind denn wir ändern? Gianni. Alla tua età? E noi allora? 03033
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SIMEONI: Er stichelt. Simeone. Ci prende in giro. 03034
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JUHANI: Ja, stichle du nur, du Distel in unserm Weizenacker, du Sauerteig der Bosheit im christlichen Brüderteig von Jukola, du Stachelschwein, Stachelferkel, du Kröte! Gianni. Prendici pure in giro di nuovo, loglio del nostro campo di grano, amarezza e acidità dell’impasto cristiano dei fratelli di Jukola, porcospino, porcellino, ranocchio! 03035
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SIMEONI: Still, still, des Kantors wegen! Simeone. Silenzio, silenzio per via del sacrestano! 03036
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JUHANI: Fort aus dem Karzer alle miteinander! Wer jetzt bockt, kriegt was ab. Gianni. Fuori tutti d’accordo da questa prigione! E se qualcuno si oppone avrà la sua. 03037
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TUOMAS: Auf und davon, alle! Maso. Tutti fuori, tutti! 03038
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AAPO: Timo, mein standhafter Bruder, was sagst du? Abramo. Timoteo, fratello mio, tu che sei sempre serio, che dici? 03039
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TIMO: »Aus Bast wird keine Jacke, kein Pfarrer aus nem alten Mann«, drum die Fibel in den Sack und weg, alle, wie wir da sind. Ich kann meine Sache mit noch einem Spruch bekräftigen: »Auf beiden Seiten wird die Axt geschliffen.« Timoteo. Non si fa un vestito dalla scorza, nè da un vecchio, un prete, perciò facciamo fagotto e via tutti dal primo all’ultimo. Posso appoggiare la nostra risoluzione con un altro proverbio : « L’ascia si affila dalle due parti ». 03040
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AAPO: Und was machst du, Lauri? Abramo. Renzo, che fai? 03041
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LAURI: Ich gehe zum Sonnimäki. Renzo. Vado di qui a Sonnimäki. 03042
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AAPO: Ach! ich glaube, die Toten könnten aus ihren Gräbern hinter euch herrufen: »Ihr Halsstarrigen, ihr Toren!« Abramo. Ah, anche se i morti vi gridassero dai loro sepolcri : ostinati, pazzi! (Fatti degli Apostoli, 7, 51.). 03043
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JUHANI: Selbst das wlird nichts helfen. Also marsch, Junge! Kommst du mit? Sonst — herjesses! — platzts und blitzts. Kommst du mit? Gianni. Non servirebbe a nulla. Marche! ragazzo. Che vieni? Altrimenti, Signore Gesù, fulmini e saette. Che vieni? 03044
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AAPO: Ich komme. Aber noch ein Wort. Abramo. Vengo, ma ancora una parola. 03045
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TUOMAS: Unnötig! Hier helfen keine tausend Worte. Maso. Ora non servirebbero neppure mille parole. 03046
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JUHANI: Und wenn jedes Wort tausend Schwerter hätte. Gianni. Nemmeno se ogni parola avesse mille spade. 03047
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EERO: Und jedes Schwert tausend Schneiden. Rico. E ogni spada mille lame. 03048
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JUHANI: Tausend blitzende Schneiden. Jawohl, selbst dann wtird es nichts helfen. Raus aus der Festung Marstrand, raus aus Sibirien, raus aus dem entsetzlichen Verließ, raus, wie sieben Kugeln aus dem Schlund der Kanone! Hier ist die Kugel und die Kanone, eine geladene Kanone, die immer heißer glüht. Jetzt ist sie feuerrot, und gleich kracht sie. Oh, liebe Bruder und Verwandte und Kinder einer Mutter! Ihr habt gesehen, wie er diese Haarsträhne um seinen Zeigefinger rollte, dann mit der ganzen Hand zupackte, seht ihr, so! und dann rupfte, daß mir die Zähne im Munde klapperten. Hm! Gianni. Mille lame infocate. Proprio così; non servirebbero a niente. Via dalla prigione, via dalla Siberia, via da questa orribile buca, via, come sette palle dalla gola del cannone! Ecco qui la palla, ed ecco qui il cannone, un cannone carico, che si riscalda e si riscalda e ora è rovente e fra poco esplode. O cari fratelli e d’una famiglia e nati da una stessa madre! Voi avete visto com’egli si è arrotolato questa ciocca della mia fronte intorno all’indice e l’ha afferrata con tutta la forza della mano, sì, così, guarda, e poi mi ha scosso tanto che i denti mi scricchiolavano. Ehm! 03049
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TUOMAS: Ich habs gesehen, und meine Backen schwollen vor Wut. Maso. Io ho visto e le guance mi si son gonfiate di rabbia. 03050
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EERO: Ich habs gehört, wie Juhanis Zähne klapperten, habs gesehen, wie Tuomas die Backen schwollen, und mir graute. Aber ich dankte doch Gott um euretwillen, denn ich dachte dran, wie gut die Züchtigung trotzdem tut. Rico. Io ho sentito i denti di Gianni scricchiolare e le gote di Maso gonfiarsi; e ho inorridito, ma ne ho ringraziato Dio da parte vostra, ricordandomi come le punizioni faccian bene. 03051
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JUHANI: Bester Bruder! Leg lieber nicht die Feuerlunte auf die Pulverpfanne der Kanone, das heißt in meine beiden Ohren; tu das doch nicht. Gianni. Caro fratello, non accostare la miccia alla carica del cannone, non lo fare. 03052
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TUOMAS: Weshalb reizt du ihn denn, Eero? Maso. Perchè lo fai arrabbiare, Rico? 03053
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JUHANI: Eero ist ja des Kantors Hätschelkind. Nun, meinetwegen! Was habe ich denn aber Schlechtes getan, daß der Kantor mich so quält? Ist es ein Verbrechen, einen so harten Schädel zu haben? Es fehlt nicht viel, so muß ich weinen. Gianni. Rico è il cocco del sacrestano. Bene, benissimo. Ma che ho fatto di male, io, perchè il sacrestano mi maltratti così? È un delitto se ho una zucca così dura? Ci manca poco che mi venga da piangere. 03054
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TIMO: Und was hab ich denn getan, daß mir der Kopf so durchgewalkt wird? Etwa darum, weil ich den Verstand habe, den mir Gott nun mal in seiner Weisheit gegeben hat? Timoteo. E che cosa ho fatto io, perchè mi si scarruffino sì maledettamente i capelli? Forse perchè possiedo quel giudizio che Iddio mi ha dato una volta nella sua saggezza? 03055
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LAURI: Drei Dachteln hab ich gekriegt. Renzo. Tre scarruffate mi son preso. 03056
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JUHANI: Ja, wir nehmen alle süße Erinnerungen mit. — Türe auf! Gianni. Tutti noi abbiamo di questi dolci ricordi. Apri la porta! 03057
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AAPO: Denk dran, daß wir hinter Schloß und Riegel sitzen. Abramo. Bada, che siamo sotto chiave. 03058
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TIMO: Eine Stange steckt davor, eine starke Stange. Timoteo. È messo il paletto, un paletto robusto. 03059
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JUHANI: Die zerspringt wie ein Strohhalm. Aber übrigens, da ist ja ein Fenster. Ein Schlag mit meinem Sack, und man hört ein liebliches Klingeln und Klirren. Gianni. Si romperà come un festuca. Ma un’altra cosa; laggiù c’è la finestra. Un colpo col mio sacco e si sentirà un fracasso e un tintinnio. 03060
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AAPO: Du bist wohl ganz wirr im Kopf! Abramo. Che ti ha dato di volta il cervello? 03061
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JUHANI: Von zweitägigem Wirbel, von zweitägigem Wirbel, mein Bester! Gianni. Due giornate di giramento, due giornate di giramento, ragazzo mio! 03062
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SIMEONI: Das Fenster wird aber nicht zertrümmert, sondern laßt uns im guten mit dem Kantor reden. Simeone. Perciò non rompiamo la finestra, ma parliamo gentilmente al sacrestano. 03063
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JUHANI: Scher dich in die Hölle und red mit dem Teufel! — Das Fenster in Scherben, und fort aus dem Loch! »Ganzes Bataillon raus!« rief der Hauptmann im Zorn. Gianni. Va’ all’inferno a conversare col demonio! La finestra in pezzi e via dalla prigione! « Fuori tutto il battaglione », gridò arrabbiato il capitano. 03064
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TUOMAS: Die Tür eingehakt, Eero! Maso. Metti la spranga alla porta, Rico. 03065
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EERO: Recht so! Das Haupttor der Burg wird zugemacht, und mittlerweile marschiert das Bataillon durch das Hintertor zur Festung hinaus. — Der Haken ist vor! Rico. Appunto, bisogna chiudere il portone del castello quando il battaglione esce dalla porta di dietro della fortezza. La porta è sprangata. 03066
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AAPO: Ich warne euch! Abramo. State in guardia. 03067
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JUHANI: Getan ist getan. Siehst du?! Gianni. Il dado è tratto. 03068
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Aapo: Du gräßlicher, gottloser Mensch! Abramo. O pazzo furioso! Empio. 03069
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Simeoni: Sieh da, nun ists geschehen! Das Fenster hat geklirrt. Simeone. Ecco, è fatto, la finestra si è spaccata. 03070
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JUHANI: Das Fenster hat geklirrt, und der Himmel hat geflirrt, und nur einmal ist Jussis Ranzen geschwirrt. Das war ein richtiger Schneiderstreich. Gianni. La finestra si è spaccata e il cielo ha scintillato quando il sacco di Giannino ha ruzzolato! Che baccano! 03071
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Simeoni: Wir Elenden! Simeone. Poveri noi! 03072
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JUHANI: Der Weg ist frei. Willst du so gut sein?! Gianni. La via è aperta, ti muovi? 03073
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SIMEONI: Ich folge euch, lieber Bruder! Simeone. Io ti seguo, caro fratello! 03074
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JUHANI: Aapo, der Weg ist frei. Willst du so gut sein?! Gianni. Abramo, la via è aperta, ti muovi? 03075
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03076
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AAPO: Was drohst du mit der Faust, du Narr? Ich komme mit, ich komme mit! Was hätten wir wohl hier noch zu suchen, nachdem wirs so verschüttet haben? Abramo. Perchè alzi le mani, pazzo? Ti seguo, ti seguo! Non c’è altro da fare qui, da che il dado è tratto. 03076
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JUHANI: Schockschwerenot! Gianni. Maledizione. 03077
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03078
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Tuomas: Alle die Säcke auf den Rücken und zum Fenster raus! Es poltert im Hausflur. Maso. Tutti i sacchi in ispalla e fuori dalla finestra! Si sentono dei passi nel vestibolo. 03078
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JUHANI: Ist es der Kantor? Dem wische ich noch eins aus. Gianni. Che sia il sacrestano? Lo vorrei accarezzare. 03079
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Tuomas: Komm! Maso. Vieni! 03080
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JUHANI: Es ist der Kantor! Dem muß ich noch eins auswischen. Gianni. È il sacrestano. Lo vorrei accarezzare un po’. 03081
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Tuomas: Fort! sag ich. Maso. Via, dico. 03082
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JUHANI: Tritt mir jetzt nicht in den Weg! Ich habe dich zu gern, Bruder Tuomas. Gianni. Non mi ti mettere fra i piedi ora. Io ti voglio bene, Maso, fratello mio. 03083
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Tuomas: Ich lasse dich keine Untat begehn. Mach dich jetzt nur schnell mit mir durchs Fenster; die ändern rennen ja schon über den Acker. Komm! Maso. Non ti lascerò commettere crudeltà. Spicciati ora soltanto a uscir fuori della finestra con me; gli altri corrono già là sul campo. Vieni! 03084
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JUHANI: Laß los! Nicht gar, eine Untat? Ich lege ihn nur hübsch übers Knie, hebe seine langen Rock-schöße hoch und wamse ihn mit der bloßen flachen Hand durch. Die Hand wird schon ihre Schuldigkeit tun. Laß los, lieber Bruder, sonst zerspringt mir das Herz wie dem Korkki der Dudelsack. Laß los! Du siehst, wie mir der Kopf dampft. Gianni. Lasciami! Che paura hai delle mie crudeltà? Lo prendo per benino sulle ginocchia, gli alzo le lunghe falde dell’abito, e lo sculaccio col palmo della mano nudo che certo saprà fare il suo dovere. Lasciami, mio caro fratello, altrimenti il cuore mi si spezza come la cornamusa di Korkki. Lasciami! Vedi come mi fuma la testa. 03085
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TUOMAS: Wir sind ewig feind, wenn du diesmal nicht auf mich hörst. Merk dir das. Maso. Saremo sempre nemici, se ora non mi ubbidisci. Bada a quel che dico. 03086
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JUHANI: Dann fort. Ich täts aber wahrhaftig nicht, wenn ich dich nicht von Herzen liebhätte. Gianni. Andiamo allora. Non avrei mai ceduto se non ti volessi un bene dell’anima. 03087
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Sie verstummten, schwangen sich zum Fenster hinaus auf den Hügel und liefen flink über den Kartoffelak-ker des Kantors. Auf dem Feld wirbelten kleine Steine auf, die Erdschollen flogen hoch in die Luft, und bald waren sie in dem dichten Erlenwald hinter den ändern verschwunden. Da stürzte der Kantor mit wütendem Gesicht ins Zimmer, und seine Hand schwang den derben Rohrstock. Mit lauter, brüllender Stimme rief er hinter den Ausreißern her, aber umsonst. Aus dem Erlenwald huschten die Brüder hervor, liefen über das steinige, felsdurchragte Gelände, von da durch die dichten Wacholderbusche, über die weite Pfarrwiese auf der schilfgesäumten Landzunge Neulaniemi, schließlich quer über eine offene, dumpf dröhnende Lichtung und machten auf dem sandigen Weg, der unterhalb der abschüssigen Heide am Sonnimäki hinläuft, halt. Den geröllbedeckten Abhang stiegen sie hinauf und beschlossen, oben unter den Föhren im Heidekraut ihr Lager aufzu-schlagen. Und bald ringelte sich der Rauch ihres Feuers zu den Wipfeln der Bäume empor. Essi tacquero e si gettarono dalla finestra sulla collina e corsero a gambe levate attraverso il campo di patate del sacrestano. I sassolini del campo mulinavano sotto i loro passi, le zolle volavano alte nell’aria e ben presto sparirono nel folto degli ontani, dietro agli altri. Allora il sacrestano furibondo si precipitò dentro brandendo il suo grosso bastone di canna d’india e a voce tonante chiamò i fuggiaschi, ma invano. I fratelli se la svignarono fuori del bosco di ontani, corsero sul terreno petroso e roccioso, poi, attraverso uno stretto ginepreto, sulla spaziosa prateria di Neulaniemi, di proprietà della parrocchia, circondata da giunchi; finalmente, attraverso un campo vasto e che risuonava cupo sotto i loro piedi, e si fermarono sulla strada sabbiosa, nella landa inclinata di Sonnimäki. Lungo il pendio sassoso raggiunsero la cresta della collina e decisero di accamparsi sotto i pini, nella brughiera, e ben presto, dalle cime degli alberi, si levò il fumo del loro fuoco. 03088
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03089
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Hoch lag die Stelle, an der sich die Brüder niedergelassen hatten. Man sah hinter dem Hügel das Satteldach des Pfarrhauses, oben auf dem Hügel aber das rote Haus des Kantors, das große Kirchdorf und dort, von Tannen umgeben,-feierlich und stolz das steinerne Gotteshaus des Kirchspiels. Man sah ferner den inselreichen See, den der Nordostwind streifte, der sanft und leicht unter dem klaren Himmel wehte, hin über den See, hin über die Wiesen und Wälder, über die Föhren des Sonnimäki, unter denen die Bruder jetzt ruhten und Rüben in dem lodernden Holzfeuer brieten. Alta era la contrada dove i fratelli si erano accampati. Si vedeva, dietro la collina, il tetto ad angolo tronco della parrocchia, la casa rossa del sacrestano in cima alla collina, il grosso villaggio e, laggiù in seno agli abeti, la magnifica e imponente chiesa parrocchiale di pietra. Si vedeva anche un lago dai molti isolotti, increspato da un vento di nord-est che, spirando dolce e lieve nel cielo sereno, aliava sul lago, sui prati e sui boschi e sul pineto di Sonnimäki, su cui i fratelli ora si riposavano e cuocevano rape su braci ardenti. 03089
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03090
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JUHANI: Nun essen wir aber ein königliches Mahl. Gianni. Ora mangiamo un cibo da re. 03090
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03091
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TIMO: Ein richtig herrschaftliches Essen. Timoteo. Un banchetto da festa. 03091
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JUHANI: Rindfleisch aus dem Sack und gebackenes Rübenmus aus der Asche. Sie sind gleich gar. Gianni. Carne di bove presa dai sacchi e rape dalla cenere calda. Saranno cotte fra poco. 03092
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Frisch weht der Wind, und die Wipfel sich neigen,
weit in der Ferne singt sie, die mein eigen ...
S’agita il vento ed il fogliame piega Sento la voce sua lungi una lega (Canto popolare.). 03093
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03096
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Was für eine Ochsendummheit von uns, mit dem Abc-Buch beim Kantor auf der Bank zu sitzen — zwei gottverfluchte Tage lang! Siamo stad stupidi come bovi a sedere sulla panca del sacrestano col sillabario in mano, a sedere due giorni d’inferno. 03094
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EERO: Aber in der Schandecke stehen, das war erst was! Rico. Ma stare in piedi nel cantuccio, questo è un altro affare. 03095
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JUHANI: Gut, Eerochen, mein kluger Dreikäsehoch, gut, du Knirps. — In des Kantors Schandecke! Teufel, ich will dich lehren! Gianni. Bene, mio Richetto, mio saggio Richetto, soldo di cacio mingherlino burattino: nel cantuccio del sacrestano. T’insegnerò io, diavolo. 03096
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AAPO: Still, still, ihr Heiden! Abramo. Calma, calma, pagani. 03097
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03100
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TUOMAS: Bleib sitzen, Juhani, und kümmre dich nicht um seine Reden. Maso. Non t’arrabbiare, Gianni, e non dar retta alle sue chiacchiere. 03098
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03101
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JUHANI: Mütze ab, wenn du ißt, du Krümel. Gianni. Togliti il berretto, quando mangi, pezzo di mota. 03099
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03102
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TUOMAS: Mütze ab, sag ich auch. Maso. Togliti il berretto, te lo dico anch’io. 03100
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03103
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JUHANI: So. Folgen mußt du. Da hilft nichts. Gianni. Beh! bisogna darti retta, non c’è altro da fare. 03101
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03104
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SIMEONI: Immer Belfern, nichts als Belfern. Wenn doch Gott mal eure Seele und euer Herz erleuchtete! Simeone. Sempre litigi, stupidi litigi. Se Dio una buona volta vi illuminasse l’anima e il cuore! 03102
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03105
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JUHANI: Er ist immer der Stänkerer. Gianni. Lui è sempre un mettimale. 03103
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03106
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EERO: Ja, ich bin in eurem verdammten Maul immer »der Lausebengel, der Däumling, der klimperkleine Eero«. Aber dafür bin ich zäh. Rico. E voi mi avete sempre sulla vostra maledetta bocca « cenerentola e pollicino, e quel tappetto di Rico ». Perciò son diventato coriaceo. 03104
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03107
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JUHANI: Du bist ein bissiger Köter, wie es in der »Siebenmännerkraft« heißt. Gianni. Tu sei un maledetto bracco, come ti han chiamato nella canzone « La forza dei sette fratelli ». 03105
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EERO: Ich beiße eben wieder und zwar mit scharfen Zähnen. Rico. Rispondo anch’io a morsi e sodo. 03106
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JUHANI: Ja, du bist voll Gift und Galle. Gianni. Tu sei pieno di amarezza. 03107
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AAPO: Laß mich doch auch ein Wort reden. Eero hat etwas gesagt, worin nach meiner Meinung ein Körnchen Wahrheit steckt. Seht ihr: das Gift und die Galle, mit denen er manchmal um sich spritzt, haben wir vielleicht selber zum großen Teil gebraut. Denkt doch dran: wir sind alle Geschöpfe eines Schöpfers. Abramo. Lascia dire una parolina anche a me. Rico ha detto qualcosa in cui, secondo me, c’è un po’ di vero: quell’amarezza che lui qualche volta sparge intorno a sè gliel’abbiamo ammannita noi stessi in massima parte. Ricordiamoci che siamo tutte creature dello stesso Creatore. 03108
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03111
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TIMO: Das meine ich auch. Wenn ich zwei Schnäbel habe, einen wie ein Schuhleisten und einen wie ein halber Brotlaib, was geht das die ändern an? Ich trag sie ja selber. Aber zum Teufel mit den Schnäbeln und Schniebeln, Schöpfern und Geschöpfen! Schau, Juhani, da hast du eine Rübe, so zart wie ein trockener Bovist. Stich ihr in den Nacken und kehr dich nicht an das unnütze Geschwätz. Er ist jung und unverständig. — Iß, Bruder, iß. Timoteo. Giustissimo. Se io ho due nasi, uno come una forma da scarpe e uno come una mezza pagnotta, cosa c’entrano gli altri? Io li porto lo stesso. Ma al diavolo nasi e natte, creatori e creature. Guarda qui, Gianni, prendi una rapa tenera come il burro. Rompile il tollo e non ti occupare più delle chiacchiere di questo sfaccendato. È giovane e senza giudizio. Mangia, fratello mio. 03109
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03112
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JUHANI: Ich werd schon essen. Gianni. Mangerò certamente. 03110
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03113
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TIMO: Auf diesem hohen, klingenden Hügel leben wir jetzt wie auf einer Hochzeit. Timoteo. Ora stiamo come a nozze in questa alta collina sonora. 03111
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03114
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JUHANI: Wie auf der Hochzeit im Himmel. Da unten in der Hölle sind wir ja vorhin noch jämmerlich genug geschunden worden. Gianni. Come a nozze in cielo. Ma siamo stati maltrattati ben bene laggiù in quell’inferno. 03112
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03115
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TIMO: Bald gehts hinauf, bald gehts hinunter in dieser Welt. Timoteo. « Il mondo è fatto a scale : chi le scende e chi le sale ». 03113
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03116
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JUHANI: So ists. Was sagst du denn, Aapo? Gianni. Davvero. Che dici, fratello Àbramo? 03114
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03117
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AAPO: Ich habe mein möglichstes getan, aber umsonst. Jetzt ärgere ich mich aber doch auch einmal und lege das Steuerruder unsres Lebensschiffs in die Klauen des Schicksals. Hier sitz ich. Abramo. Ho cercato di fare del mio meglio, ma invano. Ora ne lm abbastanza e lascio il timone della barca della nostra vita nelle in.ini del destino. Io mi siedo qui. 03115
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03118
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JUHANI: Hier sitzen wir, und dort zu unsern Füßen liegt die ganze Welt. Dort leuchtet das Kantorhaus wie ein roter Hahn, und dort ragt der Turm vom Tempel des Herrn in die Wolken. Gianni. Eccoci seduti qui e tutto il mondo giace ai nostri piedi. I iiggiù la casa del sacrestano rosseggia come la cresta di un gallo e si alza il campanile del tempio del Signore. 03116
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03119
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AAPO: Und just am Fuße dieses Tempels werden wir noch mal mit krummen Nacken im schwarzen Schandholz sitzen, werden wie sieben junge Krähen auf dem Zaune hocken und hören, wie die Menschen, mit den Fingern auf uns deutend, sagen: Da sitzen die faulen Jukolabrüder. Aiikamo. Ai piedi di quel tempio siederemo un giorno nei neri icppi infamanti, siederemo rannicchiati come sette piccoli corvi su una siepe, c si sentirà la gente dire, mostrandoci a dito: « Qui siedono i sette pigroni ili Jukola ». 03117
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03120
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JUHANI: Der Tag bricht nie an, wo diejukolaburschen mit krummen Nacken wie junge Krähen im schwarzen Schandholz sitzen und hören müssen, wie die Menschen, mit den Fingern auf sie deutend, sagen: Da sitzen die faulen Jukolabrüder. Der Tag bricht nie an. Eher hänge ich mich auf oder marschiere bis ans linde der Welt und schwinge das Gewehr im Bataillon von Heinola. »Wozu mich grämen, ich lustiger Junge?« Jetzt, Brüder, wo wir mit dem Essen fertig sind, wird gesungen und geschmettert, daß die Heide schüttert. Gianni. Non nascerà mai il giorno in cui i ragazzi di Jukola, r.umil i Inali ionie giovani corvi, siederanno nei neri ceppi infa-III.mti, iitN si udirà l.i gente dire, mostrandoci a dito: «Qui siedono i stile poltroni di Jukola». Questo giorno non spunterà mai; andrò piuttosto a impiccarmi o alla fine del mondo, a maneggiare il fucile nel battaglione di Heinola. « Tristi pensier non turbino la fronte ». ( )i a, fratelli, quando si è mangiato, cantiamo, cantiamo giocondamente così che la landa ne tremi. 03118
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03121
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SIMEONI: Beten wollen wir und schlafen gehen. Simeone. Preghiamo e dormiamo. 03119
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03122
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JUHANI: Erst wird gesungen: »Wozu mich grämen?« Kratz deine Kehle aus, Gianni. Prima si canti: «Tristi pensieri non turbino la fronte». Si hiarisciti la voce, Timoteo. 03120
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03123
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TIMO: l'imo: Ich bin bereit. Timoteo. Io sono pronto. 03121
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03124
Top
JUHANI: Und du, Eero? Wir sind doch wieder Freunde? Gianni. E il piccolo Rico? Siamo di nuovo amici? 03122
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03125
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EERO: Freunde und Brüder. Rico. Amici e fratelli. 03123
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03126
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JUHANI: Dann ists gut. Aber schraub deine Kehle /urecht. Gianni. Tutto bene. Ma schiarisciti la voce. 03124
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EERO: Die ist schon gestimmt. Rico. È già in ordine. 03125
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03128
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JUHANI: Gut! Und ihr ändern paßt auf, wie es in den Föhren spektakelt. —Jetzt los! Gianni. Bene! Ascoltate ora voialtri come ne risuona la pineta. Via, ragazzi! 03126
Bottom
03129
Top
Wozu mich grämen, ich lustiger Junge?
Hab wie ein Felsen ne Brust und ne Lunge.
Frallaralla, trallaralla, trallarallala!

Heinola, du mein Soldatenstädtchen!
Keck sind die Burschen da, fröhlich die Mädchen.
Frallaralla, trallaralla, trallarallala!

Bischof kann mich und Pfarrer nicht schrecken,
gleich werd im Heldenrock ich stecken. 03132:
Frallaralla, trallaralla, trallarallala!

Spring, du mein Brauner, die Räder laß rollen,
die Jungen zur Suppe des Kaisers sich trollen.
Frallaralla, trallaralla, trallarallala!

Wozu mich grämen, ich lustiger Junge?
Hab wie ein’ Felsen ne Brust und ne Lunge.
Frallaralla, trallaralla, trallarallala!
Tristi pensieri non turbino la fronte.
È il mio petto robusto come un monte.
Traila, ralla, ralla, ralla, ralla, rallalà.

Ai valorosi giovani di Heinòla
Ogni bella ragazza se ne vola.
Traila, ralla, ralla, ralla, ralla, rallalà.

Non paura mi fa vescovo o prete,
Come un eroe vestito mi vedrete.
Traila, ralla, ralla, ralla, ralla, rallalà.

Galoppa, baio, dove si scodella
Per i lieti soldati la gamella.
Traila, ralla, ralla, ralla, ralla, rallalà.

Tristi pensieri non turbino la fronte.
È il mio petto robusto come un monte.
Traila, ralla, ralla, ralla, ralla, rallalà.
03127
Bottom
03150
Top
JUHANI: Recht so! Ja, hier läßts sich leben! Gianni. Così qui si sta bene. 03148
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03151
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SIMEONI: Nicht so laut, nicht so laut! Ihr rasaunt ja wie eine Legion Trolle. — Aber still, still! da kommen Menschen. Simeone. Più piano, più piano! Fate rumore come una legione di orchi. Zitti zitti, viene gente. 03149
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03152
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JUHANI: Menschen? Guck genauer hin, dann siehst du eine Horde Zigeuner, das Rajamäki-Regiment. Gianni. Gente? Guarda meglio, vedrai una banda di zingari, « il Reggimento di Rajamäki ». 03150
Bottom
03153
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Die Gesellschaft, die da herankam, war eine herumziehende Familie aus einer kleinen Kate am Abhang des Hügels Rajamäki, weshalb die Leute sie das Rajamäki-Regiment nannten. Ihr Anführer und Herr ist der allen bekannte Mikko, ein kurzgewachsener, aber flinker Mann mit einem schwarzen Filzhut auf dem Kopf. Er handelt auf seinen Fahrten mit Pech und hantiert geschickt mit dem Messer des Vieh-verschneiders. Auch wirkt er mit seiner Fiedel als Spielmann, läßt seine schwarzrote Freudenmaschine bei den Tanzgelegenheiten und Erntefesten quieken und feuchtet seine Kehle an, sooft man ihm den Humpen reicht. — Seine Frau aber, die ewig schnupfende, mürrische Kaisa, ist eine geschickte Schröpferin.[Beim Schröpfen, einem noch heute im Volke ziemlich verbreiteten Verfahren der Blutentziehung, bediente sich die Frau zum Schlagen der Wunden eines kleinen Beilchens und zum Aufsaugen des Blutes eines Hornes.] Wenig Badestuben gibt es, die sie nicht im Vorbeiwandern für die Weiber der Gegend zum Schröpfbad heizen läßt. Dann hüpft ihr Schröpfmes-ser, ihr Mund schmatzt, und ihr Schnupftabakgesicht wird vom Schweiß schrecklich naß. Doch dafür schwillt auch ihr Sack von Geschenken an. — Sie haben auch mehrere Kinder, die sie auf ihren Reisen von Dorf zu Dorf, von Hof zu Hof mitnehmen. Zwei sind schon tüchtig zu Fuß, hüpfen vergnügt bald vor, bald hinter den Eltern her, drei jüngere aber werden von Vater und Mutter als Last im Planwagen gefahren; und Kaisa zieht stets in der Deichsel, Mikko schiebt mit seinem Stock hinten nach. Laut geht es her, wo die Familie wandert, und ein Witzbold hatte ein langes Spottgedicht auf sie gemacht. Das war die Gesellschaft, die lärmend auf dem Wege von der Heide am Sonnimäki herauf dem Kirchdorf zuzog, als die Brüder, fröhlich wie Hammel, die Freiheit auf dem hohen Heiderücken zu genießen anfingen. La carovana che si avvicinava era una famiglia di vagabondi, originaria di una capanna nella foresta di Rajamäki, perciò la gente la chiamava « il Reggimento di Rajamäki ». Michele, il padrone, è conosciuto da tutti; piccolo ma agile, con un felt in testa. Nelle sue corse vende pece e fa brillare con abilità il t coltello del castratore. Fa anche il suonatore di violino e spesso il suo allegro strumento rosso-scuro, nei balli e nelle fes operai (Operai che lavorano volontariamente senz’altro salario che i pa divertimento nella serata.), annaffiandosi la gola con tutto quel che gli offrono per mettere le ventose è sua moglie, Caterina, vecchia acida sudicio di tabacco. Rara è la sauna che essa, passando, non riscaldi per a le ventose alle donne del comune. Allora l’accetta di Caterina la bocca le scoppietta e il volto sudicio di tabacco le suda orribi ma anche la sua bisaccia si gonfia. Hanno una torma di bambini, che li seguono nei loro vi villaggio in villaggio e di fattoria in fattoria. Due di essi ca: già da soli, saltellano felici, vicino ai genitori lungo la strada, davanti, un po’ di dietro, ma i tre più piccoli sono porta bagagli nel carretto del padre e della madre ; e Caterina tira le mentre Michele spinge di dietro col suo bastone. Grande è il rumore dove passa la banda di Rajamäki e u spirito una volta aveva composto su questa famiglia una lun zone buffonesca chiamandola col nome di reggimento. Tale 1 chiassosa che ora viaggiava lungo la strada sotto la landa di mäki verso il villaggio, mentre i fratelli, allegri come pesci, vano il momento della loro liberazione sull’alta vetta della brughiera. 03151
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03154
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JUHANI: Heißa! Guten Tag, du obbenanntes Regiment, guten Tag! Gianni. Ohè! salve a voi, così detto reggimento, salve! 03152
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03155
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TIMO: «Hostote tili!« [Schwedisch: hur stár det tili? = wie gehts?] sprach der Schwed. Timoteo. « Hustote till » (Corruzioni dello svedese « hur star det till?» e del russo «Kak pozivajeä? » che significano « come va? »), dice lo svedese. 03153
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03156
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EERO: »Kauppusiwai?« [Russisch: kak poživaješ? = wie gehts dir?] sprach der Russ’. Rico. « Kappusivai! », dice il russo. 03154
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03157
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KAISA: Was wollt ihr da oben? Caterina. Cosa volete, voi lassù? 03155
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EERO: Daß das Muttchen raufkommt und meinem Bruder Juhani einen anständigen Schröpfkopf auf seine braunen Hinterbacken saugt. Rico. Che la nonna venga a succhiare il sangue con una ventosa dalla natica bruna di mio fratello Gianni. 03156
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JUHANI: Das Muttchen saugt und lutscht, und das Männchen streicht, daß es Stein und Bein erweicht. Das reimt sich prächtig. Gianni. La nonna succhia e scoppietta, e il nonno suona, questo va benissimo insieme. 03157
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03160
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MIKKO: Mach nur deine Futterluke zu. Du weißt wohl, daß Meister Mikko in eigner Person hier ist! Michele. Andate al diavolo, furfanti di Jukola! 03158
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EERO: Oh, du doppelgenährter Kastrier-Mikko mit deiner alten Zauberhexe! Ukko ei tahdo pelata. No laulakaamme sitten me, ja oikein huikea marssi. Rico. Il vecchio non vuol suonare. Allora canteremo noi una bella marcia. 03159
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JUHANI: Huikea marssi, kun astelee ohitsemme Rajamäen rykmentti. No, pojat Timo ja Eero! Gianni. Una bella marcia mentre sfila davanti a noi il « Reggimento di Rajamäki»; via, ragazzi, Timoteo e Rico! 03160
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03163
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Karsitaan nyt kulkemahan
Ylös, alas mäkii,
Kuohintahan, kuppaamahan,
Kauppoilemaan pikii.

Aisoiss' Kaisa nuuska-naama
Itse olla tykkää,
Mikko, purren mälliänsä,
sauvall perään lykkää.
Su e giù bisogna girare,
Col coltello c’è da castrare,
Vender pece alle ragazze
Che cinguettan come gazze.

Kaisa (Kaisa = Caterina.) vecchia tabaccosa
Sulle stanghe sta pensosa;
Mangia cicche Michelino
Dietro spinge il carrettino.
03161
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03174
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JUHANI: Juuri niin! Onpa tämä vähän lystillinen laulu-remputus. Gianni. Così, così! Una canzonetta un po’ buffa. 03172
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03175
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KAISA. Tietäkää, te sen vietävät siellä, että me kuljemme aina kunnialla, mutta te, te kiertelette ympäri ihmisten metsiä kuin ryövärit ja raatelevat pedot. Minä kuppaan, minä, ja teen terveyttä; Mikko kuohii, hän, ja tekee lihavia kaltteja, muhkeita härkiä ja komeoita ruunia, joilla ratsastelee kuningasten kuninkaat; se tietäkäät, te perkeleet. Caterina. Sappiate, voi, indemoniati, che noi andiamo avanti con onore, invece voi gironzolate nei boschi della gente come briganti e come belve. Io metto le ventose, io, e ridò la salute, Michele castra, lui, e così fa ingrassare i porci, dà vigoria ai bovi e abbelli mu quali cavalcano i re dei re: sappiatelo, diavoli. 03173
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03176
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JUHANI: Pari värssyä sen saarnan päälle, pojat! Timo ja Eero, reippaat pojat! Yht'aikaa! Gianni. Ancora un paio di versi su quella predica, r molco c Rico, bravi ragazzi. Insieme! 03174
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03177
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Kaisan huulet massahtelee,
Napsuttelee kirves;
Kreeta-muori Kaisan kynsiss'
Juttuu hampaat irviss'.

Mutta tuolla tarhan puoless'
Mikä pauhu? Heisaa!
Kyltät, kaltit saarnailevat,
Pikku-porsaat veisaa.

Miksi kyltät hälisevät?
Miksi naskit kirkuu?
Katsos: läätin oven alla
Mikon veitsi vilkkuu.
Kaisa gonfia-gote taglia
Con l’accetta la ramaglia:
Una donna ch’ella struscia
Dalle mani non le sguscia.

Ma laggiù cantan con gioia,
Fan sentire coi grugniti,
I porcelli tutti uniti,
La canzon di mamma troia.

Il grugnito che vuol dire?
Cos’è tutto quel guaire?
Ecco piange quel porcello:
Vede Mikko (Mikko = Michele.) col coltello.
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03193
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JUHANI: Totisesti lystillinen laulu-remputus; sitä ei taida kieltää, Mikko? JUHANI: Totisesti lystillinen laulu-remputus; sitä ei taida kieltää, Mikko? 03191
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MIKKO. Pidä juuri kohta leipä-laukkus kiinni ja tiedä, että tässä on itse Mestari-Mikko, joka nypisti maaherran orhin puhtaan lakanan päällä, vuodattamatta yhtään ainoata veren tippaa. Ja siitäpä tempusta sai hän valtuus-kirjan, jota ei itse Rooman keisarikaan ole mies rikkomaan. Sellainen Mikko minä olen. Michele. Chiudi subito quella tua gola e sappi che c Mil heir ni persona i he ha pizzicato nn cavallo del govern. i opei la bianca sen/,a versare nemmeno una goccia di sai tale bravura ha ottenuto una procura che nemmeno l’in Koma potrebbe violare, lùco che Michele sono io. 03192
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EERO: Oh sinä kaksinkertainen Kuohari-Mikko noita-akkasi kanssa!] Rico. Oh tu doppio Michele castratore, con la tua vecchia strega. 03193
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KAISA: Nehmt euch in acht, ich verhex euch in ein Rudel Wölfe, wie mein Tate mal eine hochmütige Hochzeitsgesellschaft. Caterina. Guardate che non vi cambi in un armento di lupi come fece un giorno un vecchio zingaro con uno sfaciato di nozze. 03194
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03197
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JUHANI: Hier steh ich noch als der alte Jukolajussi in meinen eignen Hosen, und so hoff ich mit Gottes Hilfe auch weiter stehenzubleiben, Liebste. Aus deinen Zauberkunststücken wird ja nicht mehr als vorletztes Jahr, wo du uns das Ende der Welt weissagtest und viele Weiber ihre Männer wegen ihrer Garstigkeit umsonst um Verzeihung baten. Gianni. Per il momento sono ancora il vecchio Giannino di Jukola nei miei pantaloni e così spero, con l’aiuto di Dio di restare per lungo tempo. Quanto alle tue stregonerie, povera vecchia, non ne verrà fuori niente più di quando l’anno passato ci predicesti la fine del mondo, e inducesti così molte donne a chiedere inutilmente perdono delle loro cattiverie ai mariti. 03195
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03198
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KAISA: Höre, was ich jetzt weissage. Caterina. Senti cosa ti predico ora. 03196
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03199
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EERO: Du weissagst und wünschest uns wohl ein warmes Bad und dir selber, daß du uns im Nacken schröpfen könntest. Rico. Predici e sarebbe bene ci predicessi e ci augurassi una sauna calda e tu ci applicassi le ventose sul collo. 03197
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03200
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JUHANI: Aber das ist eine dumme Weissagung, ein dummer Wunsch. Zwar gedenk ich, wenn ich nach Hause komme, die Sauna zu wärmen und ein recht liebliches Bad zu nehmen, aber meinen Adamsfrack im Nacken werd ich mir nicht zerreißen. Gianni. Queste sono profezie e auguri stolti. Certo, quando tornerò a casa, farò scaldare la sauna e farò un magnifico bagno, ma non ho voglia di farmi sgraffiare nel jrac\ di Adamo. 03198
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03201
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KAISA: Höre, höre! Im Feuer wird deine Badestube aufgehen und im Feuer auch dein Haus, und traurig anzusehen, wirst du durch die Wälder, Moore und Sümpfe streifen und nach einem Schutzdach für deinen frierenden Leib suchen. Ach, blutig wirst du mit den Menschen und den wilden Tieren des Waldes zu kämpfen haben, und dann wirst du japsend wie ein sterbender Hase dein verfluchtes Haupt in den Busch sinken lassen. Hört das und denkt daran! Caterina. Senti, senti! In fiamme andrà la tua sauna e in fiamme anche la tua casa, e tu stesso, male in arnese, andrai correndo pei boschi e le paludi, cercando un ricovero alle tue membra gelate. Ah! dovrai sostenere lotte sanguinose e con gli uomini e con le belve del bosco, e allora, ansimando come una lepre morente, nasconderai la testa negli arbusti. Ascoltami e ricordatene. 03199
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03202
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JUHANI: Mene helvettiin... Gianni. Va’ all’inferno... 03200
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TUOMAS: Vaikene jo, vaikene! Maso. Zitto, zitto! 03201
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SIMEONI: Sinä jumalaton, villitty! Simeone. Empio, selvaggio! 03202
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JUHANI: Geh in die feuerrote Hölle! Geh zum Kantor und zaubre ihm einen ewigen Mumps an den Hals. Gianni. Va’ nelle pianure dell’inferno! Va’ dal sacrestano e stregagli la gola così che gli vengano degli orecchioni eterni. 03203
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03206
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EERO: Daß er singt wie ein alter, zähnefletschender Eber. Rico. Perchè canti nelle grinfie di Michele, come un vecchio porco zannuto. 03204
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03207
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JUHANI: Ja! und zum Propst, zu dem heuchlerischen, scheinheiligen und protzigen Speck- und Wurst -propst ... Was sollen wir dem wünschen? Sag mal, Eero! Gianni. Sì! E al prevosto, a quell’ipocrita, a quel falso, a quel riccone pieno di grasso e di salsicce... Che cosa gli auguriamo a lui? Di’ un po’, Rico. 03205
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03208
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EERO: Daß ihm nach der Leseprüfung beim Braten dieselbe Geschichte widerfährt wie jenem Zöllner am Stadttor von Oulu, daß ihm eine feine Katzenpirogge in den Beutel kommt. Rico. Che gli succeda, quando è all’arrosto, durante gli esami parrocchiali, come accadde una volta al pubblicano alle porte di Oulu : che vada nel suo sacco un pasticcio farcito di gatto. 03206
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03209
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JUHANI: Ja! ein Brotlaib, in den statt Fische eine Katze, eine struppige Katze als Matsch gebacken ist. Gianni. Bene! Un pasticcio di pesce di Poltamo, vedi, in cui sia messo, come ripieno, un gatto, un gatto col pelo e tutto (Allude a uno scherzo fatto a un doganiere col regalargli un pasticcio ili pesce ripieno di carne di gatto col pelo.). 03207
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03210
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EERO: Und darüber soll er am folgenden Sonntag eine so erboste und giftige Strafpredigt halten, daß ihm sein fetter Bauch platzt, ja, mit einem Knall zerplatzt. Rico. E che faccia, la domenica seguente, una predica sulla punizione così fanatica e velenosa da lacerare il suo grasso stomaco, 03208
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03211
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JUHANI: Ja! und dann soll ihn der Teufel holen, ihn beim Schlafittchen packen und fliegen lassen, wie der Teufel gewöhnlich die Pfaffen fliegen läßt. Gianni. Sì, sì! e poi che il diavolo se lo porti, lo prenda per la iiik.i c lo faccia volare, come è costume del diavolo di far volare i pastori. 03209
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03212
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EERO: Den mächtigen, reichen Propst soll er dem reichen Mann zum Kumpan geben. Rico. Che se lo porti via col ricco, quel pastore ricco e potente (Luca, 16.). 03210
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03213
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JUHANI: Das sind also die Grüße, die wir dich bitten, dem Kantor und dem Propst hübsch zu bestellen. Und wenn du alles dies tust, darfst du mich selber auch in einen Wolf verhexen, wie du gedroht hast. Gianni. Questi sono i saluti che ti preghiamo di trasmettere al s.it restano e al prevosto. E se farai tutto ciò, puoi venire a cambiare .uh he me in lupo, come mi hai minacciato. 03211
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03214
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EERO: In einen so gefräßigen Wolf, daß er das ganze Rajamäki-Regiment auf einmal verschluckt. Rico. In un lupo così avido che possa mangiare in un boccone lutto il « Reggimento di Rajamäki ». 03212
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JUHANI: Ja! und den Schröpfkopf als Zugabe. Gianni. Bene! E per di più il sacco delle ventose. 03213
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EERO: Und den Pechsack als Gebäck obendrauf. Rico. E anche il sacchetto della pece come dolce. 03214
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JUHANI: Recht so, du Pfiffikus! Gianni. Proprio così, canzonatore! 03215
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KAISA: Schön, schön! Der Propst und der Kantor sollen eure Grüße bekommen; aber ihr werdet die Suppe noch mal auslöffeln, ihr verwünschtes Gesindel! Wirf ihnen zum Abschied einen Stein an den Kopf, Mikko. Wirf, daß ihnen die Schwarte knackt. Caterina. Tutto bene! Il prevosto e il sacrestano riceveranno i saluti da parte vostra e questa minestra l’avrete ben un giorno nella vostra scodella, maledetti! Butta loro in dono una pietra, Michele, che gli spacchi il cranio. 03216
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MIKKO: Der Kiesel hier paßt ja in die Hand wie zugeschnitten. — Da, ihr geilen Böcke von Pelttari! — Marsch, Kaisa, nun vorwärts! Michele. Qui c’è una pietra che va proprio bene, come se l’avessi ordinata apposta. Ecco, becchi del demonio. Marche! Caterina, Ora sì, ora. 03217
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JUHANI: So ein verdammter Kerl! Hat wirklich geschmissen und mich um ein Haar an die Stirn getroffen. Gianni. Maledetto! Ha gettato una pietra e c’è mancato poco che mi colpisse in fronte. 03218
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EERO: Schicken wir den Ball zurück! Rico. Gettiamogli indietro la palla. 03219
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JUHANI: Schleuder ihn dem Alten zurück, daß es auf seinem Hut knallt. Gianni. Centra il vecchio che gli ruzzoli il cappello. 03220
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TUOMAS: Laß das Werfen, Junge, wenn dir dein Läusenest lieb ist. Maso. Non gettarla, ragazzo, se vuoi risparmiare la chiorba. 03221
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AAPO: Du Bengel, siehst du nicht, daß Kinder dabei sind? Abramo. Non vedi, furbo, che ci sono dei bambini? 03222
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JUHANI: Halt den Stein; sie rennen ja schon, daß die Heide schüttert. Gianni. Lascia la pietra, loro hanno già preso il largo così in fretta che la landa ne rimbomba. 03223
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SIMEONI: O weh, ihr Abscheulichen, ihr Kalmücken, ihr Hundschnäuzler! Soll denn nicht mal mehr ein friedlicher Wandersmann mit Ehren an uns vorüber-ziehen können! Oh, ihr Banditen! Simeone. Guai a voi, maligni, calmucchi, ceffi di cane. Nemmeno un pacifico viandante può passare tranquillamente per la strada davanti a noi, briganti ! 03224
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03227
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JUHANI: Wer? Ich, der ihnen nicht ein Haar krümmen könnte? Aber sieh mal, wenn der Mensch richtig in die Hitze kommt und ihm die wüsten Schauer durch den feisten Leib jagen, dann — weiß man ja Bescheid. Zwei Tage und zwei Nächte hat unsereiner im Turm gesessen. Aber ich habe ja nun meine Galle besänftigt und dem Kantor saftige Grüße geschickt. Gianni. Io che non gli torcerei nemmeno un capello? Ma, sai, quando uno è eccitato e fiotti violenti gli attraversano il corpo gagliardo, allora, sai bene... Due giorni e due notti siamo stati seduti in prigione. Ma ho mandato al sacrestano dei magnifici saluti per calmare la mia bile. 03225
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AAPO: Und noch blödsinnigere dem Propst. Diese Grüße werden wir vielleicht noch mal bitter bereuen. Abramo. E dei saluti ancora più folli al prevosto. Di questi saluti ce ne pentiremo un giorno amaramente. 03226
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JUHANI: »Wozu mich grämen, ich lustiger Junge?« Das Leben, das Leben eines jungen Burschen gleicht dieser klingenden, rauschenden Heide. Und dort im Nordosten wölbt sich ja der starre Impivaara, und dort im Nordwesten, da flimmert der Kirchdorfsee, und dort am Himmelsrand schimmern sogar noch andre Seen wie in ewiger Ferne. Die drei Seen von Kolistin kann ich da erkennen. Gianni. « Tristi pensieri non turbino la fronte ». La vita, la vita dei giovani è proprio come questa landa sonora e mormorante. E là a nord-est si ergono i monti scoscesi di Impivaara e là ancora a nord-ovest ondeggia il lago del villaggio e s’intravvedono anche altri laghi all’orizzonte come in una lontananza sconfinata. Il mio occhio scorge i tre laghi di Kolistin. 03227
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03230
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In den See ich springen muß,
die Qual währt mir zu lange;
denn gar böse ist mein Schatz und
zischt wie eine Schlange.
Altro da fare, altro da fare;
Al lago, al lago bisogna andare,
In gran furore monta la cara,
Soffia qual serpe la bocca amara.
03228
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03236
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Und gerade dort auf dem See sitzt unser alter Kantor oft mit seiner Angelrute. Ach, hockte er jetzt da und ich wär ein derber Wirbelwind, ein heftiger Orkan aus Südost, dann wüßt ich, worüber ich mit einem kräftigen Stoß hinstürzte. Und wie bald wäre da des Kantors Boot umgekippt. E là sulla superficie di quel lago sta spesso il nostro pastore con la lenza in mano. Ah, se stesse curvo là ora e io .fossi una violenta raffica, una spaventosa tempesta di sud-est, saprei dove abbattermi mu I racasso e ben presto si rovescerebbe la barchetta del sacrestano. 03234
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03237
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SIMEONI: Was für ein sündhafter Wunsch! Simeone. Che augurio peccaminoso! 03235
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JUHANI: Das tät ich. Den Kahn schlüg ich ihm um, daß das Seewasser wie Milchsuppe schäumte. Gianni. Io lo farei. Rovescerei la barca e l’acqua del lago bollile! »lit: come una pappa. 03236
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TIMO: Zu nem Wolfsbraten wäre der Kerl gut! Timoteo. Sarebbe un buon arrosto per i lupi. 03237
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03240
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JUHANI: In eine Wolfsgrube stieße ich ihn und spazierte vergnügt am Rande auf und ab. Gianni. Lo getterei nella fossa da lupi e ballerei di gioia sulla sponda. 03238
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03241
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AAPO: Kettu, kerran karhun pahan-suopa, narrasi kuoppaan kontio-kurjan. Kovin hän silloin nauroi ja käyskeli siinä ylhäällä ympäri ammottavan kuopan, haastellen pilkallisesti. Siitä astui hän ilveksen selkään, ilves vei hänen ylös korkeaan kuuseen, joka seisoi siinä lähellä. Rupesi laulamaan kettu iloissansa ja kutsumaan kokoon tuulia jokaisesta neljästä ilmasta; käski heitä soittamaan kuusen kanteletta hänen laulunsa mukaan. Tulivat pian itä, läntinen ja etelä, ja ankarasti kaikkui ja kohisi kuusi. Tuli myös voimallinen pohja, rynkäsi halki partaisen, pimeän korven, humisten ja ryskyin. Silloin kuusi pauhasi, vapisi ja kumartui syvään, murtui viimein ja kaatui kohden kuoppaa, viskaten kaatuessaan latvastansa ketun alas karhun syliin syvässä kuopassa. Abramo. Una volta la volpe, mal disposta verso l’orso, lo trasse con inganno in una fossa. Si mise allora a sghignazzare e andava su e giù intorno alla fossa aperta, prendendolo in giro. Poi sedette sul dorso di una lince, la lince la portò su un alto abete che si ergeva nelle vicinanze. Cominciò a cantare la volpe nella sua gioia e a chiamare tutti i venti dei quattro canti del cielo e comandò loro di suonare la Kantele (La Kantele è lo strumento nazionale finnico, specie di mandola, la cui origine è cantata in un celebre runo del Kalevala.) di abete per accompagnare il suo canto. Venne ben presto il vento d’oriente, d’occidente e di mezzogiorno e l’abete urlò e fremette con violenza... Venne anche il vigoroso vento di tramontana die squassò la barbuta e scura foresta, fremendo e scricchiolando. Allora l’abete muggì, tremò, si curvò profondamente e infine si ruppe e cadde sulla fossa, lanciando giù, nel cadere, dalla sua cima, la volpe nelle zampe dell’orso, dentro la fossa profonda. 03239
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03242
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TIMO: No peijakas! Mutta nyt? Timoteo. Diavolo! E allora? 03240
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JUHANI: Kylläs tuon arvaat, kuinka nyt tapahtui. Kieppasi mar' karhu oikein rotevasti kiinni ketun kamarasta ja ravisti että hampaat helähti, niinkuin teki hyvä lukkari minulle.--Mutta ymmärränpä Aapon tarkoituksen. Hän tahtoi minua muistuttaa, että joka toiselle kuoppaa kaivaa, hän putoo siihen itse. Olkoon niinkin, mutta suden-kuopan saaliiksi lukkarin soisin vaan. Gianni. Puoi ben immaginare cosa accadde allora. L’orso, Maria Vergine!, afferrò vigorosamente la volpe per la cotenna e la scosse tanto che i denti le scricchiolarono, come fece il buon sacrestano con me. Ma io capisco quel che Abramo vuol dire. Egli mi vuol ricordare che chi scava una fossa a un altro, ci cade dentro lui stesso. Sia pure così, ma non mi spiacerebbe che il sacrestano cadesse preda di una fossa da lupi. 03241
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TIMO: Nähdä lukkarin kuoppaan lötkähtävän, sitähän ei juuri minunkaan sydämeni vastaanlöis. Mutta en tuota ukko-rässyä sentähden kauankaan piinaisi tunkkaisessa kammiossa. Kaksi tuntia, kaksi tuntia vaan. Ja jääköön tämä tähän. Eläköön lukkari rauhassa, putoomatta edes närkästyneen sydämenikään kuoppaan. Mutta yhtä ihmettelen. Kuinka taidatte uskoa tuollaisia lorujuttuja kuin tämä ketusta ja karhusta. Voi veikkoset! eihän taida kettu edes joutaviakaan jaaritella, sitä vähemmin kutsua vielä tykönsä maailman tuulia. Te uskotte tämän, mutta minä päätän asian puhtaaksi valheeksi. Timoteo. Vedere il sacrestano capitombolare in una fossa, non ci ho niente in contrario. Ma non tormenterei a lungo questo vecchio furfante nella fossa puzzolente. Due ore, due ore soltanto. E basta. Viva pure in pace, il sacrestano, senza cadere nella fossa del mio cuore indignato. Ma una cosa mi stupisce. Come potete credere a simili pappolate, come quella della volpe e dell’orso? O fratellini! La volpe non può dire nemmeno una parolina e tanto meno chiamare a sè i venti del cielo. Voi credete a ciò, ma io considero la cosa pura menzogna. 03242
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03245
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JUHANI: Se tiedetään, ettei Timon pää ole juuri terävimpiä tässä maailmassa. Gianni. Si sa che la testa di Timoteo non è la più penetrante del mondo. 03243
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TIMO: Vaikk'ei. Mutta tällä päällä vaellan halki tämän maailman yhtä kunniallisesti kuin sinäkin taikka jokin muu, mies tai vaimo. Timoteo. Va bene. Ma con questa testa vado attraverso il mondo con onore come te o qualunque altro, uomo o donna. 03244
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AAPO: Timo ei käsitä kuvausta. Abramo. Timoteo non afferra le allusioni. 03245
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JUHANI: Ei ensinkään se poika parka nyt käsitä. Mutta katsoppas jos selitän sinulle seikan. Tapaus ketusta ja karhusta on arvattavasti niistä ajoista, joina kaikki luontokappaleet ja vielä puutkin taisivat puhua, niinkuin vanhassa testamentissa kerrotaan; ja sen olen kuullut vainaalta sokea-enoltamme. Gianni. Questo povero ragazzo non afferra niente del tutto. Ma guarda che ti spiego la cosa. La storia della volpe e dell’orso è probabilmente di quei tempi in cui tutte le creature, e persino gli alberi, sapevano parlare, come si narra nel Vecchio Testamento; l’ho sentito dire da nostro zio cieco, buonanima. 03246
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AAPO: Ethän käsitä nyt sinäkään satua ja sen tarkoitusta. Abramo. Ma nemmeno tu hai capito questa favola e il suo scopo. 03247
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TIMO: Mutta kuitenkin »pata kattilaa soimaa; musta kylki molemmilla». Timoteo. «La marmitta canzona il paiolo, ma hanno entrambi il fianco nero ». 03248
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JUHANI: Mielitkö viisastella, mies? Mutta usko minua, niin kiitänpä Jumalaa siitä, etten ole niin tyhmä kuin sinä, Timo-poloinen. Gianni. Vuoi forse sofisticare, caro mio? Ma credi a me, ringrazio Dio di non essere scemo come te, povero Timoteo. 03249
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TIMO: Vaikka et ole; enpä siinä mitään vaaraa näekkään. Timoteo. Va bene; non ci vedo alcun pericolo. 03250
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EERO: Tee sinä, Timo, niinkuin puplikaani ennen: lyö ainoastaan vasten rintaasi, ja saadaanpa nähdä, kumpi teistä tästä parempana miehenä kotia marssii. Rico. Timoteo, su, fa’ come una volta il pubblicano (Allusione al racconto del pubblicano e del fariseo (Luca, 18, 13).), battiti solo il petto e si vedrà chi sia il migliore di noi due. 03251
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JUHANI: Aih! joko sattui pikku-Eeroonkin, sinä puplikaani itse? Gianni. Ah, ah! Ti sei sentito ferito anche tu Richetto, tu che sei pure un pubblicano? 03252
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EERO: Sattui oikein makeasti itse puplikaanien päämieheen, tuohon pikku-Zakeukseen. Rico. Si è sentito ferito dolcemente lo stesso capo dei pubblicani, il piccolo Zaccheo (Allude al vangelo di Luca, 19, 2.). 03253
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03256
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JUHANI: Minä en huoli sinun Zakeuksistas ja makeuksistas, vaan panen itseni makeasti nukkumaan. Selin tahdon teihin kääntyä ja maata kuin viholais-pesä kinoksen alla.-— Aber helf uns Gott! Wir haben uns ja einen unheimlichen Platz ausgesucht. Gianni. Io non mi occupo nè del tuo Zaccheo nè della tua dolcezza; ma vado dolcemente a dormire. Vi voglio voltare la schiena e dormire come un formicaio sotto un monticello di neve. Ma Dio ci aiuti, ci siamo fermati in un luogo sinistro. 03254
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AAPO: Wieso? Abramo. Perchè? 03255
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JUHANI: Sieh mal den merkwürdigen, grausigen Stein da, der immer so kläglich auf den Klang der Kirchenglocken antwortet. Und seht doch die Augen dort, die fortwährend nach uns herüberstieren. Mir wird angst und bange. In Gottes Namen weg von hier! Gianni. Ecco quella roccia singolare e spaventosa che dà sempre una triste risposta al suono delle campane della chiesa. E guarda quegli occhi che ci mirano fissi di là incessantemente. Io ho paura. Andiamocene di qui, in nome di Dio. 03256
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TUOMAS: Bleiben wir nur ruhig sitzen. Maso. Stiamo tranquilli. 03257
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JUHANI: Aber die Waldgeister sind hier böse und jähzornig. Gianni. Ma lo spirito del bosco qui è aspro e collerico. 03258
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AAPO: Nur für die, die fluchen und andre Gottlosigkeiten treiben. Drum hüte dich davor. Die Sage von den Bildern dort auf dem Stein ist eine Begebenheit aus längst entschwundenen Zeiten. Abramo. Soltanto verso coloro che bestemmiano o profferiscono altre empietà. Perciò stai attento. La storia delle figure là nel fianco della pietra rammenta un fatto occorso in tempi lontani. 03259
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LAURI: Willst du sie uns nicht erzählen! Renzo. Ce la vuoi contare? 03260
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AAPO: Seht den Stein erst mal genauer an. Hier könnt ihr fast vier goldene, funkelnde Punkte erkennen. Das sind die holden Augen zweier Liebenden, eines hübschen Mädchens und eines wackern Jünglings. Ihre Bilder seht ihr auch in den Stein geritzt. Schaut sie an, ihre Augen sind halb offen. Hier haben sie in innigster Umarmung beisammen gesessen. Aber weiter unten, zu den Fußen der jungen Leute, liegt geduckt und vom Schwert durchbohrt ein alter Mann. Abramo. Ma guarda prima attentamente la roccia. Vedrai come quattro punti dorati e raggianti. Sono i dolci occhi di due innamorati, una graziosa fanciulla e un giovane vigoroso; vedete pure le loro immagini scolpite sulla pietra. Guardatele a occhi socchiusi. Sono strette in un tenero abbraccio. Ma sotto, ai piedi dei giovani giace un vecchio eroe rannicchiato e trafitto da una spada. 03261
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TIMO: Genau, wie du sagst. Timoteo. Proprio come dici. 03262
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LAURI: So was seh ich, scheint mir, auch da. Aber erzähle nun. Renzo. Anche a me par di vedere qualcosa di simile. Ma racconta il fatto. 03263
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Und Aapo erzählte ihnen die folgende Sage: E Abramo narrò loro la seguente storia: 03264
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Es stand einmal hier in der Nähe eine stolze Burg, und diese gehörte einem reichen und mächtigen Herrn. Er hatte eine Stieftochter, mutterlos, aber lieblich und schön wie der Morgen. Die Jungfrau liebte einen Jüngling; doch beide haßte der furchtba- ' re Burgherr, in dessen Herzen die Liebe nie eine Stätte gefunden hatte. Die Tochter aber liebte den herrlichen Jüngling wieder; und sie trafen einander oft auf dieser hallenden Heide, und gerade an diesem Steine hatten sie ihr Stelldichein. Eines Tages aber erhielt der Vater Kunde von dem geheimen Bund der jungen Menschen und rief der Jungfrau einen grausamen Schwur ins Ohr: »Meine Tochter«, sagte er, »siehe zu, daß ich euch nicht einmal im Dunkel der Wälder in der Umarmung überrasche. Wisse, daß euch dann mein Schwert sofort in blutigem Tode für immer vermählt. Das verspreche und schwöre ich mit heiligern Eid.« So sprach er, und die Jungfrau erschauderte vor dem Schwur. Doch konnte sie den Freund ihres Herzens nicht vergessen, sondern immer heftiger erglühte ihre Liebe. « C’era una volta qui vicino un magnifico castello e il padrone di tale castello era un uomo ricco e potente. Egli aveva una figliastra orfana di madre, graziosa e bella come un mattino. Un giovane l’amava, ma il terribile padrone del castello, nel cui cuore l’amore aveva mai albergato, odiava e il giovane e la donzella. « Ma la ragazza amava anch’essa il nobile giovane ed essi si incontravano spesso qui sulla landa sonora, e proprio ai piedi di questa roccia era il luogo dei loro convegni. Ma il padre venne a sapere il segreto legame dei giovani ed una volta profferì all’orecchio della donzella un giuramento terribile. “ Figlia mia — disse egli — bada che non vi colga abbracciati di notte nei boschi; sappi che la mia spada vi unirebbe in una morte cruenta. Lo prometto e lo giuro sacrosantamente ”. Così egli disse e la ragazza fu presa da terrore, nell’udire tale giuramento. Ma non potè dimenticare l’amico del suo cuore, anzi più vivo divenne il suo amore. 03265
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Es war eine stille Sommernacht, da zog ein Ahnen in den Busen der Maid, daß der Jüngling auf der Heide seines Liebchens harrend wandle. Endlich, als sie die ganze Burg im tiefsten Schlaf glaubte, machte sie sich, in ihr weites, lindes Tuch gehüllt, zum Geliebten auf, glitt wie ein Schatten hinaus, verschwand im Dickicht der Wälder, und einmal flackerte ihr blaues Tuch in dem betauten Gestrüpp. Aber nicht alle waren in der Burg zur Ruhe gegangen, sondern der Burgherr selbst stand am Fenster und spähte dem Mädchen nach, das wie ein nächtlicher Geist davon-eilte. Da gürtete er sein Schwert um die Lenden, ergriff einen Speer und stürmte hinaus, verschwand hinter der Jungfrau im Walde. Ein blutdürstiges Tier setzte da einem sanftäugigen Lamm nach. « Era una calma notte d’estate e nel seno della donzella sorse il presentimento che il giovane vagasse sulla landa, aspettando il suo amore. Finalmente, quando pensò che tutti già nel castello fossero immersi in un profondo sonno, si avviò al convegno d’amore, avvolta nel suo velo ampio e fine. Strisciò fuori come un’ombra, scomparve ben presto in seno al bosco, e il suo velo azzurro si agitò una volta tra gli alberi rugiadosi. « Ma non tutti nel castello riposavano, il padrone in persona sedeva sul bordo della finestra, guardando la ragazza che se n’andava come un fantasma notturno. Allora egli cinse la spada, afferrò lo spiedo e corse fuori inoltrandosi nel bosco dietro la ragazza. Una belva assetata di sangue inseguì allora un agnello dai dolci occhi. 03266
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Die Heide hinan aber eilte heftig atmend das Mädchen und traf ihren Freund dort, am Fuß des grauen Steins. Da standen sie, sich zärtlich umarmend, in der seligen Stunde liebestrunkne Worte flüsternd. Sie weilten nicht mehr auf der Erde, sondern ihre Seelen wandelten auf den blumigen Himmelsauen. — Es vergingen so einige Augenblicke, und plötzlich brach der furchtbare Burgherr hervor, rannte seinen scharfen Speer der Jungfrau in die linke Seite, so daß die Spitze dem Jüngling auf der rechten hervordrang, und so vereinte er sie im Tode. Sie sanken gegen den Stein, und in einem Strom floß ihr Blut auf dem Boden hin, die Wangen der Heideblumen rötend. Durch ein stählernes Band verbunden, saßen sie da auf dem steinernen Sitz, stumm, aber immer noch zärtlich verschlungen. Und lieblich wie vier goldene Sterne strahlten ihre Augen dem gewaltigen Burgherrn entgegen, der, von Staunen ergriffen, das wunderbare, friedliche Gemälde im Rachen des Todes schaute. Plötzlich erhob sich ein Gewitter, der Himmel dröhnte und sandte seine Blitze. Aber glückselig strahlten die Augen der Liebenden in dem bläulich zuckenden Licht, wie vier Kerzen im Himmelssaale in den heiligen Lüften scheinen. Darauf blickte der Mörder, während der Zorn der Höhe um ihn und über ihm raste. Gewaltig sprachen zu seiner Seele die lieblich hinschmelzenden Blicke der jungen Menschen, ihr flutend strömendes Blut, gewaltig sprach der grollende Himmel. Sein Herz ward gerührt, gerührt zum erstenmal, als er, kalte, finstre Reue in der Brust, in die wundersamen Augen der Sterbenden schaute, die ihm noch immer lächelnd entgegenglänzten. Sein Herz erschauderte und bebte, während die Blitze zuckten und der Himmelsraum dröhnte, und von allen Seiten stürzten die Geister des Grauens über ihn her. Grenzenloser Zorn nahm von seiner Seele Besitz. « Saliva intanto frettolosa e anelante la giovane e s’incontrò col suo amico, qui ai piedi della roccia grigia. Qui essi stettero teneramente abbracciati mormorandosi parole d’amore. « In quel momento di beatitudine non erano più sulla superficie di questa terra, ma le loro anime vagavano nei prati fioriti del cielo. Passarono alcuni istanti e improvvisamente apparve il tremendo signore del castello; trafisse il fianco sinistro della fanciulla con la sua lancia tagliente, così che la punta di questa uscì fuori dal fianco destro del giovane e in tal modo li unì nella morte. Essi si abbatterono contro la roccia e il loro sangue scorse e confluì in un solo rivo sulla landa, arrossando le corolle dei fiori. Là, uniti dal vincolo di acciaio, giacquero su un seggio di pietra, muti ma stretti in un tenero amplesso. E i loro occhi, magnifici, raggianti come quattro stelle d’oro riguardavano il potente signore del castello che, stupito, mirava quella scena meravigliosa e tranquilla in braccio alla morte. Sorse improvvisamente un uragano, il cielo si rischiarò e muggì, ma, nella fiamma bluastra del baleno, gli occhi dei giovani raggiavano di beatitudine come quattro fiaccole durante una festa nelle sale del cielo. Mentre l’assassino guardava questo spettacolo, la collera celeste si scatenò su di lui e d’intorno a lui. Possenti parlarono alla sua anima i begli occhi languidi dei giovani, il loro sangue che fluiva come una cascata, e parlava il cielo imbronciato. Si sentì commuovere, si sentì commuovere per la prima volta, quando, col pentimento freddo e nero in cuore, vide i begli occhi dei morenti che brillavano sempre, senza posa, sorridendo; inorridì e tremò quando i fulmini fiammeggiarono e lo spazio rimbombò e da tutte le parti galopparono su di lui gli spiriti del terrore. Un’angoscia infinita s’impadronì dell’anima sua. 03267
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Noch einmal sah er nach den Liebenden. Aber immer noch blickten ihn dieselben glühenden, doch schon verlöschenden Augen lächelnd an. Da kreuzte er die Arme und starrte mit vereistem Blick gen Osten, und so stand er lange Zeit schweigend in der finstren Nacht. Schließlich aber und jählings hob sich seine Brust und stieß einen langen, langen, entsetzlich schallenden Ruf aus, der donnernd über das Gelände rollte. Wieder stand er eine Weile stumm da und horchte aufmerksam und lange hinaus, bis das letzte Echo im Schoß der fernen Hügel verklungen war. Und als das geschehen, stieß er wieder, immer ostwärts starrend, den grausigen Ruf aus, und lange rollte über das Gelände der Hall, dessen Lauf von Berg zu Berg er aufmerksam belauschte. Aber zuletzt erstarb die ferne, bebende Stimme, der Blitzstrahl ruhte, und erloschen waren die strahlenden Augen der jungen Menschen; nur ein schwerer Regen seufzte im Walde. Da — jäh wie aus einem Traum erwacht — riß der Burgherr sein Schwert aus der Scheide, durchbohrte sich die Brust und fiel zu den Füßen der jungen Menschen nieder. Und der Himmel blitzte auf, blitzte und grollte noch einmal. Bald aber herrschte überall wieder die Stille. « Riguardò ancora una volta i giovani, i cui occhi splendevano sempre benché già vicini a spegnersi, e lo guardavano sorridendo. Allora incrociò le braccia e fisso verso oriente, con lo sguardo impietrito stette a lungo muto nella notte tenebrosa. Ma finalmente, all’improvviso, sollevò il petto e gettò un lungo grido, lungo e pauroso, che si diffuse come un muggito nella contrada. Poi stette ancora un momento in silenzio, ascoltando attentamente, finché l’ultima eco del suo grido non svanì in lontananza. Allora, rivolto di nuovo verso oriente, gridò spaventosamente e l’eco si diffuse lontano nella contrada e lo udì distintamente propagarsi di monte in monte. Ma infine la voce lontana e tremante morì, il fulmine si placò e gli occhi raggianti dei giovani si spensero; solo una pioggia pesante gemeva nel bosco. Allora d’un subito, come desto da un sogno, il signore del castello trasse la spada dal fodero, si trafisse il petto e cadde ai piedi dei giovani. « Il cielo scintillò ancora una volta, scintillò e tuonò, ma ben presto il silenzio dominò di nuovo ovunque. 03268
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Der Morgen kam, und auf der Heide fand man am Fuß des grauen Steines die Toten. Man trug sie fort und legte sie nebeneinander ins Grab. Aber in dem Stein sah man danach ihre Bilder, und man erblickte da die beiden jungen Menschen, einander umarmend, und unter ihnen auf die Knie gesunken, einen finsteren, bärtigen Mann. Und vier seltsame Näglein, wie vier goldne Sterne, strahlten aus dem Stein bei Tag und Nacht, und sie erinnern uns an die sanft hinsterbenden Augen der Liebenden. Ein Donnerkeil, so erzählt die Sage, hat diese Bilder lodernd in den Stein gezeichnet. Und wie auf diesem Bild, so sitzen der Jüngling und die Maid glückselig auf ihren Sitzen in der Höhe; und wie sich der Mann dort windet, so der Burgherr in der schwülen Hitze auf dem Bett der Strafe. Und wenn die Glocken vom Turme klingen, horcht er auf und lauscht auf den Widerhall des Steins; aber stets klagend bleibt der Klang. Einmal jedoch wird ein wunderbar milder und freudiger Ton aus dem Steine klingen, und dann ist für den Mann die Stunde der Versöhnung und Erlösung gekommen, aber nahe ist dann auch die letzte Stunde der Welt. Und deshalb lauschen die Leute mit schwerer Unruhe auf den Widerhall des Steines, wenn die Glocken läuten. Sie gönnten dem Mann wohl gern den Tag der Versöhnung, aber sie denken zugleich mit Grauen an die Stunde des Weltgerichts. « Venne il mattino e sulla landa furono trovati i morti ai piedi della roccia grigia; li portarono via e costruirono loro una tomba perchè stessero l’uno vicino all’altro. Ma, da quel giorno, si vide sulla roccia la loro immagine; si scorgono i due giovani abbracciati e, sotto di loro, un vecchio severo e barbuto, in ginocchio. E quattro punti meravigliosi, come quattro stelle d’oro, brillano sul fianco della roccia, notte e giorno, in ricordo dei begli occhi languenti degli amanti. Un colpo di fulmine, narra la storia, scolpì, sfolgorando, queste immagini sulla roccia. E, come in questa immagine, così siedono felici il giovane e la donzella nei seggi celesti e come giace <]tii il vecchio così l’antico signore del castello sta sul suo giaciglio del castigo, nell’aria infuocata. E quando suonano le campane della torre tende sempre attento le orecchie per udire l’eco che rimanda la pietra, ma il suono è sempre triste. Una volta certamente si udrà venire dalla pietra una voce meravigliosamente dolce e gaia e allora sarà giunto il momento della riconciliazione, della liberazione del colpevole. E però il popolo ascolta sempre con grandissima inquietudine l’eco della pietra, quando le campane suonano. Vedrebbero volentieri sorgere il giorno della riconciliazione del colpevole ma pensano con terrore al momento del giudizio finale ». 03269
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Dies war die Sage, die Aapo seinen Brüdern auf der Heide am Sonnimäki erzählte. Questa fu la storia che Abramo narrò ai suoi fratelli sulla landa di Sonnimäki. 03270
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TIMO: Na, da kann der Alte aber schwitzen. Bis zum Tage des Gerichts! Oha! Timoteo. Deve sudare il vecchio sino al giudizio finale! Oh, oh! 03271
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SIMEONI: Du Dummkopf! Paß auf, wenn jetzt mit einemmal die Posaune des Gerichts losdonnert. Simeone. Insensato! Guarda che proprio in questo momento non suoni la tromba del giudizio. 03272
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EERO: Vor dem Ende der Welt braucht man sich nicht zu fürchten, solange es noch Heiden auf der Erde gibt. Na, Gott bessers! hier stehen ja sieben wüste Heiden mitten im Schoß der Christenheit. Aber nichts ist so schlecht, daß es nicht zu etwas gut wäre. Stützpfeiler der Welt sind wir doch. Rico. Non c’è da temere la fine del mondo, finché ci saranno pagani sulla faccia della terra (Matteo, 24, 14.). E, grazie a Dio, qui ci sono sette pagani selvaggi in grembo alla comunità cristiana. Ma niente è così cattivo che non ci si trovi anche qualcosa di buono. Siamo le colonne del mondo, noi. 03273
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JUHANI: Du ein Stützpfeiler der Welt? Dreikäsehoch! Gianni. Tu, una colonna del mondo, pollicino? 03274
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SIMEONI: Du wirst schon zittern und schlottern wie der Böse, Eero, wenn der Tag kommt, den du jetzt verspottest. Simeone. Tremerai, Rico, tremerai come il diavolo, quando si avvicinerà il giorno di cui tu ora ti fai beffa. 03275
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TIMO: Das tut er nicht, dafür steh ich ein. Oha! gibt es dann ein Spektakel und Tohuwabohu! Zweimal hats das schon gegeben, zum drittenmal kommt es noch; und dann geschieht das große Zeichen der Seligkeit. Dann zerfällt die Welt in Staub und Asche wie ein trockener Bastschuh. Dann grölt das Vieh auf der Weide, die Schweine quieken gräßlich auf dem Zaunweg, das heißt, wenn sich dies Unheil im Sommer abspielte. Wenn es aber im Winter geschieht, dann rumort und brüllt das Vieh im Stall, und in den Koben quieken die armen Schweine. Dann gibts einen Krakeel, Jungens. Oha! Zweimal hats schon rumort, zum drittenmal kommt es noch, wie unser blinder Ohm gesagt hat. Timoteo. Non riderà allora, ve lo dico io. Oh! Allora ci sarà strepito e trambusto. Due scompigli ci sono già stati e il terzo ha ancora da venire. Allora si farà palese il gran segnale della salute eterna; allora il mondo andrà in cenere e in polvere come una pantofola di betulla disseccata. Allora il bestiame muggirà nei campi e i porci spaventati si lamenteranno nel chiuso, sempre che tale rovina avvenga d’estate, ma se accadesse d’inverno, allora il bestiame sbraiterà e muggirà nelle stalle, e i porcellini gemeranno nel porcile. Allora ci sarà del tumulto, ragazzi. Oh! Due scompigli sono già venuti, il terzo ha ancora da venire, come diceva nostro zio cieco. 03276
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SIMEONI: Ja, ja, laßt uns an diesen Tag denken. Simeone. Sì, sì, ricordiamoci di quel giorno. 03277
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JUHANI: Um Himmels willen, schweigt still, Brüder, schweigt still! Ihr verdreht einem ja den Kopf ganz und gar. Kommt, laßt uns schlafen. Gianni. Zitti, ora, fratelli, Dio ci guardi! C’è da sentirsi rimescolare tutto. Dormiamo, dormiamo. 03278
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So redeten sie, aber schließlich verstummte ihr Gespräch, und nach und nach senkte sich der Schlaf auf sie herab. Am längsten blieb Simeoni, an die borkige Wurzel einer Föhre gelehnt, wach sitzen. Er saß da und grübelte eifrig nach über die letzten Tage der Welt und die große Stunde des Gerichts. Und gerötet, feucht und matt brannten seine Augen; aber eine bräunliche Röte strahlte weithin von seinen rauhen Wangen. Endlich schlief auch er ein. Und so schlummerten sie alle fest, um das Feuer gelagert, das noch eine Weile flammte, aber allmählich zusammensank und erlosch. Così parlavano, ma la conversazione finalmente cessò e il sonno li colse uno vicino all’altro. L’ultimo ad addormentarsi fu Simeone; appoggiato alla radice sporgente di un pino, meditava profondamente sulla fine del mondo e il gran giorno del giudizio. I suoi occhi arrossati e umidi splendevano e le guance gli ardevano di un rossobruno. Infine dormì anche lui, e così tutti riposavano dolcemente intorno a un braciere che a poco a poco languì e si spense. 03279
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Es begann dämmrig zu werden, und die Dämmerung verdichtete sich zur Nacht. Die Luft war drückend und schwül, dann und wann zuckte es im Nordosten unter dem Himmel, da ein heftiges Unwetter herauf-zog. Wie mit Adlerschwingen näherte es sich dem Kirchdorf, streute Feuer umher und steckte mit einem Schlag die Scheune des Pfarrhofs in Brand, die, vcrll trocknen Strohs, bald in mächtiger Glut emporloderte. Die Glocken begannen zu stürmen, und es kam Bewegung ins Dorf; überallher kamen Leute zu dem rasenden Feuer geeilt, Männer und Frauen strömten herzu, aber umsonst. Schrecklich flammte die Scheune, und blutrot färbte sich das Firmament. Da aber kam das Unwetter dem Sonnimäki zugetrieben, wo die Brüder in tiefem Schlaf lagen; und von ihrem Schnarchen dröhnte die Heide. Da kommt ein furchtbarer Donnerschlag, der sie aufwecken muß, und jäher denn jemals in ihrem Leben fahren sie zusammen. Im Halbschlaf erschaudern sie um so mehr, als ihnen sofort die düstre Sage einfällt, die Bilder vom Weitende, während die Natur ringsum in der grausigen Nacht wütet. Und was in dieser Nacht Licht ist, das kommt von den Blitzen der Gewitterwolke und dem unheimlichen Widerschein der wogenden Feuersbrunst im Dorf. —Jetzt zuckte ein Blitz, und im selben Augenblick folgte ein unbeschreibliches Krachen, das die Brüder mit einem Ruck aus dem Schlummer riß. Laut schreiend und rufend schnellten sie zu gleicher Zeit von der Erde auf, und die Haare wie raschelndes Schilf gesträubt und mit Augen wie Ringe im Kopf starrten sie sich einige Sekunden an. Cominciò a farsi buio e il buio si fece sempre più fitto finché cadde la notte: l’aria era calda e pesante; in cielo lampeggiava qua e là a nord-est, chè si preparava un violento temporale. Con la rapidità dell’aquila si avvicinò al villaggio, lanciò fuoco all’intorno e lo appiccò improvvisamente al granaio della parrocchia, che, pieno di paglia secca, fiammeggiò ben presto in un colossale incendio. Le campane cominciarono a suonare, dando l’allarme al villaggio; da ogni parte la gente si affrettò verso il furioso incendio, corsero uomini, donne, ma invano. Il granaio bruciava paurosamente, e la volta del cielo divenne rossa come il sangue. Poi l’uragano si volse verso Sonnimäki, dove i fratelli riposavano di un sonno profondo; e la landa risuonava del loro russare. Allora un tuono terribile li svegliò ed essi si spaventarono come mai in vita loro. Il loro spirito assopito fu colto da terrore quando d’improvviso la storia tenebrosa si insinuò nella loro memoria, con le sue evocazioni della fine del mondo, mentre la natura infuriava intorno a loro nella notte tenebrosa. E l’unica luce, in quella notte, era data dai fulmini tra le nuvole e paurosi contorni indistinti scaturivano dall’incendio che ondeggiava sul villaggio. Venne un fulmine seguito immediatamente da un tuono inaudito che svegliò i fratelli. Gridando a più non posso, essi balzarono di terra come un sol uomo; i capelli ritti come giunchi rumoreggianti, gli occhi selvaggi, si guardarono l’un l’altro alcuni istanti. 03280
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SIMEONI: Der Tag des Gerichts! Simeone. Il giorno del giudizio. 03281
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JUHANI: Wo sind wir, wo sind wir? Gianni. Dove siamo? Dove siamo? 03282
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SIMEONI: Fahren wir jetzt dahin? Simeone. Dobbiamo già andarcene? 03283
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JUHANI: Hilf uns! Gnade! Gianni. Aiutaci, misericordia! 03284
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AAPO: Furchtbar, furchtbar! Abramo. Terribile, terribile! 03285
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TUOMAS: Ja, furchtbar. Maso. Terribile davvero. 03286
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TIMO: Gott schütze uns arme jungen! Timoteo. Il Signore ci guardi, noi poveri ragazzi! 03287
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SIMEONI: Da läuten schon die Glocken! Simeone. Suonano le campane! 03288
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JUHANI: Und der Stein klirrt und tanzt! Heißa he! Gianni. E la roccia risuona e balla. Ohi, ohi ! 03289
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SIMEONI: »Die Himmelsglocken läuten.« Simeone. Suonano le campane del cielo! 03290
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JUHANI: »Und es schwindet meine Kraft!« Gianni. E le forze mi abbandonano! 03291
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SIMEONI: So müssen wir also dahinfahren? Simeone. E così dobbiamo andarcene? 03292
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JUHANI: Hilf uns! Barmherzigkeit und Gnade! Gianni. Aiutaci, Dio di misericordia e di grazia. 03293
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AAPO: O weh, wie schrecklich! Abramo. Che orrore! 03294
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JUHANI: Tuomas, Tuomas, pack an meinem Rock-schoß an! Heißa he! Gianni. Maso, Maso, tienmi stretto per il lembo del vestito! Ohi, ohi! 03295
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SIMEONI: Heißa he! Jetzt fahren wir — fahren wir! Simeone. Ohi, ohi! si va, si va! 03296
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JUHANI: Tuomas, mein Bruder in Christus! Gianni. Maso, fratello mio in Cristo! 03297
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TUOMAS: Hier bin ich; was willst du? Maso. Sono qui, che vuoi? 03298
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JUHANI: Bete! Gianni. Prega! 03299
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TUOMAS: Ja, bete du hier. Maso. Prega tu lì. 03300
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JUHANI: Bete du, Timo, wenn du kannst! Gianni. Prega, Timoteo, se puoi! 03301
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TIMO: Ich wills versuchen. Timoteo. Mi ci provo. 03302
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JUHANI: Tus schnell! Gianni. Fallo subito! 03303
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TIMO: O Herr, o großes Leid, o Gnadenstuhl von Bethlehem! Timoteo. Oh, Signore, grande, grande, o trono di grazia di Betlemme! 03304
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JUHANI: Was sagt denn Lauri? Gianni. Che dice Renzo? 03305
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LAURI: Ich weiß nicht, was ich in diesem Elend sagen soll. Renzo. Non so che dire in questa miseria. 03306
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JUHANI: Dies Elend, dies grenzenlose Elend! Aber ich glaube, es ist doch noch nicht ganz das Ende. Gianni. Miseria, infinita miseria! Ma credo tuttavia che non siamo proprio ancora alla fine. 03307
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SIMEONI: Ach, wenn uns bloß noch ein Tag Gnadenfrist geschenkt würde! Simeone. Oh, se ci dessero ancora un giorno di respiro! 03308
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JUHANI: Oder eine Woche, eine kostbare Woche! — Aber was sollen wir nur von diesem schauerlichen Licht und dem dunkelwirren Glockenläuten denken? Gianni. Oh una settimana, una preziosa settimana! Ma che pensare di quella luce spaventosa e di quel suono confuso di campane ? 03309
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AAPO: Es ist Feuer im Dorf, liebe Leute. Abramo. C’è un incendio nel villaggio, amici miei. 03310
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JUHANI: Ja, Aapo, und die Sturmglocke dröhnt. Gianni. Già, Abramo, E suona la campana a martello. 03311
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EERO: Die Pfarrscheune brennt. Rico. Brucia il granaio della parrocchia. 03312
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JUHANI: Meinetwegen tausend Scheunen, wenn nur dies Würmernest von Erde feststeht und wir, seine sieben sündigen Kinder. Hilf Gott! Mein ganzer Körper schwimmt ja in kaltem Schweiß. Gianni. Brucino pure mille granai purché duri questa terra verminosa e noi suoi sette figli peccatori. Signore, aiuto! Sono in un bagno di sudore freddo. 03313
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TIMO: Die Wahrheit zu sagen, bebt meine Hose auch. Timoteo. Anche a me tremano i pantaloni. 03314
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JUHANI: Unheimlicher Augenblick! Gianni. Momento unico al mondo! 03315
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SIMEONI: So straft uns Gott für unsre Sünden. Simeone. Così Dio ci punisce dei nostri peccati. 03316
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JUHANI:Warum auch mußten wir das unverschämte Spottlied auf das Rajamäki-Regiment singen? Gianni. Davvero! Perchè cantare quella maligna canzone sul « Reggimento di Rajamäki » ? 03317
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SIMEONI: Te pilkkasitte hävyttömästi Mikkoa ja Kaisaa! Simeone. Avete canzonato impudentemente Michele e Caterina! 03318
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JUHANI: Da haben wirs! Aber Gott segne sie! Und uns alle, alle segne er, auch den Kantor! Gianni. Che dici! Ma che Dio li benedica. Ci benedica tutti, anche il sacrestano! 03319
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SIMEONI: Das Gebet ist dem Himmel angenehm. Simeone. Questa preghiera sarà gradita al cielo. 03320
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JUHANI: Kommt, laßt uns diesen Schreckensort verlassen. Dort drüben flammt es ja wie im Feuerofen der Verdammnis, und die Augen an dem Stein flimmern auch so kläglich nach uns. Wißt, daß uns nur Aapo mit seiner Geschichte von den Katzenaugen diesen Schauder ins Rückgrat gejagt hat. Nun aber die Beine unter die Arme genommen, und vergesse ja keiner seinen Sack und seine Fibel. Fort, Bruder, wir marschieren zum Kyösti nach Tammisto, mit Gottes Hilfe zum Kyösti, und von dort morgen nach Hause, wenn wir noch leben. Los jetzt! Gianni. Andiamocene da questo luogo spaventoso. Laggiù divampa l’incendio come il forno della perdizione, e qui dal fianco della roccia, questi occhi mandano raggi sinistri verso di noi. Sapete, proprio quella storia di Abramo su questi occhi di gatto ci ha fatto correre i brividi per la schiena. Ma prendiamo l’àmbulo e che nessuno si dimentichi del suo sacco e del sillabario. Via, fratelli. Andiamo a Tammisto, da Gustavo, con l’aiuto di Dio, e domani a casa, se siamo sempre vivi. Andiamocene! 03321
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LAURI: Wir kriegen aber gleich einen Schutt auf die Jacke und werden naß wie die Ratten. Renzo. Ma presto ci verrà sul groppone un rovescio e ci inzupperemo come topi. 03322
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JUHANI: Immer naß werden lassen! Wir haben ja noch Gnade gefunden! Los jetzt! Gianni. Bagniamoci, bagniamoci pure! Ancora grazie. Andiamo ora! 03323
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Sie eilten von dannen, einer hinter dem ändern, kamen bald auf die sandige Straße, und dann ging es in Richtung des Gehöftes Tammisto weiter. Unter dem Zucken der Blitze und dem Dröhnen des Donners, der nach allen Seiten die Luft durchrollte, wanderten sie eine Zeitlang, bis ein heftiger Platzregen begann. Da setzten sie sich in Trab und näherten sich bald der Kulomäki- Fichte, die, wegen ihrer Höhe und Dichte berühmt, unmittelbar an der Landstraße stand und schon manchem Wandrer als Schutzdach gedient hatte. Auf ihrer Wurzel saßen die Bruder, solange der Schauer währte und es in dem mächtigen, Baume toste. Als sich das Wetter aber aufklärte, setzten sie ihren Weg fort. Die Natur beruhigte, der Wind legte sich, die Wolken flohen, und bleich stieg der Mond über den Wipfeln des Waldes empor. Ohne Eile und Angst wanderten nun auch die Brüder die plätschernde Straße dahin. Partirono in fretta, camminando rapidi uno dietro l’altro e raggiunsero la strada sabbiosa e si diressero verso la fattoria di Tammisto. Sotto i colpi dei fulmini e il brontolare dei tuoni che rotolavano da ogni parte per il cielo, avanzarono un po’, finché un acquazzone si mise ad annaffiarli. Allora se la dettero a gambe e si accostarono all’abete di Kulomäki, che, noto per la sua altezza e il suo spesso fogliame, si ergeva proprio di fianco alla strada maestra e serviva di riparo a molti passanti sorpresi dalla pioggia. I fratelli si misero ai suoi piedi; mentre il rovescio continuava crepitando sul maestoso abete ; ma quando il tempo si schiarì si rimisero in cammino. La natura si placò, il vento cessò, le nubi si dissiparono e una luna scialba sortì dalle cime del bosco. Senza fretta e senza pensieri i fratelli avanzarono sulla via fangosa. 03324
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TUOMAS: Olenpa usein aatellut mistä ja mitä on ukkonen, tuo leimaus ja jyrinä. Maso. Ho spesso pensato donde venga e che cosa sia l’uragano coi suoi fulmini e i suoi tuoni. 03325
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AAPO: Siitähän sanoi sokea-eno syntyvän taivaalle tämän kapinan, koska pilvilohkareitten väliin on sijoittunut kuivaa hietaa, tuulenkierrosten nostamana ylös ilmaan. Abramo. Nostro zio cieco diceva che in cielo nasce questo fracasso quando fra nuvola e nuvola va a posarsi della sabbia asciutta sollevata in aria da turbini di vento. 03326
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TUOMAS: Kuinkahan ollee. Maso. Può essere. 03327
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JUHANI: Mutta lapsenpa mieli yhtäkin kuvailee. Kuinkaspa ennen tuonpäiväisenä paitaressuna aattelin ukkosesta minä? Jumalahan, näetkös, silloin ajeli jyritteli pitkin taivaan katuja, ja tulta iski kivinen tie ja pyörän rautainen kenkä. Hähhäh! Lapsella on lapsen mieli. Gianni. Anche la fantasia d’un bambino ha le sue immagini. Quante volte non ho pensato io all’uragano quando avevo ancora le sottanine? Pensavo fosse Dio che andava in carrozza per le vie del cielo e che sprizzasse fuoco dalle pietre della via e uscissero ghiere dalle ruote di ferro. I bambini hanno un cervello da bambini. 03328
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TIMO: Entäs minä? Samaan suuntaanhan tuumiskelin minäkin, koska mokomana pienenä peijakkaan peukalona kapsuttelin kujalla ukon jyskyessä, tapsuttelin, tapsuttelin paitatilkku päällä. Jumala jyrää peltoansa, aattelin minä, jyrää ja livauttelee oikein makeita iskuja sonninsuoroisella piiskallansa, ja iskuistapa noin nyt säkenöitsee pulskin ruunan pullea reisi, niinkuin muhkean hevon lautasilta näemme kipinöitä heltivän, koska sitä pyhkeilemme. Niin, olivatpa nämät mietteitä. Timoteo. E io? la pensavo quasi lo stesso anch’io, quando, piccolo come il pollice del diavolo, trotterellavo per la strada sotto l’imperversare dell’uragano, con un pezzetto di camicia addosso. Dio ara i suoi campi, pensavo io, ara e assesta dei bei colpi di frustino sulla groppa del suo bel cavallo che sprizza scindile dalla grassa coscia, come le vediamo uscire dai fianchi di un pulledro, quando lo si stropiccia. Così la pensavo io. 03329
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SIMEONI: Aattelinpa lapsena ja aattelen vielä: taivaan leimaus ja jyrinä on ilmoittava Jumalan vihaa syntisiä kohtaan maan päällä; sillä ihmisten synnit ovat suuret, lukemattomat kuin santa meressä. Simeone. Io credevo, da bambino, e credo ancora, che il fulmine e il tuono manifestino l’ira di Dio contro i peccatori della terra; poiché i peccati degli uomini sono grandi e innumerevoli come i granelli di sabbia in mare. 03330
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JUHANI: Tosin tehdään täällä syntiä, sitä ei taida kieltää, mutta kylläpä täällä syntistäkin oikein suolassa ja pippurissa keitetään. Poikani, muisteleppas kouluretkeämme ja mitä sen kestäessä koimme. Lukkarihan meitä kynsi ja pöllytti kuin haukka; sen tunnen vielä ja puren hammasta, mun poikaseni. Gianni. Davvero si fanno dei peccati quaggiù, non si può negare, ma il peccatore vien già cotto col sale e col pepe in questo mondo. Ragazzo mio, ricordati della nostra gita a scuola e di quello che abbiamo dovuto sopportare. Il sacrestano ci ha graffiati e bastonati come un falco; lo sento ancora e stringo i denti, ragazzo mio. 03331
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Der nächtliche Weg verlief, und es näherte sich der Tammistohof, den die Brüder festen Schrittes betraten, und Kyösti machte ihnen ein prächtiges Lager zurecht. Dieser Kyösti, ein Mann, kräftig wie ein Baumstamm, war der einzige Sohn des Gehöfts, aber er hatte keine Lust, es als Hofwirt zu regieren, sondern wollte immer, so wie jetzt, für sich leben. Einmal war er auch in einem Anfall von Besessenheit predigend und schreiend in den Dörfern herumgestreift. In diesen Zustand hatten ihn, wie man sich erzählte, seine Grübeleien über Glaubenssachen gebracht. Und als es schließlich klar in ihm geworden, war er sonst wieder derselbe wie vorher; nur lachte er nie mehr. Und etwas Merkwürdiges geschah auch, daß fortan die Jukolabrüder, die er früher kaum gekannt hatte, seine besten Freunde wurden. In das Haus dieses Mannes traten nun die Brüder, um sich für die Nacht einzuquartieren. Ma il loro viaggio notturno volgeva al termine ed era vicina la fattoria di Tammisto dove i fratelli entrarono seri, e Gustavo preparò loro dei buonissimi letti. Questo Gustavo, un tipo massiccio come un tronco, era il solo uomo della fattoria, ma non gli importava di fare da capoccia, preferendo vivere sempre isolato e per sè. Una volta aveva corso i villaggi come un forsennato, predicando e gridando, e si era ridotto in tale stato, si racconta, per le sue meditazioni sulle cose della fede. Quando finalmente ritornò in sè, era in tutto come prima, se non che non rise mai più. E avvenne allora questo fatto bizzarro, che egli, da quel momento, scelse, come suoi migliori amici, i fratelli di Jukola che prima aveva appena conosciuto. Da quest’uomo andarono ora i fratelli in cerca di alloggio per la notte. 03332
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Kapitel 04 Capitolo

: |fin-|swe-|eng-|rus-|est-|hun-|ger|-dan|-spa|-ita|-fra|-epo| - |fin-|swe-|eng-|rus-|est-|hun-|ger-|dan-|spa-|ita|-fra|-epo| (de-it) :
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Am folgenden Tage näherten sich die Jukolabrüder wieder im Gänsemarsch ihrem Elternhaus. Aber ihr Äußeres war jammererregend: die Kleider entsetzlich zerrissen, die Gesichter mit blauen Flecken und Wunden bunt bemalt. Juhani, der voranschritt, war das linke Auge geschunden, daß er kaum sehen konnte, dick waren Aapos Lippen aufgeschwollen, auf Timos Stirn knospte ein großes Horn, und Simeoni hinkte halblahm hinter den ändern drein. Der Kopf war ihnen geweicht worden; und der eine hatte sich den geleerten Quersack darum gewickelt, der andere hatte Fetzen aus seinem Kittel über die Wunden gedeckt. In solcher Verfassung kehrten sie von ihrem Schulgang zurück, und freudig wedelnd eilten ihnen ihre Hunde Killi und Kiiski entgegen. Aber sie waren nicht imstande, ihren treuen Wächtern die Liebkosungen nach Gebühr zu erwidern. Il giorno seguente i giovani di Jukola si avvicinarono di nuovo a casa in fila indiana. Avevano un aspetto miserabile: i vestiti tutti strappati, i visi segnati da ecchimosi e ferite. Gianni, che camminava in testa, aveva l’occhio sinistro quasi chiuso, Abramo le labbra gonfie, a Timoteo era sortito dalla fronte un duro bernoccolo e Simeone cammini va zoppicando dietro agli altri. Avevano tutti la testa malconcia e chi ci si era avviluppato intorno una bisaccia vuota, chi si era strappato dei brandelli della blusa per le ferite. In tale stato ritornavano dalla spedizione a Scuola. I cani Killi e Kiiski corsero loro incontro contenti e facendo le feste. Ma i fratelli non avevano la forza di rendere le carezze ai loro fidi guardiani. 04001
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Wer aber war so übel mit ihnen umgegangen? Wer hatte die starken Jukolabrüder dermaßen überwältigen können? Es war der Racheakt der Burschen von Toukola gewesen. Als sie erfahren hatten, daß die Bruder in Tammisto weilten, taten sich zwanzig von ihnen zusammen und legten sich in einem Gebüsch an der Landstraße auf die Lauer. Dort saßen sie lange Zeit duselnd und warteten mit ihren schweren Waffen. Als aber endlich die Schulgänger herankamen, da stürzten sich die Verschworenen mit aller Wucht über sie her, rückten von beiden Seiten der Straße auf sie los, und es erhob sich ein mörderischer Kampf mit Knütteln, in dem die Brüder arg gestäupt wurden. Leer gingen die Burschen von Toukola jedoch auch nicht aus, vielmehr verspürte manch einer schwindelnd die Wirkung der brüderlichen Fäuste. Zwei wurden bewußtlos nach Hause getragen: der Kunin-kala-Eenokki und der Kissala-Aapeli. Und es glänzte Aapelis Schädel vom Nacken bis hinauf zur Stirn, glänzte wie der Boden einer Zinnkanne. Juhanis Faust hatte diese derbe Rodearbeit verrichtet. Chi li aveva malmenati in tal modo? Chi aveva potuto così abbattere i forti fratelli di Jukola? Erano i giovani di Toukola che si erano vendicati. Essi, avendo saputo che quelli di Jukola erano a Tammisto, avevano fatto una congiura di diciotto uomini valenti e si erano nascosti in un cespuglio sul ciglio della strada a far la posta ai loro nemici. Stettero a lungo ad attenderli, mezzo assopiti, con solide armi in mano. Finalmente, quando gli allievi si avvicinarono, i congiurati balzarono loro addosso con la rapidità del vento, si slanciarono dalle due parti della strada e sorse un’orribile mischia in cui i fratelli le buscarono sode. Ma nemmeno quelli di Toukola se la cavarono incolumi dalla lotta; a più d’uno girò il capo sotto i colpi solidi dei pugni dei fratelli. Due di loro furono portati a casa svenuti: Enoc di Kuninkala e Abele di Rissala, il cui cranio era lucido dalla nuca alla fronte, lucido come il fondo di un bricco di stagno; era stato il pugno di Gianni a compiere quest’opera ripugnante di dissodamento. 04002
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Endlich aber saßen die Brüder zum Umsinken müde in der geräumigen Stube ihres Hauses. Finalmente i fratelli sedevano nell’ampia camera di casa loro, Manchi morti. 04003
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JUHANI: Wer ist an der Reihe, die Badestube zu heizen? Gianni. A chi tocca di scaldare la sauna? 04004
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TIMO: Ich wohl. Timoteo. A me. 04005
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JUHANI: Dann heize sie, daß der Ofen kracht. Gianni. Scaldala da far scoppiettare la stufa. 04006
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TIMO: Ich will versuchen, was ich kann. Timoteo. Cercherò di fare del mio meglio. 04007
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JUHANI: Machs gehörig, denn unsre Wunden brauchen wahrhaftig ein Bad! Aber Eero, du holst von Routio ein Quart Schnaps, er soll den besten Stamm aus unserm Bruchwald dafür haben. Ein Quart Schnaps! Gianni. Fai bene, perchè le nostre ferite hanno bisogno di vapore caldo; davvero! Ma su, Rico, va’ a prendere un litro di acquavite da Routio. Glielo pagheremo col miglior tronco del nostro bosco. Un litro di acquavite! 04008
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SIMEONI: Das ist doch vielleicht zuviel. Simeone. Sarà forse un po’ troppa. 04009
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JUHANI: Es wird knapp genügen, um sieben Männer einzufetten. Hier sind ja, weiß Gott! so viel Wunden wie Sterne am Himmel. Mir juckts und zuckts schlimm in dem Auge, aber noch schlimmer da drin im Herzen und in der Galle. Aber einerlei, einerlei! Jukola-Jussi ist noch nicht tot. Gianni. Basterà appena per frizionare sette uomini. Abbiamo, il Signore lo sa, tante ferite quante sono le stelle in cielo. Questo occhio mi duole e mi brucia, ma mi fa ancor più male qui dentro, nella bile e nel cuore. Ma bene, bene! Giannino di Jukola non è uncor morto. 04010
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Es brach der Abend an, ein schwermütiger Septemberabend. Eero brachte den Schnaps aus dem Rou-tiohof, und Timo meldete, daß die Badestube bereit sei. Und nun wurde es den Brüdern ein wenig sanfter ums ergrimmte Herz. Sie gingen zum Baden, und Timo warf das Wasser auf den Ofen. Die geschwärzten Steine knallten, und der heiße Dampf wogte wie eine Wolke durch den Raum. Mit aller Kraft handhabte jetzt jeder seinen saftigweichen, köstlichen Laubquast; sie wuschen und bähten ihre Wunden, und weithin drang aus der Badestube das eifrige Klatschen der Quäste. Venne la sera, una triste sera di settembre; Rico prese l’acquavite da Routio e Timoteo venne a dire che la sauna era pronta, notizia che addolcì un po’ la collera dei fratelli. Andarono a fare il bagno; Timoteo fece sprigionare il vapore, gettando l’acqua sulle pietre nere e roventi della stufa, che scricchiolarono, e il vapore bollente si diffuse all’intorno come una nuvola. Ciascuno maneggiò allora con tutta la forza il suo bel fascetto di tenera betulla e fecero il bagno, si medicarono le ferite col vapore e di lontano si udivano dalla sauna i colpi rapidi dei fascetti di betulla. 04011
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JUHANI: Nun kriegen unsre Wunden eine tüchtige Türkenpolka. Solcher Dampf ist doch die beste Arznei für Leib und Seele, die es gibt. Aber das Auge brennt wie der Teufel! Na, brenn dich nur satt, um so schärfer bekommst du die Hitze auf den Pelz. Was macht denn dein Rüssel, Aapo? Gianni. Le nostre ferite hanno ora un bagno turco. Un bagno di vapore; non c’è rimedio migliore, sia per il corpo malato che per l’anima. Mi brucia un occhio come il diavolo. Brucia quanto vuoi, ti darò ancor più calore sul collo. Come va il ceffo, Abramo? 04012
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AAPO: Der taut allmählich auf. Abramo. Si sgonfia a poco a poco. 04013
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JUHANI: Pritsch und verwalk ihn wie der Panje seinen Gaul, dann wird er schon weich werden. Aber neuen D^mpf, Timo, es ist ja heut abend dein Amt, uns zu bedienen. — Siehst du, so, mein Junge! Immer feste! Hu, was ist das heiß, was ist das heiß! So ists gut, du Schlawiner! Gianni. Battilo e picchialo come fa il Russo con la sua rozza, allora di certo ti diventerà morbido. Ma ancora del vapore, Timoteo, poiché questa sera tocca a te di servirci. Così, fratellino mio! lascialo venire bene il caldo, bene il caldo. Così, fratellino caro! 04014
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LAURI: Es brennt einem schon in den Krallen. Renzo. Vi bruciate le unghie. 04015
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JUHANI: Die müssen auch ihr Teil haben. Gianni. Anche le unghie devono avere la loro parte. 04016
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AAPO: Laß nach mit dem Schütten, Junge, sonst müssen wir alle hinaus. Abramo. Oh ragazzo, smetti di gettare acqua, altrimenti dovremo svignarcela. 04017
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EERO: Wollen ihm noch ein bißchen danken, dann sind wir bald verkohlt. Rico. Ringraziamolo ancora un po’ e presto saremo carbonizzati. 04018
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JUHANI: Laß es genug sein, Timo. Schutte nichts mehr! — Gehst du hinunter, Simeoni? Gianni. Basta, Timoteo; non buttar più acqua. All’inferno non ne buttar più! Scendi di già, Simeone? 04019
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SIMEONI: Ich geh hinunter, ich Elendswurm. Ach ja, wißt ihr, warum? Simeone. Scendo, povero me, ah, se sapeste perchè? 04020
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JUHANI: Nun! Gianni. Dillo. 04021
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SIMEONI: Denk an den Feuerofen der Verdammnis, Mensch, dann betest du Tag und Nacht. Simeone. Ricordati, uomo, della fornace della perdizione e prega notte e giorno. 04022
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JUHANI: Unsinn! Gönn deinem Leib, was er haben will. Denn je heißer der Dampf, desto größer seine heilende Wirkung und Kraft. Das weiß man doch. Gianni. Sciocchezze! Fai prendere al corpo ciò che vuole; più il vapore è caldo e migliore è la sua efficacia e la sua forza nel guarire. Lo sai bene. 04023
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SIMEONI: Wem gehört denn das warme Wasser dort in dem Eimer beim Ofen? Simeone. Di chi è quell’acqua calda in quel vaso davanti alla stufa ? 04024
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JUHANI: Das ist mein, laß die Hand von der Butter. Rühr sie nicht an. Gianni. « È mia », disse il fabbro della sua casa. Non la toccare. 04025
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SIMEONI: Ich nehm mir nur ein kleines Tröpfchen. Simeone. Ne prendo solo un goccino. 04026
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JUHANI: Ja nicht, Liebster, Bester, sonst gehts schlimm. Weshalb hast du dir keins gewärmt? Gianni. No, caro mio, altrimenti son dolori. Perchè non te ne sei scaldata un po’ anche per te? 04027
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TUOMAS: Was keifst du denn da wieder? Nimm dir aus meinem Zuber, Simeoni. Maso. Cosa cianci? Prendine dal mio secchio, Simeone. 04028
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TIMO: Oder aus meinem, dort unter der Pritschentreppe. Timoteo. O dal mio, là sotto la scaletta del banco. 04029
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JUHANI: Dann nimm nur auch aus meinem, aber laß mir wenigstens die Hälfte übrig. Gianni. Prendine anche dal mio secchio, ma lasciamene almeno la metà. 04030
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LAURI: Eero! du verfluchter Bengel, paß auf, ich schmeiße dich gleich von der Pritsche runter. Renzo. Rico, maledetto, bada che ti butto già dal banco. 04031
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AAPO: Was für Krakeel macht ihr denn da in der Ecke? Abramo. Oh, voi due, cosa intrigate, cosa pasticciate là in quell’angolo? 04032
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JUHANI: Was ist das für ein Gezänk? He? Gianni. Cosa ringhiate là? Eh? 04033
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LAURI: Er bläst einem in den Rücken. Renzo. Mi soffia nella schiena. 04034
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AAPO: Immer artig, Eero! Abramo. Stai buono, Rico! 04035
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JUHANI: He, du Stichling! Gianni. Ehi, robaccia! 04036
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SIMEONI: Eero, Eero, gibt dir denn nicht die sengende Hitze des Dampfes einen Gedanken an das Höllen-feuer ein? Denk an den Hemmola-Hans! Simeone. Rico, Rico, nemmeno il calore soffocante del vapore ti fa pensare al fuoco dell’inferno? Ricordati di Juho di Hemmola, ricordati di Juho di Hemmola. 04037
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JUHANI: Der sah auf seinem Krankenlager den feurigen See, vor dem er noch gerettet wurde, weil er, wie man ihm sagte, auf der Badestubenpritsche immer an die Hölle gedacht hatte. — Aber schimmert denn dort das Tageslicht durch die Ecke? Gianni. Nel suo letto di dolore vide il lago infuocato, da cui ancora una volta fu salvato, per il motivo che, come gli fu detto, egli sempre, sul banco della sauna, si era ricordato dell’inferno. Ma è la luce del giorno che splende, entrando da quest’angolo? 04038
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LAURI: Das helle Tageslicht. Renzo. Un bellissimo giorno. 04039
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JUHANI: Brr! Die Badestube pfeift auf dem letzten Loch. Deshalb sei das erste Streben meiner Hausherrenschaft eine neue Badestube. Gianni. Diavolo! la sauna canta la sua ultima canzone. Perciò il primo compito di quando amministrerò la casa, sarà di costruire una nuova sauna. 04040
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AAPO: Ja, die könnten wir brauchen. Abramo. Ce n’è proprio bisogno di una nuova. 04041
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JUHANI: Eine funkelnagelneue, ohne Widerrede. Ein Hof ohne Badestube taugt nichts, einmal wegen des Badens und dann, wenn die Hausfrau und die Einliegerfrauen Kinder kriegen. Eine qualmende Badestube, ein bellender Köter, ein krähender Hahn und eine miauende Katze, das sind die Kennzeichen eines guten Hofes. Ja, wer unsern Hof übernimmt, hat zu arbeiten und zu schuften. — Wir könnten wohl noch ein bißchen Dampf brauchen, Timo. Gianni. Nuova, nuova, senza discussione. Una fattoria senza sauna non è ammissibile : occorre, e per fare il bagno e per i parti della moglie del padrone e di quelle degli operai. Una sauna che fuma, un cane che abbaia, un gallo che canta e un gatto che miagola; tali sono i segni di una fattoria in buono stato. Sì, avrà il suo da fare chi si occupa della fattoria. Ci vorrebbe ancora un po’ di vapore, Timoteo. 04042
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TIMO: Den sollt ihr haben. Timoteo. L’avrete. 04043
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SIMEONI: Aber denkt dran, daß wir Samstagabend haben. Simeone. Ma ricordiamoci che è sabato sera. 04044
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JUHANI: Und aufgepaßt, daß nicht bald unser Fell auf dem Balken hängt wie jener Magd ihres. Eine entsetzliche Geschichte! Gianni. Stiamo attenti che la nostra pelle non resti penzoloni da una pertica come una volta quella di una domestica. Che fatto terribile. 04045
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_ Simeoni: Das Mädchen ging ja nie rechtzeitig mit den ändern in die Badestube, sondern schusserte und pusselte immer erst da herum, wenn die ändern schon schliefen. Aber eines schönen Samstagabends blieb sie länger als sonst. Man ging und sah nach, und was fand man da von ihr? Bloß die Haut auf dem Balken. Und die war wirklich meisterlich gebalgt, die Haare, die Augen, die Ohren, der Mund und sogar die Nägel waren noch dran. Simeone. Quella ragazza non andava mai nella sauna con gli altri, ma ci si traccheggiava quando gli altri dormivano. Un sabato sera ci si fermò più a lungo, come al solito. Andarono a cercarla, ma cosa trovarono? Solo la sua pelle a una pertica. Era stata scorticata proprio con mano maestra : c’erano ancora i capelli, gli occhi, le orecchie, la bocca e anche le unghie. 04046
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JUHANI: Mag uns das zur ... Seht doch nur mal wie wütend mein Buckel den Dampf einsaugt; wie wenn er seit Neujahr den Quast nicht geschmeckt hätte. Gianni. Che non ci succeda anche a noi... Guarda, guarda, come prende presto il vapore la mia schiena! Come se non avesse gustato il fascetto di betulle da capo d’anno. 04047
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LAURI: Wer hatte sie denn aber so abgezogen? Renzo. Ma chi l’aveva scorticata? 04048
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TIMO: Wer?! Frag mal. Wer wohl anders als der ... Timoteo. Chi? E lo domandi? Chi, se non... 04049
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JUHANI: Gottseibeiuns! s- Gianni. Il vecchione. 04050
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TIMO: Ja, er, der herumgeht wie ein brüllendes\]R.en-tier V- Hu, wie gräßlich! ' Timoteo. Già, lui che va in giro come un leone ruggente. Che atto orribile! 04051
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JUHANI: Hör, lieber Timo, reich mir doch mein Hemd dort vom Balken. Gianni. Timoteo, passami la mia camicia là dalla pertica. 04052
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TIMO: Dies hier? Timoteo. Questa? 04053
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JUHANI: Na! Eeros Fetzen bietet er einem Mann an! O weh! — Das dort in der Mitte. Gianni. Macché! Offrire a un uomo quel pezzetto di stoffa di Rico, Ma, te! Quella là, nel mezzo. 04054
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TIMO: Dies hier? Timoteo. Questa? 04055
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JUHANI: Ja, das ist doch ein Männerkittel. Sollst bedankt sein. — Entsetzlich, sage ich auch, um noch mal drauf zurückzukommen. Aber das mag uns immer daran erinnern, daß »der Vorabend das Höchste am Fest« ist. —Jetzt waschen wir uns so rein, wie wenn wir unter den flinken Händen der Hebamme hervorgekommen wären. Und dann mit den Hemden unterm Arm in die Stube, denn der erhitzte Körper muß richtig frische Luft haben. — Ich glaube übrigens, mein Goldauge fängt langsam an, sich zu fügen. Gianni. Questa è una camicia da uomo. Grazie. Un fatto orribile, dico, per tornare a bomba. Ma dobbiamo ricordarci che « la vigilia della festa è la festa maggiore ». Ora puliamoci bene come se uscissimo dalla mano abile della levatrice; poi torniamo in camera con la camicia sotto il braccio, perchè il nostro corpo infiammato si prenda bene l’aria fresca. Mi pare che il mio caro occhio vada già meglio. 04056
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SIMEONI: Mein Bein da fügt sich aber nicht. Das beißt und zwickt, wie wenns in zischender Asche steckte. Was soll ich armer Kerl nur damit anfangen? Simeone. Ma non il mio piede, mi brucia e mi duole come se l’avessi nella cenere bollente. Che ne faccio, povero me? 04057
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EERO: Leg dich hübsch schlafen, wenn wir in der Stube sind, und bete um eine Beinsalbe, und dann danke deinem Schöpfer, der dich heute behütet hat, »daß du nicht mit dem Fuß an einen Stein gestoßen bist«, wies im Abendsegen heißt. Rico. Mettilo a letto per benino quando andiamo in casa e domanda un unguento per il piede (Apocalisse, 3, 18.) e poi ringrazia il Creatore che oggi ha impedito « che il tuo piede urtasse in una pietra » come leggiamo nella preghiera della sera (Frase del Vangelo di Luca, 4, 11.). 04058
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SIMEONI: Ich hör nicht, was du sagst, ich hör nicht. Simeone. Non ti sento, non ti sento. 04059
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EERO: Dann bete auch um Ohrensalbe. Aber setz dich nun in Bewegung, sonst fällst du hier dem Satan noch in die Klauen. Rico. Domanda anche un unguento per le orecchie. Ma muoviti, altrimenti diverrai preda del diavolo qui. 04060
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SIMEONI: Meine Ohren sind taub für dich, taub auf geistliche Weise. Verstehst du, Mensch! Simeone. Le mie orecchie sono sorde alle tue parole, sorde in senso spirituale. Capisci, uomo! 04061
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EERO: Komm nur, sonst liegt deine Haut auch bald auf dem Balken, und richtig auf fleischliche Weise. Rico. Vieni, ora, altrimenti la tua pelle penderà dalla pertica e questa in senso corporale. 04062
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Nackt und glühendheiß traten sie aus der Badestube in das Haus, und ihre Körper waren rot wie sonnverbrannter Birkenbast. Drinnen setzten sie sich nieder, um eine Weile zu verschnaufen, und reichlich brach ihnen der Schweiß hervor; und dann zogen sie sich gemächlich an. Juhani aber begann für die ganze verwundete Brüderschaft eine Salbe zu kochen. Er setzte eine alte stiellose Metallpfanne auf das Feuer, goß das Quart Branntwein hinein und schüttete in diesen zwei Achtel Schießpulver, ein Achtel Schwefelmehl und ebensoviel Salz. Und nachdem dies etwa eine Stunde gekocht hatte, hob er das Gebräu zum Kaltwerden ab, und die Salbe, ein pechschwarzer Brei, war fertig. Sie salbten damit ihre Wunden, besonders die am Kopf, strichen frischen, gelbbraunen Teer darüber. Und da bissen sie die Zähne zusammen, und ihre Gesichter wurden fürchterlich schwarz, so sehr brannte die beizende Medizin in den Wunden. Simeoni aber machte das Abendessen zu-' recht, brachte sieben Ringbrote, eine gedörrte Rinderkeule und eine gehäufte Schüssel Rüben auf den Tisch. Doch die Mahlzeit wollte ihnen an diesem Abend nicht recht schmecken, sondern bald standen sie vom Tisch auf, zogen sich aus und sanken auf ihre Betten. Nudi e riscaldati, andarono dalla sauna in casa e i loro corpi erano abbronzati come la scorza della betulla bruciata dal sole. Entrati, si fermarono un momento per riposarsi, chè sudavano abbondantemente, poi si vestirono adagio, adagio. Allora Gianni si mise a preparare un balsamo per le ferite di tutti i fratelli. Mise sul fuoco una vecchia padella di metallo, smanicata, ci versò un litro di acquavite e vi mescolò due quarti di polverina, un quarto di farina di zolfo e altrettanto sale. Quando questa mistura ebbe bollito per circa un’ora, la levò dal fuoco perchè freddasse e il balsamo, nero come la pece e pastoso, era pronto. Unsero le loro ferite, specie quelle del capo, con l’unguento e vi spalmarono sopra del catrame fresco e giallo-scuro. Strinsero forte i denti e si oscurarono orribilmente in volto; tanto bruciava nelle ferite quella energica medicina. Simeone preparò la cena, mise in tavola sette pani a ciambella, un coscio di bove seccato e una zuppiera colma di navoni. Ma quella sera non gustarono molto il cibo; si alzarono presto da tavola, si spogliarono e andarono a letto. 04063
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Die Nacht war dunkel, und überall herrschte Ruhe und Schweigen. Aber plötzlich wurde es hell um Jukola; die Badestube hatte Feuer gefangen. Denn Timo hatte den grauen Ofen zu sehr geheizt, die Wand begann zu glimmen und loderte schließlich in hellen Flammen. Und da brannte das Gebäude in aller Stille bis auf den Grund nieder, ohne daß ein Auge es sah. Und als der Morgen graute, war von Jukolas Badestube nichts übrig als einige glimmende Feuerscheite und der glühende Steinhaufen des Ofens. Gegen Mittag erwachten auch schließlich die Brüder, standen, weit frischer als am vorigen Abend, auf, zogen sich an und machten sich an das Frühstück, das ihnen jetzt wohl mundete. Lange Zeit aßen sie, ohne ein Wort zu sagen, aber endlich kamen sie auf den bösen Vorfall auf der Landstraße zwischen Tammisto und Toukola zu sprechen. La notte era scura e dovunque regnava il silenzio e la pace. Ma d’improvviso lo spazio intorno a Jukola s’illuminò; la sauna aveva preso fuoco! Timoteo aveva talmente scaldato il forno di pietra grigia (Non si sa quale sia il corrispondente esatto, in italiano, di questa pietra grigia.) che il fuoco, nella parete, prima cominciò a covare poi divampò. Così in tutta pace l’edifìcio s’incenerì senza che nessuno se ne avvedesse. Quando spuntò il mattino, della sauna di Jukola restavano solo alcuni tizzoni ardenti e un mucchio di pietre del forno ancora calde. Finalmente a mezzogiorno si svegliarono anche i fratelli e si levarono più freschi della sera prima; si vestirono e si misero a far colazione di gusto. Mangiarono a lungo senza dire una parola, ma alla fine si rimisero a discorrere del brutto incontro sulla strada fra Tammisto e Toukola. 04064
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JUHANI: Wahrhaftig, wir haben tüchtige Hiebe gekriegt. Aber sie stürzten ja auch wie Banditen mit Knütteln und trockenem Kot über uns her. Ach! hätten wir auch Waffen in den Händen gehabt und hätten die Gefahr voraussehen können, dann würden heute im Dorf Toukola Sargbretter gesägt, und der Totengräber hätte zu tun. Dem Kissala-Aapeli habe ich sein Teil doch gegeben. Gianni. Ne abbiamo buscate davvero; ma ci sono corsi addosso come briganti con bastoni e con pertiche. Se avessimo avuto delle armi in mano e avessimo preveduto il pericolo, oggi si preparerebbero delle bare nel villaggio di Toukola e il becchino avrebbe il suo lavoro. Però ad Abele di Rissala gli ho dato la sua parte. 04065
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TUOMAS: Ein kahler, weißer Strich lief ihm von der Stirn bis ins Genick wie die Milchstraße am Herbst-himmel. Maso. Una riga bianca e senza capelli gli correva dalla fronte al collo come la via lattea nel cielo autunnale. 04066
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JUHANI: Du hasts gesehen? Gianni. L’hai vista tu? 04067
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TUOMAS: Ja, ich habs gesehen. Maso. L’ho vista io. 04068
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JUHANI: Er hat sein Fett. Aber herrjesses! die ändern, die ändern. Gianni. Lui ha avuto il fatto suo, ma gli altri, gli altri, diavolo! 04069
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EERO: An denen rächen wir uns noch mal bis aufs Mark. Rico. Ci vendicheremo fino al midollo. 04070
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JUHANI: Gut, laßt uns einmütig die Köpfe zusammenstecken und einen unvergleichlichen Racheplan aushecken. Gianni. Scervelliamoci tutti insieme e prepariamo un piano di vendetta senza precedenti. 04071
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AAPO: Wozu denn ewiges Verderben anrichten? Halten wir uns an Gesetz und Recht und nicht an die Gewalt. Abramo. Perchè provocare malanni eterni? Basiamoci sulla legge e sulla giustizia e non sull’opera delle nostre mani. 04072
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JUHANI: Den ersten Kerl aus Toukola, der mir in die Hände fällt, fresse ich mit Haut und Haaren lebendig auf. Das ist Gesetz und Recht. Gianni. Il primo uomo di Toukola che mi capita fra le mani io ingoio vivo con la pelle e i peli e tutto; questa è la legge e la giustizia. 04073
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SIMEONI: Armer Bruder, denkst du, jemals in den Himmel zu kommen? Simeone. Povero fratello mio! Non ci pensi mai di unirti agli eredi al cielo? 04074
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JUHANI: Was schert mich der Himmel, wenn ich Toukola-Mattis Blut und Wust nicht sehen darf. Gianni. Cosa m’importa del cielo, se non posso veder scorrere il sangue e le budella di Matteo di Toukola! 04075
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SIMEONI: Gott, wie schrecklich, wie schrecklich! Ich möchte weinen. Simeone. Ah, orribile, orribile! C’è da piangere. 04076
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JUHANI: Weine du über den Tod der Katze, aber nicht über mich. Hmmh! Ich mache Wurst aus ihm. Gianni. Piangi sulla morte del gatto ma non per me. Ehm! Io ne farò salsicce. 04077
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TUOMAS: Die Rauferei wird noch mal gerächt, das verspreche und schwöre ich. Ein Wolf geht ja so mit einem Menschen um. Maso. Una volta mi vendicherò di questa scorticatura, lo prometto e lo giuro. Sono i lupi che trattano così la gente. 04078
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JUHANI: Ein wilder Wolf. Ich schwöre denselben Eid. Gianni. I lupi furiosi. Io faccio lo stesso giuramento. 04079
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AAPO: Solche Rache schlägt auf unsern eignen Nak-ken zurück. Das Gericht aber bestraft sie und belohnt uns. Abramo. Questa vendetta ci ripiomberà sul capo; invece una sentenza legale punirà loro e compenserà noi. 04080
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JUHANI: Durch das Gesetz wird ihr Buckel niemals für die Wunden büßen, die wir auf uns haben. Gianni. Ma per mezzo della legge la loro schiena non sconterà il fio delle ferite che portiamo. 04081
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AAPO: Um so toller ihr Geldbeutel und ihre Ehre. Abramo. Ma lo sconterà tanto più la loro borsa e il loro onore. 04082
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SIMEONI: Verscheucht die blutige Rache aus euerm Herzen und verlaßt euch aufs Gesetz. So will ichs, wenn mirs auch gewaltig vor dem Wesen und Gelaufe im Gerichtssaal graut. Simeone. Via dalla nostra anima una vendetta sanguinosa e mettiamoci al riparo della legge, benché abbia un sacro terrore dei maneggi e del chiasso del tribunale. 04083
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JUHANI: Wenns wirklich dahin kommt, bin ich auch nicht der Mann, der gleich auf die Nase fällt. Zwar wird uns etwas das Herz bubbern, wenn wir zum erstenmal vor dem Tisch des hohen Gerichts stehen. Aber was ein richtiger Mann ist, der kriegt dann schon Mut. Ich weiß noch, wie ich der armen Koivula-Kaisa als Zeuge beistand, als sie wegen Unterhaltskosten für ihr Kind klagte; weiß noch, wie da der Kommissarius rief: »Juhani Juhanis Sohn Jukola aus dem Dorfe Toukola!« Gianni. Se la cosa andrà fin là, non sarò uomo da farmi mettere in mezzo. Certo il cuore batte un po’ quando ti siedi per la prima volta davanti al tavolo dell’alta giustizia, ma, se si è uomini, si fa presto a tirarsi su. Mi ricordo ancora quando mi hanno citato come testimonio per quella povera Caterina di Koivula che chiedeva gli alimenti per suo figlio; mi rammento quando il commissario gridò: « Giovanni, figlio di Giovanni di Jukola, del villaggio di Toukola! ». 04084
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TIMO: «Und sein jüngerer Bruder Timotheus!« Ich war ja auch dabei; und Kaisa bekam einen Vater für ihr Kind, daß es flutschte. Ich war ja auch Zeuge, Juhani. Timoteo. « E il suo fratello minore Timoteo! ». Perchè c’ero anch’io; e Caterina trovò d’un colpo un padre per il suo figlio. Ero anch’io testimonio, Gianni. 04085
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JUHANI: Ja, ja. Aber was wimmelte da die Vorstube, die Treppe und der Hof von Leuten! Ich saß in der Vorstube und redete mit dem Tammisto-Kyösti darüber, was und wie ein Mann vor dem Gesetz sprechen müßte. Ich redete gerade eifrig auf ihn ein und zupfte ihn dabei an den Rockknöpfen — siehst du, so! — da rief der Kommissarius mit lauter Stimme, daß alle ihre Augen und Ohren aufsperrten: »JuhaniJuhanis Sohnjukola aus Toukola!« Gianni. Già, già. E l’atrio, la scala e il cortile formicolavano di gente. Ero seduto nel vestibolo e chiacchieravo con Gustavo di Tammisto, del come si doveva parlare davanti alla giustizia. Discorrevo con lui, proprio di gusto, tirandogli i bottoni dell’abito, così, quando il commissario o il guardacaccia gridò a voce così alta che tutti spalancarono gli occhi e drizzarono le orecchie : « Giovanni, figlio di Giovanni di Jukola, del villaggio di Toukola! ». 04086
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TIMO: »Und sein jüngerer Bruder Timotheus!« Und, hols der Henker! Kaisa bekam einen Vater für ihr Kind. Timoteo. « E il fratello Timoteo! ». E Caterina ebbe, mondo cane, un padre per il suo bambino. 04087
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JUHANI: Jawohl, jawohl. Gianni. Certo. 04088
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TIMO: Obgleich man uns nicht mal schwören ließ. Timoteo. Benché non ci facessero giurare. 04089
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JUHANI: Ja, das wohl nicht. Aber unsre ernsten, aufrichtigen Worte haben sehr gewirkt. Gianni. Non si giurò, è vero; ma la nostra deposizione ferma e sincera ebbe un grande effetto. 04090
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TIMO: Und unsre Namen in den Protokollen und Eingaben sind bis zum Kaiser gewandert, hehe! Timoteo. E i nostri nomi nei protocolli e nelle suppliche sono arrivati fino all’imperatore, eh! 04091
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JUHANI: Selbstverständlich. — Das rief der Kommissarius, und da zitterte mirs doch etwas in der Herzkammer, aber bald hatte ich mich wieder erholt und ließ die unerschütterliche Sprache der Wahrheit aus dem Munde strömen wie der Apostel selbst, ohne mich durch das Lachen und Losprusten des ganzen Gerichtssprengels irremachen zu lassen. Gianni. Certo. Il commissario dunque gridò e allora mi si agitò qualcosa in fondo al cuore, ma si prese presto confidenza e si fece fluire dalla bocca la voce incrollabile della verità, come un apostolo in persona, senza curarsi delle risa e dei bisbigli di tutto il tribunale. 04092
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TIMO: Ja, so wird man im Gerichtssaal gezüchtigt, und alles geht wie am Schnürchen. Und doch wird da immer an vielen Stricken gezogen, und pfiffig wird einem manches Bein gestellt. Timoteo. Così ci si deve presentare in tribunale e tutto procede bene. Ma ti tirano anche in molti tranelli e ti fanno lo sgambetto. 04093
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JUHANI: So ists. Aber zum Schluß erwischt die Gerechtigkeit und Wahrheit nach manchem Schlich doch den Sieg. Gianni. Certo; ma la giustizia e la verità finiscono per forza col vincere, dopo molti trucchi. 04094
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TIMO: Nach manchem Schlich und Pfiff. Ja gewiß, wenn nicht der Teufel selber Anwalt ist und die Nacht zum Tag und den Tag zur Nacht und den schwarzen Teer zu Schlickermilch macht. — Aber jede Sache hat zwei Seiten. Warum hat Gott die Entscheidung des Rechts nicht auf einen sichreren, auf einen ein für allemal festen Grund gestellt? Wozu die Zeugen, die schwierigen Verhöre und die Kniffe der Rechtsgelehrten? Nach meiner Ansicht wäre ja dies der geradeste Weg zur Gerechtigkeit und Wahrheit, wenn eine Sache dunkel scheint und man nicht richtig dahinterkommen kann: Der ganze Gerichtshof begibt sich mit dem Richter an der Spitze auf den Hof hinaus, wo der Kommissarius oder Jagdvogt in ein großes Birkenhorn bläst, welches das Gerichts-horn hieße. Damit tutete er mehrere Male, wobei er das offene Ende gegen die Höhe des Herrn hielte. Dann aber müßte sich der Himmel auftun, und der Engel der Gerechtigkeit erschiene allem Volk und fragte mit lauter Stimme: »Was wünscht der Herr Kommissarius?«, der Kommissarius aber fragte ihn mit weithin schallender Stimme: »Ist der Angeklagte unschuldig oder schuldig?« Darauf gäbe der verklärte Engel eine Antwort, an deren Richtigkeit niemand zu zweifeln brauchte und nach der man den Mann entweder Gottes Obhut überlassen oder tüchtig rupfen müßte. Ich glaube, so ließe sich alles gut machen. Timoteo. Dopo molti trucchi e maneggi: certo, purché il diavolo in persona non faccia da avvocato e cambi la notte nel giorno e il giorno nella notte e il latte accagliato in nero catrame. Ma una cosa vale l’altra. Perchè Dio non ha posto le decisioni della giustizia su basi più solide, estremamente solide? Perchè i testimoni, gl’interrogatori difficili e i maneggi dei legulei? Secondo me, ci sarebbe una via che porta più direttamente alla giustizia e alla verità: quando un affare sembra scuro e non si può sbrogliare. Tutto il tribunale, col giudice in persona in testa, esce fuori nel cortile, dove il commissario o il guardiacaccia suona una gigantesca tromba di betulla che si chiamerebbe la tromba del tribunale; la suonerebbe più d’una volta, rivolgendo la bocca dello strumento verso l’alta sede del Signore. Allora il cielo si aprirebbe e l’angelo della giustizia si mostrerebbe a tutto il popolo domandando ad alta voce : « Che vuole il commissario? » e a lui chiederebbe di rimando il commissario con voce tonante: «L’imputato è innocente o colpevole?». Allora l’angelo illuminato darebbe un responso la cui giustizia nessuno potrebbe mettere in dubbio e, secondo il quale, l’imputato andrebbe sotto la protezione del Signore o sarebbe strigliato a dovere. Così, credo, tutto andrebbe bene. 04095
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JUHANI: Wozu aber so viel Trara und Honneurs? Seht mal, wie ich mir die Sache überlegt habe. Ich hätts als Schöpfer so eingerichtet: Der Angeklagte muß seine Worte mit einem Eid, mit einem heiligen Eid beschwören, und wenn er richtig schwört, soll er als freier Mann heimmarschieren. Fiele es ihm aber ein, eine Lüge aus dem Munde fahren zu lassen, dann sollte sich dies Würmernest von Erde unter ihm öffnen und ihn zur Hölle hinabschlucken. Das wäre ja der geradeste Weg der Wahrheit. Gianni. Ma perchè tanti comandi e tanti onori? Guarda un po’ come ho pensato io la faccenda. Se fossi il Creatore, farei così : l’accusato conferma la sua parola col giuramento, un giuramento sacro; se giura il vero, sarà libero di marciare di nuovo a casa sua; ma se gli piacesse di mentire, la terra si aprirà sotto di lui e l’inghiottirà nell’inferno. Questa sarebbe la via più diretta alla verità. 04096
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AAPO: Das wäre keine schlechte Lösung. Aber vielleicht ist doch alles so am besten, wie es der Vater der Weisheit einmal verordnet hat. Abramo. Si potrebbe usare anche questo mezzo, ma forse meglio di tutto è come ha disposto una volta il Padre stesso della saggezza. 04097
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JUHANI: Am besten! Jetzt sitzen wir hier zerfetzt, grindig, einäugig wie die läufigen Kater im März. Ist das ein Spaß? Zum Teufel! Diese Welt ist der größte Unsinn, den es unter der Sonne gibt. Gianni. Meglio? Siamo qui lacerati, piagati, monocoli come i gatti di marzo. È bello questo? Diavolo! Questo mondo è la cosa più sciocca che si trovi sotto il sole. 04098
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SIMEONI: So hat Er, der Herr, es eingerichtet; denn er will die Glaubensstärke der Menschenkinder prüfen. Simeone. Il Signore ha disposto così per provare la forza dell’uomo nella fede. 04099
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JUHANI: Die Glaubensstärke! Er prüft und erprobt, aber bei seinen Prüfereien fahren die Seelen wie die Mucken in die ewige Sauna, wohin ich keine Schlange wünschte, obgleich ich nur ein sündiger Mensch bin. Gianni. La forza nella fede. Lui prova, esamina, ma, con tutti i suoi esami, le anime vanno come zanzare nella tormenta eterna, dove non manderei nemmeno un serpente, benché io non sia altro che un povero peccatore. 04100
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04101
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TUOMAS: Das Leben und die Welt sind ein böser Spaß. Gar wenig Hoffnung hat jeder auf einen so kleinen Anteil wiejosua und Kaleb unter sechshunderttausend Männern. Maso. Questa vita e questo mondo sono un brutto giuoco. Poca è la speranza di ognuno di essere salvato, se la parte degli eletti è così piccola, come accadde un tempo di Giosuè e Caleb fra centomila uomini ( Num., 26, 25.). 04101
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JUHANI: Richtig! Was ist also dies Leben? Ein Vor-haus der Hölle. Gianni. Vero. Cos’è questa vita? L’atrio dell’inferno. 04102
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SIMEONI: Juhani, Juhani! Halt dein Herz und deine Zunge im Zaum. Simeone. Gianni, Gianni, bada alla tua anima e alla tua lingua! 04103
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JUHANI: Eine wahre Hölle, sag ich, wenn ich richtig meinen Kopf aufsetzen soll. Ich bin hier eine geplagte Seele, und die Burschen von Toukola sind Teufel mit Feuergabeln. Die Menschen sind böse Geister gegen uns. Gianni. Un vero inferno, dico. E se devo tirar fuori quel che mi ribolle dentro, io qui sono un’anima in pena e i giovani di Toukola dei demoni con le forche in mj no. Gli uomini sono degli spiriti maligni contro di noi. 04104
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AAPO: Wir wollen doch erst mal ein bißchen in unsre eigne Brust steigen. Den Zorn der Menschen haben wir vielleicht großenteils selber geweckt und geschürt. Habt ihr vergessen, wie wir in ihren Rüben-äckern und Erbsenfeldern gewütet, wie wir beim Fischen das Heu auf ihren Flußufern zerstampft, wie wir öfters die von ihnen umzingelten Bären geschossen und mehr ähnliche Streiche vollfuhrt haben, ohne uns an die Drohungen des Gesetzes und die Stimme unsres Gewissens zu kehren? Abramo. Guardiamoci un po’ in seno. Siamo stati forse noi stessi, in gran parte, che abbiamo acceso e mantenuto l’odio degli uomini. Ricordiamoci come abbiamo rovinato i loro campi di rape e le loro piantagioni di piselli, calpestato il loro fieno ai margini dei fiumi nelle nostre partite di pesca, ucciso spesso gli orsi già da loro accerchiati, e fatti molti altri tiri del genere, senza occuparci delle minacce della legge e della voce della nostra coscienza. 04105
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SIMEONI: Wir haben ja Himmel und Erde gegen uns erbittert. Oftmals, wenn ich mich schlafen lege und an unsre mutwilligen Jugendtaten denke, sticht mir das flammende Schwert des Gewissens erbarmungslos in der armen Brust, und mir ist, als hörte ich ein seltsames Rauschen wie von einem fernen, seufzenden Regen, und als flüsterte mir eine finstere Stimme ins Ohr; »Das ist das Seufzen Gottes und der Menschen über die sieben Söhne von Jukola.« Unheil droht uns, Brüder, uns blinkt kein Stern des Glücks, solange wir nicht besser mit den Menschen stehen. Warum sollen wir sie also nicht um Verzeihung bitten und versprechen, in Zukunft ein andres Leben zu fuhren? Simeone. Abbiamo irritato il cielo e la terra. Spesso, quando vado a letto e mi rammento delle azioni licenziose e maligne della nostra gioventù, la spada infuocata della coscienza punge dolorosamente il mio povero petto e mi par di udire uno strano rumore, come il gemito di una pioggia lontana, come se una voce tenebrosa mi bisbigliasse all’orecchio : « È il sospiro di Dio e degli uomini sui sette fratelli di Jukola ». La perdizione ci minaccia, fratelli, e la stella della felicità non brillerà per noi prima che i nostri rapporti con la gente siano migliori. Perchè non andremmo a chiedere perdono, promettendo di vivere altrimenti, d’ora in poi ? 04106
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04107
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EERO: Ich möchte weinen, wenn ichs könnte. Simeoni, Simeoni! »Es fehlt nicht viel, du wirst mich noch« ja, es fehlt nicht viel. »Aber gehe hin auf diesmal.« Rico. Io piangerei se potessi. Simeone, Simeone! « Ci manca poco che non... » ci manca poco... « Ma va anche questa volta » (Fatti degli Apostoli, 26, 28.). 04107
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SIMEONI: Na ja, wartets nur ab. Am Jüngsten Tag werden wirs sehen. Simeone. Già, già, si vedrà l’ultimo giorno. 04108
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TIMO: Glaubst du, ich würd den Kopf senken und um Verzeihung bitten? Ichglaubs nicht. Timoteo. Piegar la testa per chieder perdono? Non mi ci vedo. 04109
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TUOMAS: Nein, nicht, solange die Raben schwarz sind. Maso. Giammai, finché il corvo sarà nero. 04110
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EERO: Das geschieht dann also »beim Kommen zum Gericht«. Dann sind ja die Raben weiß wie Schnee, wies im Lied vom fröhlichen Knaben und der lieben Mutter heißt. Es muß schon Matthäi am letzten sein, ehe wir hier zu beten anfangen. Rico. « Arriveremo al giudizio finale », allora accadrà anche questo. Allora il corvo sarà bianco come la neve, come si canta nella canzone dell’allegro ragazzo e della sua cara mammina (Vedi la prefazione alla Kanteletar, 4.). Da parte mia, preferisco esser ridotto agli estremi, prima di supplicare quaggiù. 04111
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JUHANI: Du kannsts mir glauben, Simeoni, es geht hier nicht immer und ewig nachzusehen, wie es mit unsrer Seele steht, unaufhörlich an diesen Feuer-schlund, an den Teufel und all die kleinen Teufel zu denken. Solche Gedanken werfen einem entweder alles bunt im Kopfe durcheinander oder sie legen einem den Strick um den Hals. — Unsre früheren Torheiten sind eher Jugendeseleien zu nennen als Sunden im strengsten Sinn. Und zweitens bin ich zu der Ansicht und Überzeugung gekommen, daß man hier auf Erden mitunter beide Augen zudrücken und manches nicht sehen muß, was man sieht, und manches nicht wissen, was man weiß. So muß es der Mensch hienieden machen, wenn er mit heiler Haut aus dem Mörser des Lebens herauskommen will. — Ihr braucht mich gar nicht so anzuglotzen, das ist gar nicht nötig. — Ja, ich meine die kleinern Sünden gegen Gott, nicht die gegen den Nachbarn. Der Nachbar und Nächste trägt die Nase hoch und das Maul schief und muß ebensogut Zusehen, wie er sein Schäfchen schert, wie ich; aber Gott ist ein geduldiger und barmherziger Mann und verzeiht uns zuletzt immer, wenn wir mit aufrichtigem Herzen zu ihm beten. Ja, ja, ich meine: es geht nicht, immer und überall unser eignes Tun und solche kleinen Kanaillenstreiche haarscharf mit den Worten und Geboten Gottes zu vergleichen, sondern am besten ist es, sich in der Mitte zu halten. Grobe Sünden müssen wir vermeiden, unter allen Umständen, sage ich, und um Augensalbe beten, aber diese kleinern, das heißt also die kleinern gegen Gott, nicht immer mit dem Angelhaken des Gewissens herausfischen, sondern in der Mitte, mitten in der Mitte bleiben. Gianni. Credi a me, Simeone, non mette conto di esaminare senza posa lo stato dell’anima nostra, di ricordarsi sempre della caverna infuocata, del diavolo e dei diavoletti. Pensieri del genere ti fanno girare il capo o ti mettono la corda al collo. Le nostre antiche gesta temerarie sono da considerarsi piuttosto come follie che peccati nel più stretto senso della parola. In secondo luogo, sono arrivato alla ferma convinzione che qui bisogna qualche volta chiudere gli occhi e fingere di non vedere ciò che si vede e di non sapere ciò che si sa. Così si deve fare qui se si vuole uscire con la pelle intatta dal tagliere della vita. Non importa spalancare tanto gli occhi e la bocca. Penso ai peccatuzzi contro Dio, non contro i vicini. I vicini e il prossimo hanno il naso corto e all’insù e hanno bisogno dei loro beni come me, ma Dio è un essere longanime e misericordioso (Num., 14, 18.) e finisce sempre col perdonare se lo preghiamo con cuore leale. Sì, sì, io penso che non mette conto di paragonare sempre e ovunque minuziosamente le proprie azioni e le nostre piccole canagliate con la parola e i comandamenti di Dio, ma restare nel giusto mezzo. Dobbiamo evitare i peccati capitali, in ogni caso, dico, e domandare un unguento per gli occhi; ma i piccoli peccati, vale a dire i piccoli peccati contro Dio, non bisogna sempre fissarli all’amo della coscienza, ma restare nel giusto mezzo, nel giusto mezzo. 04112
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04113
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SIMEONI: Großer Gott! So was zischelt ja der Satan dem Menschen ins Ohr. Simeone. Gran Dio! Così Satana bisbiglia all’orecchio dell’uomo. 04113
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04114
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TIMO: Genau solches Geschwätz, wie es die alte Olli in ihrer Schnapsgier der Frau Mäkelä vorredet. Timoteo. Proprio come le chiacchiere che la vecchia di Olii fa alla massaia di Mäkälä per farsi dare un po’ d’acquavite di cui è ghiotta (Allude a un canto popolare.). 04114
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04115
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AAPO: Juhani hat da einiges gesagt, was ich mit Staunen und Verdruß vernommen habe. Brüder, lehren uns das die Gebote Gottes? Hat uns das unsre Mutter gelehrt? Nimmermehr! Einer ist vor Gott wie tausend und tausend wie einer. Was faselst du da von kleinern Sünden und Mitteldingen? Das heißt ja: zwei Herren dienen. Sage mir doch, Juhani: was ist Sünde? Abramo. Gianni ha detto parole che ho ascoltato con meraviglia e indignazione. Fratello, così ci insegnano i comandamenti di Dio? Così ci ha insegnato nostra madre? Giammai. Davanti a Dio una cosa vale come mille e mille come una (Seconda epistola di Pietkö, 3, 8.). Cosa cianci di piccoli peccati, e del giusto mezzo, pretendendo così di servire a due padroni ? Di’, Gianni: che cos’è il peccato? 04115
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04116
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JUHANI: Was ist Wahrheit? du Salomon von Jukola, Herr Jubelmagister, du Vadder Paavo aus Savo? »Was ist Sünde?« He! »Was ist Sünde?« Was kannst du klug, was kannst du wunderbar klug fragen! »Unser Junge hat nen hellen Kopf«, wahrhaftig. Ja, wer will da noch was? »Was ist Sünde?« Haha! Was ist Wahrheit? frage ich. Gianni. Cos’è la verità? Salomone di Jukola. Signor Maestro, Paolo svedese! (Paolo svedese (1777-1852), pietista assai noto e fervente.). Cos’è il peccato? Ah, cos’è il peccato? che domanda saggia, singolarmente saggia. Ha della testa questo ragazzo, della testa davvero, che dire di più? Cos’è il peccato? Ah, ah! Cos’è la verità? domando io. 04116
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TUOMAS: Was alberst und windest du dich denn so, Mensch. Weißt du, die Lehre, die du verkündest, ist die Lehre des Teufels. Maso. Perchè divaghi e giri la domanda, ragazzo? Sappi che la dottrina che ci hai ammannita è l’insegnamento dello spirito del male. 04117
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04118
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JUHANI: Nun, ich will euch ein Beispiel aus dem Leben erzählen, das fest für meinen Glauben spricht. Erinnert ihr euch noch an den Gerber im Kirchdorf? Der Mann kam auf wunderliche Gedanken über die Seele, die Sünde und den weltlichen Mammon und fing danach ein ganz andres Leben an. So hörte er mit einmal auf, an Sonn- und Feiertagen Felle anzunehmen und zurückzugeben, obgleich er ganz genau wußte, wie wichtig es für den Bauern ist, zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen zu können. Umsonst warnten ihn seine Freunde, als sie merkten, wie er von Tag zu Tag weniger Arbeit hatte, hingegen sein Kollege im Nachbargehöft immer mehr bekam. Jedesmal hatte der verrückte Mensch die Antwort: »Gott wird das Werk meiner Hände segnen, und wenn es noch weniger würde. Der aber, der da glaubt, mir den Bissen Brot vor dem Munde wegzuschnappen, der wird zuletzt für den Schweiß seiner Stirn Fluch ernten, weil er den Sabbat des Herrn nicht heiligt.« So sprach er und stieg sonntags, mit dem Gesangbuch in der Hand, gaffend umher, die Augen rund im Kopf und die Haare zu Berge. Und wie ist es schließlich mit ihm gegangen? Das wissen wir ja. Nur zu bald hatte er das schwerste Holz, den Bettelstab, in der Hand, und die breite Landstraße wurde sein Obdach. Nun geht er von Dorf zu Dorf und leert hier ein Gläschen und da ein Gläschen. Einmal begegnete ich ihm dort auf dem Kanamäki an der Straße; da saß er auf dem Rande seines Schlittens und war schrecklich betrunken. Wie gehts Euch, Gerber? fragte ich: »Es geht, wies geht«, antwortete er und glupte mit seinen stieren Augen nach mir. Wie stehts denn eigentlich mit Euch, Meister? fragte ich noch mal. — »Es steht, wies steht«, sprach er und ging, seinen Schlitten vor sich herschiebend und ein blödsinniges Lied trällernd, seiner Wege. Das war sein Ende. Und der andre Gerber? Der wurde erst recht reich und ist als reicher, glücklicher Mann gestorben. Gianni. Voglio raccontarvi un esempio di vita vissuta che sostiene validamente le mie idee. Vi ricordate dell’antico conciapelli del villaggio? Costui era arrivato a idee straordinarie sull’anima, sul peccato, sul Mammone di questo mondo e cambiò moltissimo il suo tenore di vita. Così smise subito di ricevere e di vendere pelli la domenica e i giorni festivi, senza curarsi del fatto che, per un contadino, è molto importante prender due piccioni a una fava (Andare in chiesa e fare i propri affari.). Invano lo avvertirono i suoi amici, quando si accorsero che il lavoro gli scemava di giorno in giorno, mentre invece il suo collega della fattoria vicina ne aveva sempre di più. Quello sciocco rispondeva sempre: «Dio benedirà il lavoro delle mie mani, anche se diminuisce, ma costui che crede ora di strapparmi un pezzo di pane dalla bocca, dovrà mietere maledizione per il sudore della sua fronte, perchè non onora il sabato del Signore ». Così andava dicendo, e si gingillava, la domenica, col salterio in mano, gli occhi tondi e i capelli ritti come la chioma di Pietro di Pommi (Non si sa a chi voglia alludere l’Autore.). Ma che gli accadde alla fine? Lo sappiamo. Dovette ben presto prendere il bastone più pesante che ci sia, il bastone del mendicante, e la sua casa fu la strada maestra. E ora va di villaggio in villaggio, alzando il gomito, quando può. Una volta l’ho incontrato a Kanamäki, sul ciglio della strada; sedeva su un regolo della slitta e, poveretto, era ubriaco fradicio: «Come vanno gli affari, conciapelli? », gli domandai io. «Vanno come vanno », rispose lui, fissandomi con uno sguardo da ebete. E gli chiesi ancora: «Come state, maestro? ». «Sto come sto», rispose lui, e riprese a camminare spingendo la slitta avanti a sè e canticchiando una stupida canzone. Questa è stata la sua fine. E l’altro conciapelli invece si è arricchito presto ed è morto ricco e felice. 04118
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04119
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AAPO: Den Gerber hat sein beschränkter Glaube und sein geistiger Hochmut zugrunde gerichtet, und so wirds allen seinesgleichen gehen. Aber wies auch sein mag, deine Lehre ist falsch wie dein Glaube. Abramo. La sua fede ristretta e il suo orgoglio spirituale hanno rovinato il conciapelli e così accadra a tutti i suoi simili. Sia come si vuole, ma la sua dottrina è una dottrina e una fede falsa. 04119
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SIMEONI: Falsche Propheten und das Ende der Welt. Simeone. I falsi profeti e gli ultimi tempi del mondo (Matteo, 24, 11). 04120
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TIMO: Er will uns zum türkischen Glauben bekehren. Aber mich rückst du nicht von der Stelle. Ich sitze sicher und fest, sicher und fest wie ein Axtloch. Timoteo. Lui vorrebbe indurci nella fede dei Turchi. Ma tu non mi scuoterai, perchè sono solido e fermo, solido e fermo come l’occhio dell’ascia (Modo di dire popolare.). 04121
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04122
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JUHANI: Tuomas, gib doch den Brotranft dort vom Tischende. — »Falsche Propheten!« Ich will keinen zu Sünde und Unrecht bekehren, und ich selber könnte dem Schuster keine Ahle und dem Schneider kein Nadelöhr stehlen. Aber mein Herz sprüht Funken, wenn meine Absicht immer so arg verdreht, so pechschwarz gemacht wird, obgleich schwarzbraun schon genug wäre. Gianni. Dammi, Maso, quel mezzo pane là dal fondo della tavola. « I falsi profeti ». Non inducono nessuno al peccato, all’ingiustizia, e io stesso non ruberei nè una lesina a un calzolaio nè la cruna di un ago a un sarto. Ma il cuore mi cuoce quando vedo le mie intenzioni sempre volte al peggio, fatte nere come la pece, mentre il marrone basterebbe. 04122
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AAPO: Ach, du hast so deutlich geredet, hast die Sache so schön Punkt für Punkt, Satz für Satz klargemacht, daß man dich gar nicht mißverstehen konnte. Abramo. Hai parlato così chiaro, hai così approfondito, la cosa, paragrafo per paragrafo, punto per punto, che non ti si poteva fraintendere. 04123
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TIMO: Ich verwette meinen Kopf, daß er uns zum türkischen Glauben bekehren wollte. Timoteo. Ci scommetto la testa che ci voleva convertire alla fede dei Turchi. 04124
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SIMEONI: Gott sei ihm gnädig! Simeone. Dio abbia pietà di lui! 04125
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JUHANI: Haltets Maul! Auf der Stelle! Für mich zu Gott beten, mich wie ein blödäugiger Pfarrer zurechtweisen, nein, das hat keine Art. Denn ich hab gerade Verstand genug, wenn ich auch nicht in dem Maße die reine Klugheit bin wie zum Beispiel unser Aapo da. Gianni. Chetatevi subito! Pregare Dio per me, ammonirmi come un prete dagli occhi tristi non mette conto. Ho abbastanza buon senso, benché non sia la saggezza in persona come, per esempio, il nostro Abramo. 04126
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AAPO: Gott bessers! Ich bin ja nicht einmal klug genug. Abramo. Dio mi guardi! non sono abbastanza saggio io. 04127
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JUHANI: Die reine Klugheit, die reine Klugheit! Mach deine Futterluke zu, sonst kriegst du mit diesem Knochen was auf den Rüssel, und noch ein bißchen besser als gestern. Das sag ich dir, und nun hör ich mit Essen auf, denn mein Ranzen ist voll. Gianni. La saggezza in persona, la saggezza in persona! E chiudi la bocca, altrimenti ti buschi un pugno sul ceffo e anche un po’ meglio di ieri. Te lo dico e smetto di mangiare, perchè il mio sacco è pieno. 04128
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TIMO: Ich wette, wir sind alle satt wie Pferdebremsen. Timoteo. Scommetto che siamo tutti pieni come tafani. 04129
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EERO: Warum seh ich denn eigentlich die Badestube nicht? Rico. Ma perchè non vedo più la sauna? 04130
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JUHANI: Was will so ein Knirps? — Ja aber — die Badestube ist wohl in die Hölle gefahren! Gianni. Che può vedere quel soldo di cacio? Ma la sauna è andata al diavolo. 04131
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EERO: Nein, aber auf feurigem Wagen gen Himmel! Rico. No, in cielo su un carro di fuoco (Il Libro dei Re, 2, 11.). 04132
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JUHANI: Sollte sie verbrannt sein? Gianni. Sarebbe bruciata? 04133
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EERO: Woher soll ich das wissen? Was habe ich damit zu schaffen? Das ist die Badestube des Jukola-bauern und nicht meine. Rico. Che ne so io? E che ci ho a che fare? È la sauna del capoccia di Jukola, non la mia. 04134
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JUHANI: Und doch hat auch Eeros Leib gestern abend ein Bad genommen, wenn ich mich recht entsinne. Ja, ja, alles nur dem Wirt auf die Schultern geladen; das kann ich mir denken. Aber laßt uns nachsehen. Wo ist denn meine Mütze? Laßt uns nachsehen, Brüder. Ach, ich weiß ja, unsre Badestube ist zu Asche geworden. Gianni. Ma ci ha preso un buon bagno ieri sera anche il corpo di Rico, se ben ricordo. Già, già, tutto sempre sulle spalle del capoccia, credo bene. Ma andiamo a vedere. Dov’è il mio berretto? So che la nostra sauna è in cenere. 04135
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04136
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Sie gingen hinaus, um nachzusehen, wie es mit der Badestube stand. Da war nichts übrig als der schwarze Steinofen und verkohltes Holz. Und die Brüder schauten das Bild der Zerstörung eine Weile mit verdrießlichen Mienen an und kehrten schließlich in das Haus zurück. Zuletzt kam Juhani mit zwei eisernen Türangeln in der Hand, die er zornig auf den Tisch warf. Andarono a vedere in che stato era la sauna. Non restavano più altro che la stufa annerita e detriti fumanti. I fratelli guardarono un momento quel quadro desolante con l’animo triste e finalmente se ne tornarono a casa. Gianni entrò per ultimo, tenendo in mano due cardini di ferro che gettò rabbiosamente sulla tavola. 04136
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04137
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JUHANI: So, nun ist der Jukolahof ohne Badestube. Gianni. Così la fattoria di Jukola è senza sauna. 04137
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EERO: »Und ein Hof ohne Badestube taugt nichts«, hat Juhani gesagt. Rico. « E una fattoria senza sauna non può stare » ha detto Gianni. 04138
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JUHANI: Timo hat den lieben Ofen zu stark geheizt, und da sind die trauten, rußigen Balken und Wände, in denen wir das Licht der Welt erblickt haben, zu Asche verbrannt. Timo hat zu wüst eingeheizt, sage ich. Gianni. Timoteo ha scaldato troppo la cara stufa e in cenere sono andate le care pertiche fuligginose e le pareti al cui riparo tutti abbiamo visto la luce. Timoteo ha scaldato troppo forte la stufa, lo dico io. 04139
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04140
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TIMO: Wie befohlen, wie befohlen; das wirst du wohl wissen. Timoteo. Per ordine tuo, per ordine tuo, lo sai. 04140
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JUHANI: Zum Teufel mit deinen Befehlen! Ich sage nur, jetzt haben wir keine Badestube mehr, und das ist eine ärgerliche Sache. Häuserbauen macht kein Brot. Gianni. Va’ al diavolo col tuo ordine; ora siamo senza sauna e questa è una cosa angosciosa; la costruzione di una casa non ingrassa. 04141
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04142
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AAPO: Eine ärgerliche Geschichte, ja; aber die Badestube war doch alt, die Ecken waren voll Löcher. Und dann hast du ja gestern selber beschlossen, eine neue zu bauen. Abramo. Una cosa angosciosa; però la sauna era vecchia, gli angoli pieni di buchi; e tu stesso ieri avevi deciso di costruirne presto una nuova. 04142
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04143
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JUHANI: Gewiß war sie alt und die Balken durch und durch vermorscht, aber dies Jahr und vielleicht auch nächstes hätte sie sich mit Mühe noch gehalten. Der Hof kann noch nichts für Badestuben ausgeben; zunächst müssen wir mal die Äcker, die Äcker vornehmen. Gianni. Certo era vecchia e le travi marcie fino al midollo, ma avrebbero durato ancora un anno o due. La fattoria non ha mezzi ancora per darsi alla costruzione di saune; dai campi, dai campi bisogna cominciare. 04143
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04144
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TUOMAS: Den Äckern gehts von dir aus jedenfalls genauso wie voriges Jahr der prächtigen Aronwiese, deren saftiges Gras wir ohne einen Sensenstreich haben verkommen lassen. Aber du wolltest es ja so. Stets, wenn ich dich ans Mähen erinnerte, sagtest du: »Wir warten noch ein bißchen. Das Gras wächst noch, daß es raschelt.« Maso. Coi campi ti succederà come l’estate passata alla bella prateria di Aro, il cui magnifico fieno abbiamo lasciato sciupare senza nemmeno un colpo di falce; fu la tua volontà. Spesso, quando ti rammentavo quella falciatura, mi rispondevi : « C’è ancora tempo, il fieno cresce ancora, si sente spuntare». 04144
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04145
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JUHANI: Das ist geschehen und wird nicht dadurch besser, daß du davon redest. Die Aronwiese wächst im kommenden Sommer um so üppiger. — Wer kommt denn dort über den Acker auf unser Haus zu? Gianni. È una cosa passata e non migliorerà con le tue ciance. La prateria di Aro crescerà più abbondante l’estate ventura. Ma chi è quell’uomo che viene verso di noi per i campi? 04145
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TUOMAS: Der Schöffe Mäkelä. Was will denn der? Maso. È l’assessore Mäkelä, cosa vorrà? 04146
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JUHANI: Ich glaube, jetzt ist der Teufel los. Der kommt im Namen der Krone und wahrscheinlich wegen der verdammten Rauferei mit den Burschen von Toukola. Gianni. Ora il diavolo è scatenato. Lui viene in nome della legge per quella maledetta lotta con la gente di Toukola. 04147
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AAPO: In der letzten Prügelei haben wir das Gesetz auf unsrer Seite, aber in der vorhergehenden heißt es sich vorsehen. Laßt mich nur machen, ich will ihm die Sache auseinandersetzen. Abramo. Per l’ultima lotta la legge è dalla nostra parte, ma per quella anteriore resta a vedersi. Permettetemi di spiegargli la cosa. 04148
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JUHANI: Aber ich, euer ältester Bruder, will auch < reden dürfen, wo es sich um was Gemeinschaftliches handelt. Gianni. Ma io, che sono il maggiore, voglio anch’io parlare, poiché è in questione un affare di interesse comune. 04149
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04150
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Aapo: Nimm dich aber in acht, daß du uns nicht hineinredest, wenn es nötig wird, daß wir uns ein bißchen um den Brei herumschlängeln. Abramo. Ma bada di non farci mettere nel sacco, se ci sarà bisogno di giocar un po’ d’astuzia. 04150
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JUHANI: Ich weiß schon. Gianni. Sì, lo so bene. 04151
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Herein trat Mäkelä, der brave, wohlwollende Schöffe. Doch kam er in einer ändern Angelegenheit, als die Bruder vermuteten. Entrò Mäkelä, l’assessore eccellente e benigno. Veniva egli per tutt’altra faccenda di quella che credevano i fratelli. 04152
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MÄKELÄ: ’n Tag! Mäkelä. ’Ngiorno! 04153
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Die Brüder: ’n Tag! I Fratelli. ’Ngiorno! 04154
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MÄKELÄ: Was für Scheußlichkeiten muß ich sehen? Jungens! wie schaut ihr denn aus? Zerfetzt, blau-scheckig, schorfig und Lumpen um den Kopf! Zum Gotterbarmen! Mäkelä. Che orrori vedo? Ragazzi, cos’avete fatto! Lacerati, contusi, pieni di croste e di cenci in capo! Poveri voi! 04155
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JUHANI: »Der Hund leckt sich selbst die Wund!«, laßt die Wölfe allein fertig werden. Steht Ihr deswegen in der Stube? Gianni. « Il cane lecca le sue ferite », ma i lupi stiano in guardia. Siete venuto da noi per questo motivo? 04156
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MÄKELÄ: Was weiß ich davon? Ihr habt euch wohl gegenseitig zerhackt? Schämt euch! Mäkelä. Che ne so io di questo? Ma è possibile che dei fratelli si graffino in questo modo? Svergognati! 04157
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04158
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JUHANI: Ihr irrt Euch, Mäkelä. Die Brüder sind wie Engel zueinander gewesen. Das ist das Werk der Nachbarn. Gianni. Vi sbagliate, Mäkelä. I fratelli si sono trattati fra loro come angeli; questa è opera dei vicini. 04158
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MÄKELÄ: Wer hats denn getan? Mäkelä. Chi ha fatto ciò? 04159
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JUHANI: Die guten Nachbarn. Aber darf ich fragen, weshalb Ihr uns besucht? Gianni. I buoni vicini. Ma posso chiedervi per quale ragione siete venuto a farci visita? 04160
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MÄKELÄ: Aus sehr ernstem Grund. Kinder, Kinder! Jetzt ist der Tag des Schreckens für euch gekommen. Mäkelä. Per una brutta ragione. Ragazzi, ragazzi! È venuto il giorno della disgrazia per voi. 04161
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JUHANI: Was ist denn das für ein Tag? Gianni. Che giorno sarebbe? 04162
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MÄKELÄ: Der Tag der Schande. Mäkelä. Il giorno della vergogna. 04163
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JUHANI: Und wann soll der kommen? Gianni. Quando spunterà? 04164
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MÄKELÄ: Ich habe strengsten Befehl vom Propst, euch nächsten Sonntag ins Kirchdorf zu bringen. Mäkelä. Ho avuto dal prevosto l’ordine formale di portarvi in chiesa la domenica ventura. 04165
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JUHANI: Was will er denn im Kirchdorf von uns? Gianni. Cosa vuole da noi in chiesa? 04166
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MÄKELÄ: Euch in den Fußblock setzen, wenn ihrs wissen wollt. Mäkelä. Mettervi nei ceppi, a parlar chiaro. 04167
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JUHANI: Und weshalb? Gianni. Per qual motivo? 04168
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MÄKELÄ: Wegen mancherlei. — Ihr elenden Narren, ihr habt dem Kantor ein Fenster eingeschlagen und seid ihm wie Wölfe ausgerissen! Mäkelä. Ha molte ragioni. Poveri sciocchi! Avete fracassata la finestra del sacrestano e siete fuggiti da lui come lupi! 04169
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JUHANI: Weil er uns wie ein wilder Wolf zugerichtet hat. Gianni. Il sacrestano ci lacerava come un lupo famelico. 04170
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MÄKELÄ: Was hat euch denn aber der Propst getan? Mäkelä. Ma che cosa vi ha fatto il prevosto? 04171
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JUHANI: Keinen Flohstich weh. Gianni. Nemmeno una puntura di pulce. 04172
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MÄKELÄ: Und trotzdem habt ihr ihn verspottet und durch die unverschämte Schwatzbase, die Schröpfer -Kaisa, beschimpft. Die gröbsten Unflätigkeiten habt ihr ihm durch das fürchterliche Rajamäki-Regiment geschickt und dem ehrwürdigen Mann, dem Seelen-hirten der Gemeinde, reine Sauereien zum Gruß entboten. Ist das nicht eine unglaubliche, freche Dreistigkeit? Mäkelä. E nondimeno lo avete canzonato e oltraggiato per mezzo di quella boccalona sfacciata di Caterina, la donna delle ventose. Avete mandato a dire da quell’orribile « Reggimento di Rajamäki » delle porcherie e delle oscenità come saluti a un uomo di grado elevato, al pastore della nostra parrocchia, con un coraggio sfrontato, e unico al mondo! 04173
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04174
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JUHANI: »Wahr ists, aber noch zu beweisen«, sprach der Kakkinen-Jaakko. Das sag ich aber nicht. Gianni. « Certo è vero, ma bisogna provarlo », disse Giacomo Kakkinen, ma io non lo dico. 04174
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MÄKELÄ: Jetzt, sollt ihr aber wissen, trifft euch unsres Propstes schwerste Strafe. Jetzt kennt er kein Erbarmen mehr. Mäkelä. Ora sappiate che il prevosto si vendicherà su voi molto aspramente e senza pietà. 04175
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AAPO: Setzt Euch, Mäkelä, so wollen wir die Sache etwas ausführlicher und eingehender besprechen. — Seht mal: kann uns der Propst für die Lügen der Rajamäki-Kaisa in den Block schrauben? Nie und nimmer! Erst müßte auf gesetzlichem Wege festgestellt werden, was wir gesagt und inwiefern wir ihm die Ehre beschnitten haben. Abramo. Sedetevi, Mäkelä; trattiamo la cosa un po’ più particolarmente e profondamente. Esaminate questo punto: potrebbe il prevosto gettarci nei ceppi per le bugie di Caterina di Rajamäki? Mai al mondo! Bisognerebbe che egli assodasse legalmente che cosa abbiamo detto e in che modo abbiamo intaccato il suo onore. 04176
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JUHANI: »Erst die Sach beschauen, dann den Mann verhauen«, das ist selbstverständlich. Gianni. «Bisogna esaminare prima di fustigare»; è cosa nota. 04177
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MÄKELÄ: Aber eine andre Frage: die Geschichte mit dem Lesen. Die gibt ihm ja nach dem Kirchenrecht eine beträchtliche Macht, die er jetzt in seinem Zorn sicherlich gegen euch zur Anwendung bringen wird. Mäkelä. C’è un’altra questione: la storia della lezione di lettura; questa gli dà, secondo il diritto ecclesiastico, un potere considerevole che ora egli certamente userà contro di voi, nella sua ira. 04178
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JUHANI: In dieser Sache steht Gottes Verordnung und Gesetz auf unsrer Seite und tritt solchem Plan entgegen. Seht Ihr, schon im Mutterleibe hat Er uns so harte Köpfe gegeben, daß es uns unmöglich ist, lesen zu lernen. Was soll man machen, Mäkelä? Die Geistesgaben sind hienieden ganz ungleich verteilt. Gianni. Per quel che riguarda la lettura, abbiamo dalla nostra parte l’ordine e la legge di Dio che si oppongono ai nostri sforzi. Vedete, egli ci ha dato, già nel seno di nostra madre, delle teste così dure che ci è impossibile di imparare a leggere. Che fare, Mäkelä? I doni dello spirito sono distribuiti molto inegualmente quaggiù. 04179
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04180
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MÄKELÄ: Daß eure Köpfe besonders hart wären, ist bloße Einbildung von euch. Fleiß und tägliche Übung überwinden schließlich alles. — Euer Vater war einer der besten Leser. Mäkelä. V’immaginate a torto che la vostra testa sia dura. La diligenza e l’esercizio quotidiano finiscono per vincere tutto. Vostro padre era uno dei migliori lettori. 04180
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AAPO: Aber unsre Mutter kannte keinen einzigen Buchstaben und ist doch eine rechtschaffene Christin gewesen. Abramo. Ma nostra madre non conosceva nemmeno una lettera dell’alfabeto, e tuttavia era una buona cristiana. 04181
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JUHANI: Und hat ihre Söhne in der Furcht Gottes erzogen und gezüchtigt. Gott segne die Alte! Gianni. E ha allevato e corretto i suoi figli nel timore di Dio. Dio la benedica! 04182
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MÄKELÄ: Hat sie nicht versucht, euch durch andre Leute vorwärtszuhelfen? Mäkelä. Non ha provato però a farvi istruire con l’aiuto di altri. 04183
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JUHANI: Sie hat versucht, was sie konnte. Sogar mit Föhrichtmuttchen hat sies versucht. Aber heftig, wie die war, mußte sie uns immer gleich prügeln, und da wurde ihre Stube für uns schrecklicher als eine Trollhöhle. Zuletzt sind wir auch gar nicht mehr hineingegangen, obwohl sie uns schlugen wie glühendes Eisen. Gianni. Ha fatto del suo meglio; ha provato con la vecchia del pineto, ma quella nonna biliosa ha cominciato a bastonarci sul groppone, e la sua capanna divenne ai nostri occhi un qualcosa di più spaventoso dell’antro di un orco; alla fine non ci siamo più andati, benché ci abbiano battuti senza tante cerimonie. 04184
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04185
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MÄKELÄ: Damals wart ihr auch noch unverständig, aber jetzt steht ihr als Männer da. Und ein vernünftiger, gesunder Mann kann, was er will. Darum zeigt dem Propst und der ganzen Welt, was Mannhaftigkeit vermag. — Über dich aber, Aapo, der du so viel Verstand hast und dem auch diese und jene Kenntnisse nicht fehlen, dessen sichres Gedächtnis alles Sehens- und Hörenswerte behält, über dich muß ich mich wundern, daß du es noch nicht anders angefangen hast. Mäkelä. Eravate allora senza comprendonio, ma adesso siete uomini fatti, e un uomo ragionevole e sano può ciò che vuole; perciò mostrate al prevosto e a tutto il mondo ciò di cui è capace la virilità. Tu, Abramo, che sei così giudizioso e a cui non manca questa e quella nozione, che hai una memoria così fedele e tenace di tutto quanto vedi e odi, mi meraviglio che tu non abbia già agito diversamente. 04185
Bottom
04186
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AAPO: Ich weiß doch nur wenig. Na ja, dies und jenes, ja. Unser seliger blinder Oheim erzählte uns ja vielerlei, aus der Heiligen Schrift, von seinen Seereisen und vom Bau der Welt, und da haben wir stets andächtig zugehört. Abramo. So poco io; sì, so questo e quello. Nostro zio cieco buonanima ci raccontava molte cose, della Bibbia e dei suoi viaggi in mare e della struttura dell’universo e lo ascoltavamo sempre con avidità. 04186
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JUHANI: Mit gespitzten Ohren, wie die Hasen, haben wir zugehört, wenn der Alte von Moses, von den Kindern Israel, von den Ereignissen im Buch der Könige, von den Wundern der Offenbarung redete. »Und das Rasseln ihrer Flügel war wie das Rasseln der Wagen vieler Rosse, die in den Krieg laufen.« Herr-jesses! Wir kennen viele Wunder und Dinge, wir sind ja nicht ganz so wilde Heiden, wie man glaubt. Gianni. L’ascoltavamo con le orecchie ritte come lepri, quando il vecchio ci raccontava di Mosè, dei figli d’Israele, degli avvenimenti del Libro dei Re e dei miracoli dell’Apocalisse. E il fremito delle loro ali era come il gemito delle ruote quando corrono alla guerra (Apocalisse, 9, 9.). Signore! Noi conosciamo molti miracoli e molte cose, non siamo dei pagani così selvaggi come si crede. 04187
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04188
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MÄKELÄ: Aber mit dem Abc-Buch müßt ihr anfangen, wenn ihr rechtmäßige Glieder der christlichen Gemeinde werden wollt. Mäkelä. Ma dovete cominciare col sillabario, per divenire dei veri membri della comunità cristiana. 04188
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AAPO: Mäkelä, dort auf dem Brett seht Ihr sieben Fibeln, die in Hämeenlinna gekauft sind und die beweisen, daß wir nach Wissen streben. Der Propst soll nur noch etwas Geduld mit uns haben, dann glaube ich, aus unsrer Sache keimt, sproßt und wächst noch was. Abramo. Mäkelä, su questo tavolato vedete sette sillabari comprati a Hämeenlinna, e questo prova che noi ci sforziamo d’imparare. Se il prevosto avrà con noi ancora un po’ di pazienza, credo che ne potrà germinare, nascere e crescere qualcosa. 04189
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JUHANI: Geduld soll er haben, dann will ich ihm den Zehnten doppelt bezahlen, und nie soll ihm zur gesetzlichen Zeit ein gebratener Vogel im Napfe fehlen. Gianni. Abbia un po’ di pazienza, e gli voglio pagare le decime doppie; e, a tempo debito, non gli mancherà mai nel piatto la carne di un uccellino. 04190
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MÄKELÄ: Da helfen, glaube ich, Bitten und schöne Versprechungen nichts, wenn ich an seinen eifrigen und gerechten Zorn wider euch denke. Mäkelä. Credo che non serviranno a niente le preghiere e le belle promesse, se mi ricordo della sua violenta e giusta collera contro di voi. 04191
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JUHANI: Was will er und was wollt Ihr denn dann von uns? Schön! Kommt nur mit siebzig Männern her, dann soll das Blut spritzen. Gianni. Ma che vuole lui allora da noi e che volete voi? Beh, venite con settanta uomini e il sangue zampillerà. 04192
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MÄKELÄ: Sagt mir doch aber, wie ihr es anfangen wollt, um die Fibel und den kleinen Katechismus zu lernen, wies unser Propst an erster Stelle bestimmt hat? Mäkelä. Ma ditemi come pensate di poter imparare il sillabario e il piccolo catechismo, che è l’ordine principale del nostro prevosto. 04193
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JUHANI: Wir wollens zu Hause beim Föhrichtmutt-chen und ihrer Tochter Venla versuchen. Sie verstehen sich beide gut aufs Lesen. Gianni. Tenteremo qui a casa con l’insegnamento della vecchia del pineto, di sua figlia Venia. Sanno leggere bene entrambe. 04194
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MÄKELÄ: Ich will eure Absicht dem Propst mitteilen. Aber geht, wenn euch euer eigner Friede lieb ist, zu ihm und bittet ihn wegen eures frechen Benehmens um Verzeihung. Mäkelä. Riferisco le vostre idee al prevosto. Ma, per vostra tranquillità, andate a chiedergli scusa per quel capriccio sfacciato. 04195
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JUHANI: Den Paragraphen wollen wir uns überlegen. Gianni. Ci penseremo. 04196
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MÄKELÄ: Tut, was ich euch sage, und denkt daran: wenn er nicht aufrichtigen, unermüdlichen Fleiß an euch bemerkt, dann sitzt ihr eines schönen Sonntags im Fußblock, im Fußblock an der Kirchenmauer. Nun wißt ihrs. Lebt wohl! Mäkelä. Fate come vi dico io, e sappiate che, se non riscontra in voi uno zelante e sincero interessamento una bella domenica starete nei ceppi, nei ceppi davanti allo zoccolo della chiesa. Io ve l’ho detto; state bene. 04197
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JUHANI: Lebt wohl, lebt wohl! Gianni. Arrivederci, arrivederci! 04198
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Tuomas: War das dein voller Ernst, daß du vom Föhrichtmuttchen und der Venla anfingst und fast zur Hälfte versprachst, wir würden vor dem Propst zu Kreuze kriechen? Maso. Dicevi sul serio quando parlavi della vecchia del pineto e di sua figlia? Dicevi sul serio quando gli hai quasi promesso di andare a prosternarti davanti al prevosto? 04199
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JUHANI: Von Ernst keine Spur und keine Spur von wirklicher Absicht. Ich habe das nur so geredet, um Zeit zu gewinnen. Das Föhrichtmuttchen und Venla sollten unsre Buchstabierhölzer fuhren! Da lachten ja alle Schweine in Toukola. Ihr habt gehört, man droht uns ernstlich mit dem Fußblock, mit dem Schandbal-ken. Tausend Teufel! Soll denn der Mensch nicht nach seiner eignen Kappe in Frieden leben dürfen, wenn er keinem im Wege steht und keinem was von seinem Recht nimmt? Wer kann denn das verwehren? Aber ich sag es noch einmal: Pfaffen und Beamte mit ihren Büchern und Protokollen sind die bösen Geister des Menschen. — Ach, verflucht sei dieser Tag! So treffen uns jetzt über und über die Keulenschläge des Unglücks und die Bosheiten der Menschen. Ich möchte mit dem Kopf gegen die Wand rennen. Oh, du schwarzer Gehörnter! Venla hat uns einen Korb gegeben; ein giftiges Spottlied haben sie auf uns gemacht, der Kantor hat uns gepeinigt wie der Leibhaftige. Die Burschen von Toukola haben uns zerhackt wie Heideland, unsre Rucken sind gespickt worden wie Weihnachtsbraten, und wiejulböcke spazieren wir als einäugige Kobolde umher, mit Lumpen um den Kopf. Und weiter? Unser Elternhaus steht ohne den einzigen Festgenuß des Armen, ohne den zischenden Dampf des Sauna-ofens da. Dort glimmt und qualmt ja die Asche unsrer lieben alten Badestube. Und nun fehlt bloß noch das schlimmste der Gespenster. Hmmh! Mit zehn Löchern grinst uns aus dem Kirchenvorhaus der Fußblock entgegen. Hagel und Blitz! Wenn einem eine solche Horde Quälgeister nicht das Bartmesser an die Gurgel setzt, dann weiß ichs nicht. Oh, du gehörnter Ochse! Gianni. Non c’era ombra di serietà, nè di verità. Ho cianciato così per guadagnar tempo. La vecchia del pineto o Venia guidarci a leggere l’alfabeto coi legnetti! (Per insegnare ai bambini a leggere si mostravano pezzetti di legno, raffiguranti le lettere dell’alfabeto.). Ne riderebbero anche i polli di Toukola. Avete sentito, ci minacciano seriamente i ceppi e la gogna. Per mille tuoni! Non può dunque un uomo vivere in pace e come vuole, quando non si mette sulla via di nessuno e non lede il diritto di anima viva? Chi può impedirlo? Ma lo dico ancora una volta: i preti e i funzionari, coi loro libri e i loro protocolli, sono gli spiriti maligni degli uomini. Porco cane! Giorno maledetto! Ora si rovesciano su di noi i colpi della cattiva fortuna e le malignità degli uomini; sarei pronto a rompermi la testa nel muro. Diavolo nero! Venla ci ha ripudiati, hanno fatto su di noi una canzone velenosa, il sacrestano ci ha torturato come il maligno in persona; quelli di Toukola ci hanno battuto come un terreno da dissodare, ci hanno lardellato il groppone come ai porcellini di Natale e andiamo in giro come i becchi di Natale, quasi fantasmi monocoli con cenci in capo. Che ancora? La nostra casa adesso è senza l’unica gioia del povero, senza il mormorante vapore del bagno. Là, sotto la cenere, bruciano e fumano i rottami della nostra cara sauna. E ci mancava ancora la peggiore diavoleria. Ehm! Dall’atrio della chiesa ci fanno le boccaccie, coi loro dieci buchi, i ceppi. Fulmini e tuoni! Se un tale cumulo di disgrazie non porta un uomo a tagliarsi la gola con un rasoio, cosa ci vuole allora? Per le corna del diavolo! 04200
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EERO: Da erinnerst du dich nicht ganz richtig. Der Fußblock hat keine zehn Löcher. Rico. Non rammenti con esattezza : i ceppi non hanno dieci buchi. 04201
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JUHANI: Wieviel denn? Gianni. E quanti allora? 04202
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AAPO: Wieviel Sterne im großen Bären, wieviel Jungen in Jukola? Rico. Quante stelle ha l’Orsa, quanti giovani ha Jukola? 04203
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JUHANI: Sieben Stück sind wir. Also sieben Löcher und sieben Jungen. Na, um so toller. Sieben Löcher! Immer toller! Da seht ihr, wie die Menschen und das böse Schicksal in einer Reihe gegen uns stehen. Sieben Löcher, so groß wie im Mühlstein! Welch ein Spott des harten Schicksals! Aber laßt sie nur alle Pfeile ihres Grimms auf uns abschießen, wir drücken unsre verärgerten Herzen stahlhart zusammen. Laßt sie aus allen Ecken wie die Schlangen ihr Gift nach uns zischen, laßt den Himmel reine Galle auf uns regnen, wir machen die Augen zu, beißen die Zähne aufeinander, brüllen wie wilde Ochsen und stürzen uns auf sie. Und zerrte man uns zuletzt durch die Gewalt der Krone in die Fußzange, dann säße ich mit der größten Freude im Klotze. Gianni. Noi siamo sette. Così sette buchi e sette giovani. Ancora più pazzesco. Sette buchi! sempre più pazzesco. Guarda come gli uomini e la dura sorte si accaniscono tutti in fila contro di noi. Sette buchi grossi come l’occhio della macina del mulino! Anche la beffa oltre la cattiva fortuna! Ma ci lancino pure tutte le freccie della loro rabbia, noi induriremo i nostri cuori lacerati come l’acciaio scintillante, soffino pure contro di noi da tutte le parti il veleno come serpenti, e il cielo faccia piovere su di noi bile schietta, noi allora, a occhi chiusi, a denti stretti e muggendo come bovi impazziti, li affronteremo. E anche se, alla fine, ci torturassero nei ceppi col potere della legge, ci resterei con gran gioia! 04204
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AAPO: Warum denn mit Freude? Abramo. Perchè con gioia? 04205
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JUHANI: Du verstehst ja die Richtergewalt des Zornes nicht, mein Lieber. Die Rache ließe mich alle Schande vergessen. Und auf die Schande haben sies ja abgesehen. Der Gedanke, unserm Herrn Propst mal Blut abzuzapfen, sollte meinem zornigen Mut schmecken wie Honigtau. Und ein Messer oder eine Flinte nähme ich nicht dazu, nein, ich schlüge ihm meine Krallen und Zähne in den Hals wie ein Wolfluchs. In Stücke, in tausend Stücke zerrisse ich ihn und schleckte so meine süße Rache. So machte ichs, und wenn ich zehn Leben hätte und jedes Leben zehn Jahre lang in einem Nagelfaß gerollt würde. Das wäre ja nichts gegen die Wollust meiner Rache. Gianni. Tu non comprendi, fratello mio, il potere dell’odio. L’idea della vendetta mi farà dimenticare tutta la vergogna, e il loro scopo è di svergognarci. Il pensiero di cavar sangue al signor prevosto, avrebbe per il mio animo invelenito il sapore di una rugiada di miele. E non impiegherei nemmeno un coltello o un fucile come già quel Careliano; no, ma con le unghie e 'coi denti lo colpirei alla gola come un lupo cerviero. Lo farei in pezzi, in mille pezzi, e allora potrei veramente gustare le leccornie della vendetta. Farei certo così anche se avessi dieci vite e se ogni vita fosse tormentata per dieci anni in un barile irto di punte. Non sarebbe niente in confronto alla voluttà della vendetta. 04206
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AAPO: Du wühlst dein ganzes Inneres um und um. Armer Bruder, begieß den feuerschäumenden Kessel deines Herzens mit kühlem Wasser aus dem murmelnden Bach der Geduld, der sacht geschlängelt durch die Wiese zieht. Abramo. Tu ti sconvolgi l’esistenza da cima a fondo. Annaffia, povero fratello, la caldaia bollente del tuo cuore con l’acqua fresca della pazienza, attinta dal ruscello mormorante che scorre flessuoso e lento attraverso il prato. 04207
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SIMEONI: Dein Gesicht ist ja pechschwarz, und blutigrot und stechend rollen deine Augen. Hab Erbarmen mit dir. Simeone. Hai il viso nero come la pece, e gli occhi iniettati di sangue che roteano e ti schizzano dal capo. Abbi pietà di te stesso. 04208
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TUOMAS: Gewiß rächen wir uns, wenn man uns auf den Stuhl der Schande setzt. Aber unser Herz habe Frieden, solange das nicht geschehen ist! Noch ist ja nicht alle Hoffnung dahin. Maso. Certo ci vendicheremmo se ci imprigionassero sul seggio dell’onta, ma viviamo in pace finché ciò avverrà. Ancora tutte le speranze non sono perdute! 04209
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JUHANI: Aus einem einzigen Winkel der Welt leuchtet uns noch die Sonne des Friedens. Der Ilvessee dort am Abhang des Impivaara ist der Hafen, zu dem wir aus den Stürmen fortsegeln. Jetzt bin ich entschlossen. Gianni. Un solo angolo della terra, il sole della pace illumina ancora per noi : Ilvesjärvi; là ai piedi di Impivaara, c’è un porto dove navigheremo fuori della tempesta. Ora sono risoluto. 04210
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LAURI: Das war ich schon voriges Jahr. Renzo. Io lo ero già l’anno passato. 04211
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EERO: Ich folge euch bis in die tiefste Höhle des Impivaara, wo, wie es heißt, der alte Bergtroll mit seiner hohen Mütze aus hundert Lammfellen Pech siedet. Rico. Io vi seguirò anche nella più profonda grotta d’Impivaara, dove, come si dice, il vecchio della montagna cuoce la pece con un casco in capo fatto di cento pelli d’agnello. 04212
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TUOMAS: Dahin wollen wir alle ziehen. Maso. Ci andremo tutti. 04213
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JUHANI: Dahin ziehen wir und bauen uns eine neue Welt. Gianni. Ci andremo e costruiremo un nuovo mondo. 04214
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AAPO: Sollte uns die Hand der Obrigkeit dort nicht erreichen? Àbramo. La mano dei governatori non ci potrebbe afferrare anche là? 04215
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JUHANI: Der Wald schützt sein Getier. Dort sind wir erst, wo wir hingehören. Tief bis ins Innere der Erde vergraben wir uns da wie die Maulwürfe mit ihren winzigen Augen. Und wenn sie Lust haben, uns auch da noch nachzustellen, dann sollen sie erfahren, was geschieht, wenn man sieben Bären in ihrem Bau stört. — Jetzt zum Gerber und den Handel schriftlich abgemacht. Auf zehn Jahre mag unser Hof in andre Hände übergehn. Gianni. La foresta protegge le sue bestie. Là staremo come vorremo; ci sprofonderemo là fino al midollo della terra, come talpe dagli occhi sbircianti. E se piacesse loro di darci la caccia anche là, si accorgerebbero cosa si prova a disturbare sette orsi nel loro covo. E ora dal conciapelli a redigere per iscritto il contratto. Per dieci anni la nostra fattoria passerà in altre mani. 04216
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SIMEONI: Ich sehne mich auch nach einer Kammer des Friedens. Brüder, eine neue Heimat und ein neues Herz wollen wir uns im Schoß der Wälder schaffen. Simeone. Sospiro anch’io un asilo di pace. Fratelli, creiamoci una nuova casa e un nuovo cuore in seno alla foresta. 04217
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JUHANI: Alle wie ein Mann! Gianni. Tutti d’accordo! 04218
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AAPO: Wozu entschließt du dich, Timo? Abramo. Cosa decidi tu, Timoteo? 04219
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TIMO: »Willst du was sein, bleib nicht allein«, sagt das Sprichwort. Timoteo. « Dove vanno gli altri vado anch’io », dice il proverbio. 04220
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AAPO: Ihr zieht fort, und ich sollte als einsame Föhre auf dem Hof von Jukola Zurückbleiben? Ach, zu fest sind alle Wurzeln und Aste meines Wesens mit euerm Kreis verwachsen. Es sei, und hoffen wir das Beste von diesem Auszug. Ich komme mit. Abramo. Voi sloggiate, e io resterei qui, come un pino solitario, nel cortile di Jukola. Ah! troppo fortemente le radici e i rami della mia esistenza sono intrecciati ai vostri. Sia così e speriamo il meglio da questo viaggio. Io vi seguo. 04221
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JUHANI: Sehr gut! Jetzt alle zum Gerber und einen schriftlichen Vertrag gemacht. Alle wie ein Mann! Gianni. Benissimo! Ora tutti dal conciapelli a fare un contratto come si deve. Tutti d’accordo! 04222
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Sie brachen zusammen auf, um den Vertrag abzu-schließen, und verpachteten ihren Hof dem Gerber für zehn Jahre. Und schriftlich wurden folgende Punkte vereinbart: Der Gerber eignet und regiert den Hof zehn Jahre lang, die drei ersten ohne jegliche Pacht, danach aber soll er jährlich den Brüdern vierzehn Doppelzentner Roggen entrichten und vor Ablauf der Pachtzeit eine neue Badestube bauen. Frei und überall sollen die Brüder in den Wäldern von Jukola jagen dürfen und jederlei Wild, das nicht gerade Schonzeit hat. Im nördlichen Teil des Hofbereichs, in der Gegend des Impivaara, sollen sie befugt sein zu tun und zu treiben, was ihnen beliebt, sowohl im offnen Land als in den Wäldern. Zu Allerheiligen übernimmt der Gerber den Hof. Aber die Brüder sollen, wenn ihnen der Sinn danach steht, noch den kommenden Winter in ihrem Elternhaus ein Obdach finden. Dies waren die Hauptpunkte im Vertrag. Andarono insieme a fare il contratto, affittarono la loro fattoria al conciapelli per dieci anni e fissarono per iscritto i seguenti paragrafi. Il conciapelli amministrerà e coltiverà la fattoria per dieci anni, i primi tre senza pagare alcun fitto, ma in seguità pagherà ai fratelli sette staia di segale all’anno e costruirà una nuova sauna prima della fine dell’affittanza. I fratelli potranno cacciare liberamente e in ogni luogo nei boschi di Jukola tutta la cacciagione consentita dalla legge. Nella parte settentrionale della circoscrizione della fattoria, nella regione di Impivaara, potranno agire e vivere a loro gradimento, tanto nei campi che nei boschi. Nel giorno di Ognissanti il concia-pelli prenderà possesso della fattoria, ma i fratelli, se loro piacerà più, staranno ancora l’inverno seguente nella casa nativa. Queste furono le clausole principali del contratto. 04223
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Es kam der November, und der Gerber war mit seinem Fuhrwerk auf dem Hof von Jukola und trat das Regiment für die vereinbarte Zeit an. Die Brüder aber lebten, um dem Propst und seinen Sendboten nicht in den Weg zu laufen, diesen Winter vorzugsweise in den Wäldern, auf ihren Schneeschuhen umherstreifend und jagend, und hatten ihr Quartier in der Köhlerhütte auf der Halde am Impivaara. Der eigentliche Umzug mit dem Pferd und den notwendigen Gerätschaften hatte indes noch nicht stattgefunden. Er sollte vorgenommen werden, wenn der Sommer gekommen war. Doch sorgten sie schon für ihre künftige Hütte: fällten Stämme, die bis zum Frühjahr trocknen sollten, und wälzten für den Sokkel Steine auf die stubbenreiche Halde am Fuß des steilen Bergs. Venne il primo novembre e il conciapelli era col suo carico nel cortile di Jukola, e prendeva la direzione della fattoria per il tempo stabilito. I fratelli, per evitare il prevosto e i suoi messaggeri, vissero quell’inverno, principalmente nei boschi, sciando e cacciando nei dintorni e alloggiarono nella capanna del carbonaio, nei pascoli di Impivaara. Un vero e proprio sgombero col cavallo e gli altri utensili indispensabili non era però ancora stato fatto. Avevano deciso che avesse luogo dopo il disgelo. Si prendevano già cura però della loro futura dimora : abbattevano tronchi perchè fino a primavera si stagionassero e rotolavano pietre per le fondamenta sulla prateria piena di ceppi di alberi abbattuti, sotto il monte scosceso. 04224
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So verging der Winter, und während der Zeit gelangte von dem Propst keinerlei Befehl, keinerlei Mahnung an die Brüder. Wartete er, oder hatte er sie ihrem Schicksal überlassen? Così passò l’inverno, e, finché durò, i fratelli non ricevettero nessun ordine e nessun avviso dal prevosto. Aspettava egli o li aveva abbandonati al loro destino? 04225
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Kapitel 05 Capitolo

: |fin-|swe-|eng-|rus-|est-|hun-|ger|-dan|-spa|-ita|-fra|-epo| - |fin-|swe-|eng-|rus-|est-|hun-|ger-|dan-|spa-|ita|-fra|-epo| (de-it) :
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Das Frühjahr war gekommen, die Schneewehen waren geschmolzen, mild wehte der Wind, die Erde begann zu grünen, und zarte Blätter sprossen an den Birken. La primavera era venuta, i monticelli di neve si erano sciolti, il vento soffiava dolcemente, la terra cominciava a verdeggiare e la betulla metteva le foglie. 05001
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Die Bruder befinden sich auf dem Umzug vonjukola nach dem Impivaara. Sie wanderten den steinigen, geschlängelten Waldweg, die Flinten auf der Schulter und die Ranzen aus Birkenrinde, in denen ihr Schießvorrat steckt, auf dem Rücken. Voran schreitet Juhani mit den beiden großen, bissigen Rüden von Jukola, Killi und Kiiski. Hinter ihnen geht, den Heukarren ziehend, ihr einäugiges Pferd, der alte Valko, von Timo gefahren. Dem Wagen aber folgen mit ihren Flinten und Ranzen die übrigen Brüder und helfen Valko an den schlimmsten Stellen des Wegs. Ganz hinten kommt Eero, und er trägt im Arm den stolzen Hahn von Jukola, von dem sich die Brüder nicht trennen mochten. Sie nahmen ihn als Stundenweiser mit in die Einsamkeit am Impivaara. Auf dem Wagen erblickt man einen Kasten, Fuchs- und Wolfseisen, einen Kessel und darin zwei Eichen-holzschüsseln, eine Kelle, sieben Löffel und andere Geräte der Kochkunst. Über den Kessel war ein rauher, mit Erbsen gefüllter Sack gelegt; und darauf, ganz oben, zappelte und miaute in einem kleinen Beutel die alte Katze von Jukola. — So zogen die Brüder aus dem Elternhaus weg, wanderten niedergeschlagen und still den mühsamen, steinigen Waldweg. Der Himmel war klar, die Luft ruhig, und bergab eilte schon die Sonnenscheibe dem Westen zu. I fratelli sono in procinto di sgomberare da Jukola a Impivaara. Avanzano per un sentiero del bosco petroso e serpeggiante, il fucile a tracolla e sul dorso la cesta di scorza di betulla con le munizioni. Davanti va Gianni e al suo fianco i grandi cani ringhiosi Killi e Kiiski. Dietro a loro avanza, tirando il carretto, Valko, il vecchio cavallo guercio dei fratelli di Jukola, guidato da Timoteo. Gli altri fratelli seguono il carico, fucile a tracolla e i sacchi sul dorso, pronti ad aiutare Valko, nei passi più difficili della strada. Ultimo viene Rico, tenendo in braccio il superbo gallo di Jukola, dal quale i fratelli non avevano avuto cuore di separarsi, e che avevano preso perchè desse loro la sveglia nelle solitudini di Impivaara. Sul carro si vedevano una cassa, trappole da lupi e da volpi, una pentola e, in questa, due zuppiere di quercia, un cucchiaione, sette cucciai e altri utensili dell’arte culinaria. La pentola aveva per coperchio un ruvido sacco, pieno di piselli, e in cima a questo, in alto, si dibatteva e miagolava, in un sacchetto, il vecchio gatto di Jukola. Così lasciavano i fratelli la loro antica casa, se n’andavano tristi e silenziosi lungo il diffìcile sentiero petroso. Il cielo era limpido, l’aria calma e il disco del sole scendeva già verso occidente. 05002
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JUHANI: Der Mensch ist ein Seefahrer auf dem stürmischen Meer des Lebens. Ja, und so segeln auch wir jetzt aus den trauten Winkeln des Elternhauses fort, segeln auf unserm Karrenschiff durch unwegsame Wälder der schroffen Insel des Impivaara entgegen. Ach! Gianni. L’uomo è un navigatore nel mare burrascoso della vita. Così anche noi ora navighiamo lontano dal nostro cantuccio natio, navighiamo sulla nostra nave a ruote, attraverso i boschi dai sentieri tortuosi, verso l’isola scoscesa di Impivaara. Ah! 05003
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TIMO: Es fehlt ja nicht viel, so wisch ich alte Kröte mir auch Tränen von den Backen. Timoteo. Non ci manca molto che io m’imbratti di lacrime le guance, povero ranocchio che non sono altro. 05004
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JUHANI: Das wundert mich nicht, wenn ich in dieser kummervollen Stunde in meine eigne Brust schaue. Aber das hilft ja alles nichts, sondern hart muß das Männerherz sein wie weißer Kiesel. Als Pilger ist das Menschenkind auf dieser Erde geboren, drum hat es keine bleibende Stätte hier. Gianni. Non mi meraviglio, guardando nel mio cuore in questo momento doloroso. Ma che giova? In questo mondo il cuore dell’uomo deve essere duro come un sasso. Il figlio dell’uomo è nato viaggiatore quaggiù e non vi permane eternamente. 05005
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TIMO: Es spaziert hier kurze Zeit herum, schwankt und wankt hin und her, bis es zuletzt hintorkelt und krepiert wie die Ratte an der Wand. Timoteo. Qui egli erra per un po’ di tempo, si dondola e ciondola, finché da ultimo s’intorpidisce e crepa come un ratto ai piedi di un muro. 05006
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JUHANI: Richtig gesagt, klug geredet! Gianni. Ben detto, saggiamente parlato. 05007
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SIMEONI: Ja, wenn das nur alles wäre; aber dann! Simeone. E se tutto stesse qui, ma dopo? 05008
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JUHANI: Kommt die Frage nach unsern Pfunden, wolltest du sagen. Ja! Gianni. Dopo, vuoi dire che viene la domanda sui nostri talenti, vero ? 05009
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TIMO: Dann heißt es ohne List und Hinterhältigkeit: liier bin ich, und hier ist, o Herr, dein Pfund. Timoteo. Allora sarà venuto il momento di dire senza frode e senza falsità : eccomi, Signore, ed ecco il tuo talento. 05010
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SIMEONI: Der Mensch sollte immer an sein Ende denken; aber er ist verstockt. Simeone. L’uomo dovrebbe sempre ricordarsi della sua fine, ma si è indurito. 05011
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JUHANI: Verstockt, verstockt! ja, das ist nicht zu leugnen. Aber, Herr Gott! so sind wir nun mal alle unterm Himmel. Wir wollen aber versuchen, ernstlich weiterzuleben, wie es sich für gottesfürchtige Männer schickt, wenn wir uns hier erst richtig eingelebt und uns eine warme Friedenshütte geschaffen haben. Laßt uns ein festes Bündnis schließen, Brüder, und alle sündhaften Streiche, allen Haß, allen Zank und alle Feindschaft aus diesem Vogelheim hier verbannen. Weg mit Haß, Zank und Hochmut! Gianni. Indurito, indurito, non si può negare; ma, Dio mio, siamo tutti così sotto il cielo. Sforziamoci pertanto di vivere in avvenire come si conviene a uomini pii, quando una volta saremo riusciti a installarci nella nostra pacifica e tepida dimora. Fratelli, facciamo un serio patto di cacciare via tutti i capricci colpevoli, tutta l’ira, le liti e l’odio dal nostro nido. Via l’ira, l’odio e l’orgoglio. 05012
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EERO: Und Prunk. Rico. E il fasto! 05013
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JUHANI: Ja! Gianni. Già! 05014
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EERO: Und den feinen, sündigen Kleidern. Rico. E l’eleganza peccaminosa. 05015
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JUHANI: Ja! Gianni. Già! 05016
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EERO: Mit den federnden Kirchenkaleschen und all dem schönen Kirchenklimbim. Rico. E i calessi a molla e tutti i bei ninnoli domenicali. 05017
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JUHANI: Was? Was sagst du da? Gianni. Che? che dici? 05018
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SIMEONI: Er stichelt wieder. Simeone. Canzona di nuovo. 05019
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JUHANI: Ich merk es wohl. Hüte dich, ich kriege dich beim Schlafittchen — das heißt, wenn ich mich um Narrengeschwätz kümmerte; aber dann wäre ich ja kein Mann, wahrhaftig kein Mann. — Wie hältst du den Hahn, du verflixter Satansbengel? Weshalb kra-keelt denn das arme Tier? Gianni. Me n’accorgo. Guarda che non ti prenda per la collottola; cioè, se badassi alle ciance di un babbeo, ma allora non sarei un uomo, non lo sarei davvero. Come tieni, maledetto orsachiotto del diavolo, codesto gallo? Perchè grida codesta povera bestia? 05020
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EERO: Ich habe ihm nur den Flügel zurechtgelegt, der hing herunter. Rico. Gli ho soltanto aggiustata un’ala che pendeva. 05021
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JUHANI: Wart, ich leg dich auch gleich zurecht. Hüte dich, ich kriege dich beim Kragen. Ihr müßt wissen, daß dieser Hahn im ganzen Sprengel am besten seines Amtes waltet; immer genau und zuverlässig. Zum erstenmal kräht er um zwei Uhr, zum zweitenmal um vier, und dann ists die beste Zeit zum Aufstehen. Dieser Hahn wird uns hier in der Einöde viel Freude machen. — Und dann die Katze hoch oben auf der Fuhre! Ach, du Matti-Junge! Da schaukelst du und wackelst und guckst zum Sack heraus und miaust so kläglich. »Ach, armer Rappen, alter Lappen!« Du hast ja nicht mehr viele Tage hier herumzukrauchen. Deine Augen werden schon ganz matt, und rauh klingt dein Miauen. Aber vielleicht erholst du dich wieder, wenn du dich erst über die feisten Waldmäuse hermachen kannst. Ja, das hoff ich. Ihr, Killi und Kiiski, tut mir aber von allen doch am meisten leid. Wie wir selbst seid ihr auf Jukola empfangen, geboren und aufgewachsen, wie unsre eignen Brüder aufgewachsen. Ach, was schaut ihr mich so glühend an. Ja, Killi, ja, mein lieber Kiiski, ja! Und den Schwanz schwingt ihr so vergnügt! Ihr wißt freilich nicht, daß wir jetzt unser schönes Vaterhaus verlassen. Ach, ihr Ärmsten! Ich muß weinen, weinen muß ich. Gianni. T’aggiusto io subito. Guarda che non ti prenda per la collottola. Sappiate che questo è il miglior gallo di tutta la nostra circoscrizione nell’esercizio delle sue funzioni; sempre esatto e degno di fede. La prima volta canta alle due, la seconda alle quattro, che è l’ora migliore per alzarsi. Questo gallo ci svagherà molto nella solitudine. E il gatto là in cima al carico. Povero Matteo! Ti dondoli e ciondoli e sbirci dal buco del sacco, miagolando lamentosamente... «Oh mio povero micino, sei ridotto a lumicino!...». Non hai più molti giorni da campare su questa terra. La vista ti si è già indebolita e il tuo miagolio è rauco. Ma forse ti rimetterai ancora, quando potrai afferrare i grossi topi di bosco per la nuca. Lo spero. E voi, Killi e Kiiski, mi fate più pena di tutti. Come noi, siete nati, cresciuti e vissuti a Jukola, cresciuti come nostri fratelli. Ah! come mi guardate con ardore! Sì, Killi, sì, Kiiski caro, sì! Dimenate la coda con tanta gioia. E non sapete che noi ora lasciamo la nostra bella casa! Poverini! Mi vien da piangere, mi viene. 05022
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TIMO: Denk daran, was du eben selber geraten hast. Laß dein Herz stark bleiben, stark bleiben. Timoteo. Pensa a quel che mi hai consigliato dianzi. Bisogna che tu t’indurisca il cuore, t’indurisca il cuore. 05023
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JUHANI: Ich kann nicht, ich kann nicht, denn ich verlasse ja das liebe Vaterhaus. Gianni. Non posso, non posso nel lasciare la mia casa adorata. 05024
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TUOMAS: Ja, dieser Tag greift einen an. Aber der Impivaara wird vielleicht bald unser zweites und vielleicht ebenso teures Heim sein. Maso. Sì, questo giorno è terribile, ma, presto, a Impivaara avremo un’altra casa che forse ci diventerà altrettanto cara. 05025
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JUHANI: Was sagst du, Bruder? Nirgends auf Erden und im Himmel gibt es einen so teuren Fleck wie den, wo wir geboren und aufgewachsen sind und auf dessen Boden wir uns als kleine Milchbärte herumgesielt haben. Gianni. Che dici, fratello mio? Nè in terra nè in cielo c’è un luogo caro come quello dove siamo nati e cresciuti e sul cui suolo ci siamo ruzzolati piccoli quando avevamo i baffi di latte. 05026
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AAPO: Freilich zerreißt uns die Abschiedsstunde das Herz; ist doch sogar dem Hasen der Heimatbusch teuer. Abramo. Certo il momento del distacco ci spezza il cuore; poiché anche alla lepre è caro l’arbusto dove è nata. 05027
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JUHANI: Wie sprach die Hasenmutter, als sie sich wieder trächtig fühlte und ihr Söhnchen von sich fortwies, vor den Kommenden fortwies? Gianni. Come diceva già la lepre madre quando, accorgendosi di essere di nuovo pregna, ordinò al suo piccolo di andarsene, di andarsene per cedere il posto ai fratellini venturi? 05028
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TIMO: Mache dich nun auf die Beine, lieber Sohn, guter Kleiner, und merk dir stets, was ich dir sage: »Wo es Ruten gibt, gibts Schlingen, wo ein Loch, da eine Falle.« Timoteo. « Mettiti in viaggio, figliolino mio, piccolino mio, e ricordati sempre quello che ti dico: dov’è ramo, là tagliola; dove buco, trappola». 05029
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JUHANI: So sprach sie zu ihrem Söhnchen, und da trollte sich der Kleine, trippelte und trottete über die Halde, an der Heide hin, trippelte, die geschartete Lippe unschuldig verzogen. So wanderte er aus dem Vaterhaus, und traurig sah der Abend drein. Gianni. Così diceva al suo piccolo, e il leprotto se n’andò saltellando; saltellò e sgambettò lungo i pascoli e i bordi della landa, sgambettò labbro-fesso con una smorfia innocente. Così se n’andò dalla sua casa e triste era la luce della sera. 05030
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EERO: Das war Jussi Häschen Klein. Rico. Era Giannino-lepre. 05031
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JUHANI: Meinetwegen ja. — So zog er aus dem Vaterhaus, und so ziehen wir auch davon. Lebe wohl, Vaterhaus! Deine Treppe, deinen Misthaufen möcht ich jetzt küssen. Gianni. Sia quel che si vuole. Se n’andò da casa come ce ne andiamo anche noi. Stai bene, casa! Vorrei baciare la tua soglia, il tuo mucchio di letame. 05032
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AAPO: Jawohl, mein Lieber. Aber nun wollen wir versuchen, den Trübsinn zu verscheuchen. Gleich geht es tüchtig an die harte Arbeit, dann krachen die Stämme, die Äxte schallen, und zum Himmel empor steigt eine stolze Hütte auf der Impivaarahalde, mitten in den finsteren Wäldern. Seht: wir sind ja schon im dichten Bruchwald, unter den brausenden Tannen. Abramo. Sì, fratelli. Ma cerchiamo di cacciar via questo buio dall’anima. Presto avremo un lavoro e un compito arduo, presto i tronchi scricchioleranno, le scuri faranno risuonare i loro colpi, e verso il cielo si alzerà una solida casa sui pascoli di Impivaara, fra i boschi selvaggi. Guardate! Entriamo già nei boschi maestosi tra il fremito degli abeti. 05033
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So redeten sie auf ihrer Wanderung durch den düstern Odwald. Allmählich aber hob sich die Gegend, und ihr Weg schlängelte sich unter den Bäumen den hohen Teerimäki hinan. Hier und dort sah man bemooste Felsenhänge, den Grabhügeln von Riesen gleich, und ringsumher sauste es in den niedrigen Föhren mit starken Wurzeln. Heftig rüttelte der steinige Weg den Wagen und die Schultern des alten Valko durcheinander, und stellenweise konnte das Auge kaum mehr die früheren Radspuren erkennen. Über den Hügel ging der Weg; denn zu beiden Seiten breiteten sich grundlose Sümpfe aus. Die Bruder aber taten auch selbst ihr möglichstes, um dem alten einäugigen Zugtier die Last zu erleichtern. Endlich kamen sie auf dem Rücken des Hügels an, ließen Valko eine Weile verschnaufen und schauten selber über das ebene Gelände hinab. Ihr Blick traf ferne Dörfer, Wiesen, Äcker, blauende Seen und am Rand der Wälder gen Abend den hohen Kirchturm. Im Süden aber leuchtete vom Abhang einer Anhöhe der Jukolahof herüber wie ein verlorenes Paradies. Und sehnsuchtsvolle Gedanken erfüllten den Brüdern von neuem die Brust. Schließlich wandten sie ihre Augen nordwärts, und da zeigte sich ihnen der hohe Impivaara, seine jäh aufsteigende Wand, seine finstern Schluchten und die bärtigen, von den Stürmen zerzausten Tannen, die in den Berglehnen standen. Aber am Fuß des Berges sahen sie eine einladende, mit alten Stubben bedeckte Halde, ihre künftige Wohnstätte, und weiter unten einen Bruchwald, der ihnen schlanke Stämme für den Bau ihres Hauses versprach. Alles das sahen sie, sahen zwischen den Kiefern den klaren Ilvessee und die lächelnde Sonne vor dem Untergang über dem nordwestlichen Absturz des Berges leuchten. Und ein froher Hoffnungsschimmer strahlte aus ihren Augen und hob ihnen wieder die Brust. Così parlavano fra loro, nel viaggio attraverso la cupa foresta. Poi, a poco a poco, il terreno si elevò e la via s’inerpicò serpeggiando verso un altipiano boschivo chiamato Teerimäki. Qua e là si scorgevano le punte salienti delle rocce coperte di muschio, simili nella forma, a lastre sepolcrali di giganti, intorno a cui fremevano bassi e tozzi pini. Il carro e le spalle del vecchio Valko sobbalzavano fortemente per la via petrosa dove l’occhio, in certi punti, poteva appena distinguere gli antichi solchi delle ruote. La via saliva sulla collina perchè sui due fianchi si stendevano paludi senza fondo. I fratelli facevano del loro meglio per alleggerire il peso del vecchio cavallo guercio. Finalmente pervennero in cima alla collina, fecero riprendere fiato un momento a Valko e guardarono le pianure del mondo al di sotto di loro. Il loro occhio scorse i villaggi lontani, i prati, i campi, i laghi bluastri e l’alto campanile della chiesa al confine occidentale del bosco. A sud, sul pendio di un’altura, s’intravvedeva la fattoria di Jukola come la terra della felicità perduta; e pensieri tristi colmarono di nuovo il petto dei fratelli. Ma essi volsero infine gli occhi verso nord-ovest dove si scorgeva l’alto Impivaara, il suo brusco pendio, le cupe grotte e i pini barbuti, lacerati dalle tempeste, che si ergevano sui fianchi del monte, alle cui radici videro una bella prateria sparsa di pedali, loro futura dimora, e, al di sotto, una foresta che avrebbe dato loro tronchi robusti per costruire la casa. Videro tutto questo, videro fra i pini il chiaro lago di Ilvesjärvi e il sole splendente che illuminava, nel tramonto, il pendio nord-ovest del monte e un giulivo raggio di speranza sfolgorò nei loro occhi e risollevò i loro petti. 05034
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Dann zogen sie weiter, und immer rüstiger eilten sie ihrer neuen Heimat entgegen. Der Hügel neigte sich, und die Heide lenkte in einen Fichtensaal ein, wo Heidekraut, Preiselbeerbüsche und welkende Gräser in buntem Flor die widerhallende Erde verhüllten. Es kam ein sandiger, gebahnter Weg, der vom Gutshof Viertola zum Kirchdorf führte. Diesen überschritten sie und verfolgten ihren Waldpfad weiter, der über den Heidelandrucken lief. Si misero di nuovo in cammino e, con sempre maggior lena, si affrettarono verso la nuova casa. La collina si abbassava ed essi andavano verso la landa sotto il colonnato dei pini, dove la brughiera, l’edera e i fili d’erba secca a poco a poco nascondevano la terra risonante. Seguì poi una via sabbiosa e ben costruita dalla mano dell’uomo che portava dalla fattoria di Viertola alla chiesa; l’attraversarono, tenendo la propria strada fra i boschi, la quale seguiva il fianco della collina. 05035
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AAPO: Dies ist die Heide, auf der, wie die alten Leute erzählen, vor langen Jahren einmal der Gerichtssaal der Schlangen stand. Da saß als Richter ihr König, die überaus seltene weiße Natter, mit einer unvergleichlich kostbaren Krone auf dem Kopf. Diese Krone aber raubte ihnen, wie die Sage geht, ein kühner Reitersmann. Abramo. Questa è la landa in cui, come raccontano i vecchi, c’era una volta la sala del tribunale dei serpenti. Giudice era il loro re, un serpente bianco, che si vedeva ben raramente, e che aveva in capo una corona preziosa e incomparabile. Ma un coraggioso cavaliere una volta gliela rapì, come racconta una storia. 05036
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Und während sie über den Heidelandrücken nach dem öden Sompiomoor hinabzogen, erzählte ihnen Aapo folgende Sage: Es kam einmal ein Reiter, der sah auf der Heide den Schlangenkönig mit der funkelnden Krone auf dem Haupt. Er ritt herzu, nahm mit der Schwertspitze dem König die Krone vom Kopf, spornte sein Pferd und eilte wie die Wolken im Winde mit seinem Kleinod hinweg. Die Schlangen aber zauderten auch nicht, sondern setzten sofort grimmig dem frechen Räuber nach. Zischend schwebten sie, zu Ringen zusammen -gerollt, dahin und tausend Kreisel wirbelten da hinter dem Reiter her, wie die Wurfscheibe auf der Landstraße von den Burschen geschleudert dahinwirbelt. Bald hatten sie den Reiter eingeholt, schon scharten sie sich ym die Füße des Pferdes dicht zusammen, schnellten ihm in die Weichen hinauf, und groß war die Gefahr für den Mann. In seiner Not warf er ihnen seinen Hut als Köder hinunter, den sie auf der Stelle in Stucke rissen und in wilder Wut auffraßen. Doch half ihm das nicht lange, bald wirbelten die Schlangen wieder hinter ihm her, und der Sand stob vom Wege hoch empor. Und immer toller spornte der Mann sein keuchendes Roß; in Strömen floß dem stattlichen Hengst das Blut aus den zerfetzten Weichen, und aus dem Maul drang ihm gischender Schaum. Der Reiter floh in den Wald, aber der Wald konnte den Zug seiner Feinde nicht hemmen. Es kam ihm ein Strom entgegen, sausend ritt er in seine Strudel, und schnell trug ihn der Hengst hinüber. Auch den Schlangen trat der Strom entgegen, aber brausend wie viele Wasserfälle stürzten sie sich in den Schoß der Wellen, schwammen mit Sturmeseile hindurch, und weiße Gischt stieg hoch zum Himmel auf. Der Reiter sprengte immer vorwärts, und immer verfolgte ihn das rasende Schlangenheer. Da erblickte er in einiger Entfernung vor sich eine Schwendlohe; und auf das Feuer zu spornte er jetzt sein Pferd, und, in seinen von dem Strom durchnäßten Mantel gehüllt, brach er mitten in die Flammen hinein; die Schlangen blieben aber keinen Augenblick zurück. So schwebte der reitende Himmelsheld wie durch vergoldete Wolken. Noch einmal schlug er dem Hengst die Sporen in die Weichen, und noch einmal stürmte er vorwärts; dann fiel das schnaubende Tier, um für immer das heiße Spiel des Lebens zu vergessen. Der Mann aber stand im Freien, gerettet aus dem Feuer und vor seinen schrecklichen Feinden; es hatte ja das Feuer die unzählbare Schar der Schlangen verzehrt. Da stand der Held mit jubelndem Blick und hielt in der Hand das kostbare Kleinod. E Abramo narrò loro la storia seguente, mentre essi scendevano dalla sommità della collina verso la deserta palude di Sompio. « Venne una volta un cavaliere e vide sulla landa il re dei serpenti che aveva in capo una corona raggiante. Egli spinse il cavallo contro di lui, tolse con la punta della spada la corona di testa al re, spronò il cavallo come il vento e corse via col suo tesoro. Ma non furono tardi nemmeno i serpenti; si dettero subito furiosi ad inseguire lo sfrontato brigante. Corsero sibilando, acciambellati, e mille cerchi rotolarono così dietro il cavaliere come un disco gettato dai ragazzi rotola sulla strada maestra. Ben presto raggiunsero il cavaliere, si ammassarono tutti ai piedi del cavallo, gli saltarono in groppa e grande era il pericolo del cavaliere. Disperato, buttò loro come esca il suo cappello, che essi subito fecero a pezzi e mangiarono rabbiosamente. Ma tale espediente non giovò a lungo al cavaliere, chè ben presto i serpenti si rotolarono di nuovo dietro a lui e la sabbia turbinava alta sulla via. Con sempre maggiore foga spingeva l’eroe il suo ansante cavallo; a fiotti scorreva il sangue dai fianchi lacerati del superbo stallone e dalla bocca gli sgorgava una schiuma fremente. Il cavaliere fuggì nella foresta, ma la foresta non ostacolò la corsa dei suoi nemici. Incontrò un torrente; si gettò con fragore nel vortice e ben presto il cavallo lo portò all’altra riva. Anche i serpenti incontrarono il torrente e, col fragore di molte cascate, si tuffarono in seno alle onde e, nuotando con la rapidità della tempesta, lo attraversarono. Il cavaliere avanzava sempre più, ma la selvaggia banda dei serpenti lo inseguiva tuttavia. Vide egli allora in lontananza un terreno dissodato che bruciava furiosamente; contro il fuoco spinse il suo cavallo e, avviluppatosi nel mantello inzuppato con l’acqua del torrente, si gittò in seno alle fiamme; ma i serpenti non cessarono nemmeno un istante il loro inseguimento. Così l’eroico cavaliere del cielo fende le nubi dorate. Ancora una volta egli spinse gli speroni nei fianchi del cavallo e ancora una volta si slanciò avanti; ma allora cadde il cavallo anelante, dimentico per sempre del giuoco ardente della vita. Il cavaliere era libero, si era salvato dal fuoco e dai suoi terribili nemici; il fuoco infatti aveva arsa la folla innumerevole dei serpenti. E l’eroe, con lo sguardo raggiante, teneva in mano il prezioso tesoro ». 05037
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AAPO: Das ist die Sage von der Krone des weißen Schlangenkönigs hier auf der Teerimäki-Heide. Abramo. Ecco la storia della corona del serpente bianco qui sulla collina di Teerimäki. 05038
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JUHANI: Eine prachtvolle Sage und ein noch prachtvollerer Mann, daß er dem König die Krone vom Kopf riß und sie sich schließlich auch erkämpfte. Ein famoser Kerl! Gianni. Un’azione superba e un uomo ancora più superbo, che strappò la corona dal capo del serpente e finì per conquistarla. Che uomo coraggioso! 05039
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TIMO: Selten sieht hier einer die Schlange. Aber wer sie sieht, wird, so sagen die alten Leute, unvergleichlich weise. Timoteo. Sono rari quelli che hanno visto questo serpente, ma chi lo vede diventa incomparabilmente saggio, come dicono i vecchi. 05040
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JUHANI: Er wird auch erzählt: wer im Frühjahr vor dem ersten Kuckucksruf die Richterschlange fängt, sie kocht und ißt, der versteht die Rabensprache und erfährt alles, was ihm später zustoßen wird. Gianni. Si dice anche che chi riesce a prendere questo giudice dei serpenti, in primavera avanti il primo canto del cuculo, lo cuoce e lo mangia, comprende il linguaggio del corvo, e sa ciò che gli accadrà nel futuro. 05041
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EERO: Ja, und es wird auch erzählt: wer all das im Frühjahr nach dem ersten Kuckucksruf tut, der versteht die Rabensprache und erfährt alles, was ihm früher zugestoßen ist. Rico. Si dice ancora: chi fa tutto questo di primavera, dopo il primo canto del cuculo, intende il linguaggio del corvo e sa tutto ciò che gli è accaduto in passato. 05042
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JUHANI: Ach, lieber Bruder, was redest du da für dummes Zeug! Weiß das nicht jedermann, auch wenn er keinen Bissen Schlangenfleisch gegessen hat? Da hat Eero wieder mal gezeigt, wie es eigentlich mit seinem Verstande ist, der dumme Schöps. »Der erfährt, was ihm früher zugestoßen ist.« Stammt so ein Gedanke aus dem Kopf eines Mannes? O weh, der arme Kerl! Gianni. Oh, fratello, che sciocchezze dici! Non lo conosce forse ognuno il passato, senza aver mangiato nemmeno un briciolo di carne di serpente? Guardate, ora Rico ci ha mostrato esattamente quel che vale in fatto di logica; una stupida pecora sa quel che gli è accaduto in passato. È possibile un’idea del genere nel cervello di un uomo? Oh povero ragazzo! 05043
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AAPO: Laß doch, Juhani. Entweder hat er aus Dummheit so geredet, oder er versucht, sich wieder einmal über uns lustig zu machen, einerlei: jedenfalls hat er da einen beachtenswerten Gedanken geäußert. Laß uns mal seine Worte prüfen, ich glaube, wir können eine gute Lehre hervorangeln. Zu wissen, was einem begegnet ist, ist ja in einer Hinsicht große Weisheit. Wenn du verständig prüfst, was von der Saat vergangener Tage nützliche, was schädliche Frucht gebracht hat, und danach dein Leben, deine Arbeit und Beschäftigung einrichtest, dann bist du wirklich ein weiser Mann. Wären uns die Augen bloß früher aufgegangen: ich glaube, dann lungerten wir hier nicht als Auswanderer herum. Abramo. Lascia andare, Gianni : ha detto una bestialità o ha voluto di nuovo fare lo spiritoso; fa lo stesso, ma in ogni caso ha espresso un’idea curiosa. Proviamo a esaminare la sua parola e credo che ci si possa pescare qualcosa di saggio. Conoscere quel che è accaduto è, da un certo punto di vista, una gran saggezza. Se tu distingui con esattezza quale seme abbia prodotto frutti utili e quale dannosi, nei giorni passati, e regoli la tua vita, il tuo lavoro e la tua condotta in conformità di ciò, sarai un uomo saggio. Se i nostri occhi si fossero aperti più presto, credo che ora noi non andremmo in giro come degli emigranti. 05044
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JUHANI: Hier wie Wolfswelpen unter freiem Himmel. Aber getan ist getan. Gianni. Come dei lupatti senza tetto. 05045
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TUOMAS: Was wir in Jukola verloren haben, das holen wir uns am Impivaara wieder. — Alle Mann hierher an die Fuhre und unserm Valko geholfen, so lange wir im Moor sind. Alle hierher! Das Wagenrad sinkt ja mit jedem Schritt eine Spanne tief in den schlammigen Boden. Maso. Ciò che abbiamo perduto a Jukola, lo riprenderemo sui pascoli di Impivaara. Qui tutti, ognuno spinga il carico per aiutare il nostro Valko finché dura la palude. Qua tutti! Le ruote del carro s’affondano di un palmo nel terreno limaccioso. 05046
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Sie waren redend die Heide hinabgestiegen, hatten die weite Brache des Seunala-Matti, dann den dichten Fichtenwald durchquert und standen nun am Rand des Sompiomoors. Düster sah es aus; auf der weiten Fläche wechselten schlammige, sumpfige Lachen mit weichen Bülten, dem Heim der Moosbeere, und hier und dort stand eine niedrige, welkende Birke und nickte traurig mit dem Haupt im Abendwind. Nach der Mitte zu aber war das Moor am schmälsten, und hier wurde der Boden auch fester und härter. Es standen da kurze Kiefern im moosigen Gewand, und auf den Bülten dunkelgrüner stark duftender Porst. Und über diese Enge lief der mühsame Pfad nach dem entgegengesetzten Rand des Moors, wo wieder der finstere Bruchwald begann. Auf diesem Weg setzten die Brüder hinüber. Die einen zogen neben Valko an der Deichsel, die ändern schoben die Fuhre. Schließlich, wenn auch mit viel Mühe, erreichten sie den Rand des Moores und marschierten wieder auf trocknem Boden den wurzelüberzognen Weg durch das Dickicht, der ungefähr fünfhundert Schritt währte. Zuletzt aber glänzte die ebene Fläche der stubben-reichen Halde vor ihnen, und sie standen an ihrem Ziel, am Fuß des zerklüfteten Berges. Così parlando fra loro, erano scesi dalla collina, avevano attraversata la vasta prateria di Matteo di Seunala, poi, per un’ampia abetina, erano arrivati al bordo della palude di Sompio. Questa palude aveva un aspetto triste; sulla sua superfìcie si avvicendavano stagni fangosi, isolotti muscosi, coperti di mortella di palude e qua e là una betulla bassa e languente piegava triste il capo sotto il vento della sera. Nel centro la palude era più stretta e anche la terra più dura e più compatta. Ivi crescevano pini nani, rivestiti di muschio e, sugli isolotti, arbusti di rosmarino di un verde scuro e fortemente odoranti. E su questa striscia di terra, una strada difficile portava all’altra riva della palude dove ricominciava il bosco cupo. Lungo questa via andavano ora i fratelli attraverso la palude. Gli uni tiravano le stanghe ai lati di Valko, gli altri spingevano il carro. Finalmente, a stento, raggiunsero il bordo della palude e andarono di nuovo sulla terra asciutta per una via del bosco ingombra di radici che durò circa cinquecento passi. Finalmente splendè dinanzi a loro la vasta prateria, pianeggiante, coperta di ceppi; erano giunti nel luogo prefìsso, sotto il monte cavernoso. 05047
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Hier hatte einst der Großvater der Brüder, ein tüchtiger Roder, tapfer geschwendet und ansehnliche Kohlenmeiler zum Rauchen gebracht. Viele Stämme hatte er rings um den Berg gefällt und verbrannt, mit seiner Reisigegge manches Stück schwarzen, besäten Landes bearbeitet und zuletzt die schweren Halme in seiner Korndarre geborgen. Eine Brandstätte dort am Rand der Halde bezeichnete noch immer den Platz, wo seine Waldscheune gestanden hatte, aus der er das fertige Getreide gleich nach Hause brachte, während er Stroh und Spreu bis zur Winterschlittenbahn zurückließ. Aber eine Strecke von den Resten der Darre entfernt, dort auf der Grenze zwischen Halde und Wald, sah man die schwarze Sohle eines Meilers, mächtig groß, wo er aus den Stämmen der Schwende klirrende Kohlen gebrannt hatte. So hatte sich der tüchtige Jukolabauer hier manchen glühenden Sonnentag gemuht und geschunden und sich oft den perlenden Schweiß von der Stirn gewischt. In der Nacht aber hatte er als Wächter seines eignen Meilers in der torfgedeckten Hütte geruht. Eben diese Köhlerhütte war es, die sich die Brüder jetzt zur einstweiligen Wohnstatt ausersehen hatten. Là anticamente il loro nonno, celebre dissodatore, aveva coltivato terreni e affumicato grosse carbonaie. Intorno a questo monte aveva diboscato e dissodato molti terreni, erpicato col suo erpice di rami secchi molta nera terra seminata e finalmente riposto nel suo granaio il raccolto abbondante. Un monte di detriti, al limite della prateria, mostrava ancora il posto del suo granaio boschivo, donde portava a casa il grano bell’e pronto, lasciando la paglia e la pula da mettere nelle slitte invernali; a un tratto di strada dai detriti del granaio, al confine fra la prateria e il bosco, si vedeva il fondo nero di una grossa carbonaia dove egli aveva ridotto in carboni crepitanti i tronchi del dissodamento. Qui l’antico e vigoroso padrone di Jukola aveva lavorato e corso sotto l’ardore di molto sole e si era asciugato molte perle di sudore sulla fronte. Di notte riposava in una capanna dal tetto d’erba, di guardia alla sua carbonaia; e questa stessa capanna ora i fratelli avevano scelto per abitazione provvisòria. 05048
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Weithin streckt sich die stubbenreiche Halde, doch kann man nicht über ihre Ränder hinaussehen; denn im Osten, Süden und Westen verschließen die Wälder den Ausblick, und im Norden der hohe Berg. Wenn man aber den spärlich mit Tannen gekrönten Rucken des Berges erklettert, so trägt das Auge weithin in alle Winde. Auf der Sudseite sieht man zunächst unmittelbar zu Fußen jene mäßig geneigte Halde liegen, weiter fort den finstern Bruchwald, dahinter das Sompiomoor, und dort am Horizont taucht der mattblauende Teerimäki auf. Gegen Norden fällt der Berg allmählich ab, und auf seinem leise geneigten Scheitel, der früher auch geschwendet und bebaut wurde, steht ein Birkicht, jung und dicht, auf dessen graslosen Pfaden die Birkhühner hüpfen und die Haselhühner klagend flöten. Im Osten erscheint die ebene Heide mit ihrem Föhrenwald, im Westen buckliges Gelände mit moosbedeckten Felsen, hier und da auf der moosigen Höhe eine niedrige, aber breit ausladende und dichte Kiefer. Hinter den Kiefern blinkt dort der fischreiche, klare Ilvessee, ungefähr tausend Schritt von der Halde entfernt. Sonst aber kann man kaum etwas erkennen, soweit man auch sehen mag. Das dunkle Meer des Ödwalds dämmert von allen Seiten herüber. Doch im Nord-osten gewahrt man einen erlöschenden Schimmer vom Gutshof Viertola und weit, weit weg am Rand des nordwestlichen Himmels, den grauen Kirchturm. So sah die Gegend und ihre Umgebung aus, die sich die Jukolabrüder zum Wohnsitz gewählt hatten. La prateria cosparsa di ceppi, è ampia, ma, oltre i suoi bordi l’occhio non può spaziare, poiché a levante, a mezzogiorno e a ponente i boschi sbarrano la vista e a nord un alto monte. Ma se stai sulla cima di questo monte, incoronato di rari pini, il tuo occhio può spaziare in lontananza in tutte le direzioni. A mezzogiorno vedi prima, ai tuoi piedi, il dolce pendio della prateria di cui abbiamo parlato; più lontano la cupa boscaglia e, dietro a questa, la palude di Sompio e laggiù all’orizzonte, si alza la collina bluastra di Teerimäki; a nord, la montagna s’abbassa a poco a poco e sul suo dolce declivio, che un tempo era anch’esso dissodato e coltivato, cresce un giovane e folto bosco di betulle, sui cui glabri sentieri i galli di montagna saltellano e le gallinelle fischiano in tono melanconico. A oriente si vede una piatta landa col suo pineto e a occidente un terreno aspro e coperto di rocce muscose, e qua e là, su un’elevazione rivestita di muschio, un pino basso ma robusto e folto. Dietro ai pini brilla il lago di Ilvesjärvi, lucente e ricco di pesci, a circa mille passi dalla prateria. E non scorgi quasi altro, per quanto tu guardi lontano, che il mare cupo dei boschi che ti circonda da tutte le parti. Puoi vedere veramente il cupo profilo della prateria di Viertola a nord-est e in lontananza, a nord-ovest, al confine del cielo, la torre grigia della chiesa. Tale era la regione e i dintorni scelti dai giovani di Jukola per loro dimora. 05049
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In der Nähe des Meilers aber hatten sich die Brüder an diesem Abend niedergelassen, hatten den müden Valko mit der Schelle am Hals aus der Deichsel gespannt, auf die Weide geführt und aus Baumstümpfen und Knütteln ein lustiges Feuer auf der Halde angezündet. Da briet Simeoni Strömlinge, Rüben und Rindfleisch zum gemeinsamen Abendessen, und die übrigen machten sich an dem Heukarren zu schaffen, leerten die Fuhre und trugen jedes Stück und jedes Gerät an seinen Platz. Als aber dies besorgt war und auch das Essen auf sie wartete, setzten sie sich zur Mahlzeit nieder; und die Sonne war hinterm Felsen versunken. I fratelli, quella sera, si erano fermati presso la capanna del carbonaio, avevano staccato lo stanco Valko e lo avevano lasciato andare al pascolo con un campano al collo e avevano fatto un allegro fuoco sulla prateria con ceppi e rami secchi. Simeone cucinò delle aringhe, delle rape e della carne di bove per la cena comune e gli altri si affaccendarono intorno al carro scaricando e portando ogni oggetto e ogni utensile a suo posto. Fatto ciò, quando il cibo fu pronto, essi si sedettero sulla prateria per cenare, e il sole era calato dietro i monti. 05050
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SIMEONI: Dies ist also unsre erste Mahlzeit in der neuen Heimat. Möge sie uns auch für alle ändern Mahlzeiten hier Glück und Gottes Frieden bringen. Simeone. Ecco il nostro primo pasto nella nuova casa; ci possa portare la felicità e la pace di Dio per tutti gli altri che faremo qui. 05051
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JUHANI: Glück, üppiges Glück möge hier bei allen unseren Verrichtungen und Arbeiten unser einziger Gefährte sein. Gianni. Che la felicità, una superba felicità ci accompagni sempre qui, in tutti i lavori e le faccende che le nostre mani eseguiranno. 05052
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AAPO: Ich möchte noch etwas wichtiges sagen. Abramo. Vorrei dire una cosa importante. 05053
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JUHANI: Na, preß deine Herzkammer aus. Gianni. Schiudile i penetrali del tuo cuore. 05054
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AAPO: Ein Rumpf ohne Kopf taugt nichts, sage ich. Abramo. Un corpo senza testa non vai niente, dico io. 05055
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JUHANI: Der torkelt nur gegen die Wände wie ein geköpftes Huhn. Gianni. Dà solo dei picchi contro le pareti come una gallina senza testa. 05056
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TIMO: Wenn auch nicht mal wie ein geköpftes. Es braucht nur toll zu werden, dann fährt es los — siehst du, so! und schussert hin und her und hin und her. So machtens ja Föhrichtmuttchens Hühner oft, und dann sagte die Alte, es flögen Zauberpfeile in der Luft herum. Timoteo. Anche con la testa, se è invasata dal demonio, salta così, così, di qua e di là, di qua e di là. Lo facevano spesso le galline della vecchia del pineto, e allora lei diceva che delle frecce magiche volavano nell’aria. 05057
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JUHANI: Aber nun sprich frisch von der Leber weg, Aapo. Gianni. Ma parla chiaro, Abramo. 05058
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AAPO: Es ist mir so ein Plan durch den Kopf gegangen: Wenn wir hier etwas Ordentliches mit Ehren zustande bringen wollen, muß einer von uns immer der erste Mann sein, der Leiter der Beratungen und der Schlichter in strittigen Fällen. Kurz, es muß einer da sein, dessen Stimme ordnungshalber vorgeht. Abramo. Ecco il progetto che ho nel cervello : se vogliamo fare qui qualcosa di degno, uno di noi deve sempre essere il capo, colui che dirige le nostre deliberazioni, l’arbitro delle nostre controversie. Per farla breve, ci deve essere uno solo la cui voce domini per mantenere l’ordine. 05059
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JUHANI: Ich bin hier der Älteste. Gianni. Io qui sono il più vecchio. 05060
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AAPO: Du bist der Erstgeborene in der Schar von Jukola, darum sollst du auch das Recht dazu haben. Abramo. Tu sei il primogenito della schiera di Jukola e quindi ne hai anche il diritto. 05061
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JUHANI: Ja, ich bin der erste Mann im Glied, und ich werde auch Gehorsam von euch zu fordern wissen. Wenn ihr mir nur folgt. Gianni. Io sono il primo della fila, e saprò anche esigere da voi l’obbedienza. Purché soltanto obbediate. 05062
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AAPO: Das ist nur recht und billig. Aber trotzdem soll in gemeinschaftlichen Fragen immer eines jeden Wort gehört werden. Abramo. È giusto e conveniente. Ma negli affari comuni, dovremo sentire sempre la parola di ognuno. 05063
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JUHANI: Und besonders deinem Rat will ich immer und gern mein Ohr zuneigen. Aber ich bin der Erste. Gianni. Ascolterò sempre e volentieri specialmente il tuo consiglio. Ma io sarò il primo. 05064
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AAPO: So ists. Welche Strafe soll aber den treffen, der sich halsstarrig und unverbesserlich widersetzlich zeigt? Abramo. Certo! Ma che castigo infliggere a colui che si mostrerà recalcitrante e irrimediabilmente ostinato? 05065
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JUHANI: Den stecke ich dort in die Felshöhle und schiebe einen Haufen zentnerschwere Steine als Riegel davor. Da kann er dann einen oder zwei Tage sitzen, je nachdem wie es die Sache und Umstände erfordern. Ja, ja, da mag er an seinen Klauen saugen und darüber nachdenken, was seinem Frieden dient. Gianni. Lo ficcherò in una caverna del monte e porterò un cumulo di pietre di circa un quintale per chiudere la bocca della porta. Lui starà là un giorno o due, a seconda che lo esigeranno i fatti e le circostanze. Sì, si succerà le unghie; pensando a ciò che possa giovare alla sua pace (Luca, 19, 42.). 05066
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LAURI: Den Beschluß nehm ich nicht an. Renzo. Io non sono favorevole a questo sistema. 05067
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TUOMAS: Ich auch nicht. Maso. Nemmeno io. 05068
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TIMO: Bin ich denn ein gestreiftes Waldferkel, das in einer muffigen Felshöhle haust? Timoteo. Sono forse un tasso dalle gote striate, la cui dimora è una grotta che sa di tanfo? Macche. 05069
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JUHANI: Ihr fangt an, aufsässig zu werden. Gianni. Cominciate a ribellarvi. 05070
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TUOMAS: Mit dem Strafpunkt ists nichts, ists nichts. Maso. Questo sistema di punizione non può andare, non può. 05071
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TIMO: »Das is nix«, sagt das Sprichwort. Ich bin kein Waldferkel, kein Dachs. Timoteo. « Non può andare », dice il proverbio. Io non sono un tasso. 05072
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JUHANI: Drum betrag dich immer artig und anständig, so wirst du dem strafenden Schrecken meines Zorns entgehen. Gianni. Però comportati sempre da uomo saggio e retto per evitare lo spaventoso castigo della mia collera. 05073
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TIMO: Aber ich bin kein Wildschwein und kein Wolf. Ha! ich bin kein Bär und keine Ratte. Schäm dich! »Bleib mir vom Leib, sagte Jaakkolas Weib.« Hehe! Timoteo. Ma io non sono nè un tasso nè un lupo. Nemmeno un orso o un ratto! Dovresti vergognarti. « Vergognati, briccone, disse Lapo a Jacopone! ». Eh, eh! 05074
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AAPO: Darf ich auch mal reden? Abramo. Posso parlare anch’io? 05075
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JUHANI: Gern. Was möchtest du sagen? Gianni. Volentieri, che vuoi dire? 05076
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AAPO: Daß ich den Strafparagraph, den du da für uns festsetzen möchtest, auch nicht genehmige; ich halte ihn unter Brüdern für zu roh, zu viehisch. Abramo. Che non approvo questo sistema di castigo che tu vorresti istituire fra noi, lo trovo troppo rozzo e troppo bestiale tra fratelli. 05077
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JUHANI: So, du genehmigst ihn nicht? genehmigst ihn nicht? Genehmigst ihn wirklich nicht? Dann sag uns doch einen weiseren Paragraph, da ich nicht begreifen kann, was recht und was unrecht ist. Gianni. Non l’approvi? Non l’approvi? Non l’approvi proprio? Dimmi allora un sistema più saggio, poiché io non so mai afferrare quel che è giusto e quel che non lo è. 05078
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AAPO: Davon rede ich nicht. Abramo. Non lo dico. 05079
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JUHANI: Sag den neuen Paragraph, den du genehmigen kannst, du Seher von Jukola. Gianni. Esponi tu un sistema nuovo e accettabile, tu che sei il sapiente di Jukola. 05080
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AAPO: Weit entfernt von der Seherwürde. Aber dieser ... Abramo. Sono ben lontano dal meritare tale epiteto. Ma questo... 05081
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JUHANI: Den Paragraph, den Paragraph! Gianni. Il sistema, il sistema! 05082
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AAPO: Dies ist ja ... Abramo. Questo è... 05083
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JUHANI: Den Paragraph, den Paragraph! Sag den hochweisen Paragraph! Gianni. Il sistema, il sistema. Esponi questo saggio sistema! 05084
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AAPO: Bist du verrückt? Schreist, wie wenn du Feuer in den Hosen hättest. Warum kreischt du denn so und wackelst mit dem Kopf wie ein Uhu! Abramo. Sei pazzo? Gridi come se avessi il fuoco nei pantaloni. Perchè sbraiti e dimeni la testa come un gufo? 05085
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JUHANI: Den Paragraph! rufe ich immerzu. Den funkelnagelneuen und alten, hochweisen Paragraph! Sag ihn, und ich will so ruhig zuhören wie das Rotauge dem Froschgequake. Gianni. Il sistema! Grido forte, questo sistema nuovo di zecca e vecchio e saggio! Dillo e io ascolterò in silenzio come una carpa il gracidare della rana. 05086
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AAPO: Ich habs mir so gedacht: Wer die Ratschläge und Warnungen mißachtet und immer nur Mutwillen treibt, indem er den Samen der Zwietracht unter uns aussät, der soll aus unserm Bund ausgestoßen und weit fortgejagt werden. Abramo. Ecco il nuovo progetto: colui che disprezzerà i consigli e i rimproveri, mostrandosi sempre maligno e seminando fra noi il germe della discordia, sarà escluso dalla nostra alleanza e cacciato via. 05087
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TUOMAS: Das sei die Verordnung! Maso. Sia questa la regola. 05088
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LAURI: Damit bin ich einverstanden. Renzo. L’approvo. 05089
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TIMO: Ich auch. Timoteo. Anch’io. 05090
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SIMEONI: Damit sind wir alle einverstanden. Simeone. L’approviamo tutti all’unanimità. 05091
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JUHANI: Hm! Also abgemacht. Und merkt euch: wer fürderhin irgendwie bockt, der hat den Laufpaß in der Tasche, den Fußtritt im Gesäß und — fliegt. — Was wollen wir morgen anfangen, ihr Kaffer, ihr? Euch werd ichs zeigen. Gianni. Ehm! È deciso. E ricordatevi: chi, d’ora innanzi, sarà restio, gli daremo in mano il passaporto della lepre, un calcio nel sedere e marche! A che lavoro mettiam mano domani, o negri ? Certo io vi insegnerò. 05092
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AAPO: Bißchen ärgerlich? Aber das soll uns die Ruhe und Heiterkeit in dieser Abendstunde nicht stören. Abramo. Sei un po’ arrabbiato; ma questo non turberà la nostra calma e serena gioia di stasera. 05093
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JUHANI: Worüber sollen wir uns hermachen, wenn der Tag graut? Gianni. Cosa cominceremo a fare quando il giorno si leverà? 05094
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AAPO: Natürlich müssen wir uns zuerst eine Hütte bauen. Abramo. Naturalmente la prima cosa è di costruirci una casa. 05095
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JUHANI: Jawohl. Morgen früh gehen vier Mann mit den Äxten in der Hand jeder an seine Ecke, und diese vier sind: ich selber, Tuomas, Simeoni und Aapo. Die übrigen behauen die Stämme und rollen sie uns hinauf. Und wenn die Kate und ein kleiner Speicher fertig sind, dann sofort alle Mann auf, um Futter zu holen, und auf zum Jagen und Fischen. Merkt euch das! Gianni. Certo. Domani, di buon’ora, quattro uomini, con l’ascia in mano, andranno ognuno da un angolo della costruzione e questi quattro saranno: io, Maso, Simeone e Abramo. Gli altri ci sbozzeranno e ci faranno rotolare qui i tronchi. E quando la casa e una piccola dispensa saranno pronte, ragazzi, si va a cacciare e a pescare per mettere insieme provviste. Ricordatevelo! 05096
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So beendeten sie schließlich ihre Mahlzeit und legten sich in der Köhlerhütte zur Ruhe. Es kam die Nacht, eine bewölkte, aber stille Mainacht. Im Bruchwald rief der Uhu mit heiserer Stimme, auf dem Ilvessee schnarrten die Enten, und dann und wann tönte das scharfe Pfeifen des Bären von ferne her. Sonst herrschte Ruhe und tiefes Schweigen in der Natur. Aber die Brüder in der Torfkate mochte der zartgeflügelte Traumgott nicht besuchen. Sich stumm von einer Seite auf die andre wälzend, grübelten sie über den Lauf der Welt und die Unbeständigkeit des Lebens nach. Allora essi finirono il loro cibo e andarono a dormire nella capanna del carbonaio. Venne la notte, una notte di -maggio nuvolosa ma calma. Nel bosco una civetta gridava con la sua voce rauca; nel lago di Ilvesjärvi le anitre schiamazzavano e di quando in quando si udiva di lontano il fischio stridulo dell’orso. Ma il sonno dalle ali leggiere non andava a visitare i fratelli nella capanna. 7In silenzio, ma, girandosi ora su un fianco ora sull’altro, meditavano sul corso del mondo e le vicissitudini della vita. 05097
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AAPO: Es hat ja wohl noch keiner ein Auge geschlossen. Abramo. Credo che nessuno abbia ancora chiuso occhio. 05098
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JUHANI: Timo schläft schon süß, wir ändern aber drehn und wenden uns wie die Würste im schäumenden Kessel. Warum sind wir nur so lebendig? Gianni. Timoteo dorme già placidamente, ma noialtri ci rivoltiamo e ci dimeniamo qui come salsicce in una pentola che bolla. Come mai siamo così svegli? 05099
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AAPO: Unser Lebensweg hat heute eine schroffe Wendung gemacht. Abramo. Il cammino della nostra vita ha fatto una svolta brusca oggi- 05100
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JUHANI: Ja, und darüber ist mein Herz in Unruhe, sehr in Unruhe. Gianni. Perciò sono inquieto, molto inquieto. 05101
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SIMEONI: Meins ist in einer düsteren Verfassung. Was bin ich denn? Der verlorene Sohn. Simeone. Il mio cuore è triste. Chi sono io? Un fìgliol prodigo. 05102
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JUHANI: Hm! Ein verirrtes Schaf in der Wüste! Gianni. Ehm! Un agnello smarrito nel deserto. 05103
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SIMEONI: So haben wir also die Nachbarn und christlichen Nächsten verlassen. Simeone. Abbiamo lasciato i nostri vicini e il nostro prossimo cristiano. 05104
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TUOMAS: Hier sind wir, und hier bleiben wir, solange es frisches Fleisch im Wald gibt. Maso. Si è qui e ci si starà finche si troverà carne fresca nel bosco. 05105
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AAPO: Alles wird glücken, wenn wir stets vernünftig zuwege gehn. Abramo. Tutto riuscirà bene se agiremo sempre con buon senso. 05106
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SIMEONI: Der Uhu schreit dort im Bruch, und sein Ruf verheißt nie Gutes. Er verheißt Feuersbrunst, blutige Schlägereien und Mord, wie die alten Leute behaupten. Simeone. Una civetta urla là nel deserto e il suo grido non presagisce nulla di buono. Preannunzia incendio, lotte sanguinose e delitti, come dicono i vecchi. 05107
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TUOMAS: Im Wald ist das Schreien sein Geschäft und ganz ohne Bedeutung. Maso. Gridare nel bosco è il suo mestiere e non significa nulla. 05108
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EERO: Hier ist ein Dorf, kein Wald, der torfgedeckte Impivaara-Hof. Rico. Ma qui c’è un casale, la fattoria dal tetto d’erba di Impivaara. 05109
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SIMEONI: Jetzt hat er seinen Platz gewechselt; er ruft jetzt dort auf dem Bergrücken. Da betete, wie die Sage berichtet, einst die bleiche Jungfrau um Vergebung ihrer Sünden, betete Nacht für Nacht, sommers und winters. Simeone. Ora l’annunziatrice ha cambiato sede, grida là in cima al monte. Là, un tempo, come racconta una leggenda, la « vergine pallida » implorava il perdono dei suoi peccati, pregava tutte le notti d’inverno e d’estate. 05110
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JUHANI: Ja, und nach ihr hat dieser Berg seinen Namen Impivaara. Ich hab mal als Kind die Sage gehört, aber sie ist mir zum größten Teil schon entfallen. Bruder Aapo, erzähl du sie uns zum Zeitvertreib in dieser langweiligen Nacht. Gianni. Da lei questo monte ha preso il suo nome di Impivaara (Impivaara = monte della vergine.). Ho sentito una volta, quand’ero bambino, questa storia, ma mi è sparita quasi tutta dalla memoria. Caro Abramo, raccontacela tu per far passare questa notte triste. 05111
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AAPO: Timo schnarcht wie ein Alter, aber laßt ihn ruhig schlafen! Ich will euch die Sage gern erzählen. Abramo. Timoteo russa come un vecchio; lasciamolo in pace; la racconterò per voi. 05112
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Die folgende Sage von der bleichen Jungfrau erzählte nun Aapo seinen Brüdern: Allora Abramo raccontò ai suoi fratelli la storia della « vergine pallida ». 05113
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Es wohnte einmal in den Höhlen dieses Berges ein grausiger Troll, der Schrecken und Tod der Menschen. Zwei Begierden und Leidenschaften hatte er in seinem Dasein: in dem tiefen Versteck der Höhlen seine Schätze anzuschauen und zu betasten und Menschenblut zu trinken, nach dem ihn gewaltig dürstete. Aber nur im Bannkreis von neun Schritten um den Berg hatte er die Macht, Gewalt zu üben, und deshalb mußte er auf seinen Wegen List anwenden. Er konnte seine Gestalt verändern, wie er wollte. Und in der Gegend im Umkreis wurde er bald als schöner Jüngling, bald als liebliche Jungfrau gesehen, je nachdem ihn nach Männer- oder Frauenblut gelüstete. Gar manchen besiegte die höllische Schönheit seines Blicks, manch einer mußte sein Leben in den grausigen Höhlen des Trolls lassen. So lockte das Ungetüm seine unglückseligen Opfer an sich. « Abitava una volta, nelle grotte di questo monte, un terribile orco, terrore e morte degli uomini: aveva due passioni nella vita: contemplare e maneggiare i suoi tesori nei profondi nascondigli delle grotte e bere il sangue umano di cui aveva una sete inestinguibile. Ma egli aveva il potere di commettere le sue violenze solo a nove passi dal monte; e perciò, nelle sue scorribande, doveva ricorrere all’inganno. Poteva cambiare il suo aspetto come voleva; e lo si vedeva andare intorno, ora sotto le spoglie di un bel giovane, ora sotto quelle di una graziosa ragazza, sempre a seconda che era avido del sangue di un uomo o di una donna. La bellezza infernale del suo sguardo soggiogava molti; molti persero la vita nelle orrende grotte dell’orco; così questo mostro allettava le sue vittime infelici. 05114
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Es war eine milde Sommernacht. Im grünen Gras saß ein Jüngling und umarmte seine Liebste, ein junges Mädchen, die wie eine erblühte Rose an seiner Brust ruhte. Es war ihr Lebewohl; denn der Jüngling sollte fortziehen und sich für einige Zeit von der Freundin seines Herzens trennen. — »Mein süßes Lieb«, sagte der Jüngling, »jetzt gehe ich von dir, aber kaum wird die Sonne hundertmal auf- und niedergegangen sein, so bin ich wieder bei dir.« — Die Jungfrau sprach: »Und die Sonne wirft ihrer Welt keinen so zärtlichen Abschiedsblick zu wie ich meinem Geliebten, wenn er fortzieht, und so hell strahlt nicht das aufgehende Sonnenlicht, wie mein Auge strahlt, wenn ich dir wieder entgegeneile. Und was die ganze Länge des hellen Tages mit meiner Seele erfüllen wird, das ist der Gedanke an dich, und in der dämmernden Welt meiner Träume wandle ich an deiner Hand.« So die Jungfrau. Der Jüngling aber sagte wiederum: »Wie schön du sprichst, doch weshalb ahnt meine Seele Schlimmes? Mein süßes Lieb, laß uns jetzt hier unter dem Antlitz des Himmels einander ewige Treue schwören.« Und sie schwuren sich einen heiligen Eid, schwuren vor Gott und dem Himmel, und atemlos lauschten ihren Worten die Wälder und Berge. Als aber schließlich der Morgen graute, umarmten sie sich zum letztenmal und schieden voneinander. Hinweg eilte der Jüngling, aber lange irrte die Jungfrau im Dämmerlicht des Waldes umher und dachte an ihren schönen Geliebten. « Era una tiepida notte d’estate : sulla verde landa sedeva un giovane abbracciando la sua diletta che gli posava sul petto come una splendida rosa. Era il loro abbraccio d’addio; poiché egli doveva partire e separarsi per un po’ di tempo dall’amica del cuore. “ Mia cara — diceva il giovane — ora vado via da te, ma il sole arriverà appena a levarsi e a calare cento volte prima che io torni Diceva la ragazza : “ Il sole al tramonto non getta un così tenero sguardo d’addio alla terra come lo getterò io al mio caro quando se ne andrà, nè illuminerà così splendidamente il cielo, nel levarsi, come il suo occhio quando mi affretterò incontro a te. Ciò che riempirà il mio animo nei lunghi giorni splendenti sarà il pensiero di te, e nel mondo nebuloso dei miei sogni io passeggerò con te ”. Così la fanciulla; e di nuovo diceva il giovane: “Come parli bene; ma come mai ho un cattivo presagio? Mia cara, giuriamoci fedeltà eterna al cospetto del cielo ”.Ed essi giurarono un giuramento sacro, giurarono al cospetto di Dio e del cielo, e i boschi e i monti ascoltarono senza parlare le loro parole. Finalmente, allo spuntar dell’alba, si abbracciarono un’ultima volta, e si separarono. « Il giovane se n’andò, ma la fanciulla vagò a lungo sola nel bosco cupo, ricordando il suo diletto. 05115
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Und während sie im dichten Kiefernwald dahingeht, welch eine wunderbare Gestalt tritt ihr da entgegen? Sie erblickt einen jungen Mann, edel wie ein Fürst und schön wie dieser goldene Morgen. Wie eine Feuerflamme blinkt und schimmert der Federbusch auf seinem Hut. Über den Schultern hängt ihm ein Mantel, blau wie der Himmel, und wie der Himmel bunt von funkelnden Sternen. Sein Leibrock ist weiß wie Schnee, und um die Lenden trägt er einen purpurroten Gürtel. Die Jungfrau schaut er an, und aus seinem Blick strömt flammende Liebe, und glückselig klingt seine Stimme, als er zu dem Mädchen spricht: »Fürchte dich nicht vor mir, holdes Mädchen, ich bin dein Freund und gebe dir unermeßliches Glück, wenn ich dich einmal nur umarmen darf. Ich bin ein mächtiger Mann, ich habe Schätze und Edelsteine ohne Zahl und Grenzen und könnte damit die ganze Welt erkaufen. Sei mein Lieb! Ich will dich in ein prächtiges Schloß fuhren und dich neben mich auf den leuchtenden Thron setzen.« So redete er mit verführerischer Stimme, und verwirrt stand die Jungfrau da. Sie gedachte des jüngst geschworenen Eids und wandte sich ab; aber wieder neigte sie sich dem Manne zu, und eine seltsame Unruhe ergriff ihr Herz. Zu dem Manne wandte sie sich hin und barg ihr Gesicht in der Hand wie vor der blendenden Sonne. Wieder kehrte sie sich ab und warf doch noch einmal einen Blick auf die wundersame Gestalt. Ein übermächtiges Entzücken strahlte ihr von da entgegen, und plötzlich sank sie dem schönen Fürsten an die Brust. Von dannen aber eilte der Fürst mit seiner Beute, die wie berauscht in seinen Armen ruhte. Über steile Höhen, durch tiefe Täler zogen sie unaufhaltsam dahin, und immer finsterer wurde der Wald um sie her. Bang klopfte dem Mädchen das Herz, und der Angstschweiß rann ihr von der Stirn; denn zuletzt gewahrte sie etwas Tierisches, Furchtbares in der bezaubernden Flamme seiner Augen. Sie schaute sich um, und schnell flogen die düstren Tannen vorüber; denn eilig raste ihr Träger dahin. Sie blickte dem Jüngling ist Gesicht, und kalte Schauer zerklüfteten ihr Inneres, aber trotzdem bezwang ein wundersames Entzücken ihr Herz. Mentre andava attraverso un folto pineto, che essere meraviglioso le si fa incontro? Vede un giovane nobile come un principe e bello come quella mattina dorata. Il pennacchio del suo cappello ondeggia e guizza come una lingua di fuoco. Dalle spalle gli scende un mantello azzurro come il cielo e come il cielo sparso di stelle scintillanti. Il suo giustacuore è bianco come la neve e alla vita ha una cintura porporina. Contempla egli la fanciulla e nel suo sguardo si diffonde un amore radioso e la sua voce risuona di gioia quando le parla : “ Non aver paura di me, soave fanciulla! Io ti sono amico e ti darò una felicità sconfinata se ti potrò abbracciare solo una volta. Sono un uomo potente, ho tesori e pietre preziose innumerevoli e potrei comprare anche tutto il mondo. Diventa la mia cara; io ti voglio portare in un bel castello e porti accanto a me su un trono splendente ”. Così egli parlava con voce incantatrice e la fanciulla fu presa da stupore. Ricordò il giuramento prestato poco prima, e si allontanò, ma poi gli si avvicinò di nuovo e uno strano turbamento le afferrò l’anima. Si volse verso di lui, coprendosi il viso con le mani, come davanti allo splendore del sole poi si voltò di nuovo indietro, e finalmente contemplò ancora una volta quell’essere meraviglioso. Un’estasi possente si irraggiava verso di lei e all’improvviso la fanciulla cadde fra le braccia del bel principe. Allora egli corse via con la sua preda che, come in delirio, gli riposava fra le braccia. Andavano incessantemente su ripide colline, attraverso valli profonde e il bosco intorno a loro si faceva sempre più cupo. Il cuore della fanciulla batteva inquieto e il sudore dell’angoscia le scorreva dalla fronte, che finalmente aveva scorto come qualcosa di bestiale e di orribile nella fiamma fascinatrice di quegli occhi. Si guardò intorno e veloci passavano i cupi abeti nella corsa veloce del suo rapitore; guardò l’aspetto del giovane e brividi di spavento le corsero per il corpo, ma uno strano rapimento le teneva tuttavia il cuore. 05116
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Immer weiter ging der Weg durch die Wälder, und schließlich zeigte sich ein hoher Berg mit finsteren Höhlen. Und da, als sie nur noch wenige Schritte vom Berg entfernt waren, geschah das Fürchterliche. Der Mann in dem königlichen Kleide verwandelte sich plötzlich in einen gräßlichen Troll: Hörner drangen ihm aus dem Kopf hervor, im Nacken raschelten steife Borsten, und nun fühlte das arme Mädchen schon die scharfen Krallen in ihrer Brust. Da schrie die Unglückliche auf, sträubte und wand sich in ihrer Not, aber vergebens. Unter widerlichem Brüllen schleppte sie der Troll in seine tiefste Höhle und sog ihr bis auf den letzten Tropfen das Blut aus dem Körper. Aber es geschah ein Wunder: das Leben wich der Jungfrau nicht aus den Gliedern, sondern sie blieb am Leben, blutlos, schneeweiß, eine trauernde Totengestalt aus dem Reich der Schatten. Verwundert sah es der Troll, wild griff er sein Opfer mit Krallen und Zähnen an, aber er konnte sie nicht töten. Endlich beschloß er, sie für immer in der Nacht seiner Höhlen zu behalten. Aber welche Dienste konnte sie ihm leisten, was dem Troll nutzen? Er trug ihr auf, die Schätze und Edelsteine zu reinigen, sie unaufhörlich vor ihm aufzustapeln; denn er wurde nicht mUde, sich an ihrem Anblick zu weiden. « Avanzarono essi attraverso i boschi e finalmente videro l’alto monte e le sue cupe grotte. E allora, quando furono soltanto a pochi passi dal monte, accadde una cosa orribile. L’uomo dalla veste regale, si mutò improvvisamente in un orribile orco: gli sortirono le corna dal capo, sul collo gli si rizzarono peli duri e la povera fanciulla sentì nel suo seno il dolore delle aguzze unghie di lui. Allora l’infelice urlò, si dibattè e lottò nell’angoscia, ma invano. Gridando malignamente l’orco la trasse nella sua grotta più fonda e le succhiò fino all’ultima goccia il sangue. Ma allora accadde un miracolo : la vita non si dipartì dalle membra della giovane; essa continuò a vivere esangue, bianca come la neve, come uno spettro malinconico della terra dei morti. L’orco vide ciò con stupore, si slanciò contro la sua vittima con le unghie e coi denti e con tutte le sue forze, ma non la potè uccidere. Alla fine decise di tenerla sempre con sè nella notte delle sue caverne. « Ma che servizio poteva ella fare, che profitto poteva trarne l’orco? Le prescrisse di pulire i suoi tesori e le sue pietre preziose e di accumularle davanti a lui continuamente; chè egli non si stancava mai di guardarle con ammirazione. 05117
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So lebte die bleiche, blutlose Jungfrau schon jahrelang im Schöße des Berges gefangen. In der Nacht jedoch sieht man sie, eine stumme Beterin, auf dem Rucken des Berges stehen. Wer gab ihr diese Freiheit? Die Macht des Himmels? — Jede Nacht, bei Sturm, bei Regen und in bitterer Kälte steht sie auf dem Scheitel des Berges und betet um Vergebung ihrer Sünden. Blutlos, schneeweiß, wie ein Bild, so unbeweglich und stumm steht sie da, mit den Händen auf der Brust und den Kopf auf den Busen gesenkt. Die Arme wagt es nicht, die Stirn auch nur einmal zum Himmel zu erheben, sondern immer sind ihre Augen auf den Kirchturm, auf den fernen Waldrand geheftet. Denn beständig flüstert ihr doch eine geheime Stimme Worte der Hoffnung ins Ohr, wenn auch nur wie ein ferner Funke, wohl tausend Meilen weg, diese Hoffnung schimmert. So verbringt sie ihre Nacht auf dem Berg, und nie tönt eine Klage von ihren Lippen; nie hebt, nie senkt sich seufzend der Betenden Brust. So vergeht die finstere Nacht, aber beim Morgengrauen zerrt sie der erbarmungslose Troll in seine Höhle zurück. « Così visse per anni la fanciulla pallida, esangue, prigioniera in seno alle montagne. E, la notte, la si poteva vedere pregare in silenzio in cima al monte. Chi le dava quella libertà? La forza del cielo? Tutte le notti nella tempesta, sotto la pioggia, e al freddo pungente, stava in cima al monte invocando perdono per i suoi peccati. Esangue, bianca come la neve, simile a un’immagine, tanto era immobile e silenziosa, stava ella, le mani sul petto e il capo inclinato sul seno. La poveretta non osa levare la fronte verso il cielo nemmeno una volta, ma il suo occhio è incessantemente diretto verso il campanile della chiesa, e il lontano limite dei boschi; poiché una voce segreta le sussurrava sempre all’orecchio parole di speranza; benché questa speranza le balenasse come una scintilla lontana mille leghe. Così essa passa la sua notte sul monte e non si ode mai un lamento dalle sue labbra; e mai un sospiro solleva e abbassa il seno della supplice. Così la notte scura passa; ma, allo spuntar del giorno, l’orco spietato la trae di nuovo nelle sue caverne. 05118
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Kaum jedoch hatten hundert Sonnen das Land beleuchtet, da kam der Jüngling, der Geliebte der Jungfrau, fröhlich von der Reise zurück. Indes, sein schönes Mädchen eilte ihm nicht zum Willkommensgruß entgegen. Er fragte, wo seine Schöne weile, aber keiner wußte es zu sagen. Überall suchte er nach ihr, Tag und Nacht, unermüdlich, aber stets vergebens. Die Jungfrau war spurlos verschwunden wie der Morgentau. Schließlich gab er jegliche Hoffnung auf, vergaß alle Lebensfreude und ging als stummer Schatten noch eine Zeit umher. Und zuletzt, als einmal der strahlende Tag aufgestiegen war, verdunkelte die Todesnacht das Licht seiner Augen. Cento soli avevano appena finito di illuminare la terra, che il giovane, il diletto della fanciulla, tornò a casa, felice del suo viaggio, ma la sua bella non gli si affrettò incontro a dargli il benvenuto. Domandò dove si trovasse, ma nessuno lo sapeva. Dovunque la cercò, notte e giorno, instancabilmente, ma sempre invano. La fanciulla era sparita senza lasciar traccia, come la rugiada del mattino. Finalmente perse tutta la speranza, e, dimentico della gioia di vivere, vagò ancora qualche tempo quaggiù come un’ombra muta. Una volta finalmente, mentre il sole radioso si alzava, la notte della morte gli oscurò la luce degli occhi. 05119
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Schreckenslange Jahre aber verlebt die bleiche Jungfrau: den Tag über reinigt sie unablässig die Schätze in den Höhlen des Trolls und stapelt sie unter den Augen ihres grimmigen Peinigers auf; die Nacht weilt sie auf dem Rücken des Berges. Blutlos, schneeweiß und wie ein Bild, so unbeweglich und stumm steht sie da, mit den Händen auf der Brust und den Kopf auf den Busen gesenkt. Sie wagt es nicht, die Stirn zum Himmel zu erheben; sondern immer sind ihre Augen auf den Kirchturm, auf den fernen Waldrand geheftet. Sie klagt nicht, und nie hebt, nie senkt sich seufzend die betende Brust. Ma la fanciulla pallida trascorse anni terribilmente lunghi: di giorno, negli antri dell’orco, forbendo e ammucchiando senza posa i tesori sotto gli occhi del suo crudele aguzzino; mentre le notti le passava in cima al monte. Esangue, bianca come la neve e simile a una immagine tanto è immobile e dolente, essa posa le mani sul petto e reclina la testa sul seno. Non osa levare la fronte al cielo, ma il suo sguardo è sempre diretto al campanile della chiesa e al confine lontano dei boschi. Non si lamenta ; nè alcun sospiro solleva o abbassa il seno della supplice (Qui l’A. ha ripetuto le parole di dianzi, forse per dare maggior risalto alla monotona vita della fanciulla.). 05120
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Es ist eine helle Sommernacht. Auf dem Berg steht die Jungfrau wieder, sie denkt an die Zeit, die sie in ihrer qualvollen Gefangenschaft verbracht hat. Und wohl hundert Jahre sind vergangen seit dem Tag, an dem sie sich von dem Freunde ihres Herzens trennte. Sie erschrickt, ihre Gedanken verwirren sich, und kalte Schweißperlen rollen von ihrer Stirn auf den bemoosten Boden des Berges, als sie sich die Länge der verflossenen Jahrzehnte ausmalt. Da wagte sie zum erstenmal, einen Blick in die Höhe zu werfen, und nach einer Weile bemerkte sie ein wunderbares Licht, das sich ihr wie eine Sternschnuppe aus dem fernen All zu nähern schien. Aber je näher ihr dieses Licht kam, desto mehr änderte sich seine Gestalt. Und es war auch keine Sternschnuppe, es war ein verklärter Jüngling mit einem blitzenden ^Schwert in der Hand. Etwas lieblich Vertrautes glänzte ihr aus dem Gesicht entgegen, und heftig begann der Jungfrau das Herz zu schlagen, denn nun erkannte sie ihren Bräutigam. Warum aber kam er mit dem Schwert in der Hand? Das machte sie bedenklich, und sie sprach mit schwacher Stimme: »Wird dieses Schwert meiner Qual ein Ende bereiten? Hier ist mein Busen, junger Held, schlag hierher mit deinem reinen Stahl, und wenn du es kannst, so schenke mir den Tod, nach dem ich mich so lange, so lange schon sehne.« So sprach sie auf dem Berg. Aber der Jüngling brachte ihr nicht den Tod, sondern den holden Odem des Lebens, der schon wie ein duftender Morgenwind mit leisem Säuseln die bleiche Jungfrau umspielte. Der traulich blickende junge Mann schloß sie an seine Brust, küßte sie, und sofort verspürte das blutlose Mädchen den Strom des wonnigen Bluts wie einen fröhlich sprudelnden Wasserfall in ihren Adern fließen. Ihre Wangen erglühten wie die Wolken im Morgenrot, und Freude flammte auf ihrer heiteren Stirn. Und sie warf ihren lockigen Kopf dem Bräutigam über den Arm, schaute zur lichten Höhe empor und hauchte die Pein der Jahrzehnte aus ihrem Busen; und die Finger des Jünglings irrten in ihren Locken, die im sanften Wind lieblich wehten. Schön war die Stunde der Erlösung und der Morgen des Befreiungstags. Die Vögel zwitscherten in den Tannen am Rande des finstern Berges, und im Nordosten tauchte die prangende Sonnenscheibe empor. Der Morgen glich jenem, an dem die Liebenden auf der grünen Wiese für lange Zeit voneinander scheiden mußten. « È una pallida notte d’estate. Sul monte sta di nuovo la fanciulla, ricorda il tempo che ha trascorso nella sua dolorosa prigionia e cento anni sono passati dal giorno in cui si è separata dall’amico del suo cuore. Si spaventa, le gira il capo e fredde perle di sudore le scendono dalla fronte sul terreno muschioso; quando si rammenta la lunghezza delle decadi passate, allora osa per la prima volta di guardare in alto e subito scorge una luce meravigliosa che, simile a una stella cadente, le si avvicina dalla lontananza dello spazio. Ma quanto più questa luce le si avvicina, tanto più cambia aspetto. Non è più una stella cadente, ma un giovane trasfigurato, con una spada sfolgorante in mano. S’irradia da quel volto una dolcezza nota; il cuore della fanciulla comincia a battere forte, ora che ha ravvisato il suo antico diletto. Ma perchè si avvicinava con la spada in mano ? La fanciulla si turbò e disse con flebile voce : “ Codesta spada metterà fine, una buona volta, al mio soffrire? Ecco il mio seno, giovane eroe, colpisci qui col tuo acciaio corrusco, e, se puoi, dammi la morte che io ho lungamente, lungamente sospirato ”. Così parlò essa dal monte, ma il giovane non le portava la morte, bensì il dolce sorriso della vita, che, mormorando come il vento odoroso del mattino, cinse la fanciulla. Guardandola teneramente, il giovane la prese fra le braccia, la baciò e subito la fanciulla esangue sentì un sottile fiotto di sangue correrle come un dolce ruscello per le vene, le guance le brillarono quale nube arrossata dall’aurora e la fronte le s’irradiò di gioia. « Allora appoggiò la testa ricciuta sul braccio del fidanzato, guardò verso il cielo splendente concedendo una tregua al suo seno dopo un dolore di diecine d’anni, e le dita del giovane errarono fra i suoi riccioli dolcemente agitati da una brezza leggera. Bello era il momento della redenzione e il mattino della liberazione. Gli uccelli cinguettavano fra gli abeti, sui margini del monte selvaggio, e a nord-est si levò il disco lucente del sole. Questo mattino era simile a quello in cui, una volta, gli amanti, sulla collina verdeggiante, si erano separati per lungo tempo. 05121
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Da kletterte der grimmige Troll mit wutgesträubtem Kamm den Berg herauf, um die Jungfrau in seine Felsenhöhlen zurückzuschleppen. Aber kaum streckte er die Krallen nach ihr aus, da durchbohrte ihm das Schwert des Jünglings schnell wie ein Blitz die Brust; und auf den Berg rauschte das schwarze Blut. Die Jungfrau wandte ihr Antlitz ab und drückte ihre Stirn an die Brust des Freundes, als der Unhold schrecklich brüllend den Geist aufgab und vom Bergabhang hinunterstürzte. So ward die Welt von dem entsetzlichen Ungetüm erlöst. Der Jüngling und das Mädchen aber schwebten im lichten Schoß einer silbernen Wolke zu den Gefilden des Himmels empor. Am Busen ihres Geliebten ruht die Braut und lächelt glücklich, die Stirn an seine Brust gedrückt. Durch die Himmelsräume schwebten sie, und unter ihnen in ferner Tiefe blieben die Wälder, die Berge und die vielverzweigten Täler. Und alles verlor sich ihnen zuletzt in einem bläulichen Dunst. « Allora l’orco rabbioso, coi peli ritti per la collera, salì sul monte per riportare la fanciulla nei suoi antri, ma aveva appena allungato le grinfie verso di lei, che la spada del giovane, rapida come il fulmine, gli trapassò il fianco e il sangue nero zampillò sul monte. La fanciulla torse il capo, premendo la fronte contro il petto dell’a-mato, quando l’orco, orribilmente gridando, rese l’anima e cadde giù dal pendio del monte. Così la terra fu liberata da quell’orribile mostro. Il giovane e la fanciulla furono portati in seno a una nube argentea nelle regioni eteree. La fidanzata riposava fra le braccia dell’amato, premendo la fronte sul suo petto, e sorrideva felice. Andavano per lo spazio e giù, nella lontananza profonda, restavano i boschi, i monti e le sinuose ramificazioni delle vallate. E tutto alla fine scomparve ai loro occhi come un fumo azzurrino ». 05122
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Dies war die Sage von der bleichen Jungfrau, die Aapo seinen Brüdern in der Torfkate auf der Impivaara-Halde in jener schlaflosen Nacht erzählte. Questa fu la storia della « vergine pallida » che Abramo narrò ai suoi fratelli nella capanna di fogliame in quella notte insonne nella prateria di Impivaara. 05123
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JUHANI: Gerade wie die Geschichte zu Ende ist, wacht Timo auf. Gianni. Timoteo si sveglia proprio quando la storia è finita. 05124
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TIMO: Warum schlaft ihr denn nicht, Jungens? Timoteo. Perchè non dormite in pace, ragazzi? 05125
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JUHANI: Hier wird fest erzählt. —Ja, das war die Sage von dem Mädchen und dem Bergungeheuer. Gianni. Qui si raccontano storie a tutt’andare. Sì, era la storia della fanciulla e dell’orco. 05126
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SIMEONI: Man erzählt aber, der schreckliche Troll wäre noch am Leben. Die Jäger haben ihn gesehn, und er hat bloß ein Auge, das im Dunkel der Nacht wie eine glühende Kohle leuchtet. Simeone. Ma si dice che questo orribile orco sia ancora in vita. Dei cacciatori l’hanno visto; aveva un occhio solo che, nell’oscurità della notte, brilla come un carbone ardente. 05127
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JUHANI: Wie war denn das, was vor ein paar Jahren dem alten Kuokkala begegnete, der jetzt im Grabe ruht? Als er da im Frühjahr auf der Auerhahnbalz war und hier auf der Halde bei einem Holzfeuer die Mitternachtsstunde abwartete, sah er dort am Fuß des Berges denselben leuchtenden Schimmer und hörte eine Stimme, die unaufhörlich fragte: »Soll ich schmeißen, soll ich schmeißen?« So fragte sie einige tausendmal, so daß der Mann, der ja noch von altem Schrot und Korn war und dem das Herz nicht bei jeder Kleinigkeit bubberte, schließlich gnatzig wurde und ärgerlichen Tones rief: »Zum Kuckuck, so schmeiß doch.« Gianni. Che successe diversi anni fa, al vecchio di Kuokkala che ora riposa in Dio? Una volta, di primavera, mentre era a caccia del gallo cedrone, e aspettava la mezzanotte, vicino a un braciere qui sul prato, vide là, alle radici del monte, la stessa luce brillare e udì una voce che chiedeva senza posa: «Lo getto, lo getto?». Ripetè questa domanda mille volte, tanto che il vecchio, che era di stampo antico e il cui cuore non batteva per niente, alla fine si arrabbiò e rispose con voce stizzosa : « Getta e lasciami in pace ». 05128
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TIMO: Und da wars geschehn. Timoteo. Sì, ma non ebbe bisogno di dir altro. 05129
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JUHANI: Ja, erzähl doch, wies weiterging, Timo. Gianni. Racconta, Timoteo, come andò. 05130
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TIMO: Da kam nach einer Weile ein grinsendes Gerippe auf das Feuer zu, daß es nur so rasselte, kam wie von zehn Männerfäusten geschleudert und trat das Feuer bis auf den letzten Funken aus. Da nahm aber der Mann schnell seine Flinte unter den Arm und machte sich hübsch aus dem Staube, trottete vom Berg weg, obwohl er, wie Juhani sagt, von altem Schrot und Korn war und sein Herz nicht bei jeder Kleinigkeit bubberte. Timoteo. Dopo un momento venne uno scheletro, che faceva le boccacce, nel braciere del vecchio con un enorme fracasso, venne come lanciato da dieci mani d’uomini e spense il fuoco fino all'ultima scintilla. Allora il vecchio afferrò il suo fucile e se la svignò in fretta e furia dalla vista del monte, benché, come ha detto Gianni, fosse di antico stampo e non gli battesse il cuore per nulla. 05131
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SIMEONI: Wir sind also hier in eine Stadt der Trolle und Teufel gezogen. Simeone. Siamo tornati di casa in questa dimora di orchi e di diavoli? 05132
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AAPO: Hier sind wir hergezogen, und hier bleiben wir furchtlos wohnen. Wenn der Troll auch noch am Leben wäre, ist er doch schon vollständig machtlos; das zeigt ja sein Betragen gegen den alten Kuokkala. In seiner Wut vermochte er bloß das Feuer auszulöschen, und selbst das nur mit der Zustimmung des Mannes. Seine Macht ist durch das Schwert des heiligen Jünglings für immer gebrochen. Abramo. Siamo tornati qui e qui abiteremo senza paura. L’orco, se è ancor vivo, è ormai impotente; l’ha dimostrato col suo modo di comportarsi col vecchio di Kuokkala. Tutto quanto ha potuto fare, nella sua rabbia, è stato di spegnere il fuoco, e anche questo col permesso dell’uomo. La sua potenza è stata spezzata per sempre dalla spada del santo giovane. 05133
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JUHANI: Aber das Mädchen in der Finsternis der Klüfte tut mir leid, das Mädchen bei dem verfluchten Borstennacken. Gianni. Ma come mi fa compassione la fanciulla nelle tenebre delle caverne, la fanciulla con quel maledetto orco setoloso. 05134
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SIMEONI: Weshalb hat sie der Versuchung nicht widerstanden! Simeone. Perchè non ha resistito alla tentazione? 05135
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JUHANI: Ach, Junge, sag doch das nicht! Wie möchte es wohl gehen, wenn dir zum Beispiel in einem blühenden, friedlichen Tal eine Königstochter entgegenkäme, schön wie eine Rose und eine Blume, wenn sie herbeigetrippelt käme in Seide, Schals und Pomadenduft und glitzerndem Goldflitter wie ein Pfau. Träte ein solches Püppchen zu dir heran und wollte dich liebhaben und küssen, wie würde es da deinem armen Herzen gehen? Das frage ich dich, Simeoni. Gianni. Ah, ragazzo, non dir così! che faresti tu, per esempio, se ti venisse incontro la figlia di un re in una valle fiorita e tranquilla, bella come una rosa in fiore, ti sgambettasse incontro, vestita di seta, con uno scialle, impomatata, profumata e coperta di lustrini d’oro scintillanti come un pavone; se una pupattola del genere ti venisse incontro e volesse abbracciarti e baciarti, cosa farebbe il tuo misero cuore, ti domando io, Simeone? 05136
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SIMEONI: Ich betete um Kraft im Glauben. Simeone. Io cercherei forza nella fede. 05137
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JUHANI: Hm. Gianni. Ehm! 05138
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TIMO: Ich ließe sie nicht bis zum Liebhaben kommen, oder gar bis zum Schmatzen. Zehn Schritt vom Leibe! würd ich sagen, Kanaille, zehn Schritt vom Leibe, sonst nehme ich einen Knüttel dort aus dem Gebüsch und klopfe auf dir herum, daß dein Buckel morgen bunter schillert als die Flügel eines Marienkäfers. So machte ichs ohne Erbarmen. Das sollte schon helfen. Timoteo. Io non le permetterei di abbracciarmi e ancor meno di baciarmi la bocca. « Allontanati, direi, levati dai piedi, diavoletto, altrimento prendo un ramo da un arbusto e ti batto tanto che domani avrai la schiena più lustra e variopinta dell’ala di una coccinella ». Io farei così senza alcuna pietà. Certo questo gioverebbe. 05139
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JUHANI: Ach, Brüderchen, ich glaube, du sprächst ein bißchen anders, wenn du dich etwas mehr in der Welt umgesehen hättest, wenn du zum Beispiel mal in der Stadt Turku gewesen wärest. Dort bin ich mal gewesen, als ich Ochsen vom Gut Viertola hintrieb. Da habe ich mein blaues Wunder gesehen, gesehen, wie Staat und Prunk den Menschenkindern den Kopf verdrehen kann. O je, so ein Lärmnest, o je, so ein Flatterleben! Hier rasseln Wagen, dort rasseln Wagen, und in den Wagen sitzen verflixte schnurrbärtige Narren oder Mädchen, zart wie Porzellanpüppchen, die auf hundert Schritt nach teuren Ölen und Salben duften. Und guck mal dort! Herrjemine! da kommt solch ein nettes Mamsellchen in Goldfedern oder so ein Fräulein oder sonst was Gutes angetrippelt. Und ihr Hals! Weiß wie Schlickermilch, die Backen puterrot, und die Augen brennen ihr im Kopf wie zwei Scheiterhaufen am hellerlichten Tag, wenn ihr so ein Schwerenöter von Geck entgegenkommt, im Hut und schwarzpolierten Frack, und der blin ... ei, hols der Henker! — blinzelt durch ein viereckiges Glas, das dem Schlingel vom linken Auge baumelt! Und dann ... — na, da sollt man doch gleich! — dann wird auf beiden Seiten geknickst; und schau, das Weibstück zieht ihr Mäulchen zu einer Erdbeer-schnute zusammen und zwitschert wie eine Schwalbe in der Sonne auf dem Dach, und der Laffe vor ihr schwingt die Hand und den Sterz, schwingt den Hut durch die Luft und schrammt mit dem Fuß, daß das Straßenpflaster Funken sprüht. Ja, das ist ein Spaß. Ach, ihr Elstern, ihr! dacht ich kleiner Bub, wie ich mit meinem Haufen frischer Ochsenhäute auf der Schulter an der Straßenecke stand und mit bittersüßem Mund der Birkhahnbalz zusah. Gianni. Poverino! Credo che ragioneresti diversamente se ti fossi guardato in giro un po’ di più in questo mondo, se specialmente fossi stato a Turku. Io ci sono stato una volta, quando ci portai i bovi dalla fattoria di Viertola. Ne ho visto là di meraviglie, e come il fasto e il lusso possono far girare il capo all’uomo. Ohi, ohi, che villaggio rumoroso, che vita spensierata. Qui corrono vetture, là corrono vetture e sulle vetture siedono dei pazzi indiavolati con tanto di baffi; siedono delle ragazze come bambole di porcellana che diffondono intorno un forte profumo di olì e pomate costose. E guarda qui! Gesù, proteggici! Ecco che salta fuori una graziosa donzella, o signorina che sia, con piume d’oro. Che collo! Bianco come il latte fresco, e le guance rosse e gli occhi le brillano come due bracieri in pieno giorno, quando le viene incontro un tronfio fannullone col cappello e le falde di un nero lucente che le fa l’occhialetto. Bah! Che il diavolo ti porti! che le fa l’occhietto attraverso un vetrino quadrato che brilla all’occhio sinistro di quel bighellone. Ma guarda ora, per mille diavoli! ora si fanno degli inchini da tutte e due le parti e la puttanella stringe la bocca a cui di gallina e cinguetta come una rondine su un tetto soleggiato, e il moscardino davanti a lei agita la mano e le falde, dondola il cappello e gratta tanto col piede il selciato da farne sprizzar scintille. Ah che divertimento! Ah cari i miei civettoni, pi usavo allora io, povero ragazzo, stando sull’angolo della strada, col mio pacco di pelli fresche di bove sulle spalle, e guardavo ridachiando quei due piccioni che tubavano. 05140
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TUOMAS: Herren sind Narren. Maso. I signori sono pazzi. 05141
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TIMO: Und kindisch wie milchgesichtige Bälger. So essen sie ja auch: mit Lätzchen auf der Brust, und wissen wahrhaftig nicht mal, daß man den Löffel ableckt, wenn man vom Tisch aufsteht. Das hab ich zu meiner Verwunderung mit eigenen Augen gesehen. Timoteo. E puerili come ragazzi dal viso imbrattato di latte. È, quando lo mangiano, si mettono dei cenci nel petto e, mondo cane!, non sanno nemmeno leccare il cucchiaio quando si alzano da tavola; l'ho visto io con questi occhi e con mia gran meraviglia. 05142
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SIMEONI: Aber den Bauer übers Ohr hauen und schinden, darin sind sie Meister. Simeone. Ma per truffare e scorticare i contadini, allora sì che sono uomini! 05143
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JUHANI: Es ist wahr, daß es in der feinen Welt viel Weibisches und Lächerliches gibt, das habe ich auf meiner Reise nach Turku gemerkt. Aber seht ihr, wenn da so ein richtig salbenduftendes, schwänzelndes Flittchen mit flatternder Halskrause ankommt, dann muß sich einem ja das Herz im Leibe heben, wißt ihr. Ei ja, ei ja, Kinder! Die weltliche Lust lockt gewaltig, das habe ich auf meiner Reise nach Turku gemerkt. Und ich sage euch noch mal, es tut mir im Herzen weh um das Mädchen auf dem Felsen. Und es war längst Zeit, daß sie aus der Hölle errettet wurde und mit ihrem Freund in den Hafen des Friedens segelte, wozu uns Gott auch schließlich verhelfen möge. In dieser Hoffnung wollen wir nun einzuschlafen versuchen. Es gibt zwar von diesem Berg noch eine merkwürdige Sage, aber die mag bis zu einem ändern Male bleiben, jetzt wollen wir sehen, ob wir schlafen können. — Geh doch aber mal hin, Simeoni, und deck die Kohlenglut mit Asche zu, sonst muß ich morgen früh erst mit dem Feuerstein rumratschen und ein Bündel Heu in Brand schwingen, und ich möchte doch gleich wie ein Buntspecht auf den Balken loshämmern. Los, geh! Gianni. Certo, nel mondo dei signori si trovano molte cose effeminate e ridicole; l’ho osservato nel mio viaggio a Turku. Ma, quando ti si avvicina una donnetta del genere tutta moine, profumata di pomate e il colletto svolazzante non si può far a meno di sentirsi qualcosa muovere in cuore. Sì, sì, ragazzi, le vanità del mondo attirano potentemente; me ne sono avvisto nel mio viaggio a Turku. E dico ancora una volta : compiango di cuore la fanciulla del monte. È già passato del tempo da quando è stata salvata da quell’inferno e naviga col suo amico verso quel porto di pace dove un giorno Dio condurrà anche noi. Con questa speranza cerchiamo di dormire ora. Veramente su questo monte c’è un’altra storia singolare, ma lasciamola per un’altra volta e cerchiamo di dormire, ora. Simeone, va’ a coprire le braci con la cenere che io non abbia bisogno domattina di fregare l’acciarino e dar fuoco a una manciata di fieno, ma possa subito battere i tronchi come un picchio dal ciuffo rosso. Va’, per piacere. 05144
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Simeoni ging, um Juhanis Befehl auszuführen; aber er kam sehr bald zurück, die Haare standen ihm zu Berge, und die Augen quollen ihm aus dem Kopf. Stotternd brachte er etwas von einem seltsamen, funkelnden Auge da draußen beim Heukarren heraus. Darüber fuhren die ändern in die Höhe, segneten Leib und Seele und traten zusammen aus ihrer Kate; und ihr Haar erinnerte an den Hexenbesen in einer Birke. Unbeweglich, stumm wie Bildsäulen standen sie da und starrten in der Richtung von Simeonis Finger in die Nacht. Sie lugten aus, ohne sich zu rühren, und erkannten auch hinter dem Wagen deutlich einen eigentümlichen Schein, der bald verschwand, bald wieder auftauchte. Sie hätten ihn vielleicht für das Auge des Schimmels gehalten; aber es zeigte sich ja sonst nichts Weißes, im Gegenteil war da etwas Schwarzes zu sehen, und dann hörte man auch nicht den Ton der Schelle. Indem die Bruder dies bedachten, standen sie da, ohne sich zu regen. Endlich aber sagte Timo in ziemlich barschem Ton: Simeone andò a eseguire l’ordine di Gianni, ma ritornò ben presto coi capelli ritti e gli occhi smarriti. Balbettando, egli raccontò qualcosa di uno strano occhio che brillava fuori, vicino al carro. Gli altri si alzarono di scatto, benedissero le loro anime e i loro corpi e uscirono fuori tutti insieme dalla capanna, e i loro capelli somigliavano a un groviglio di ramoscelli secchi di betulla. Immobili, muti come statue fissando nella direzione indicata da Simeone, guardarono senza battere gli occhi e videro anch’essi veramente, dietro il carro, una bagliore strano che di quando in quando spariva, ma per riapparire ben presto. Avrebbero potuto prenderlo per l’unico occhio di Valko, ma non distinguevano niente di bianco; al contrario qualcosa di nero, e non si udiva il suono del suo campano. In questi pensieri i fratelli stavano fermi; ma finalmente Maso disse con voce aspra: 05145
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TIMO: [TUOMAS:] Was gibts da? Maso. Che c’è là? 05146
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JUHANI: Um Gottes willen, fahr ihn nicht so grob an. — Das ist er. Was sollen wir tun, Brüder? Das ist er. Was wollen wir ihm sagen? Gianni. Per l’amor di Dio, non cominciare a parlargli così aspramente! È lui! Che facciamo ora, fratelli? È lui. Che dirgli? 05147
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AAPO: Ich weiß wahrhaftig nicht. Abramo. Io non lo so davvero. 05148
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TIMO: Jetzt täte ein Choralvers gut. Timoteo. Ora farebbe bene un versetto. 05149
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JUHANI: Kann denn keiner von uns ein Gebet auswendig? Sagts her, Brüder; laßts raus — in Gottes Namen — alles, was euch einfällt, was euch in den Sinn kommt, irgendeinen Bibelspruch, wenn er auch nicht richtig paßt. Sagt meinetwegen was aus der Nottaufe, liebe Brüder. Gianni. Nessuno di noi sa a memoria un sola preghiera? Recitate, cari fratelli, tirate fuori in nome di Dio, quel che ricordate, quel che vi passa per il capo, un passo della Bibbia, anche se non è proprio adatto alle circostanze. Recitate sia pure la parola di un battesimo d’urgenza, cari fratelli. 05150
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TIMO: Ich hab manches aus dem Gesangbuch gewußt, aber jetzt ists mir, wie wenn ich ein dickes Brett vor dem Kopf hätte. Timoteo. Io sapevo uno o due versetti del salterio, ma ora è come se avessi un trave orribile davanti al cervello. 05151
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SIMEONI: Der Geist läßt dich nicht mehr sprechen als mich. Simeone. È lo spirito che non ti permette di parlare, come a me. 05152
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TIMO: Nein. Timoteo. Non me lo permette. 05153
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JUHANI: Das ist schrecklich. Gianni. È terribile! 05154
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AAPO: Schrecklich! Abramo. Terribile! 05155
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TIMO: Wirklich schrecklich! Timoteo. Veramente terribile. 05156
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JUHANI: Was sollen wir machen? Gianni. Che fare? 05157
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TUOMAS: Festigkeit ist, glaub ich, hier am besten. Wir wollen ihn fragen, wer er ist und was er will. Maso. Per me, il meglio è di mostrarsi risoluti. Domandiamogli i lii è e che vuole? 05158
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JUHANI: Laß mich fragen. Wer bist du? Wer bist du? Wer bist du, und was willst du von uns? — Keine Antwort, kein Ton. Gianni. Lascia che glielo chieda io. «Chi sei? chi sei? chi sei r i he vuoi da noi? ». Non risponde una parola. 05159
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LAURI: Dann nehmen wir die Holzscheite. Renzo. Prendiamo dei tizzoni. 05160
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JUHANI: Wir nehmen die Holzscheite und beizen dir das Fell, wenn du uns nicht sagst, wie du heißt, woher du stammst und was du willst. Gianni. «Prenderemo dei tizzoni e ti conceremo per le feste se non i i dici il tuo nome, la tua famiglia e i tuoi affari ». 05161
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LAURI: Nein, ich meine, wir schmeißen ihm gleich die Scheite an den Kopf. Renzo. No, pensavo di colpirlo subito coi tizzoni. 05162
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JUHANI: Wenn man das wagte! Gianni. Se si osasse. 05163
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TUOMAS: Wir sind Gott nur einen Tod schuldig. Maso. Si deve morire una volta sola. 05164
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JUHANI: Ja, wir sind Gott nur einen Tod schuldig. Die Scheite in die Hand, Jungens! Gianni. Già, si deve morire una volta sola. Tizzoni in pugno, ragazzi! 05165
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Schon standen sie in einer Reihe da und hielten die Feuerscheite wie Waffen bereit. An der Spitze stand Juhani, und seine Augen waren rund wie Uhuaugen und stierten nach dem Auge hinter dem Heukarren, das ihn mit seltsamen Glanz anblickte. So standen die Brüder mit ihren sprühenden Waffen auf der nächtlichen Halde; und der Uhu rief von den Fichten herab, der öde Bruchwald unter ihnen rauschte schwer, und dunkle Wolken verhüllten das Himmelsgewölbe. Si misero presto in fila, coi tizzoni ardenti in mano a guisa di armi. Davanti stava Gianni, con gli occhi tondi come una civetta, guardando l’occhio dietro il carro che lo fissava con una luce misteriosa. I fratelli stavano così nella prateria deserta con le loro armi scintillanti e la civetta cantava sugli abeti del monte; dalla desolata palude si levavano lugubri rumori e le nubi scure coprivano la volta del ciclo. 05166
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JUHANI: Wenn ich sage: jetzt, Jungens! dann fliegen die Scheite aus unsern Fäusten dem Teufel in den Nacken. Gianni. Quando dirò: su, ragazzi, allora volino i tizzoni dalle vostre mani sul groppone del diavolo. 05167
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SIMEONI: Laßts uns aber noch mit etwas Beschwörung versuchen. Simeone. Ma proviamo ancora un po’ con gli esorcismi. 05168
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JUHANI: Ja, gut. Erst noch etwas Beschwörung! Was soll ich ihm aber sagen? Flüster mirs zu, Simeoni, denn ich bin in diesem Augenblick merkwürdig vernagelt. Flüstre mir die Worte zu, ich werfe sie ihm ins Gesicht, daß der Bruchwald widerhallt. Gianni. Ben pensato. Prima un po’ di esorcismi. Ma cosa dovrei dirgli? Dimmelo piano in un orecchio; perchè in questo momento mi sento straordinariamente stupido. Suggeriscimi la parola e io gliela getterò così forte in faccia che il bosco ne risuonerà. 05169
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SIMEONI: Dann hör, was ich dir vorsage. — Hier stehen wir. Simeone. Bada allora a quel che ti dico: siamo qui... 05170
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JUHANI: Hier stehen wir! Gianni. Siamo qui! 05171
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SIMEONI: Wie die Helden des Glaubens mit den feurigen Schwertern in der Faust. Simeone. Come eroi della fede, con spade infuocate in pugno... 05172
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JUHANI: Wie die Helden des Glaubens mit den feurigen Schwertern in der Faust. Gianni. Come eroi della fede, con spade infuocate in pugno. 05173
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SIMEONI: Weiche von hinnen. Simeone. Va’ per la tua strada... 05174
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JUHANI: Weiche in die Hölle! Gianni. Va’ al diavolo! 05175
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SIMEONI: Wir sind getaufte Christen, Soldaten Gottes. Simeone. Noi siamo cristiani battezzati, guerrieri di Dio... 05176
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JUHANI: Wir sind getaufte Christen, Soldaten Gottes, Soldaten Jesu Christi! Gianni. Noi siamo cristiani battezzati, guerrieri di Dio. 05177
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SIMEONI: Wenn wir auch nicht lesen können. Simeone. Benché non si sappia leggere... 05178
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JUHANI: Wenn wir auch nicht lesen können! Gianni. Benché non si sappia leggere. 05179
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SIMEONI: Aber trotzdem glauben wir. Simeone. Ma abbiamo la fede lo stesso... 05180
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JUHANI: Aber trotzdem glauben wir und vertrauen fest darauf! Gianni. Ma abbiamo la fede lo stesso e crediamo fermamente. 05181
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SIMEONI: Jetzt geh. Simeone. Ora vattene!... 05182
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JUHANI: Jetzt geh! Gianni. Ora vattene. 05183
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SIMEONI: Gleich wird der Hahn krähen. Simeone. Presto il gallo canterà... 05184
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JUHANI: Gleich wird der Hahn krähen! Gianni. Presto il gallo canterà. 05185
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SIMEONI: Und den Tag des Herrn verkünden. Simeone. E annunzierà la luce del Signore... 05186
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JUHANI: Und den Tag des Herrn Zebaoth verkünden! Gianni. E annunzierà la luce del Dio degli eserciti! 05187
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SIMEONI: Aber er tut, als merkte er gar nichts. Simeone. Mi pare che non se ne dia per inteso. 05188
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JUHANI: Aber er tut, als merk ... Ja, er macht sich nichts draus, und wenn ich mit Engelszunge schriee. Gott behüte uns, Kinder! Denn da bleibt nichts als — jetzt,Jungens! Gianni. Mi pare che non se ne dia per int... Già, non se ne dà per inteso, benché io sbraiti come un angelo. Il Signore ci benedica, fratelli! Non resta altro che... Via, ragazzi! 05189
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Da schleuderten sie alle ihre Holzscheite nach dem Gespenst, das pfeilschnell mit vierfüßigem Getrampel davonlief, und lange leuchteten die glühenden Kohlenstucke auf seinem Rücken durch das nächtliche Dunkel. So floh es aus dem Feuerregen, und erst unten am Rand der Halde wagte es anzuhalten und schnob zwei-, dreimal, daß es widerhallte. Und der Geist der Brüder, der schreckliche Popanz, war doch ihr einäugiges Pferd gewesen, das in den schwarzen Schlammlachen des Moores seine weiße Farbe für eine Weile verloren hatte, da es wohl eingesunken und sich lange herumgewälzt, ehe es wieder aufs Trockne kam. Beim Herumwälzen hatte es sich auch die Schelle vom Hals gerissen, wodurch die Bruder so sehr irregeführt wurden. Dies war das Auge, das hinter dem Karren durch die dämmernde Nacht geleuchtet hatte, wie ja bei manchen Tieren das Auge im Finstern leuchtet. — Aber erst nach einiger Zeit, und auch da noch vorsichtig, wagten sich die Bruder an ihren Valko heran und erkannten endlich ihren Irrtum. Hierauf kehrten sie mit ärgerlichen Gesichtern in die Hütte zurück. Und erst, als der Morgen graute, ruhten alle in tiefem Schlaf. Allora tutti gettarono il loro tizzone contro il fantasma che scappò via come una freccia scalpitando sui quattro zoccoli e i carboni ardenti s’intravvidero a lungo sul suo groppone, attraverso le tenebre della notte. Così esso fuggì da quella pioggia infuocata e, raggiunto il limite della prateria, osò finalmente fermarsi soffiando forte una volta o due, perchè il fantasma dei fratelli, il mostro spaventevole era il loro cavallo monocolo che aveva, per un momento, perduto il suo colore bianco nel fango nero della palude dove si era sprofondato e si era a lungo rotolato prima di poter rimettere gli zoccoli all’asciutto. Nel rivoltarsi si era anche strappato il campano dal collo, circostanza che aveva tratto i fratelli in errore. Questo era l’occhio che brillava dietro il carro, nelle tenebre notturne, come brilla l’occhio di molti animali nell’oscurità. Ma solo dopo un po’, e anche con prudenza, i fratelli osarono avvicinarsi a Valko e finalmente si accorsero del loro errore. Contrariati, tornarono alla capanna e finalmente, allo spuntar del giorno, s’immersero in un sonno profondo. 05190
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Kapitel 06 Capitolo

: |fin-|swe-|eng-|rus-|est-|hun-|ger|-dan|-spa|-ita|-fra|-epo| - |fin-|swe-|eng-|rus-|est-|hun-|ger-|dan-|spa-|ita|-fra|-epo| (de-it) :
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Unter Dach war schließlich die Kate der Brüder. Fünf Klafter maß sie in der Länge und drei in der Breite; nach Osten ging ihr eines, nach Westen ihr anderes Ende. Wenn man zur Tür, die sich im östlichen Ende des Gebäudes befand, hineintrat, erhob sich rechts ein großer Rauchofen, links war ein Verschlag für Valko zum Winter angebracht. Von der Schwelle nach vorn, etwa bis in die Mitte des Raums, hatte man unter sich den mit Fichtenzweigen vollgepackten Erdboden, hinten aber war eine prächtige Diele, aus breiten Balken gebaut, und darüber aufsteigend eine geräumige Pritsche. Denn sowohl als Wohnstube wie als Badestube benutzten die Brüder ihr neues Haus. Ungefähr zwanzig Schritt von der Kate stand ihr Speicher, aus kleinen runden Fichtenstämmen gefugt. La casa dei fratelli era finalmente pronta. Era alta circa cinque tese e larga tre, con una facciata a oriente e l’altra a ponente. Entrando dalla porta che si trovava dal lato est della casa, sorgeva a destra un gran focolare e a sinistra una stalla costruita perchè Valko ci svernasse. Dalla soglia fino a circa metà della camera il terreno era coperto di rami d’abete, ma in fondo c’era un magnifico impiantito fatto di larghe tavole e, al disopra di questo, un ampio soppalco, chè i fratelli usavano la loro nuova casa come abitazione e come sauna. A circa venti passi dalla casa sorgeva il granaio, formato da piccoli tronchi rotondi di abete. 06001
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Die Brüder hatten also ein vortreffliches Obdach gegen Regen, Sturm und Winterkälte, hatten auch ein Vorratshaus für ihre Lebensmittel. Und jetzt konnten sie sich mit vollem Eifer auf die Jagd und den Fang von allerlei Getier werfen. Und es nahte da der Tod den Auerhähnen, den Birk- und Haselhühnern, den Hasen, Eichhörnchen und den starrsinnigen Dachsen, so auch den Wildenten und Fischen des Ilvessees. Da hallten von dem Gebell der bissigen Killi und Kiiski und von dem Krachen der Flinten die Hügel und die endlosen Fichtensäle wider. Es erlegte die Kugel der Brüder hin und wieder auch einen zottigen Bären; aber die rechte Zeit zur Bärenjagd war doch noch nicht gekommen. I fratelli avevano così un eccellente riparo contro la pioggia, il temporale e il freddo invernale, e avevano anche una dispensa per le provviste. Ed ora potevano darsi con lena alla caccia e tender lacci per prendere selvaggina e reti per pesci di ogni genere. E la morte incombè allora sui galli cedroni e sui tetras, sulle gallinelle e sulle lepri, sugli scoiattoli e i tetri tassi, e così pure sulle anitre e sui pesci del lago di Ilvesjärvi. I colli e le sconfinate abetine risuonarono pei rumorosi latrati di Killi e Kiiski e per le detonazioni. Qualche volta, sotto il piombo dei fratelli, cadeva anche un orso arruffato, ma non ria ancora il tempo propizio per la caccia del mellivoro. 06002
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Es kam ein Herbst mit frostigen Nächten, und es starben oder entflohen in ihre tiefen Verstecke die Grashupfer, die Eidechsen und Frösche, und da war es Zeit, Füchse mit den blinkenden Eisen zu fangen. Diese Kunst hatten die Brüder von ihrem Vater gelernt. Und nun mußte mancher schnellfüßige Reineke einen saftigen Bissen mit seinem Pelz bezahlen. — Bekanntlich treten die Hasen im Wald Wege in den weichen Schnee, und auf diesen stellten die Brüder dem weißhaarigen Meister Lampe Messingschlingen zu hunderten. Auch hatten sie sich ein vortreffliches Wolfsgehege mit schrägem Zaun in einer buschbewachsenen Grabenfurche am östlichen Rand der Halde angelegt. Und außerdem hatten sie, ebenfalls für den Wolfsfang, eine Grube, mächtig tief, eine Strecke von dem Haus nach dem trocknen, sandigen Boden hin gegraben. Ein Braten lockte manchen hungrigen Wolf in das starke Zaunwerk; und sobald die Brüder ihre Beute in der Falle wußten, erhob sich in der dunklen Herbstnacht ein Donnern und Krachen im Gehege. Da stand einer von ihnen mit der Flinte in der Hand an den Zaun gelehnt und versuchte das grobhaarige Wild aufs Korn zu nehmen; ein andrer hielt neben ihm eine flammende Kienholzfackel. Ein dritter hinwieder half Killi und Kiiski die finster dreinschauenden, zähnefletschenden Gäste aus den Büschen treiben, indem er seine Fackel hin und her schwenkte. Gewaltiger Lärm erhob sich, die Männer schrien, die Hunde heulten, die Flinten knallten, und unermüdlich krachte der Bruchwald und die zerklüftete Wand des Impivaara. So tummelten sie sich, der Schnee wurde rot, färbte sich immer röter, wurde tausendfach zerstampft, bis all das breitgeschwänzte Wild in seinem Blute lag. Und dann gab es neue Arbeit und Mühe für die Brüder, wenn sie ihre Beute abhäuteten, aber diese Mühe war ihnen doch sehr lieb. — Auch in die Grube am westlichen Rand der Halde verlief sich der eine oder andre der schiefäugigen Waldbewohner. Venne l’autunno con le sue notti gelate e le cavallette, le lucertole r le rane morirono o si rimpiattarono nei loro profondi nascondigli; era tempo dunque di cacciare le volpi con le trappole lucenti, arte che i fratelli avevano imparata dal loro padre. Allora molte agili volpi dovettero fornire ai fratelli un boccone succolento con la loro fine pelliccia. Si riconosceva nel bosco la via battuta dalle lepri sulla neve molle e su quella i fratelli tesero a centinaia i lacci di ottone per far morire molte lepri dal bianco mantello. Si erano anche fabbricati un acconcio recinto dalle pareti inclinate per catturare i lupi in una depressione cespugliosa, al confine orientale della prateria. E, oltre a ciò, sempre per cacciare i lupi, avevano scavato una fossa grande e profonda a poca distanza dalla casa, nel terreno secco e sabbioso. Un pezzo di carne allettava molti lupi affamati nel robusto recinto e allora, quando i fratelli scorgevano la preda nell’imbarazzo, dalla fossa si alzava un baccano indiavolato nella cupa notte autunnale. Uno dei fratelli stava appoggiato alla palizzata col fucile in mano cercando di abbattere col piombo la belva dai peli rudi; un altro si teneva accanto una fiaccola fiammante composta di legnetti incatramati; un terzo aiutava Killi e Kiiski a cacciare fuori dai cespugli le belve inferocite e digrignanti andando qua e là con un tizzone incatramato. Grande era il tumulto per le grida dei cacciatori, i latrati dei cani e gli scoppi dei fucili, e la foresta e le pareti Cavernose d’Impivaara rimbombavano senza posa. Ci si agitava, la neve si insudiciava e si arrossava via via sempre più, era calpestata in mille direzioni, finché tutte le belve dalla grossa coda, riposavano nel loro sangue. Allora i fratelli avevano di nuovo da faticare a scuoiare la loro preda, ma questo lavoro era di loro gradimento: uno o due lupi dagli occhi obliqui caddero così nella fossa al confine occidentale della prateria. 06003
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Einmal geschah es, daß am frühen Morgen, als die ändern noch im Schlaf lagen, sich Timo aufmachte, um nach der fangbereiten Grube zu sehen, deren halbeingesunkene Decke ihn schon von ferne Gutes ahnen ließ. Und als er den Rand der Grube erreicht hatte, sah sein fröhliches Auge auch in der Tiefe ein blaßgraues Etwas, sah einen strammen Wolf, der, die Schauze auf die Erde gedrückt, bewegungslos dalag und mit seinen Augen nach dem Mann in der Höhe glupte. — Was beschloß da Timo? Den Wolf wollte er allein vom Leben zum Tod bringen und, zum großen Vergnügen der ändern, mit der haarigen Bürde auf der Schulter in das Haus treten. Er machte sich ans Werk, holte die Leiter von der Hauswand, stellte sie vorsichtig in die Grube und stieg selbst mit einem schweren Holzhammer bewaffnet die Sprossen hinunter, um dem Tier den Schädel zu zertrümmern. Lange focht er, die Zähne aufeinanderbeißend, mit seinem Hammer um sich, doch traf er immer nur in die Luft. Der Kopf des Wolfes entwischte jedesmal sehr flink, entwischte nach rechts oder links, wenn der Mann mit seiner unhandlichen Waffe zuschlug. Schließlich schleuderte er seinen Hammer nach dem Wolf und wußte sich keinen ändern Rat als hinaufzuklettern, in die Kate zu eilen und dort zu verkünden, was geschehen war. Accadde una volta che Timoteo, mentre gli altri dormivano ancora, uscì di buon mattino per vedere la trappola il cui coperchio mezzo abbassato faceva sperar bene già da lontano. Arrivato sull’orlo della fossa, vide con gioia nel fondo un che di grigiastro, scorse un lupo robusto che col muso a terra, giaceva immobile e lo fissava. Cosa fece allora Timoteo? Pensò di togliere da solo la vita al lupo e poi entrare in casa, con gran gioia degli altri, col suo fardello peloso in ispalla. Si mise all’opera, portò fuori una scala che era appoggiata alla parete della casa, la mise prudentemente nella fossa, e con una pesante mazza in mano, scese i gradini con l’intenzione di fracassare la testa della belva. Si affaticò a lungo con la mazza, a denti stretti, ma sempre nel vuoto. La testa del lupo sgusciava agilmente, sgusciava a destra, sgusciava a sinistra, quando l’uomo picchiava con la sua incomoda arma. Finalmente lasciò cadere la mazza giù dal lupo e non trovò niente di meglio che tornare su e affrettarsi a casa per annunziare quel che era accaduto. 06005
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Nach einer kleinen Weile machten sich da die Brüder mit Stangen, Stricken und Schnüren auf, um ihre Beute festzunehmen. Aber die Grube war leer, als sie hinkamen. Auf der Leiter, die Timo hinter sich hatte stehen lassen, war ihr Wolf hübsch hinaufgestiegen und hatte sich, seines Lebens froh, davongemacht. Das bemerkten sie sofort, sie fluchten und knirschten mit den Zähnen, und nun suchte ihr ergrimmter Blick Timo; der aber war nicht mehr da. Er hatte schon den Waldrand gewonnen und sich bald unter den Kiefern verborgen. Er begriff, daß es nicht gut wäre, sich weiter über die Sache auszulassen. Die ändern jedoch brüllten hinter ihm her, indem sie die Fäuste schüttelten, und gelobten, ihn vom Kopf bis zu den Hacken zu Mus zu quetschen, wenn er es wagte, die Haustür auch nur einen Spalt zu öffnen. So drohten sie, verließen erbost und zornig die Grube und gingen in ihr Haus zurück. Timo aber irrte flüchtend im Wald umher, und bald bereuten die Brüder ihr Vorgehen gegen ihn, da sie einsahen, daß der Schaden nur durch seinen Unverstand und nicht durch Heimtücke entstanden war. Darum stieg Juhani noch vor Abend auf den Rücken des Impivaara, rief mit seiner kräftigen Stimme in alle Winde nach Timo und versicherte und schwor, daß er keine Furcht zu haben brauche, sondern sofort zurückkehren könne. So rief er, und nach einer Weile kehrte Timo, gewaltig maulend und böse glupend, zurück. Ohne ein Wort zu sagen, zog er sich aus, sank auf sein Lager, und bald schnarchte er in tiefem Schlaf. In un momento i fratelli corsero muniti di pertiche, di funi e di corde per catturare la preda. Ma, quando giunsero, la trappola era vuota. Il lupo era venuto su bel bello per la scala, che Timoteo aveva lasciato nella fossa, e se l’era svignata, ringraziando la sua fortuna. I fratelli capirono subito ciò e, bestemmiando e stringendo i denti, cercarono Timoteo con gli occhi corrucciati; ma egli era già fuori di tiro. Stava fuggendo verso il limite del bosco dove si rifugiò al riparo degli abeti. Aveva capito infatti che non sarebbe stato bene rimanere oltre e discutere la Cosa. Gli altri gli gridarono dietro coi pugni tesi, minacciandogli di ridurlo in poltiglia dalla testa ai piedi, se si fosse arrischiato di socchiudere la porta della casa. Avendo proferito queste minaccie, lasciarono la fossa arrabbiati e furiosi e tornarono di nuovo a casa. Timoteo vagò nel bosco come un fuggiasco e i fratelli ben presto cominciarono a pentirsi della loro condotta verso di lui, pensando che il malanno era accaduto per inavvertenza non per cattiveria. Perciò Gianni, già prima di sera, andò sulla cima di Impivaara e di là gridò a gran voce in tutte le direzioni chiamando Timoteo, assicurandogli e giurandogli che poteva tornare subito senza timore. Così egli gridò e, dopo un momento, tornò Timoteo imbronciato e roteando gli occhi. Senza parlare, si svestì, si gettò sul giaciglio e ben presto cadde in un sonno profondo e si mise a russare. 06006
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Auch für die Bärenjagd war die günstigste Zeit gekommen. Da nahmen die Brüder ihre Spieße, schoben scharfe Kugeln in ihre Gewehre und machten sich auf, den Fürsten des Ödwalds zu wecken, der schon in seinem dunklen Bau tief unter den schneebeladnen Tannen träumte. Und ihre Büchsen erlegten manch stumpfschnauzigen Petz, wenn er wutschnaubend aus seiner friedlichen Kammer hervorbrach. Da entstand oft ein heißer Kampf, der Schnee stob weit umher und rötete sich von dem strömenden Blut, weil es auf beiden Seiten Wunden gab. So wurde gekämpft, bis das rauhe Untier schließlich still am Boden lag. Die Brüder aber schmierten sich, mit ihrer Last fröhlich zu Hause angelangt, ihre Wunden mit der Salbe, die aus Branntwein, Salz, Pulver und Schwefelmehl hergestellt war. Damit beschmierten sie ihre Wunden und strichen gelbbraunen Teer darüber. Era arrivato anche il tempo più favorevole per la caccia all’orso. Allora i fratelli presero gli spiedi, caricarono i fucili con palle esplosive e partirono per svegliare il principe del bosco che dormiva già nel suo covo tenebroso e profondo sotto gli abeti coperti di neve. E molti orsi dal muso schiacciato caddero sotto la canna del loro fucile, mentre si slanciavano furiosi fuori dalla loro pacifica grotta! Spesso si impegnava una lotta violenta, la neve turbinava all’intorno, schizzando lontano e si arrossava per il sangue colante dalle ferite inferte da ambo le parti. Si combatteva finché la fiera dal muso arruffato giaceva in pace. I fratelli, rientrati in casa felici, ungevano le loro ferite con un medicamento fatto di acquavite, sale, polvere e farina di zolfo. Ungevano le loro ferite e vi stendevano sopra catrame giallo scuro. 06007
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So schleppten sie ihren Unterhalt aus dem Bruchwald und aus dem Dickicht der Hügel herbei und füllten ihren Vorratsspeicher mit mancherlei Wildbret: mit Vögeln, Hasen, Dachsen und mit Bärenfleisch. Nicht minder hatten sie für ihren alten, treuen Valko, für sein Winterfutter gesorgt. Man sah am Rand des Moors einen mächtigen Schober mit der Sichel gemähten und glattgestrichnen Heus stehen, genug für die Dauer des Winters. Auch hatten sie nicht vergessen, daß ihre Hütte im Winter warm sein muß. So erhob sich beim Speicher ein gewaltiger Holzstoß und an der Hauswand wie ein Stapel von riesigen Elchgeweihen ein hoher Haufen teerhaltiger Stubben, der von der Erde bis unter das Traufdach reichte. — So ausgerüstet, konnten sie dem reifbärtigen Winter getrost entgegensehen. Così essi traevano i loro alimenti dal bosco e dai cespugli delle colline, riempiendo la loro dispensa di selvaggina di ogni genere : carne di uccelli, di lepre, di tasso e d’orso. Avevano anche pensato a raccogliere il foraggio invernale per il vecchio fedele Valko. Al confine della palude si vedeva un grosso mucchio di fieno falciato e compresso, sufficiente per la durata dell’inverno: e non avevano nemmeno dimenticato il combustibile per riscaldare la loro casa. Sorgeva vicino al granaio una grossa catasta di legna e ancora un alto mucchio di ceppi appoggiato alla parete della casa, simile a un grande ammasso di corna di cervo, e che andava dal terreno fino alla grondaia. Con simili provviste essi potevano guardare tranquillamente all’inverno dalla barba grigia. 06008
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Es ist Weichnachtsabend. Die Luft ist mild, graue Wolken verhüllen den Himmel, und frischgefallener Schnee bedeckt Berge und Täler. Aus dem Walde tönt ein sanftes Rauschen, das Birkhuhn in der kätzchenbehängten Birke, der Seidenschwanz in der rötlichen Eberesche verzehren ihr Abendbrot, und die Elster, die neugierige Jungfer des Kiefernwalds, trägt Reiser für das künftige Nest herbei. In der Kate wie im prächtigen Gehöft herrscht Freude und Frieden, und so auch in der Hütte der Brüder auf der Impivaarahalde. Vor der Tür steht eine Fuhre Stroh, die Valko der Weihnacht zu Ehren vom Gutshof Viertola für die Diele herbeigezogen hat. Denn auch hier konnten die Brüder nicht das Rascheln des Weihnachtsstrohs vergessen, das ihre schönste Erinnerung an die Tage der Kindheit war. È la vigilia di Natale: l’aria è dolce, nuvole grigie nascondono il cielo e la neve fresca copre le montagne e le valli. Si ode nel bosco un flebile rumore, il gallo cedrone cena nell’abete carico di gattucci, uno stormo di ghiandaie nel sorbo rossiccio e la pica, questa avida figlia del bosco, portano ramoscelli secchi per fabbricare il loro futuro nido. Tanto nella capanna come nella ricca fattoria è gioia e pace e così pure nella casa dei fratelli, sulla prateria di Impivaara. Fuori della porta si vede un carico di paglia che Valko ha portato dalla fattoria di Viertola per coprire l’impiantito della casa in onore di Natale. Nemmeno qui i fratelli hanno potuto dimenticare il rumore della paglia secca che era il più bel ricordo dei tempi della fanciullezza. 06009
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Aus der Hütte aber dringt das Zischen des Badewassers, das auf die heißen Steine fällt, und das Peitschen der weichen Birkenquäste. Die Brüder nehmen gerade ein tüchtiges Weihnachtsbad. Und nachdem das glühend heiße Bad beendigt war, stiegen sie von der Pritsche herunter, kleideten sich an und setzten sich, um zu verschnaufen, auf die Balken, die statt Bänken längs der Wände angebracht waren. Da saßen sie pustend und nach Herzenslust schwitzend. Ein flammender Kienspan erhellte den Raum. Valko zerknackte in seinem Stand seinen Hafer, denn auch an sein Weihnachten war gedacht worden. Nickend und gähnend saß auf seinem Sparren der Hahn, Killi und Kiiski lagen, das Kinn auf den Pfoten, beim Ofen, und auf Juhanis Knien spann die alte, wassergraue Katze vonjukola. Dalla casa si ode il sibilo del vapore che si sprigiona dalle pietre riscaldate del camino e il battere dei flessibili fascetti di betulla. I fratelli fanno un bel bagno di Natale. E quando finalmente il bagno bollente fu finito, essi scesero giù dal soppalco, si vestirono e riposarono sulle assi disposte lungo le pareti in luogo di panche e vi si sedettero soffiando e sudando. Un pezzo di legno acceso rischiarava la camera; Valko nella sua stalla, maciullava l’avena, chè si erano ricordati anche del suo Natale; il gallo stava sulla sua pertica sonnacchioso e sbadigliante, Killi e Kiiski, il muso fra le zampe, riposavano vicino al focolare e il vecchio gatto grigio di Jukola faceva le fusa sulle ginocchia di Gianni. 06010
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Schließlich begannen Timo und Simeoni das Abendessen zurechtzumachen; die ändern aber trugen die Strohbunde herein. Sie öffneten die Schnüre und breiteten das Stroh aus, auf der Diele ungefähr eine Handspanne dick, etwas dicker auf der Pritsche, wo sie gewöhnlich den Abend und die Nacht verbrachten. — Endlich war das Abendessen fertig: sieben Ringbrote, zwei eichene Schüsseln voll dampfenden Bärenfleischs und ein Kübel Bier standen auf dem Tisch. Sie hatten sich ihr Bier genau nach dem Rezept ihrer Mutter selber gebraut. Aber stärker als gewöhnliches Bauernbier hatten sie es gemacht. Dunkelrot schäumte es in dem Kübel, und wenn man eine Kanne voll davon hinuntertrank, spurte man wohl einen gelinden Schwindel im Kopfe. — Am Tisch aber saßen sie nun alle und genossen das Fleisch und das Brot und aus dem Kübel das schäumende Bier. Finalmente Timoteo e Simeone cominciarono a preparare la cena, mentre gli altri mettevano dentro le balle di paglia. Sciolsero i legami, stesero la paglia sul pavimento, alta un palmo, ma un po’ più alta nel soppalco dove abitualmente passavano le sere e le notti. Finalmente la cena fu pronta; sette pani a ciambella, due ciotole di quercia piene di carne d’orso fumante e un bugliolo colmo di birra stavano sulla tavola. Avevano fatta la birra da sè, ricordandosi fedelmente della ricetta della madre. Ma l’avevano fatta più forte della birra comune dei contadini. D’un rosso scuro, spumava nel bugliolo; e, se uno ne avesse trangugiato un gotto, avrebbe avuto un po’ di capogiro. Tutti sono già seduti a tavola a godersi la carne, il pane e la birra spumante nel bugliolo. 06011
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AAPO: Nun, da ist ja reichlich vor uns aufgetürmt. Abramo. Che abbondanza di cibi ci sta davanti. 06012
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JUHANI: Eßt und trinkt, Jungens, denn jetzt haben wir Weihnachten, alle haben Weihnachten, Tiere wie Menschen. Bester Timo, gieß doch unserm armen alten Valko einen Schluck Bier zum Hafer in die Krippe. — So! meinetwegen auch eine Kanne. Keine Knauserei heute abend, alle sollen haben, das Pferd, der Hund und der Kater genauso wie die fröhlichen Jukolabrüder. Den Hahn laßt ruhig schlafen, der bekommt morgen sein Teil. Da! Killi und Kiiski, habt ihr einen tüchtigen Klumpen Bärenkeule, und das ist für dich, armes Kätzchen. Aber erst Pfötchen geben, du Glotzgesicht! Siehst du, so! Und nun beide Pfoten! Guckt mal da, die Kunststücke, und sagt mir, ob ich nicht auch ein bißchen Schulmeister bin. Mit beiden Tatzen gibt er schon Pfötchen auf einmal, und dann kann er sich wie ein verständiger Alter allein hinsetzen und, hols der Henker! steckt mir beide Vordertatzen in die Hand. So! Gianni. Mangiamo e beviamo, ragazzi, perchè è Natale per noi, Natale per tutti, per le bestie e per gli uomini. Versa, Timoteo, fratellino, la birra sull’avena di Valko, nella sua stalla. Sì, anche un bicchiere. Stasera, niente avarizia, tutti abbiano la loro parte, il cavallo, il cane, il gatto, e i felici fratelli di Jukola. Il gallo dorma in pace, avrà la sua parte domani. Qua a voi, Killi e Kiiski, questo grosso cosciotto d’orso e qua a te, povero micio. Ma, avanti, dà la zampina, occhi imbambolati! Così. E poi tutte e due le zampine. Guardate le bravure del nostro gatto e dite se non sono un bravo maestro. Dà la mano con le due zampine insieme : si siede come un vecchio grave e mi mette le due zampe anteriori nella mano, il birbante. Ecco. 06013
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AAPO: Ach, wie spaßig! Abramo. Che giochetto! 06014
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TUOMAS: Was ein Mann auf seine alten Tage noch alles lernen muß! Maso. C’è da imparare anche da vecchi. 06015
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JUHANI: Das hat wahrhaftig auch Zeit gekostet. Aber ich habe nicht locker gelassen, bis das Kerlchen seinem Lehrer mit beiden Pfoten danken konnte. Jetzt macht ers wie ein Alter, und der Herr Magister hat seinen Lohn. — Ja, das ist ein Kater! Guck da! Steck dir nur ein Stück Bär in die Backen. Und Killi und Kiiski. Ja, ja! »Den Herrn kannst du anrühren, aber nicht seinen Hund.« Richtig! Doch ich will noch hinzusetzen: den Jukola-Jussi kannst du anrühren, aber nicht seinen Kater. Gianni. Maria Santa, c’è voluto anche del tempo a istruirlo. Ma non l’ho lasciato finché non ha saputo ringraziare il suo maestro con le due zampine. Ora lo fa come un uomo e il maestro è pagato della sua fatica. Che gatto! Ecco, càcciati sotto i denti questo pezzo d’orso. Killi e Kiiski qua. Così, così. « Tocca l’uomo, ma non il suo cane ». Bene! Ma voglio aggiungere anche questo: «Tocca Giannino di Jukola, ma non i suoi cani ». 06016
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EERO: Reich mir mal den Bierkübel her, Juhani. Rico. Passami il bugliolo della birra, Gianni. 06017
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JUHANI: Den sollst du haben. Trink, Bester, trink, du Gottesgeschöpf, denn jetzt ist Weihnachten, und im Speicher ist genug. Wozu sind wir denn da? Was kümmerts uns, wenn gleich die ganze Welt außer dem Impivaara und seiner Umgebung in Staub und Asche zerpuffte? Hier leben wir wie der Spatz im Kornacker, leben nach unsrer Kappe und pfeifen und dudeln auf die boshaften Menschen. Hier ist für uns gut sein. Der Wald ist unsre Wiese, unser Acker, unsre Mühle und unser Nest in alle Ewigkeit. Gianni. Prendi, bevi, fratellino, creatura di Dio, bevi, chè ora è Natale e le provviste non mancano nel granaio. Che cosa ci manca qui? Che cosa ci farebbe se tutto il mondo, eccetto Impivaara e i suoi dintorni, andassero in cenere e in polvere? Viviamo qui da signori a modo nostro, senza curarci dei cattivi. Qui stiamo bene (Luca, 9, 33.). Il bosco ci serve da prato, da campo, da mulino e da nido eternamente. 06018
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TIMO: Und unser Fleischspeicher. Timoteo. E da dispensa. 06019
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JUHANI: Ganz recht! Hier ist für uns gut sein! Hab Dank für deinen Vorschlag, Lauri, daß wir vom Jahrmarkt der Welt wegziehen sollten. Hier herrscht Freiheit und Friede. Und ich frage noch mal: was kümmert es uns, wenn ein goldenes Feuer die ganze Welt verbrennt, wenn nur die nördliche Hälfte des Jukolahofs und seine sieben Jungen verschont bleiben? Gianni. Proprio così. Qui, si sta bene! Grazie, Renzo, dell’espediente che hai trovato per farci fuggire il mercato del mondo. Qui c’è libertà e pace. E chiedo ancora: che ci farebbe se il fuoco dorato bruciasse tutto questo mondo, purché risparmiasse la metà settentrionale della fattoria di Jukola e i suoi sette ragazzi? 06020
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TIMO: Fräße sich mal ein Lauffeuer über die ganze Welt, dann würd auch die nördliche Hälfte von Jukola zu Staub und Asche werden und seine sieben Jungen obendrein. Timoteo. Se una volta l’incendio si stendesse su tutto il mondo, anche la metà settentrionale della fattoria di Jukola andrebbe in cenere e anche i suoi sette ragazzi sopra mercato. 06021
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JUHANI: Das weiß ich allerdings. Aber siehst du, man kann sich doch denken, was man will, kann sich als Herrn der ganzen Welt denken oder als wühlender Mistkäfer. Siehst du, man kann sich denken, daß Gott, die Teufel, die Engel und das ganze Menschengeschlecht und das Getier auf der Erde, im Meer und in der Luft gestorben sind, kann sich denken, daß Erde, Hölle und Himmel wie ein Bündel Werg im Feuer verzehrt würden und Finsternis an ihre Stelle träte, in der kein Hahn je mehr das Tageslicht des Herrn verkündet. So schießt hier der Gedanke des Menschen umher. Wer kann dem Netze in den Weg werfen? Gianni. Lo so bene. Ma l’uomo può immaginarsi tutto quel che vuole, può figurarsi di essere il signore di tutto il mondo, o uno stercorario. Può immaginare che tutto sia morto, Dio, i diavoli, gli angeli e tutti gli uomini e le bestie della terra, del mare e del cielo, figurarsi che la terra, l’inferno e il cielo periscano tutti nel fuoco come un batuffolo di stoffa, e prendano il loro posto le tenebre in cui il gallo dal collo graziosamente ricurvo non annunzierà mai più la luce del Signore. Così vola il pensiero dell’uomo quaggiù e chi potrebbe tendere reti sul suo cammino? 06022
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06023
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TIMO: Wer kann das Gebäude dieser Welt begreifen? Nicht der Mensch, der einfältig ist und dumm wie ein blökender Schafsbock. Aber am besten ists, man nimmt den Tag, wie er kommt, läßt ihn gehn, wie er geht, mag er dann in die Pilze oder in die Wicken gehen. Hier sind wir nun mal. Timoteo. Chi può concepire la costruzione di questo mondo? Non certo il figlio dell’uomo che è stupido e vuoto come un montone belante. Ma la miglior cosa è di prendere il giorno come viene, lasciarlo andare, come vuole andare! Qui o là. Noi siamo qui e basta. 06023
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JUHANI: Was brauchen wir hier mehr? Was fehlt uns? Gianni. Di che cosa abbiamo bisogno? Che ci manca qui? 06024
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TIMO: »Nicht Gottes Gnade und kein Wuppdich.« Der Speicher ist voll und die Stube warm. Und hier wälzen wir uns auf unserm Stroh. Timoteo. Nè la grazia di Dio nè il latte di gallina! la dispensa è piena di cibo e la nostra casa calda: ci rotoliamo nella paglia. 06025
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JUHANI: Hier wälzen wir uns wie die Kälber im raschelnden Stroh. Baden können wir uns, sooft wir Lust haben, wanns uns gefällt, und essen, wanns uns schmeckt. — Aber nun sind wir wohl alle satt. Also den Wanst gesegnet und den Tisch abgeräumt! Gianni. Ci rotoliamo come giovenchi nella paglia secca. Possiamo lare il bagno quando ci piace, e ci frulla per il capo e mangiare quando ci gusta. Ma ora siamo sazi. Non ci resta che benedire i nostri ventri e sgombrare la tavola. 06026
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SIMEONI: Wartet, bis ich ein kurzes Tischgebet gesprochen und einen Vers drauf gesungen habe. Simeone. Aspettate che abbia recitato una preghiera di fine tavola e cantato un versetto. 06027
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JUHANI: Laß das diesmal! Weshalb hast dus nicht vor dem Essen getan? — Eero, du als der Jüngste gehst und zapfst Bier aus dem Faß. Gianni. Lascia stare, per questa volta. Perchè non l’hai fatto prima del pasto? Rico, tu che sei il più giovane, va a spillare della birra dal barile. 06028
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SIMEONI: Du erlaubst also nicht, daß dem Weihnachtsabend zu Ehren ein Vers gesungen wird? Simeone. Non mi permetti dunque di cantare una strofa per la veglia di Natale? 06029
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JUHANI: An uns sind die Sänger verloren, mein Lieber. Wir singen und beten in unserm Herzen, was Gott auch das angenehmste Opfer ist. — Da ist ja aber der Bierkübel, brausend und schäumend wie ein Wasserfall. Sollst bedankt sein, Kleiner! Zum Wohl! Tuomas, nimm einen Schluck, aber daß man es merkt. Gianni. Ma nessuno di noi è un cantore, caro fratello. Si canta e si prega nel nostro cuore, il che è l’offerta più gradita a Dio. Ma ecco qua il bugliolo di birra, spumante e mussante come la cascata di Kyrö. Grazie, ragazzo! Beviamo! Alla tua salute, Maso, e tracanna un bel bicchier on e! 06030
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TUOMAS: Da fackle ich nicht lang. Maso. Non faccio complimenti. 06031
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JUHANI: Das war wie ein Mann gehoben. Von solchen Schlucken kriegen wir die reinen Kantorkehlen. Gianni. Così si tracanna. Con tali sorsate le nostre gole diventeranno delle vere gole da cantori : 06032
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Leben läßt sichs ja auch
hier hinterm Bach am Graben.
Mürbes Moorholz brennen wir,
und Bier im Bach wir haben.
Qui una bella vita facciamo,
Per il fuoco la legna tagliamo,
Dal ruscello la birra beviamo.
Chi può vita migliore goder!
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Jawohl. Aber unser Trank ist brauner Gerstensaft, unser Brennholz sind Scheite und Kienstubben, und unter uns haben wir ein weiches Strohpolster, einen großartigen Boden zum Ringen, der auch für Könige und Großfürsten gut genug wäre. — Ein Wort, Tuomas. Da hat Bruder Aapo mal versichert, deine Kraft und Stärke ginge gewaltig über Juhos, das möchte ich aber doch nicht recht glauben. Wie wärs, wenn wir mal einen Ringkampf machten? Laß uns versuchen! Bene. Ma per bevanda abbiamo il succo bruno dell’orzo, per combustibile ciocchi e ceppi ; e sotto abbiamo una soffice materassa di paglia, e un bel campo di lotta, che potrebbe servire a re e a principi. Una parola, Maso. Abramo ha assicurato una volta che tu sei più forte e più robusto di Gianni, ma non lo posso credere del tutto. Se facessimo un po’ di lotta? Si prova! 06039
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06040
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SIMEONI: Bleibt sitzen, und habt doch wenigstens bis morgen mit dem schimmernden Stroh Erbarmen! Simeone. Seduti! E risparmiate fino a domani questa paglia lucida. 06040
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06041
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JUHANI: Jetzt ist die Freude am größten, »der Vorabend ist das Beste am Fest«; und das Stroh landet ja doch im Schweinekoben. — Hast du Lust, Tuomas? Gianni. Ora la gioia è al colmo, la vigilia è più festa della festa. E la paglia sarà pesticciata adesso come strame. Ti andrebbe, Maso? 06041
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TUOMAS: Kanns ja versuchen. Maso. Si può provare. 06042
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JUHANI: Kreuzgriff! Gianni. Una lotta incrociata (Specie di lotta in uso nella campagna finlandese, in cui i due avversari, tenendosi l’un l’altro per i fianchi, cercano di sopraffarsi.). 06043
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06044
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TUOMAS: Meinetwegen! Maso. Va bene! 06044
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06045
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JUHANI: Pack an, pack an! Gianni. Dài, dài! 06045
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AAPO: Warte, Junge! Tuomas muß sich auch an deinem Hosenbund festkrallen. Abramo. Aspetta, ragazzo. Anche Maso deve tenerti stretto per la cintura dei pantaloni. 06046
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JUHANI: Soll er auch! Gianni. Tenga, tenga! 06047
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EERO: Ach, Juho, weshalb fletschst du die Zähne und verdrehst die Augen wie ein Ochse auf der Schlachtbank? O weh, Brüderchen! Aber paß auf, daß du dich nicht zum Gespött machst. Rico. Gianni, perchè fai le boccacce e torci gli occhi come un bove e il macello? Fratello mio, guarda di non coprirti di vergogna ora. 06048
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AAPO: Fertig. Wer hat den ersten Wurf? Amiamo. Benissimo. A chi tocca il primo colpo? 06049
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JUHANI: Tuomas meinetwegen. Gianni. A Maso. 06050
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TUOMAS: Nein, der Älteste. Maso. Al fratello maggiore. 06051
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JUHANI: Dann steh fest. Gianni. Tieni bene allora. 06052
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TUOMAS: Wills versuchen. Maso. Provo. 06053
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JUHANI: Stehst du, stehst du? Gianni. Ti tieni, ti tieni? 06054
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TUOMAS: Wills versuchen. Maso. Provo. 06055
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AAPO: Juchhe, Jungens! So, ja so! Ihr kämpft ja wie die Glaubensstreiter. Juho ringt und rüttelt wie Israel selber, und »Tuomas wie ne Eiche stehet«. Abramo. Bravi, ragazzi! Così, così! Lottate come eroi della fede, Gianni si torce e si dimena come Israele (Genesi, 24-29.) in persona e Maso sta fermo come una quercia. 06056
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EERO: Wenn »Abram seine Predigt drehet«. Aber kannst du Jussis Mund ansehen, ohne daß dich schaudert? Ah, ich glaub, wenn ich ihm jetzt ein Stück Stahl zwischen die Zähne steckte, gings kraeks! und zerbissen wär es. Schauderhaft, schauderhaft! Rico. « E Abramo predica sempre ». Ma guarda la bocca di Gianni: mette paura. Se gli mettessi una sbarra di ferro fra i denti, crac! la farebbe subito in due pezzi. Ho paura, ho paura! 06057
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AAPO: Ein Männerkampf, weiter nichts. Die Balken heben und senken sich ja unter uns. Abramo. Una lotta d’uomini soltanto! Le tavole si alzano e si abbassano sotto di noi. 06058
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EERO: Wie die Orgelpedalen; und Tuomas’ Hacken schrammen über die Diele wie ein grober Rißpflug. Rico., Come i pedali dell’organo, e le scarpe di Maso scavano il pavimento come un grosso aratro. 06059
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AAPO: Ja, die streicheln sich auch nicht gerade mit Samtpfötchen. Donnerwetter! wenn dieser Kampf draußen auf dem Felsen stattfände, dann schlügen die Absatzeisen Funken. Abramo. Non si accarezzano davvero con ditini da lattante. Diavolo! Se lottassero così sul monte, i loro tacchi ferrati farebbero sprizzare scintille dalla roccia. 06060
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06061
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EERO: Richtige goldne Sterne flögen in den Wald, und dann gäbs ein lustiges Lauffeuer. — Aber Tuomas steht immer noch. Rico. Delle vere stelle d’oro volerebbero nel bosco, e alimenterebbero un gaio incendio. Ma Maso tien sempre duro. 06061
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TUOMAS: Hast du nun genug gezerrt? Maso. Mi hai già tirato abbastanza? 06062
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JUHANI: Wirf du! Gianni. A te. 06063
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06064
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TUOMAS: Wills versuchen. Aber gib acht, wie sich jetzt die Diele dreht. Abramo. Mi provo. Ma guarda come gira il pavimento ora. 06064
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EERO: Denk dran, denk dran, Juho! — Rico. Attento, attento, Gianni! 06065
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AAPO: Das war ein Wurf! Abramo. Questo era un colpo. 06066
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EERO: Das war ein Krach wie mit nem Holzhammer, wie ein Schlag von nem Feuerkeil des Himmels. Rico. È stato un tiro come « un colpo di maglio », come uno scoppio del « martello infuocato del cielo ». 06067
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TIMO: Und Juhani liegt da wie ein Maltersack. Timoteo. E Gianni è steso là come un sacco di malto. 06068
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EERO: O weh, Jussi-Jungchen. Rico. O Giannino! 06069
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TIMO: So nannte er sich immer als kleiner Junge. Timoteo. Si è sempre chiamato bambino da sè. 06070
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AAPO: Man muß aber wissen, wie man einen Mann umwirft. Denk dran, Tuomas: der Mensch ist kein Eisen, sondern nur Fleisch und Bein. Abramo. Bisogna però sapere come si abbatte uno. Maso, ricordati ; il corpo dell’uomo non è di ferro, ma di carne e d’ossa. 06071
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TIMO: Ja, wenn er auch Hosen anhat. Timoteo. Sì, anche se porta i pantaloni. 06072
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TUOMAS: Hab ich dir wehgetan? Maso. Ti ho fatto male? 06073
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06074
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JUHANI: Klimmer dich um dich selber. Gianni. Bada per te. 06074
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TUOMAS: Steh auf. Maso. Lèvati. 06075
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JUHANI: Das werd ich schon tun, und dann zeig ich dir, was Männerkraft beim Wippstock heißt. Bei dem Spiel zeigt sichs, was Kraft ist. Gianni. Mi levo e ti mostrerò la mia forza alla lotta col bastone, che è in quella che si misurano le proprie forze. 06076
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TUOMAS: Eero, hol die Schürstange dort aus der Ecke. — Hier, Juhani. Maso. Rico, porta il randello da quell’angolo. Ecco, Gianni. 06077
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JUHANI: Hier bin ich. Und nun Hintertatze an Hintertatze und die Krallen um die Forke. Gianni. Eccomi. E ora piede contro piede e le unghie intorno al randello. 06078
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AAPO: Und wenn ich juchhe! schreie, zieht ihr an, aber zerren gilt nicht. Die Stange über die Zehen, genau über die Zehen und keinen Zoll vor oder zurück. —Jetzt, juchhe! Abramo. Quando grido, tirate, ma senza scosse, il randello sopra le dita dei piedi, proprio sopra le dita, ma non un pollice più in là o più in qua. Via, ragazzi! 06079
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TIMO: Juho hebt sich, daß es nur so schwuppt. Timoteo. Gianni si leva come una piuma. 06080
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AAPO: Da gibts keine Gnade. Abramo. Non c’è da aver compassione. 06081
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JUHANI: Zapf mir etwas Bier, Timo. Gianni. Va’ a prendere della birra, Timoteo. 06082
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TIMO: Du hinkst ja, Bruder. Timoteo. Zoppichi, fratello. 06083
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JUHANI: Bier gezapft, verfluchter Bengel! Hörst du nicht? Gleich gibts was hinter die Ohren. Gianni. Va’ a prendere la birra, maledetto orsacchiotto! Mi senti? o vuoi un ceffone? 06084
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TUOMAS: Habe ich dir den Fuß geschunden? Maso. Ti ho fatto male al piede? 06085
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JUHANI: Was kümmert dich das? Sieh nach deinen eigenen Pfoten. Was liegt mir daran, wenn mir das Eisen vom Stiefel losgeht! Beim Ringen ists ja abgefallen wie eine Rübenscheibe. Aber kümmer dich um dich. Es scheint, du gewinnst im Ringen und mit dem Wippstock; aber komm, wir wollen uns rangeln. Gianni. Di che cosa t’immischi? Occupati delle tue zampe. È colpa mia se mi è andato via il tacco della scarpa? Se n’è andato nella lotta come un pezzo di rapa. Ma bada per te. Sembra che tu mi abbia vinto alla lotta e al bastone, ma vieni a batterti. 06086
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AAPO: Rangelei gehört nicht hierher. Abramo. Ma che battersi ora. 06087
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JUHANI: Gewiß, wenn wir nur wollen. Gianni. Certo, se vogliamo noi. 06088
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TUOMAS: Ich will nicht. Maso. Io non voglio. 06089
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JUHANI: Weil du keinen Mut hast. Gianni. Non hai coraggio. 06090
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AAPO: Ringen tut man nur zum Spaß. Abramo. Si lotta solo per gioco. 06091
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SIMEONI: Ja, zum Spaß, aus dem oft Schlägerei und Totschlag wird. Simeone. Conosco questo gioco da cui nasce spesso la rissa e l’assassinio. 06092
Bottom
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JUHANI: Gut, Tuomas hat meinetwegen gewonnen, aber kein andrer kriegt hier den Juhani unter. Das schwöre ich, und das zeige ich am einen wie am ändern durch die ganze Kompanie. — Einen Kampf, Aapo! Hält dein Gurt? Hält er? Gianni. Maso mi ha vinto, ma nessun altro qui può piegare Gianni. Lo giuro e lo proverò a tutta la compagnia, uomo per uomo. Un colpettino, Abramo! Regge la tua cintura? Regge? 06093
Bottom
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AAPO: Immer gleich wild ohne den geringsten Grund! Geduld, Geduld, und laß uns anständig ringen! Abramo. Ecco che ti arrabbi senza il menomo motivo. Pazienza, pazienza, e lottiamo da gente come si deve. 06094
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06095
Top
JUHANI: Blitz und Hagel! Gianni. Fulmini e tuoni! 06095
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06096
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AAPO: Geduld, sag ich. — So, nun wirf! Abramo. Pazienza, dico io. Ecco, ora dài. 06096
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06097
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EERO: Der Juho tanzt Polka wie geschmiert; wenn er auch hinkt. Rico. Gianni, balla la polka come un ragazzo, benché zoppichi. 06097
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JUHANI: Was meinst du jetzt, Bruder Aapo? Gianni. Che dici ora, fratello Abramo? 06098
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06099
Top
AAPO: Daß ich unter dir liege. Abramo. Che ti sto sotto. 06099
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06100
Top
JUHANI: Nun kommst du an die Reihe, Simeoni! Gianni. Ora tocca a te, Simeone. 06100
Bottom
06101
Top
SIMEONI: Nicht für tausend Taler entweihe ich das hohe Fest. Simeone. Nemmeno per cento ristalleri, sciuperei la bella festa. 06101
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Top
JUHANI: Respekt vor dem Weihnachtsfest! Aber bei diesem unschuldigen Ringen, wo unser Geist fröhlich und unser Herz rein ist, wird wirklich nichts entweiht. Nur mal probiert, Simeoni! Gianni. Si faccia onore alla festa di Natale! Non c’è alcun delitto in questa lotta innocente in cui il nostro spirito è contento e il nostro cuore puro. Una sola prova, Simeone! 06102
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SIMEONI: Was versuchst du mich? Simeone. Perchè mi tenti? 06103
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JUHANI: Einen Kampf! Gianni. Un solo assalto! 06104
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06105
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SIMEONI: Du Satanas! Simeone. Satana! 06105
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AAPO: Laß ihn in Frieden, Juhani, laß ihn! Abramo. Lascialo in pace, Gianni, lascialo in pace! 06106
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Top
JUHANI: Wir können doch mal probieren. Siehst du, so, das geht mit einem Wuppdich! Gianni. Possiamo provare, guarda, un solo assalto. 06107
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SIMEONI: In die Hölle mit dir, arger Geist! Ich gebe zu, daß du gewinnst. Simeone. Va’ aH’inferno, spirito maligno! Confesso che hai vinto. 06108
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TUOMAS: Das glaub ich erst, wenn ichs sehe. Ich denke, auch Simeonis Muskeln sind nicht gerade aus Kalbfleisch. Maso. Lo crederò solo quando lo vedrò. Non credo che i muscoli di Simeone siano di carne di vitella. 06109
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JUHANI: Drum soll er versuchen. Da wird sichs ja zeigen, ob sie aus Kalbfleisch oder aus schwarzem faserigem Bärenfleisch sind. Gianni. Però venga a provare. Allora si vedrà se sono di vitella o di carne d’orso nera e coriacea. 06110
Bottom
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AAPO: Laß ihn gehn, und trete ein anderer Mann vor, der mehr Lust hat, sich zu messen. Timo, alter Kämpe! Abramo. Lascialo stare e venga fuori un altro campione più volonteroso di lottare. Timoteo, tu che sei sempre stato forte! 06111
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06112
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JUHANI: Magst du? Gianni. Che ne dici? 06112
Bottom
06113
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AAPO: Kopf hoch, Timo! Bist doch sonst kein Murmeltier. Abramo. Avanti, Timoteo! Tu non ti sei mai perduto d’animo. 06113
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TUOMAS: Nein, sondern immer forsch, immer wie bei sich zuhause. Ich vergesse auch nicht die Hiebe, die er in der sonderbaren Prügelei mit den Burschen von Toukola ausgeteilt hat. Da kriegte er zuerst unversehens einen gehörigen Schlag auf den Hirnkasten. Aber ohne sich groß darüber aufzuregen, drehte er sich ruhig um, riß seinem Mann die Stange aus der Faust, schlug ihm damit auf das Schäldeldach — und die Stange war in Stücke. Die Stange war in Stücke, daß es pfiff, und der Mann plumpste wie ein leerer Sack auf die Erde! Das machte der Jukola-Timo. Und ich weiß, daß er noch seinen Mann steht. Maso. Mai, anzi sempre vigoroso e come a casa sua. Non ho mai dimenticato le botte che menò nella rumorosa rissa con quelli di Toukola. Incassò da principio un colpo sulla chiorba perchè non ci badava; ma, senza dargli troppa importanza, si girò, strappò il bastone dal pugno dell’avversario e lo colpì di rimando sul cranio e il bastone si ruppe; si ruppe con fracasso e l’uomo si afflosciò in terra come un sacco vuoto. Così fece Timoteo di Jukola. E io so che è ancora capace di tener testa all’avversario. 06114
Bottom
06115
Top
TIMO: Komm her, Junge. Timoteo. Vieni, ragazzo. 06115
Bottom
06116
Top
JUHANI: Das hab ich mir gerade gewünscht. Aber laß mich nur auch erst richtig einhaken. Jetzt fertig. Gianni. È proprio quel che cerco. Ma lascia che anch’io ti tenga sodo. Ora son pronto. 06116
Bottom
06117
Top
AAPO: Timo hat den ersten. Abramo. Il primo sia Timoteo. 06117
Bottom
06118
Top
JUHANI: Gut. Da kann ich mich ein bißchen verpusten. Gianni. Va bene. Potrò respirare un poco. 06118
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06119
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TIMO: Siehst du, so! Timoteo. Qua. 06119
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06120
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JUHANI: Oho, Kleiner! Gianni. Ehi, ragazzino! 06120
Bottom
06121
Top
TUOMAS: Ein ganz famoser Ruck, Timo, du braver Timo. Aber kannst dus noch besser? Maso. Questo è un bel colpo, Timoteo, bravo Timoteo! Ma puoi fare anche di meglio? 06121
Bottom
06122
Top
JUHANI: So leicht geht unsereiner nicht. Gianni. Non mi si spaccia con questo (Detto di chi si vanta. Frase in uso nel paese dell’Autore.). 06122
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06123
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TUOMAS: Kannst dus noch besser, Timo? Maso. Timoteo, puoi fare di meglio? 06123
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06124
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TIMO: Wollen sehen. Was meinst du zu diesem? Timoteo. Può essere. Chi è che dice questo? 06124
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06125
Top
JUHANI: »So leicht geht unsereiner nicht«, sprach der Bettler von Hyvämäki. Gianni. « Non mi si spaccia con questo », disse il mendicante di I Iyvänmäki. 06125
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06126
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AAPO: Noch einmal, Timo. Abramo. Ancora una volta, Timoteo. 06126
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06127
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TUOMAS: Kannst dus noch besser? Maso. Puoi fare anche di meglio? 06127
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TIMO: Wollen sehen. — Vielleicht so einer? Timoteo. Può essere. E questo? 06128
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JUHANI: »So leicht geht unsereiner nicht«, sprach der Bettler von Hyvämäki. Gianni. « Non mi si spaccia con questo », disse il mendicante di Hyvänmäki. 06129
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06130
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TUOMAS: Nun, das war ein Ruck, der saß. Maso. Ma è stato uno strattone quello che si è sentito. 06130
Bottom
06131
Top
EERO: Keine Not, nur ein ganz klein bißchen und ganz unschuldig hat Juhanis Stimme gebebt. Rico. Niente di pericoloso, soltanto la voce di Gianni ha un po’ tremato e proprio innocentemente. 06131
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JUHANI: Ich stehe noch. Gianni. Sono ancora ben solido. 06132
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06133
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TUOMAS: Noch einmal, Timo. Maso. Ancora una volta, Timoteo. 06133
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TIMO: Versuchen wirs, versuchen wirs. Timoteo. Proviamo, proviamo. 06134
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JUHANI: Stopp-stopp-stopp! Meine Hose rutscht! Gianni. Alt! Mi cadono le brache! 06135
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06136
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TIMO: »Aber itzt, sprach Kaitaranta.« Timoteo. « E ora, disse Kaitaranta ». 06136
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06137
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JUHANI: Meine Hose rutscht! Hörst du nicht? Gianni. Mi cadono le brache, intendi ? 06137
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TIMO: Siehst du, so, Brüderchen. Timoteo. Ecco, fratello mio. 06138
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AAPO: Liegt da Juhani wieder und küßt die Diele? Abramo. Gianni è di nuovo steso là a baciare il pavimento? 06139
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EERO: Und schnauft wie ein Bulle, ’s ist nur gut, daß er sich nun »ein bißchen verpusten kann«. Rico. E sbuffa come un torello. Ma meno male « che ha il tempo di respirare un po’ ». 06140
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TIMO: Da liegt der Kerl unter mir wie ein nasser Latschen. Timoteo. Sta sotto di me come una pantofola bagnata. 06141
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TUOMAS: Ja, aber seine Hose hat ihm einen Streich gespielt. Maso. I pantaloni gli hanno fatto un brutto tiro. 06142
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AAPO: Der Wahrheit die Ehre, so ists. Die eigne Hose war gegen ihren Herrn und ging zu Timo über. Abramo. Sia detto in nome della verità. I pantaloni di Gianni si sono rivoltati al loro padrone e hanno fatto alleanza con Timoteo. 06143
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EERO: So ists. Drum weg mit allen Hosen und von frischem ans Werk! Rico. Sì, la cosa sta così. Però via i pantaloni e ricominciate il gioco. 06144
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SIMEONI: Halt den Schnabel, du Wiesenknarre! Ich gebe dir sonst eins drauf. Hast du noch nicht genug von diesem höllischen Spiel? Simeone. Chiudi il becco, francolino! Altrimenti ti dò un nocchino. Non ne hai ancora abbastanza di questo gioco infernale? 06145
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EERO: Na, dann laß es sich zu nem himmlischen Spiel verwandeln. Hosen und Hemden weg, und dann ringt wie Engel auf den Gefilden des Paradieses. Rico. Allora trasformiamolo in gioco celeste. Via le brache e le camicie, e lottate come due angeli sui prati del paradiso. 06146
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06147
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TUOMAS: Warum sitzt du ihm denn im Nacken, Timo? Maso. Perchè gli siedi sul collo, Timoteo? 06147
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06148
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TIMO: Wenn ich jetzt ein Holzscheit hätte, verwalkte ich ihm das Hinterviertel, daß es klatschte. Timoteo. Se avessi un bastone glielo darei sulle chiappe da fargliele rimbombare. 06148
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06149
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AAPO: Weshalb denn? Dies ist ein Ringkampf und keine Schlägerei. Abramo. Perchè? Questa è una lotta, non una zuffa. 06149
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06150
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EERO: Timo ist wohl ärgerlich? Rico. Che è in collera Timoteo? 06150
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TIMO: Durchaus nicht, durchaus nicht, aber ich sage: wenn ich jetzt ein Holzscheit oder einen runden Knüttel hätte, verwalkte ich ihm den Hintern, daß es klatschte. Timoteo. Affatto, affatto, ma, dico, se avessi un bastone o un randello, glielo darei sulle chiappe da fargliele rimbombare. 06151
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TUOMAS: Laß ihn auf. Maso. Lascia che si rialzi. 06152
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TIMO: Steh auf, du Gottesgeschöpf. Timoteo. Alzati, creatura di Dio. 06153
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JUHANI: Wohl, ich stehe auf, und, weißt du, habe ich erst meine Hose fest, dann ist wieder an dir die Reihe, dich zu krümmen, und anders als ich eben. Ich armer Kerl bin ja nur durch Pech unter dich geraten, das du so flink zu deinem Vorteil benutzt hast, du Stiefelknecht! Du Hundsfott! Gianni. Mi alzo, ma sappi che, quando mi sarò stretto i pantaloni, toccherà a te di nuovo di stare disteso e un po’ diversamente di poco fa. Io, povero ragazzo, sono stato vinto per una disgrazia di cui tu hai tratto profitto così prontamente, brutto svergognato di un lustrascarpe! 06154
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06155
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AAPO: Nur nicht böse werden! Ich weiß, daß er von dem Malör mit deiner Hose kaum was gemerkt hat, ehe der Wurf getan war. Den hat der arme Junge in der Hitze des Gefechts getan. Abramo. Non t’arrabbiare! Io so che lui si è appena accorto dell’incidente dei tuoi pantaloni prima di fare il suo colpo. L’ha fatto nel calore della lotta, povero ragazzo. 06155
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JUHANI: Freilich wußte ers, der Hornochse. Ihr sitzt mir ja aber alle wie Raben im Nacken. Er hätte nichts davon gewußt! Habe ich nicht so laut wie ein Steuermann geschrien: stopp-stopp! meine Hose rutscht! Aber er hat sich nicht daran gekehrt, sondern wie eine Katze mit Krallen und Zähnen gezerrt. Schockschwerenot! Ich will dich lehren, noch mal anderer Leute rutschende Hosen zu deinem Vorteil zu gebrauchen, ich will dich lehren. Gianni. Lo sapeva benissimo questo. Ma siete tutti come corvi contro di me. Non lo sapeva! Non ho forse urlato come un ossesso con tutta la mia voce: «alt, mi cadono i pantaloni»? Ma lui non se n’è dato per inteso, ha lottato con le unghie e coi denti come un gatto. Per mille diavoli! Ti voglio insegnare io, d’ora innanzi, ad approfittarti dei miei pantaloni a organetto, ti voglio insegnare. 06156
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TIMO: Das hab ich nur in der Hitze des Gefechts getan, ich armer Kerl. Abramo. L’ha fatto nel calore della lotta, povero ragazzo. 06157
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JUHANI: Ich will dich lehren; laß mich nur erst meine Hose hochziehen und meinen Schmachtriemen wie einen festgekeilten Tonnenreifen umschnallen. Gianni. Ti voglio insegnare io, quando mi sarò tirato su i pantaloni e stretto la cintura come un cerchio di botte. 06158
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TIMO: Ich gebe keine Pfifferling um die Ringerei. Wenn ich mal gewonnen habe, habe ich gewonnen, da gibts kein Mucksen. Was haben überhaupt die Hosen dabei zu tun? Beim Ringen ringt der Mann und nicht die Hose oder die Beinwickeln oder die Schneegamaschen. Timoteo. Io me ne infischio della lotta; quando ho vinto una volta, ho vinto, e non c’è nè da dirci nè da ripeterci. Che c’entrano qui i pantaloni? Nella lotta è l’uomo che combatte, non i pantaloni, le ghette o le uose per la neve. 06159
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06160
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JUHANI: Los! Die Faust wieder an den Hosenbund und Brust an Brust! Schockschwerenot! Gianni. Le mani alla cintura di nuovo e petto contro petto! Per mille diavoli! 06160
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TIMO: Soll ich noch mal die Kinderei mit ihm anfangen? Timoteo. Devo ricominciare ancora una volta questo gioco puerile con lui? 06161
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EERO: Was ist da zu fragen? Los, du Gottesgeschöpf, los, wenn du darfst. Rico. Che domanda? Vacci, creatura di Dio, vacci, se puoi. 06162
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06163
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SIMEONI: Tus nicht, sag ich dir. Simeone. Non andare, dico io. 06163
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EERO: Tus nicht, wenn du bangst und bebst. Rico. Non andare, se hai paura e tremi. 06164
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JUHANI: Da hilft kein Gebange und Gebebe, sondern nur ein neuer Wettkampf, und eben in dieser heiligen Stunde. Gianni. Non c’è paura o tremito che tenga; deve fare una nuova lotta, e proprio in questo sacrosanto momento. 06165
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EERO: Hab Erbarmen mit ihm, Juhani, hab Erbarmen! Rico. Abbi pietà di lui, Gianni, abbi pietà! 06166
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TIMO: Weshalb? Weshalb denn, Eero? Meinetwegen also noch einen Wuppdich oder auch zwei. Allong! Timoteo. Perchè? Rico, perchè? Un assalto ancora o due, via! 06167
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JUHANI: So, Bursche! Gianni. Qui, ragazzo. 06168
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TUOMAS: Artig,Juho! Maso. Per benino, Gianni! 06169
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AAPO: Artig! Das ist ja, als kämpften zwei hungrige Habichte. Abramo. Per benino! Lottano come due falchi affamati. 06170
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SIMEONI: Schlägerei, regelrechte Schlägerei! Simeone. È una zuffa, una zuffa e nient’altro. 06171
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AAPO: Vernünftig, Juhani! Abramo. Giudizio, Gianni! 06172
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SIMEONI: Oh, ihr Ungeheuer, oh, ihr Ungeheuer! Simeone. Mostri, mostri che siete. 06173
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EERO: Zerquetsch deinen Bruder nicht! Rico. Non tritare tuo fratello! 06174
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SIMEONI: Aha, aha! Da wird auch Eeros Nase blaß Das sind nun die Fische, nach denen du geangelt hast. Simeone. Ah, ah! impallidisce già anche Rico. Ecco i pesci che hai pescato. 06175
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TUOMAS: Juhani! Maso. Gianni. 06176
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SIMEONI: Das Haus fällt ja zusammen, ihr Bestien, ihr Heiden! Simeone. La casa crolla già, belve indiavolate! 06177
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JUHANI: »Wott, Junge, sagen die Russen.« Na, weshalb liegst du nun da und glotzt zur Decke hinauf? Gianni. « Vott (Vott = « Guarda », in russo.), ragazzo », dice il Russo! ora perchè sei steso là e sbirci il soffitto? 06178
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TIMO: Heute gewinnst du, aber laß die Zeit nur noch etwas machen, dann wirst du alt und wächst in die Erde, ich aber werde groß und kräftig. Timoteo. Ora mi hai vinto, ma dà tempo al tempo, tu invecchi e diventi più piccolo, io invece cresco e mi rinforzo. 06179
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JUHANI: Einmal zerfällt und vergeht die ganze Welt, geschweige der arme sündige Mensch! Die Zeit macht uns alle gleich, Bruder. Steh aber auf, kipp einen Schluck Bier in die Kehle und gib zu, daß du doch ein paar Lot Kraft weniger im Leibe hast als ich. Gianni. Anche il mondo un giorno finirà per disgregarsi, e tanto più un povero peccatore. Il tempo eguaglia tutti noi, fratellino. Ma alzati e tracanna nella strozza un bicchierone di birra e riconosci che hai un paio di oncie di forze meno di me. 06180
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06181
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TIMO: Das haben wir gesehen. Ich habe ja platt unter dir gelegen, und du über mir wie ein zottiger Bär. Timoteo. S’è visto. Ero steso a pancia all’insù sotto di te e tu sopra come un orso ben pasciuto. 06181
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JUHANI: »Wohl bekomms dir, du Ringelschwanz, der Schluck aus Kiikka-Heikkis Kanne!« — Ich bin also in der Herde von Jukola der Zweite, was die Kraft angeht. Lauri und Eero haben freilich noch nicht geprobt. Sie wissen aber, daß sie bei einem Versuch mit mir die Engel im Himmel pfeifen hören, und Simeoni hat sich selber für schwächer erklärt. Aber mit dem kleinen Finger runterzukriegen ist keiner von den Jukolabrüdern, dafür stehe ich. Da könnten sogar fünfzig Burschen aus Toukola herkommen, Faust gegen Faust. Fünf Doppelscheffel Roggen trage ich auf dem Nacken, und Tuomas noch etwas mehr; fünf Doppelscheffel, wenn mir nur einer das Gewicht auf den Rücken legt. Gianni. Bevi, alla salute! Sono dunque il secondo del gregge di Jukola, quanto a forza. Renzo e Rico non hanno ancora provato ma sanno che gli verrebbero le vertigini se provassero, e Simeone ha riconosciuto da sè di essere più debole di me. Ma nessuno dei fratelli di Jukola è un minuzzolo, lo garantisco io. Vengano anche cinquanta di quelli di Toukola pugno contro pugno. Io posso portare cinquanta barili sulla schiena e Maso anche un po’ più. Cinquanta barili, se qualcuno soltanto me li mette sulla schiena. 06182
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TUOMAS: Ich möcht aber doch gern mal sehen, wie Lauri und Eero richtig mit aller Kraft ringen. Maso. Ma vorrei vedere Renzo e Rico lottare con tutte le loro forze. 06183
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AAPO: Das wäre wirklich sehenswert: der eine ernst und still wie Tauwetter im Winter, der andre klein wie ein Zwerg, aber wie ein Blitz so flink und scharf. Los! dann kämpfen da ein Wiesel und ein Hasenmännchen. Ich vergleiche dich nicht etwa wegen der Feigheit mit einem Hasen — dazu hab ich keinen Grund —, auch nicht wegen deiner Beweglichkeit, denn Lauri läuft wie der Hackemann des Schmiedes Könni — dessen Beine und Hacke ein pfiffiges Uhrwerk im Leibe trieb —, sondern es würde für mich eben wie der Ringkampf zwischen einem Wiesel und einem stolzen Hasenmännchen aussehen. Abramo. Certo sarebbe qualcosa degno di essere veduto. Uno grave e calmo come il disgelo in inverno, l’altro piccolo come un pigmeo, ma vivace e pronto come il lampo. Via, e combatteranno l’ermellino e la lepre. Non ti paragono alla lepre per la timidezza, non ne ho motivo, nè per la rapidità, che Renzo cammina come l’erpicatore meccanico dell’orologiaio Könni, le cui gambe e il cui erpice si muovevano per mezzo di un ingegnoso movimento d’orologeria nascosto nel ventre; ma questa lotta mi farebbe l’effetto di un combattimento fra un ermellino e un superbo coniglio. 06184
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06185
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JUHANI: Einen Wuppdich, Jungens, einen Wuppdich oder Kreuzgriff! Gianni. Un assalto, ragazzi, un assalto o una lotta incrociata! 06185
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LAURI: Was ist denn mit Eero anzufangen? Er macht nie einen anständigen Wurf, zappelt einem immer nur wie eine Katze zwischen den Beinen, krallt und klammert sich einem so verflixt in die Weichen, daß einem die Puste ausgeht. So hat ers gemacht, als wir vorigen Sommer auf der Aroniitty-Wiese rangen. Und wer da gewann, wer drunter kam, das »könnt der schlauste Richter nicht entscheiden«. Wozu soll ich also wieder mit ihm anfangen? Renzo. Come, lottare con Rico? Non è capace di fare un assalto a modo: sgattaiola fra le gambe, ti graffia, ti preme i fianchi come un ossesso, che appena puoi tirare il fiato. Così ha fatto quando l’autunno passato, abbiamo lottato sui prati di Aro. E chi abbia vinto, chi sia rimasto di sotto nessuno potrebbe saperlo. Cosa dovrei fare dunque io con questo merlo? 06186
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06187
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EERO: Ich war nicht um ein Haar stärker als du. Glaube mir das, wenn du willst. Rico. Non ero più forte di te di un capello. Credilo, se lo vuoi credere. 06187
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LAURI: Das glaube ich, weil ich weiß, daß du schwächer bist. Renzo. Lo credo, perchè so che sei più debole di me. 06188
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JUHANI: Das mag ein ehrlicher Ringkampf zeigen. Gianni. Lo proverà una lotta leale. 06189
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LAURI: Wozu soll ich wieder mit ihm anfangen? Renzo. Cosa dovrei fare io con questo merlo? 06190
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SIMEONI: Machen wir, daß wir schlafen gehn, ihr Wilden. Simeone. Andiamo a letto, piuttosto, pazzi! 06191
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JUHANI: Nächte gibts viele im Jahr, aber Weihnachten ist nur einmal im Jahr, und darum wollen wir jetzt lustig sein. Freu dich, du Weihnachtshaus, rundum freu dich, du Land Israel! In dieser Nacht, zu dieser Stunde ist ein großes Wunder geschehn in der Stadt Babylon. Freuen wollen wir uns! — Was sollen wir spielen? Weihnachtsbraten essen? Schwein stochern? Schuster stoßen? oder was? Gianni. Le notti sono molte, ma il Natale c’è una volta sola all’anno e perciò ora divertiamoci. Rallègrati, casa di Natale, rallè-grati, terra d’Israele! Stanotte, in questo momento, è accaduto un gran miracolo nella città di Babilonia, Rallegriamoci! A che gioco vogliamo giocare? A «mosca cieca» o a «colpire il maiale» o a « battere il calzolaio » ? 06192
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06193
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SIMEONI: So! Noch herumtollen wie wilde Buben! Scher dich weg! Simeone. Macché, ancora queste scemenze, come dei ragazzi sfrenati? Via! 06193
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JUHANI: Das Leben eines Junggesellen ist ein Tanz. Nicht wahr, Timo? Gianni. La vita di un giovane celibe è un ballo. Vero, Timoteo? 06194
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TIMO: Hihihi! Timoteo. Ih, ih, ih! 06195
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JUHANI: Nicht wahr? Gianni. Vero? 06196
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TIMO: So was ists ja wohl. Timoteo. Certo è così. 06197
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EERO: Ganz recht, lieber Jussi. Rico. Proprio, così, « Caro Gianni ». 06198
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JUHANI: Sprach der Fuchs zum Hasen. Richtig! Das ist kein übles Leben. Lustig ists mitunter und hebt einem die Fersen. — Laßt uns einen Russischen tanzen; das ist mein Meisterstück. Paßt auf! Gianni. Disse la volpe alla lepre. Bene! La vita insomma è passibile e di quando in quando è anche divertente e fa alzare un po’ i talloni. Balliamo alla russa; io son maestro in questo. Guardate! 06199
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06200
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AAPO: Unser Bier wird doch nicht schwindlig machen? Abramo. Che la birra gli sia andata alla testa? 06200
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06201
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JUHANI: Gieß dir nur drei Kannen hinter die Binde, vielleicht merkst du dann einen kleinen Schwung im Oberstübchen. — Aber sing, Eero, während Jussi-Jungchen tanzt. Stimm an! Gianni. Versatene nella strozza tre gotti e sentirai un po’ di confusione nella chiorba. Ma canta, Rico, mentre Giannino balla. Intona qualcosa! 06201
Bottom
06202
Top
EERO: Was solls denn sein? Rico. Di che genere lo volete? 06202
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06203
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JUHANI: Das ist einerlei, wenns nur donnert und kracht. Stimm an, Junge; schrei, daß sich die Bodenbalken heben. Sing, Hornochse. Sing, während ich tanze und Sprünge mache wie ein Hammel, bis unters Dach hinauf springe. Gianni. È lo stesso, purché faccia chiasso. Intona, ragazzo, grida da far alzare le tavole dell’impiantito. Canta, torello, canta mentre io ballo, salto come un montone, salto fino al soffitto. Canta! 06203
Bottom
06204
Top
EERO: Ich wills versuchen: Rico. Proverò. 06204
Bottom
06205
Top
Freuet euch und jubiliert,
’s ist ja Weihnachtsabend,
in den Kufen,
Kannen, Humpen
schäumt das Bier
erlabend.

Auf dem Markt von Anjanpelto
Bier und Schnaps wir saufen.
Für den Preis nes schwarzen Ochsen
Brautgeschenk’ wir kaufen,
kaufen, ja kaufen;
für den Preis nes schwarzen Ochsen
Brautgeschenk’ wir kaufen.

Jussi, Pussi, Jukolas Jussi!
Rallegratevi e gioite
Or Natale è sopraggiunto :
Bacinelle sono empite,
Un boccale vi si è aggiunto
Pien di birra spumeggiante,
Dalla botte giù calante.

Birra, birra ed acquavite.
La si compra sul mercato;
Vale quanto un bove nero,
Vale quanto un bue screziato,
Se qualcuno è fidanzato,
Un regalo ci ha comprato
Un regalo per la sposa,
E sul tavolo si posa.

Giovannino, sacchettino! Gianni di Jukola!
06205
Bottom
06223
Top
AAPO: Still, Eero, reiz ihn nicht! Abramo. Silenzio, Rico, non lo far arrabbiare. 06224
Bottom
06224
Top
JUHANI: Sing nur drauflos, ich ärgre mich nicht. Sing drauflos, daß ich nicht ohne Musik zu tanzen brauche. Gianni. Continua a cantare; non mi arrabbierò, continua a cantare, altrimenti dovrò ballare senza musica. 06225
Bottom
06225
Top
EERO: Rico. 06226
Bottom
06226
Top
Jussi, Pussi, Jukolas Jussi!
Jussi, Jassi, Mehl am Schnäuzchen,
stöbert in dem Ferkelkoben ...
Giannino, sacchettino, Giannino di Jukola!
Giannino... muso di farina
Spazzatore del porcile.
06227
Bottom
06231
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TIMO: Hihihi! Ach, was für verrücktes Zeug du singst! Timoteo. Ih, ih, ih! Che sciocchezze canti. 06232
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JUHANI: Sing nur drauf los, sing drauflos. Ich ärgre mich nicht. Gianni. Continua a cantare, continua. Non mi arrabbierò. 06233
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EERO: Rico. 06234
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06234
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Jussi, Jassi, Mehl am Schnäuzchen!
Spolvera nel porcile, riscalda il trogolo
06235
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Ich singe und schnippe mit den Fingern dazu. Io canterò e farò schioccare insieme le dita. 06238
Bottom
06238
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Stöbert in dem Ferkelkoben,
wärmt den Saustall, kehrt den Boden!
Jussi, Jassi, Jukolas Jussi!

Iita ging zum Strande,
kritzelte im Sande,
wie ihr Liebster hieß,
wie ihr Liebster hieß.

Als ich Feinsliebchens Stimme hörte, —
sah sie da zum erstenmal,
war ich wie im siebenten
Himmel, in der Serafimen Saal;
war ich wie im siebenten Himmel,
in der Serafimen Saal.

Jussi, Jassi, Jukolas Jussi!

Denkst du dran, Maija,
wie Erdbeeren wir aßen,
wie kosend wir saßen?
Frallarallala!
Erdbeeren wir aßen,
und kosend wir saßen.
Frallarallala!

Jussi, Jassi, Jukolas Jussi!

Sollst mir, mein armer Aato,
Jussi nicht schelten,
Jussi ist dick und stark,
kann dirs vergelten.
Juho sitzt im Stocke,
ißt nen Bug vom Bocke.
Hier steckt ein jeder
im gleichen Sündenrocke.
Frallarallala!

»Vilukselan Vitka
Ja Viuvalan Pispa,
Syvän-ojan Sonni
Ja Sylvinän Jalli!
Ralla ralla laa!
Syvän-ojan Sonni
Ja Sylvinän Jalli!»
Ralla ralla laa!


Weh mir, ich wilder Bube,
was ist mit mir geschehn!
nen Hof hab ich zu Hause
und muß in Eisen gehn,
nen Hof hab ich zu Hause
und muß in Eisen gehn.
Giannino, sacchettino,
Giannino di Jukola.

Ida andò sopra la sponda,
Scrisse sulla sabbia fonda,
Scrisse il nome del suo caro,
Che nel mondo non ha paro.

Quando la sua voce ho udito
E la vidi il primo giorno,
Mi pareva il paradiso
E di aver gli angeli intorno,
Quando la sua voce ho udito.
Giannino, sacchettino, Giannino di Jukola.

Ci ripensi tu, Maria,
Quando fragole mangiammo
E felici ci abbracciammo.
Ci ripensi tu, Maria?
Traila ralla laa!
Quando fragole mangiammo
E felici ci abbracciammo.
E felici ci abbracciammo.
Traila ralla laa!

Adolfino poveraccio,
Non sgridare a Giovannino:
Tanta forza è nel suo braccio
È in prigione poverino
Mangia spalle di montone
Tutti quanti quaggiù siamo
Tutti dello stesso prezzo.
Traila ralla laa!

Freddoloso, che va lento
Ed il vescovo Viuvala
Toro del fosso profondo
Ed Jalli di Sylvinä.
Tralla ralla laa!
Toro del fosso profondo
Ed Jalli di Sylvinä.
Tralla ralla laa!

Poveretto, disgraziato,
Cosa sono diventato!
C’è una casa tutta mia
Ed io son tra le catene :
Son padron di fattoria
E qui vivo tra le pene
Una casa ho fabbricato
E qui vivo incatenato.
06239
Bottom
06293
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JUHANI: Gut so! gut! Die Eisen drücken ja hier nicht. Sing drauflos! Gianni. Così, così! Qui almeno i ferri non pesano. Continua a cantare. 06292
Bottom
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EERO: Rico. 06293
Bottom
06295
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Jussi, Pussi,JukolasJussi!
Jussi, Jassi, Mehl am Schnäuzchen,
stöbert in dem Ferkelkoben,
wärmt den Saustall, kehrt den Boden!
Jussi, Pussi, Jukolas Jussi!
Giannino, sacchettino! Gianni di Jukola
Giannino!... bocca di farina
Spazzatore del porcile,
Riscalda trogolo!
Giannino! sacchettino! Gianni di Jukola.
06294
Bottom
06302
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Nun, nicht genug? Non ti basta ancora? 06301
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06303
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JUHANI: Mehr! Wie auf Karja-Mattis Hochzeit will ich tanzen. Mehr! mehr! — Karja-Mattis Hochzeit! Gianni. Ancora. Si balla come alle nozze di Matteo del bestiame! Ancora! Le nozze di Matteo del bestiame! 06302
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06304
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SIMEONI: Sogar der Hahn kreischt schon furchtbar liber solch gottloses Treiben und Spektakeln. Simeone. Anche il gallo spaventato strepita contro questo empio chiasso. 06303
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JUHANI: Halts Maul, Hahn, und laß dein Kikeriki. Gianni. Chiudi il becco, gallo, e smettila coi tuoi cò, cò, cò. 06304
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TUOMAS: Nun laß es genug sein, Juhani! Maso. Basta, Gianni. 06305
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AAPO: Dieser Türkentanz nimmt dir ja den Atem weg- Abramo. Questa danza turca ti leva il fiato. 06306
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JUHANI: Dies ist ein Russischer. Nicht wahr, Eero? Gianni. Questa è russa, non è così, Rico? 06307
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06309
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EERO: Dies ist ein Jussischer. Rico. È gianninesca. 06308
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JUHANI: Meinetwegen, und nun noch so zehn, zwanzig Hopser von diesem Jussischen. Gianni. Sia pure, ma facciamo ancora quattro salti di danza gianninesca. 06309
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SIMEONI: Du bist rasend, Mensch! Simeone. Pazzo! 06310
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TIMO: So! so! Juchhe, Juchhe! Na, hol dich der Henker! Timoteo. Guarda guarda, ih, ih, ih! che ossesso! 06311
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JUHANI: Aus dem Weg! sonst stampf ich dich zu Matsch wie das Kosakenpferd den besoffenen Marktbengel. Juchhe! Gianni. Via di qui, altrimenti ti spappolo come fece il cavallo del cosacco col girovago ubriaco. Ih! 06312
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AAPO: Sein Ledergurt schnappt ja dahinten wie besessen. Wie der prallt; prallt nach oben, prallt nach unten und peitscht ihm bald den Buckel und bald den Podex. Ach du! Abramo. La correggia gli balla dietro come invasata. Salta su, salta giù, gli batte ora la schiena ora le natiche. Oh, te! 06313
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06315
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JUHANI: Lalla la la! Das war ein Tollen! Hehe! — Zum zweitenmal in meinem Leben hab ich heut das Tanzbein geschwungen. Das erstemal wars auf Karja-Mattis Hochzeit, wo es an Damens nur drei alte Weiber gab, an Männern aber eine ganze Bande. Aber da braute uns Matti ein paar Tassen bittern Kaffeepunsch, und da mußten wir eben ran und die Dielenbohlen stampfen, wir Kerls miteinander. Ja, da seufzte die sündige Erde unter uns! Die armen Weiber waren froh, als sie aus der Hölle raus waren, wir hätten sie auch in Fetzen getanzt. Ei, der Deibel! — Aber nun runter mit den Kleidern bis aufs Hemd, und auf die Pritsche hinauf. Die Augen machen wir ja wohl noch nicht gleich zu, drum wollen wir uns beim brausenden Bierkübel und beim leuchtenden Kienspan dort auf der warmen Pritsche fröhliche Sagen und Geschichten erzählen. Gianni. Traila, laa, laa! Che pazzia! Eh, eh! Per la seconda volta ho ballato a sazietà. La prima accadde alle nozze di Matteo del bestiame alle quali di donne c’erano solo tre vecchie, e un branco di uomini. Ecco che quando Matteo ci ebbe preparato due tazze di ardente ponce al caffè non ci restò altro che metterci a pestare le tavole dell’impiantito, fra uomini, e la terra peccaminosa gemeva sotto di noi. Le povere vecchie ringraziarono il loro Dio di poter scappare da tutto quel pasticcio, chè noi, ballando, le avremmo fatte a brandelli. Diavolo! Ma ora spogliamoci fino alla camicia e saliamo nel soppalco. Non chiudiamo ancora gli occhi, ma, accanto al bugliolo della birra schiumante e alla luce della torcia incatramata, raccontiamo allegre leggende e storie, nel caldo soppalco. 06314
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Sie zogen sich aus, füllten den Kübel noch einmal mit Bier und stiegen zusammen auf die Pritsche. Da lagerten sie sich, nur mit dem Kittel bekleidet, in der brütenden Hitze auf den Strohbündeln. Fleißig machte der schäumende Kübel von Mann zu Mann die Runde, und im Spalt eines Wandbalkens strahlte die goldene Flamme des Föhrenholzspans. Plötzlich aber blitzte in Juhanis Hirn ein Gedanke auf, und seinem Munde entfuhren die Worte, die schließlich ein schweres Unglück im Gefolge hatten. Si spogliarono, riempirono il bugliolo di birra un’altra volta e salirono insieme sul soppalco. Là tutti con la loro camicia corta, sedevano sul giaciglio di paglia fra il caldo vapore. Il bugliolo schiumante passava continuamente dall’uno all’altro e la fiamma dorata della torcia di pino, fissata in una fessura della parete, spandeva la sua luce. Ma nella testa di Gianni sorse un’idea e dalla sua bocca uscirono parole che cagionarono poi una tremenda disgrazia. 06315
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JUHANI: Wir braten uns ja hier wie Dunstwürste im Ofenstroh, und Wärme geben uns die heißen Steine des Herdes. Eero, gieß doch eine Kanne Bier drauf, so wissen wir, wie der Dampf aus Gerstensaft schmeckt. Gianni. Qui ci arrostiamo come salsiccioni sulla paglia della stufa, e le pietre bollenti del camino ci riscaldano. Rico, versa un gotto di birra sulla stufa che sentiamo il gusto del vapore dell’orzo. 06316
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TUOMAS: Was für ein blödsinniger Streich! Maso. Che idea pazza sarebbe questa? 06317
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JUHANI: Ein kecker Streich. Gieß zu. Gianni. Un’idea magnifica. Versa. 06318
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EERO: Ich gehorche meinem Vorgesetzten. Rico. Io ubbidisco al mio capo. 06319
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JUHANI: Ein paar Kannen Bier auf den Ofen! Gianni. Un paio di gotti di birra sul fornello. 06320
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TUOMAS: Keinen Tropfen! Hör ich das geringste Zischen, dann Gnade dem, der es verursacht hat! Maso. Nemmeno una goccia! Se sento il minimo sibilo, guai a chi l’avrà causato. 06321
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AAPO: Wir wollen doch das treffliche Getränk nicht so verschwenden. Abramo. Non dissipiamo questa eccellente bevanda. 06322
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TIMO: Wir habens nicht so dick, daß wir uns Bierdampfbäder leisten könnten, durchaus nicht, durchaus nicht. Timoteo. Non abbiamo i mezzi di fare il bagno con vapori di birra : per niente, per niente. 06323
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JUHANI: Mal ausprobieren wär aber zu lustig. Gianni. Sarebbe però bello provare. 06324
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TUOMAS: Ich verbiete es strengstens. Maso. Lo proibisco assolutamente. 06325
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JUHANI: Mal ausprobieren wär aber zu lustig. — Der Sieg im Ringen hat ja Tuomas gehörig den Kamm geschwellt, nun glaubt er wohl, nach seinem Sinn in diesem Haus schalten zu können. Denk aber dran, daß die bittre Galle, wenn sie richtig anschwillt, einem Siebenmännerkraft gibt. Einerlei, meine Augen haben noch lange keine Lust, sich auf dich zu richten. Gianni. Sarebbe però bello provare. La vittoria nella lotta di dianzi ha fatto alzar la cresta a Maso e ora lui crede di comandare in questa casa a modo suo. Ricordati però che l’amara bile, se si gonfia, dà all’individuo la forza di sette uomini, nella lotta. Comunque i miei occhi non hanno ancora voglia di farti la guardia. 06326
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SIMEONI: Früchte des Ringkampfs, Früchte des Ring-kampfs alles! Simeone. Frutti della lotta, tutti frutti della lotta! 06327
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JUHANI: Laß es platschen, Eero! Ich verantworte die Sache und stehe dir bei. Gianni. Falla scoppiettare, Rico. Ne rispondo io e ti difenderò. 06328
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EERO: Es ist der Befehl des Vorgesetzten, und ich muß gehorchen. Sonst hab ich noch in dieser Weihnachts-nacht den Laufpaß in der Tasche. Rico. Ordine del capo e io devo ubbidire, altrimenti mi buscherò il passaporto della lepre, proprio la notte di Natale. 06329
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Da erfüllte Eero, die Zähne aufeinanderbeißend und die Lippen zu einem verschmitzten Grinsen verziehend, eilig Juhanis Wunsch, und alsbald vernahm man ein Geplätscher auf dem Ofen und gleich danach ein heftiges Brausen. Wutschnaubend fuhr nun Tuomas auf und stürzte auf Eero zu; aber sofort stand Juhani seinem jüngsten Bruder zur Seite. Daraus entwickelte sich eine allgemeine Balgerei, in deren stürmischem Verlauf der brennende Kienspan von der Pritsche auf die Diele geschleudert wurde. Dort entzündete er, ohne daß die Brüder es merkten, bald die Strohbündel zu einem munteren Feuer. Wie sich der Ring auf der Wasserfläche gleichmäßig und rasch nach allen Seiten ausdehnte, so erweiterte sich der helle Feuerkreis auf der Diele. Immer höher erhob er sich und drang schon nach dem Pritschenboden vor, als die Bewohner des Hauses plötzlich die Gefahr bemerkten. Aber zu spät wurde sie bemerkt, um mehr als das eigne Leben und die Tiere zu retten, die sich in dem Raum befanden. Weithin schon wogten die Flammen, und groß war die Not und das Durcheinander. Alle eilten nach der Tür, die aufprallte und durch die die Männer, die Hunde, der Kater und der Hahn unter furchtbarem Grölen alle fast auf einmal hinausstürzten. Es sah aus, als spie sie die Hütte aus dem qualmenden Rachen auf die schneebedeckte Erde, wo sie nun, um die Wette hustend, standen. Zuletzt aber trat Lauri heraus, am Halfter Valko hinter sich herziehend, der sonst gewiß ein Opfer des Brandes geworden wäre. Schon zwängte sich das rasende Feuer durch die kleinen Fensterlöcher und schließlich durch Tür und Dach hinaus. Im Schoß der Flamme zitterte die festgefügte Kate am Impivaara. Draußen im Schnee aber stand seine Mannschaft ohne Obdach. Es war ja auch die Köhlerhütte, ihre erste Zufluchtstätte in dieser Gegend, bis auf den Grund zerfallen, und der Speicher dort war so undicht gebaut wie ein Elsternest. Da standen die Bruder herum, und ihr einziger Schutz gegen die Winde und die Kälte war das kurze Hemd aus Wergleinen. Nicht einmal Mutzen hatten sie, um sich den Kopf zu bedecken, noch Birkenrindenschuhe für ihre Füße aus der Gewalt des Feuers zu retten vermocht. Übriggeblieben waren von den ganzen Gerätschaften nur die Flinten und Ranzen, die vor dem Bad in das Vorratshaus gebracht worden waren. — Im Schnee aber standen die Brüder, alle mit dem Rucken zum prasselnden Feuer, und hoben und wärmten bald den rechten, bald den linken Fuß; und rot wurden die Fuße gebäht von Schnee und Feuer, wie Gänsefüße rot. Allora Rico, stringendo i denti e facendo il muso con un sorriso furbo, eseguì prontamente la volontà di Gianni e ben presto si udì nella stufa uno sfrigolio e subito dopo un rumore sordo. Allora Maso si alzò furioso e si slanciò su Rico, ma anche Gianni corse a difendere il fratello minore. Si scatenò una rissa generale e, nel trambusto, la torcia ardente fu gettata dal soppalco sul pavimento; ben presto, a insaputa dei fratelli, dette fuoco alla paglia. Come un cerchio, sulla superficie dell’acqua, si propaga eguale e rapido da tutte le parti, così l’ardente cerchio di fuoco si allargò sul pavimento. La fiamma salì sempre più in alto e lambiva già il pavimento del soppalco prima che gli inquilini della casa si accorgessero del pericolo che correvano. Ma se n’accorsero troppo tardi, per poter salvare qualcos’altro all’infuori della propria vita e di quella delle bestie che si trovavano nella casa. Le fiamme ondeggiavano in tutte le direzioni e l’angoscia e la confusione erano enormi. Tutti corsero verso la porta e, apertala, si slanciarono fuori, quasi a un tempo e con un baccano indiavolato, uomini, cani, gatto e gallo. Pareva come se la casa li avesse vomitati dalla sua gola col fumo, sulla terra nevosa dove essi ora stavano tossendo a gara. Ultimo uscì Renzo, conducendo per le briglie Valko che altrimenti sarebbe rimasto senza dubbio vittima dell’incendio. Il fuoco usciva già con violenza dalle piccole aperture delle finestre e finalmente anche dalla porta e dal tetto. La massiccia casa di Impivaara ondeggiava già in seno alle fiamme e nel suolo nevoso stavano indifesi i suoi abitanti. Anche la capanna del carbonaio, loro prima dimora di quella contrada, era già rasa al suolo e la dispensa era stata costruita con la consistenza di un nido di gazze. I fratelli si trascinavano sulla neve e il loro solo riparo contro il vento e il gelo era una corta camicia di ghinea. Non avevano potuto salvare dalla furia dell’incendio nè i berretti per coprirsi il capo nè le babbucce di betulla per i piedi. Dei primitivi oggetti della casa restavano solo i fucili e le bisacce, che avevano messi nel granaio prima di fare il bagno. Stavano essi sulla neve, il dorso rivolto all’ardore dell’incendio, alzando e riscaldando ora il piede destro ora il sinistro e i loro piedi, esposti alla neve e al fuoco, rosseggiavano come le zampe palmate delle oche. 06330
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Sie genossen die letzte Wohltat, die ihre Hütte ihnen noch erwies, genossen die Wärme des Biwakfeuers; und gewaltig flammte ihr Feuer. Mächtig stieg die Lohe auf, überallhin strahlte der flackernde Schein, und die flechtenbärtigen Fichten auf dem Rücken des Berges lächelten hold, wie wenn die Morgenröte sich nahte. Aus dem Haufen der Kienstubben erhob sich der Qualm dick und pechschwarz zu den Wolken und rollte geballt unter dem Himmelsdach hin. Auf der Halde aber und ringshin strahlte der Flammenschein, herrschte lichter Tag inmitten der Winternacht, und die Vögel schauten von den beschneiten Zweigen der Bäume befremdet auf die wunderliche Erscheinung, während die festgebaute Hütte am Impivaara zu Kohle und Asche wurde. Aber aufgebracht und bekümmert standen die Brüder, sich in den Haaren krauend, umher, standen alle mit dem Rücken gegen das Feuer und hoben abwechselnd die Sohlen ihrer Füße gegen die wärmende Glut. Allmählich jedoch legte sich das Balkenfeuer, schließlich sank es zusammen, und mit vielen tausend knisternden Funken erfüllte sich die nächtliche Luft. Entsetzt bemerkten da die Brüder, daß der Himmel sich zu lichten begann und der Wind von Süden nach Norden drehte. Statt Tauwetter sollte Kälte eintreten. Essi si godevano l’ultimo benefìcio che ancora dava loro la casa, si godevano il calore del braciere e violento era il loro fuoco. Le fiamme si levavano possenti nell’aria, la luce ondeggiante splendeva in tutte le direzioni e gli abeti barbuti, sulla vetta dei monti, sorridevano dolcemente come al sopraggiungere della rosea aurora. Dal cumulo di ceppi incatramati, si alzava sino alle nuvole un fumo spesso e nero come la pece e roteava turbinando sotto la volta del cielo. Sulla prateria e i suoi dintorni dominava la luce di un giorno rosseggiante nel cuore della notte invernale e gli uccelli, impauriti dallo strano spettacolo, guardavano fissamente giù dai rami nevosi, mentre la solida casa di Impivaara si carbonizzava e s’inceneriva. I fratelli, tentennando la testa dalla rabbia e dalla disperazione, stavano tutti intorno seduti con la schiena rivolta al fuoco e alzavano a turno le piante dei piedi verso il calore. A poco a poco però la loro catasta ardente si attenuò, crollò in tizzoni e l’aria della notte si riempì di migliaia di scintille crepitanti. I fratelli notarono allora con terrore che il cielo cominciava a schiarirsi e il vento girava da sud a nord; dal disgelo si passava al freddo. 06331
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AAPO: Aus dem Feuer haben wir uns gerettet, um ein Opfer der Kälte zu werden. Seht da: der Himmel klärt sich auf, und kalt weht es schon von Norden her. Bruder, wir sind in großer Gefahr. Abramo. Ci siamo salvati dal fuoco per esser vittime del gelo. Guardate. Il cielo si schiarisce e viene il freddo dal nord. Fratelli, siamo in un pericolo tremendo. 06332
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JUHANI: Schockschwerenot! Wer hat das fertiggebracht? Gianni. Maledizione e morte! Chi è il responsabile di tutto questo ? 06333
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TUOMAS: Wer? Du Halunke, das fragst du noch? Es wäre recht, wenn ich dich jetzt in die feurige Asche stürzte und dich drin briete. Maso. Chip Hai la faccia tosta ancora di chiederlo? Per far bene, dovrei gettarti ad arrostire nella cenere bollente. 06334
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JUHANI: Ein Tuomas tut das niemals, niemals. Aber verflucht sei, der diese höllische Nacht über uns gebr-acht hat. Gianni. Giammai potrà far ciò un solo Maso, giammai. Ma, maledetto sia colui, che ci ha dato questa notte d’inferno! 06335
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TUOMAS: Er verflucht sich selber. Maso. Maledice se stesso. 06336
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JUHANI: Verflucht sei er, nämlich Tuomas aus Jukola. Gianni. Maledetto sia colui, cioè Maso di Jukola. 06337
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TUOMAS: Sag das noch einmal. Maso. Dillo un’altra volta. 06338
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JUHANI: Tuomas Juhanis Sohn aus Jukola ist an all diesem schuld. Gianni. Maso di Jukola, figlio di Giovanni, è la causa di tutto ciò. 06339
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AAPO: Tuomas! Abramo. Maso! 06340
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SIMEONI: Juhani! Simeone. Gianni! 06341
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LAURI: Ruhe! Renzo. Silenzio! 06342
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TIMO: Jetzt schlagt ihr euch nicht, ihr Lümmel, das macht ihr nicht! Ja, ja, jetzt nur artig und sich brüderlich gewärmt. Timoteo. Ora non vi batterete, scellerati! Ora bisogna essere saggi e scaldarsi fraternamente. 06343
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SIMEONI: Ihr Gottlosen! Simeone. Empi! 06344
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AAPO: Fort mit Zorn und Streit, wo uns der jämmerlichste Tod droht. Abramo. Ira e questioni via, ora che ci minaccia lugubre la morte. 06345
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TUOMAS: Wer ist der Schuldige, wer ist der Schuldige? Maso. Chi è il colpevole, chi è il colpevole? 06346
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JUHANI: Ich bin unschuldig. Gianni. Io sono innocente. 06347
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TUOMAS: Unschuldig? Potz Blitz! ich freß dich lebendig auf! Maso. Innocente! Tuoni e fulmini! Ti mangerei vivo! 06348
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AAPO: Artig, artig! Abramo. Calma, calma! 06349
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SIMEONI: Um Gottes willen artig! Simeone. In nome di Dio, calma! 06350
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AAPO: Schuldlos oder schuldig, das können wir jetzt nicht entscheiden, wo Eile unsre einzige Rettung ist. Unsere Hütte liegt in Asche, und fast nackt stehen wir im Schnee. Was nützt uns wohl dieser Fetzen Hemd? Aber gut, daß die Flinten und Schießvorräte dort im Speicher geblieben sind; denn Waffen werden wir jetzt brauchen. Vom Teerimäki hört man schon die Wölfe heulen. Abramo. Innocente o colpevole, lasciamo andare ora, chè la fretta è la nostra sola salvezza. La nostra casa è in cenere e noi siamo quasi nudi sulla neve gelata. Cosa mi fa questo pezzo di camicia di ghinea? Bene comunque che là, nel granaio, ci siano restati i fucili e le munizioni; ora avremo gran bisogno di armi. La voce urlante dei lupi risuona da Teerimäki. 06351
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TUOMAS: Was sollen wir also anfangen! Maso. Che facciamo dunque? 06352
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AAPO: Ich weiß keinen ändern Rat, als daß wir in aller Eile auf Jukola zulaufen, laufen, um dem bleichen Tod zu entgehn. Zwei können immer auf Valko reiten, die ändern müssen hinterherrennen. So wirds gehn: abwechselnd reiten und laufen. Dank unserm Pferd wird es uns möglich, nicht den ganzen Weg im Schnee zu waten, und mit Gottes Hilfe retten wir uns vielleicht noch. Abramo. Non vedo altro mezzo che affrettarci verso Jukola, affrettarci per sfuggire alla pallida morte. Due soltanto possono cavalcare Valko e gli altri seguiranno correndo. Facciamo così; si corre a turno e a turno si va a cavallo. Grazie al nostro cavallo, facciamo a meno di pestare la neve gelata per tutta la strada e, con l’aiuto di Dio, forse ci salveremo ancora. ' „ 06353
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JUHANI: Aber unsre Füße sind ja mürbe wie gebackene Rüben, ehe wir in der Stube von Jukola vor dem wärmenden Ofenfeuer stehen. Gianni. Ma i nostri piedi saranno come rape arrostite prima di stare nella stanza di Jukola davanti a un bel fuoco di ceppi. 06354
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SIMEONI: Es ist aber unsre einzige Hoffnung. Und deshalb schnell fort. Der Wind bläst schon schärfer, und am Himmelsrand wirds klar. Schnell fort! Simeone. È la nostra sola speranza. Però spicciamoci. Il vento cresce già e la volta del cielo si scopre! Spicciamoci! 06355
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EERO: Der Tod kommt über uns! Rico. È venuta la nostra ora! 06356
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JUHANI: Soweit sind nun die sieben Jungen von Jukola! Gianni. Ecco i sette ragazzi di Jukola. 06357
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SIMEONI: Furchtbar ist unsre Not, aber mächtig ist Gott in der Höhe. Laßt uns eilen! Simeone. La nostra condizione è terribile, Ma il Signore del cielo è potente. Spicciamoci! 06358
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TUOMAS: Flinten und Ranzen aus dem Speicher geholt! Maso. Fuori dal granaio i fucili e le bisacce! 06359
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JUHANI: Eine entsetzliche Nacht! Hier droht uns krachende Kälte, dort die hungrigen, heulenden Wölfe. Gianni. Notte spaventosa! Da una parte ci minaccia il freddo sferzante, dall’altra i lupi famelici e urlanti. 06360
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TIMO: In Gefahr sind wir, Valko ebenso wie wir selber. Timoteo. Siamo in pericolo Valko e noi. 06361
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JUHANI: Wir in noch größerer. Ein nackter Mann soll im Winter ein sehr begehrter Braten für den Wolf sein. Gianni. Ma noi ancora di più. Un uomo nudo, ho sentito dire, è un arrostino delizioso per il lupo, d’inverno. 06362
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TIMO: Und Mann und Schwein sollen gleich gut schmecken, und bekanntlich ist das Schwein im Winter Isegrims Lieblingsgericht. Eine ganz verzwickte Geschichte das, das ist nicht zu leugnen. Timoteo. L’uomo e il porco, dicono, hanno lo stesso gusto, e si sa che il porco, d’inverno, è il cibo preferito per il lupo. Siamo in cattive acque, non si può negare. 06363
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JUHANI: Was sollen wir tun? Gianni. Che facciamo? 06364
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AAPO: Nach Jukola wie Zauberpfeile durch die Nacht, bevor die Kälte grimmiger wird und uns das Blut in den Adern erstarrt. Nach Jukola über den krachenden Teerimäki! Gegen die Wölfe haben wir Waffen, aber nicht gegen den reifbärtigen König Frost. Abramo. Corriamo a Jukola, come le frecce magiche attraverso la notte, prima che il freddo infierisca e ci sferzi il sangue da farcelo congelare. Via, verso Jukola attraverso i boschi scricchiolanti di Teerimäki. Contro i lupi abbiamo armi, ma non contro Re Bar-bagelata. 06365
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TUOMAS: Hier sind die Flinten und die Ranzen. Nun die Gewehre geschultert und die Ranzen aufgepackt, alle Mann, und zwei setzen sich aufs Pferd. Wir ändern stapfen, was wir können, hinterdrein. Aber macht schnell, um unsrer unsterblichen Seelen willen macht schnell! Maso. Ecco i fucili e le bisacce. Ognuno metta il fucile a tracolla e il sacco in ispalla; e due vadano a cavallo, noialtri sgambettiamo dietro come possiamo. Ma spicciamoci, spicciamoci, per le nostre anime immortali! 06366
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JUHANI: Im Norden wirds klar, und die Sterne blinken! Hei ho! Aber nun schnell! Gianni. Il nord si schiarisce e le stelle brillano. Ih, ah! Ma spicciamoci! 06367
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AAPO: Morgen holen wir die Vorräte und Werkzeuge, die uns das Feuer gelassen hat; morgen kommen wir zurück und sorgen auch für den Kater und den Hahn. Diese Nacht werden sies hier bei dem glühenden Aschenhaufen aushalten. Aber Killi und Kiiski gehen als treue Gefährten mit uns auf die Reise. — Wo sind sie denn? Abramo. Domani prenderemo di qui le provviste e gli oggetti che ci ha lasciato l’incendio; domani verremo a salvare anche il gatto e il gallo. Questa notte la passeranno qui vicino ai detriti caldi. Ma Killi e Kiiski ci accompagneranno nel viaggio come fedeli compagni. Dove sono? 06368
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TUOMAS: Nirgends zu sehen. — Still, horcht! Maso. Non li vedo. Silenzio! Stiamo a sentire. 06369
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EERO: Die sind schon weit weg. Horch, da bellen sie hinterm Berg. Rico. Sono già andati lontano di qui, si sentono i loro latrati dietro i monti. 06370
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TUOMAS: Sie sind hinter einem Luchs her, und wahrscheinlich ist der hier nahe am Haus vorbeigekommen und hat die Hunde auf seine Spur gebracht. Aber laßt sie jagen, soviel sie wollen. Wir müssen sie jetzt vergessen und uns auf den schweren Weg machen. Maso. Cacciano una lince che forse è passata vicina alla nostra casa, lasciando loro le sue tracce. Ma caccino quanto vogliono; ora dobbiamo dimenticarci di loro e affrettarci al nostro viaggio diffìcile. 06371
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JUHANI: Meinetwegen! Denn Leben und Tod haben sich gegenseitig wie zwei Bären in ihrer Schwarte festgebissen. Gianni. Andiamo! Qui la vita e la morte si sono prese l’un l’altra per la cotenna come due orsi. 06372
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AAPO: Jetzt mit allen Kräften auf! Abramo. Ora, via, con tutte le forze! 06373
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JUHANI: Sielumme ja ruumiimme kaikki voimat aina ytimeen asti! Gianni. Con tutte le forze delle nostre anime e dei nostri corpi, fino al midollo! 06374
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TUOMAS: Muistain että uhkaa meitä surkein kuolema. Maso. Pensando che una morte dolorosa ci minaccia. 06375
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JUHANI: Kahtialta uhkaa meitä musta kuolema. Hii, haa! nyt nokka jäässä taikka suolet maassa, ellei seiso poika hetken päästä liukkailla oljilla valkean valossa. Yksi näistä kolmesta on tapahtuva tunnin päästä. Mutta eihän auta huikailemaan tässä, ei ensinkään, vaan purren hammasta nyt halkaisen vaikka jäävuoret, peninkulmien paksut. Gianni. Da ogni parte ci minaccia la nera morte. Ih, ah! ora avrò il naso gelato e le budella in terra se non sto presto davanti al fuoco sulla paglia lucente. Una di queste tre cose succederà in un’ora. Ma non serve a niente di prendersela qui; stringo i denti da fendere una montagna di ghiaccio dello spessore di una lega. 06376
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SIMEONI: Koettakaamme Herran nimessä ja avulla. Simeone. Proviamo nel nome e nell’aiuto di Dio. 06377
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JUHANI: Hänen avullansa. Mitähän voi täällä omasta voimastansa vaimosta syntynyt mies? Mutta olkaamme hyvässä turvassa. Gianni. Col suo aiuto. Perchè cosa vale qui un uomo nato di donna (Giobbe, 14, 1.) con le sue proprie forze? Ma siamo in buone mani (Giovanni, 16, 33.). 06378
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EERO: Lähtekäämme ilman yhtään siekailusta enään! Rico. Partiamo senza indugio. 06379
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JUHANI: Ja ilman yhtään pelkoa! Mennään nyt! Gianni. E senza paura! Andiamo! 06380
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TUOMAS: Alle bereit. Setzt euch aufs Pferd, Eero und Simeoni, und reitet auf Jukola zu. Aber so, daß wir unserm Gaul immer auf den Fersen bleiben, solange wir im Schnee hinter euch herrennen. Maso. Tutti pronti. Montate a cavallo, Rico e Simeone, e trottate verso Jukola, ma in modo che restiamo sempre vicino agli zoccoli della nostra rozza noi che vi correremo dietro nella neve. 06381
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So machten sie sich auf: nackt, nur mit dem wergleinenen Hemd bekleidet und jeder mit einem Ranzen auf dem Rücken und einer Flinte auf der Schulter oder in der Hand. So machten sie sich auf den winterlichen, nächtlichen Weg, vor der Kälte fliehend, die aus den Sümpfen des Nordens über sie herfiel. Sie kam jedoch diesmal nicht mit ihrem furchtbarsten Gesicht, es stieg nicht das strengste Wetter herauf. Zwar entblößte sich mitunter die Stirn des Himmels, aber die segelnden Wolken verhüllten sie wieder, und mäßig nur wehte der Nord. Die Bruder waren ja auch mit der Kälte vertraut, in manchem krachenden Frost war ihr Fell hart geworden, und früher, als unbändige Buben, hatten sie sich oft lange Stunden mit bloßen Füßen in den Schneewehen getummelt. Aber unheimlich, entsetzlich unheimlich kam ihnen der Weg vom Impivaara nach Jukola jetzt doch vor. Heftig stürmten sie, Schauder im Herzen, vorwärts. Vorn auf Valko ritten Eero und Simeoni; die ändern folgten ihnen zu Fuß dicht auf den Fersen und stapften durch den Schnee des Bruchwalds, der ringsum aufstob. Auf der Impivaara-Halde aber saßen bei den glühenden Steinen des Ofens der Kater und der Hahn und blinzelten trübselig in das verkohlende Feuer. Così si misero in cammino: nudi, vestiti solo di una camicia di ghinea e ciascuno col suo sacco sul dorso e il fucile a tracolla o in mano. Così correvano nella notte e in pieno inverno, fuggendo il freddo che li sferzava dalle paludi del nord. Ma il freddo non era ancora venuto nel suo aspetto più terribile, e la temperatura non era delle più rigide, in questo momento. Veramente la fronte del cielo talvolta si scopriva, ma nubi veleggianti la coprivano di nuovo e la bora soffiava moderatamente. I fratelli erano abituati al freddo: la loro pelle si era indurita molte volte al gelo scricchiolante, e spesso quand’erano ragazzi sbarazzini, avevano pesticciato per lunghe ore, a piedi nudi, i monticelli di neve. Ma spaventosa, terribilmente spaventosa era ora, per loro, questa corsa da Impivaara a Jukola. Avanzavano in fretta, il terrore nel cuore. Davanti, sul dorso di Valko, cavalcavano Rico e Simeone, e gli altri stavano loro alle calcagna, pestando la neve della foresta che nella loro corsa si sollevava all’intorno. E sul prato di Impivaara intanto il gatto e il gallo stavano vicino al focolare ardente, guardando tristi il fuoco che si carbonizzava. 06382
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Auf das Dorf zu eilten die Brüder, sie ließen schon das Sompiomoor hinter sich und näherten sich dem Teerimäki, von dem immerfort das grausige Geheul der Wölfe herübertönte. In dem Fichtenschlag zwischen dem Moor und Seunala-Jaakkos alter Schwende vollzog sich der Reiterwechsel: Eero und Simeoni stiegen ab und zwei andre von den Brüdern nahmen flugs ihren Platz ein. Ohne Zögern setzten sie ihren Weg fort, stürmten über den Rücken der Heide, quer über den nach Viertola führenden Weg und von da durch den weiten, rauschenden Fichtenwald. Aber schließlich kam ihnen der felsige Teerimäki entgegen, und mit einem Schlag war das verworrene Geheul der Wölfe verstummt. Bald standen sie auf dem Scheitel des Hügels und ließen ihren Gaul verschnaufen; die Reiter stiegen wieder ab, und sofort kamen zwei andre an ihre Stelle. Noch standen sie auf dem schneebedeckten Fels. Der Nordwind wehte, das Firmament schimmerte wieder für einen Augenblick durch, und die Deichsel des Großen Wagens zeigte, daß Mitternacht vorüber war. I fratelli si affrettavano verso il villaggio, lasciandosi alle spalle la palude di Som pio, avvicinandosi a Teerimäki da cui si udiva l’urlo spaventoso dei lupi. Nella giovane abetina, fra la palude e la prateria di Giacobbe di Seunala, avvenne il cambio dei cavalieri. Rico e Simeone scesero e due altri fratelli presero il loro posto. Proseguirono senza fermarsi, corsero lungo il dorso della collina, tagliarono la via di Viertola e di là attraversarono un vasto pineto mormorante. Finalmente la collina rocciosa di Teerimäki era vicina e all’improvviso la voce tumultuosa dei lupi si tacque. Ben presto essi furono sulla cresta del monte e lasciarono prender fiato al cavallo; di nuovo i cavalieri scesero e subito altri due presero il loro posto. Stavano sulla roccia nevosa, la bora soffiava, la volta del cielo si schiarì di nuovo per un momento e il timone dell’orsa maggiore diceva che la mezzanotte era già passata. 06383
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Aber nach kurzer Rast eilten sie den glatten Bergweg weiter, und als er zu Ende war, traten sie in dunkles Fichtendickicht, und öde war die Natur um sie her. Blaß schaute der Mond hernieder, der Uhu klagte, und hier und dort stand tiefer im Bruch ein wunderliches Gespenst, einem mächtigen Waldbär ähnlich: die hochaufgerichteten bemoosten Wurzelstöcke umgestürzter Fichten. Reglos wie vereiste Spukgestalten starrten diese Bärenbilder die sonderbare Reisegesellschaft an, die flink an ihnen vorüberlief. So blickten sie, ohne sich zu rühren, hin; aber zwischen ihnen, rings um sie kam bald eine erschrek-kende Bewegung in den finstren Fichtenwald. Da schweiften die hungrigen Wölfe um die Brüder, näherten sich ihnen mehr und mehr. Bald vor oder hinter ihnen über den Weg huschend, bald auf beiden Seiten auftauchend, blitzten sie wilden Laufes zwischen den Fichten hervor. Gereizt, nach Blut dürstend, folgten sie den nächtlichen Flüchtlingen vom Impivaara; und es barsten krachend und knallend die trocknen Zweige der Fichtenwurzeln unter ihnen. Zitternd und schnaubend griff der scheuende Valko aus, und der Mann, der vorn saß, konnte seine Unrast kaum bezähmen. Aber immer zudringlicher wurde die Dreistigkeit der Wölfe. Keuchend strichen sie in ihrer Blutgier oft ganz nahe an den Männern vorüber. Und um sie abzuschrecken, ließen die Brüder dann und wann bald nach rechts, bald nach links ihre Buchsen knallen. Dadurch ließen sich die Bestien jedoch nicht allzuweit verscheuchen. Riposatisi un poco, si rimisero in marcia lungo la liscia via del monte e, quando questa fu finita, si trovarono in una buia abetina e la natura intorno a loro aveva un aspetto sepolcrale. La terra livida li guardava, le civette urlavano e qua e là, in fondo al bosco, sorgeva uno strano fantasma simile a un orso colossale : erano radici muschiose di abeti abbattuti sollevate in alto. Immobili come spettri gelati, queste imagini di orsi sbirciavano la bizzarra carovana che correva rapida davanti a loro. Essi guardavano immobili, ma fra di loro e intorno a loro, ben presto si manifestò un andirivieni spaventoso nella selvaggia abetina. I lupi famelici attorniavano i fratelli e si avvicinavano sempre più. Si vedevano correre selvaggiamente ora davanti, ora di dietro, saltando attraverso la strada, ora dai due lati della via, fra gli abeti. Irosi e sitibondi di sangue, seguivano i notturni fuggiaschi d’Impi-vaara; e i rami secchi delle radici degli abeti crepitavano e scoppiettavano nel rompersi. Il timido Valko correva tremando e sbuffando; così che l’uomo che cavalcava davanti poteva appena reggerlo nella sua corsa sfrenata. Ma l’audacia delle belve diveniva sempre più sfrontata; ansanti, assetate di sangue, volteggiavano spesso vicino agli uomini e allora i fratelli dj quando in quando scaricavano i loro fucili ora a destra e ora a sinistra. Ma le belve non si allontanavano. 06384
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Sie betraten die weite, durch Lauffeuer abgesengte Heide Kiljava, auf der sich hier und da ein vermorschter Föhrenstumpf erhob, Sitze von Habichten und Horneulen. Hier wurde die Wut der Wölfe schon erschreckend, und groß war die Gefahr für die Männer. Tuomas und Timo ritten. Die ändern aber, die zu Fuß hinterdrein kamen, machten plötzlich halt und feuerten fast zu gleicher Zeit eine tüchtige Salve zwischen ihre Verfolger, die davon auffuhren und jetzt eine Strecke weit zurückwichen. Wieder liefen die Männer stürmend vorwärts; aber es währte nicht lange, da prasselte das nachfolgende Rudel der Wölfe auch wieder dicht neben ihnen, und die Gefahr war größer als je zuvor. Da hielt Tuomas das Pferd an und sagte mit lauter Stimme: »Wer eine leere Flinte hat, der lade sie auf der Stelle! Wie Feuer und Schneegestöber muß es gehen!« So rief er, stieg ab und befahl Timo, das Pferd zu halten. Da standen die Brüder und luden und spürten in keinem Körperteil die Kälte. Auch die Bestien standen, fünfzig Schritte von den Männern entfernt, verschlangen sie unausgesetzt mit ihren gierigen Blicken und peitschten in ihrer Raserei mit dem Schwanz den Schnee. — Und von Wolken entblößt schimmerte das Himmelsgewölbe, von dem der helle Mond jetzt auf die Heide niederschaute. Raggiunsero la landa aperta di Kiljava, già devastata da un incendio, dove qua e là si ergeva un tronco di pino dissecato, sede di falchi e di gufi. Qui l’esasperazione dei lupi divenne anche più terribile e grande era il pericolo degli uomini. Cavalcavano allora Maso e Timoteo, e gli altri, che correvano loro dietro, si fermarono d’improvviso e quasi tutti insieme spararono a salve contro i loro persecutori che, spaventati, si tolsero dalla loro strada. Gli uomini corsero avanti ma non passò molto che il branco di lupi in agguato fece ressa di nuovo vicino a loro e il pericolo era grande come non mai. Allora Maso trattenne il cavallo e gridò a gran voce: «Chi ha il fucile scarico, lo ricarichi subito! E lo faccia in un lampo! ». Così gridando scese a terra, ordinando a Timoteo di tener Valko solidamente. I fratelli ristettero e caricarono i fucili, non sentendo il freddo nè ai piedi, nè alle membra. Si fermarono anche le belve a una cinquantina di passi dagli uomini, guardandoli avidamente e senza posa e agitando furiosi la coda. La volta del cielo, già sgombra di nubi, appariva e la chiara luna guardava in giù verso la landa. 06385
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TUOMAS: Sind die Büchsen geladen? Maso. Avete caricato i fucili? 06386
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AAPO: Ist geschehen. Was willst du tun? Abramo. Fatto. Cosa pensi? 06387
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JUHANI: Wieder alle auf einmal! Gianni. Si spara di nuovo tutti insieme! 06388
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TUOMAS: Nein, wenn euch unser Leben lieb ist. Immer muß bei einem eine Ladung im Rohr stecken, merkt euch das. Lauri, du hast ja die sicherste Hand und das schärfste Auge, tritt hierher neben mich. Maso. No, se avete cara la vita. Ci sia sempre il fucile di qual-< uno carico, ricordatevelo. Renzo, tu che hai la mano sicura e l’occhio più acuto, vieni accanto a me. 06389
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LAURI: Hier stehe ich. Was willst du? Renzo. Ci sono. Che vuoi? 06390
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TUOMAS: Ein ausgehungerter Wolf frißt auch seinen blutigen Bruder. Gelänge uns dieser Kniff jetzt, dann wäre es unsre Rettung. — Versuchen wirs. Den ersten rechts nehmen wir aufs Korn, Lauri, und drücken zu gleicher Zeit ab. Ihr ändern aber spart euer Feuer. Lauri, ziel jetzt scharf wie ein Adler und laß es blitzen, wenn ich sage: jetzt! Maso. Un lupo affamato mangia anche un suo fratello sanguinolento; se potessimo ora usare quest’espediente, saremmo salvi. Proviamo. Renzo, prendiamo di mira il primo a sinistra e spariamo insieme, voialtri risparmiate il fuoco. Renzo, mira con precisione come un’aquila e spara quando dirò: Via! 06391
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LAURI: Ich bin bereit. Renzo. Sono pronto. 06392
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TUOMAS: Jetzt! Maso. Via! 06393
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Da drückten beide im selben Augenblick ab, und eilig flohen die Wölfe auseinander. Doch blieb einer von ihnen am Platze, bemüht, auf allen vieren die ändern zu erreichen; aber nur langsam kam er vom Fleck. Vorwärts sprengten die Brüder wieder mit aller Kraft: zu Fuß liefen sechs von ihnen, nur Timo ritt voraus. Und so verging eine kleine Weile. Aber bald stockte die Flucht der Wölfe, sie kehrten um und hitzig stürmten sie hinter dem nächtlichen Zug her. Es sauste der wirbelnde Schnee, und es rauschte die offene Heide, als sie geschlossen daherstoben. Mit rasender Fahrt erreichten sie ihren in seinem Blut hinkriechenden Genossen, stürzten an ihm vorbei, drehten aber bald wieder um, als ihnen der verlokkende Blutgeruch in die Nüstern wehte. Sie schwenkten um ihn herum: die Schwänze flogen durch die Luft, der Schnee stürmte, und feurig funkelten in der Nacht ihre Augen vor wilder Gier. Da stürzten sie mit furchtbarem Zähnefletschen alle zusammen über ihren verwundeten Bruder, und ein schreckliches Lärmen und Keuchen drang nach der Heide hinüber; man hätte glauben können, daß die Säulen des Himmels einstürzten. Der Boden erhebte, und der Schnee verwandelte sich in einen scheußlichen Brei, als die bisherigen Freunde den Sohn des Ödwalds, dessen Blut Tuomas’ und Lauris scharfe Kugeln hatten fließen lassen, in Stücke zerrissen. Schweigen aber herrschte wieder auf der nächtlichen Heide. Nur unterdrücktes Schnaufen war zu hören, und die Knochen krachten, als die Bestien mit blutigen Schnauzen und blitzenden Augen ihr Opfer zerfetzten und verzehrten. Spararono entrambi nel medesimo batter d’occhio e i lupi fuggirono spaventati. Rimase però sul terreno uno di loro, sforzandosi di trascinarsi dietro agli altri, ma non potè andare avanti. Gli uomini correvano con tutte le loro forze; dietro i sei fratelli a piedi e davanti Timoteo solo a cavallo. Passò un momento e ben presto la fuga dei lupi si arrestò; tornarono sui loro passi correndo infuriati dietro la carovana notturna. La neve si sollevava turbinando all’intorno mentre essi si slanciavano in avanti correndo. Con rapidità fulminea raggiunsero il loro compagno che strisciava nel sangue, lo oltrepassarono, ma tornarono presto verso di lui, che l’odore allettante del sangue accarezzava loro le narici. Fecero un giro su se stessi, le code oscillarono, la neve si sollevò, i loro occhi sprizzavano fuoco nella notte per la selvaggia bramosia. Con orribili smorfie si slanciarono sul loro compagno ferito e sulla landa si levarono un fracasso e una confusione tremenda; si sarebbe creduto che le colonne del cielo crollassero. Il suolo tremò e la neve si cambiò in un guazzabuglio orribile, mentre gli antichi amici sbranavano il figlio della foresta, il cui sangue, le palle precise di Maso e Renzo, avevano fatto scorrere. Poi il silenzio regnò di nuovo sulla landa notturna. Si udivano soltanto dei gemiti flebili e uno scricchiolare d’ossa mentre le belve, coi musi insanguinati e gli occhi scintillanti, dibattendosi, divoravano la loro preda. 06394
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Schon fern von ihren entsetzlichen Feinden, zogen indessen die Brüder dahin. Und lieblich hatte in ihren Ohren das Mordgeheul der Wölfe auf der Heide geklungen; es war für sie die traute, gute Botschaft der Rettung. Es nahte die weite Wiese von Kuttila, um die sie herumbogen, und darauf lief ihr Weg über hügeliges Gelände weiter. Um Zeit zu gewinnen, beschlossen sie aber, die Wiese schnurstracks zu durchqueren. Alle zusammen rannten sie gegen den Zaun, dieser brach nieder, und Valko, der wieder zwei der Brüder trug, stieg hinüber und lief, von der kurzen Peitsche der Männer gejagt, über die glatte Fläche. Ohne Aufenthalt eilten die Brüder hinterher, die wieder durch den Schnee stampfen mußten. Quer über die Wiese ging die Winterstraße nach dem Kirchdorf, und Reisende mit drei Pferden und drei Schlitten fuhren gerade den Weg. Nicht schlecht erschraken die Pferde wie die Männer, als sie die Brüder von Norden herankommen sahen. Sie sahen im Mondschein sieben Männer im Hemd, mit Flinten auf der Schulter, mit ihrem Pferd daherstieben. Und sie glaubten, daß eine Schar böser Trolle aus den Höhlen des Impivaara über sie herfiele. Gewaltig war das Hasten und Lärmen auf der Wiese. Wie kollerig flogen die Pferde dahin, flogen bald nach rechts, bald nach links, und von den Männern schrie der eine, segnete sich der andre, fluchte ein dritter und schwor mit gellender Stimme. Die Brüder aber warfen kaum einen Blick auf den Tumult, wie rasend liefen sie unverwandt über die Wiese von Kuttila auf Jukola zu, und wie eine Rauchwolke teilte sich der Schnee vor ihnen. Jetzt kam der andre Zaun der Wiese, sie stürzten sich alle darauf, er brach krachend nieder, und bald zogen sie wieder auf dem hügeligen Weg entlang. I fratelli correvano già lontano dai loro tremendi nemici; il tumulto micidiale dei lupi a Kiljava aveva risuonato deliziosamente ai loro orecchi : era la soave e buona notizia della loro salvezza. Si avvicinavano all’ampia prateria di Kuttila intorno alla quale descrissero un arco per attraversare poi una contrada collinosa. Per guadagnar tempo, decisero di tagliare attraverso i prati e si slanciarono tutti insieme contro la siepe che cadde giù e Valko, con in groppa di nuovo due dei fratelli, passò la cinta abbattuta e galoppò, tocco dal frustino, lungo la superficie unita del prato. I fratelli, che dovevano di nuovo pestare la neve, correvano senza posa dietro di lui. Attraverso la prateria correva la via usata nell’inverno per andare al villaggio e dei viaggiatori con tre cavalli e tre slitte, che ci passavano in quel momento, si spaventarono terribilmente, tanto gli uomini che i cavalli, quando videro avvicinarsi i fratelli provenienti dal nord. Al chiaro di luna scorsero sette uomini in camicia, fucili a tracolla, che correvano in avanti ccn un cavallo. Credettero che una banda di orchi incolleriti corresse dalle grotte di Impivaara su di loro. Vi fu allora sul prato una confusione e un trambusto enormi. I cavalli dei viaggiatori impazziti corsero di qua e di là e, degli uomini, chi gridava, chi pregava, chi bestemmiava e urlava a perdifiato. Ma i fratelli, gettando appena uno sguardo su quella confusione, correvano all’impazzata verso Jukola, attraverso il prato di Kuttila, e la neve si fendeva davanti a loro come fumo. Arrivarono all’altra siepe della prateria, la gettarono giù; quella si abbattè con fracasso, e ben presto essi ripresero ad andare per la via della collina. 06395
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Unheimlich und grausig war ihnen aber diese Nacht. Sie griffen scharf aus, stoben keuchend wie der Wind dahin, und Verzweiflung starrte aus ihren leeren, stieren Blicken, die unausgesetzt auf ihr altes Heim Jukola geheftet waren. So stürmten sie, ohne ein Wort zu reden, immer vorwärts, und schnell entfloh unter ihnen das schneebedeckte Land. Aber schließlich, als sie die Pohjanpelto-Kuppe erreicht hatten, erblickten sie im blassen Mondlicht auf dem Abhang den Jukolahof, und fast auf einmal kams aus ihrem Mund: »Jukola, Jukola!« Nun eilten sie den Hügel hinab, setzten wie geflügelte Trolle mit langen Sprüngen über die Bachwiese, schwenkten den Hügel in die Höhe und standen an der Schwelle der verschlossenen Haustür. Zeit zum Anklopfen und Warten hatten sie keine, sie stießen mit aller Kraft gegen die Tür, und krachend und rasselnd flog die Vorhaustür auf. Mit Gepolter und Gestampf eilten sie aus dem Vorhaus in die Stube und wie ein Windstoß nach der Kohlenglut der Feuerstätte, von wo ihnen die köstliche Wärme entgegenatmete. Aber gewaltig entsetzte sich die schlaftrunkene Familie des Gerbers, denn sie glaubten, eine Bande Räuber sei bei ihnen eingebrochen. Quella notte fu per loro sinistra e spaventosa. Correvano follemente, correvano ansanti e la disperazione errava nei loro occhi impietriti, che essi aguzzavano senza posa verso l’antica dimora di Jukola. Così avanzavano senza parlare e la terra nevosa fuggiva rapida sotto di loro; finalmente raggiunta la cresta di Pohjanpello, scorsero, alla pallida luce lunare, sul fianco di una collina, la fattoria di Jukola e quasi ad una voce si udì dalle loro bocche : « Jukola, Jukola! ». Scesero dalla collina, galopparono attraverso la prateria di Oja-niittu, come orchi alati, passarono di nuovo la collina e si trovarono sulla soglia della porta inchiavardata della fattoria. Non avevano tempo di bussare e di aspettare che li facessero entrare; ma vi si spinsero con tutte le loro forze e la porta massiccia dell’atrio, scricchiolando e crepitando, si spalancò. Battendo i piedi e facendo fracasso, si precipitarono dall’atrio nella camera, e, in un lampo, al focolare acceso, da cui si alzava un prezioso calore verso di loro. Ma la famiglia del conciapelli assopita si spaventò terribilmente, credendo di essere assalita da briganti. 06396
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DER GERBER: Was für Ungeheuer dringen denn da gerade in der Weihnachtsnacht in das Haus eines ehrsamen Mannes? Sprecht; meine Flinte ist geladen! Il conciapelli. Che mostro entra così nella casa di un uomo onorato, proprio nella notte di Natale? Di’, il mio fucile è puntato verso di voi! 06397
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TUOMAS: Laß deine Flinte in Ruh, Mann. Maso. Lascia stare il fucile, compare. 06398
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AAPO: Schießt nicht auf die Leute des eignen Hofs. Abramo. Non sparare sulla gente della fattoria. 06399
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JUHANI: Wir sind, Gott bessers! vom Impivaara. Gianni. Veniamo — che Dio ci protegga — da Impivaara. 06400
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TIMO: Die sieben Söhne des altenjukola. Timoteo. I sette ragazzi della vecchia Jukola! 06401
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SIMEONI: Gott sei uns gnädig! Sieben Seelen sind in dieser furchtbaren Stunde auf dem Weg zur Ewigkeit. Gott sei uns gnädig! Simeone. Il Signore abbia compassione di noi! Sette anime sono in cammino verso l’eternità proprio in questo terribile momento. Il Signore abbia compassione di noi! 06402
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JUHANI: Im Feuer ist unsere prächtige Kate im Wald mit all unsern Sachen verbrannt. Nun sind wir wie die Hasen hierher gerannt und hatten nichts auf unserm elenden Leib als ein erbärmliches Hemd, ein erbärmliches kurzes Männerhemd. Und das war ein schlimmer Spaß. Gianni. Il fuoco ha bruciato la nostra bella casa nel bosco e anche tutti i nostri beni. Siamo così qui come lepri senz’altra veste sul nostro povero corpo che uno straccio di camicia, uno straccetto di camicia. È stato un gioco orribile. 06403
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DIE GERBERSFRAU: Herrjemine! La moglie del conciapelli. Dio ci guardi! 06404
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DER GERBER: Ach, ihr Ärmsten! Il conciapelli. Poveri voi! 06405
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JUHANI: Ja ists menschenmöglich? Nun sitzen wir ja hier wie die Elstern und schreien zum Herrn um Erbarmen. Ach, ich muß weinen. Gianni. Già, non è incredibile? Ora noi siamo qui come gazze, a implorare la grazia del Signore. Ah! c’è da piangere. 06406
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DIE FRAU: Ihr armen Kinder! Mach schnell, Alter, zlind Feuer an. La moglie del conciapelli. Poveri ragazzi! Spicciati, vecchio, ad attizzare il fuoco. 06407
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EERO: Ach, diese Unglücksnacht, ach, wir Unglückskinder! Rico. Notte sfortunata e sfortunati noi! 06408
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AAPO: Diese entsetzliche Nacht, o weh! Abramo. Notte di spavento, ahimè! 06409
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SIMEONI: O weh! Simeone. Ahimè! 06410
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JUHANI: Weine nicht, Eero; weine nicht, Simeoni; brauchst nicht zu jammern, Aapo! Weine nicht, weine nicht, Bruder Eero, jetzt sind wir ja geborgen. Aber das war ein Türkenmarsch! Gianni. Non piangere, Rico, non piangere, Simeone, non piagnucolare, Abramo! Non piangere, non piangere, Rico, fratello mio, ora siamo al riparo. Ma è stata una marcia da Turchi! 06411
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DIE FRAU: Ach Menschenkinder, ach! La moglie del conciapelli. Oh, ragazzi, oh! 06412
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JUHANI: Liebe Frau, Euer Weinen und Mitleid treibt mir von frischem die Tränen in die Augen. Ach! Aber weint nicht, Mütterchen, weint nicht! Wir sind ja nun heraus aus den Klauen der Bestien und der Kälte und in der Wärme der christlichen Nächsten. Und Gott sei Dank dafür! Gianni. Buona padrona, le lacrime e la vostra compassione mi fanno piangere di nuovo. Ah, non piangete, buona donna, non piangete! Siamo scampati dalla grinfie delle belve e del freddo e siamo qui a scaldarci dai nostri vicini cristiani, grazie a Dio. 06413
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TUOMAS: Traurig, furchtbar traurig ists mit uns. Macht uns aber ein flammendes Feuer, bringt uns auch als Lager ein paar Bündel Stroh auf die Diele und führt Valko in den Stall und gebt ihm Heu. Maso. La nostra condizione è triste, molto triste. Fateci una bella fiammata e portateci due fastelli di paglia per farci un giaciglio sul pavimento e menate Valko nella stalla con un po’ di fieno davanti. 06414
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AAPO: Entschuldigt, daß wir euch im Namen des Gesetzes und um unsres Lebens willen so bestimmt um Hilfe und Beistand bitten. Um unser Leben, um unser Leben! Abramo. Scusateci se vi chiediamo aiuto e protezione così energicamente in nome della legge e per la nostra vita! Per la nostra vita, per la nostra vita! 06415
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JUHANI: O Engel des Gnadenbunds! Das Leben sitzt mir gerade noch so eben in der Nasenspitze, wie wenn es gleich, gleich hinauswollte. — Wenn Fleisch und Bier im Hof ist, bringts herbei. — Nein, war das ein Spaß, war das ein Fest; dran werden wir denken. — Bringt Fleisch und gewärmtes Bier für unser teures Leben und unsre teure Seele. Gianni. O angelo di misericordia! La vita mi sta proprio sulla punta del naso come se stesse per andarsene, per andarsene. Se avete in casa carne e birra, portatecela. È stato un brutto gioco, una batosta di cui ci ricorderemo. Portateci della carne e della birra calda, per amore delle nostre vite e della nostra anima. 06416
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DER GERBER: Alles, was wir können und vermögen, liebe Freunde, sobald wir Licht im Hause haben. — Ihr Unglücklichen! im bloßen Hemd. Il conciapelli. Faremo tutto ciò che possiamo, appena avremo fatto un po’ di luce in casa. Voi infelici, solo con la camicia. 06417
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JUHANI: Keinen Fetzen auf dem Kopf und keinen Latschen an den Pfoten. Seht nur die Sibyllenfuße, seht nur. Gianni. Nemmeno un cencio in capo, nè una ciabatta alle piote. Guardate questi piedi di sibilla, guardate! (Allusione a un passo del libro delle profezie della Sibilla.). 06418
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DER GERBER: Da sträuben sich einem ja die Haare. Sieh nur, Alte. Il conciapelli. Mi vien la pelle d’oca. Vieni a vedere, vecchia! 06419
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TIMO: Seht bloß meine Schienbeine. Timoteo. E guardatemi le gambe. 06420
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JUHANI: Was sind die gegen diese? Hier! Guckt mal, wie geröstete Rüben! Gianni. Cosa sono in confronto alle mie? Qui, guarda, ragazzo, rape arrostite. 06421
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TIMO: Und erst diese! Timoteo. E queste! 06422
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JUHANI: Was sind deine Schenkel hiergegen? Gianni. Cosa sono le tue coscie in confronto alle mie? 06423
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TIMO: Meine? Einerlei. Guckt mal. Ist das Menschenfleisch? Timoteo. E le mie? Uguali, guarda. Sembra carne d’uomo? 06424
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DER GERBER: Schnell, Alte, sieh nur mal! Il conciapelli. Spicciati, vecchia, a vedere. 06425
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DIE FRAU: Du lieber Gott! Ach du meine Güte! La moglie del conciapelli. Oh, buona gente e potenza del cielo! 06426
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JUHANI: Ja, ist so was menschenmöglich? — Auch Tuomas werden die Augen naß. Weine nicht, Tuomas. — Wie ich schon sagte: ist so was menschenmöglich! Gianni. È verosimile? Anche gli occhi di Maso sono umidi. Non piangere, Maso. Quando lo dico io: è verosimile? 06427
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TIMO: Ja, so muß das arme Menschenkalb hienieden fliegen lernen. Timoteo. Così deve volare quaggiù il povero vitello umano (Allusione a « Libro di giuochi » dei bambini.). 06428
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DIE FRAU: Wie sie jetzt rot werden und glühen, rot werden und glühen! Ach du meine Güte! La moglie del conciapelli. Come sono rossi e lustri, rossi e lustri. Buona gente. 06429
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TIMO: Wie das Eisen in der Esse, ganz wie Schmiedeeisen. Hihi! Timoteo. Come il ferro nella fucina, o meglio il ferro da lavorare nella fucina. Ih, ih! (Apocalisse, i, 15 e 2, 18.). 06430
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DIE FRAU: So rot, so rot! Herrjemine! La moglie del conciapelli. Così rossi! così rossi! Il Signore ci guardi ! 06431
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JUHANI: Sie sind jetzt »gleichwie goldenes Erz, das im Ofen glüht«, wies in der Bibel heißt. Der Herr steh uns Armen bei! Gianni. Sono proprio simili a rame fuso — come dice la Bibbia. — Il Signore aiuti noi poveretti! 06432
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DIE FRAU: Ihr armen Kinder! La moglie del conciapelli. Poveri ragazzi! 06433
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LAURI: Tut, was wir gebeten und ihr versprochen habt. Renzo. Fate ciò che abbiamo chiesto e voi avete promesso. 06434
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AAPO: Wir flehen euch an: macht schnell! Wir stellen das Holz selber in den Ofen, hier im Winkel liegen ja Scheite, prachtvolle Birkenscheite mit Rinde. Abramo. Vi preghiamo, fate presto! Sistemeremo noi stessi il fuoco poiché qui nell’angolo ci sono delle legna di betulla. 06435
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JUHANI: So sitzen wir also wieder im alten Jukola, unter den lieben rußigen Balken, und hier bleiben wir bis Walpurgi. Die alte Stube sei noch für diesen Winter unser Quartier. Gianni. Siamo di nuovo nella vecchia Jukola, sotto queste note travi fuligginose, e qui resteremo fino al primo di maggio. L’antica nostra stanza sarà ancora il nostro quartiere di questo inverno. 06436
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TUOMAS: Laß aber den Sommer kommen! Maso. Lascia venire l’estate. 06437
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JUHANI: Laß den Sommer kommen, dann steht eine neue, eine stolzere Hütte als vorher auf der Impivaa-ra-Halde. Gianni. Lascia venire l’estate e una casa, più bella della prima, sorgerà di nuovo sulla prateria di Impivaara. 06438
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TUOMAS: Sowie der Schnee fort ist, sollen die Wälder und Berge von den Axtschlägen widerhallen, und dann brauchen die Jukolabrüder nicht mehr bei ändern um ein Obdach gegen die Winde zu betteln. Maso. Quando la neve se ne sarà andata, i boschi e i monti risuoneranno ancora di colpi e i fratelli di Jukola non avranno più bisogno di mendicare dagli altri un riparo dal vento. 06439
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JUHANI: Trefflich gesagt, Tuomas, laß uns den verdammten Streich vergessen, durch den unsre Kate in Feuer aufgegangen ist. Wir wollen uns im Geist eine neue ausmalen, die wir dann in die Höhe richten. Gianni. Ben detto! Maso, dimentichiamo questa maledetta avventura che ha fatto prender fuoco alla nostra casa e figuriamoci nella mente la nuova casa che faremo sorgere un’altra volta. 06440
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TUOMAS: Du mußt wissen, schon beim Beginn der schrecklichen Reise war aller Groll aus meiner Brust verflogen. Und als du auf dem Weg hinter mir herliefst und mir wie ein schwimmender Hengst im Nacken schnobst, da schnitt es mir ins Herz. Maso. Sappi che, già partendo per questo tremendo viaggio, dal mio petto tutto il rancore si era dissipato, e sappi che quando, correndomi dietro, ansavi sul mio collo come uno stallone a nuoto, mi si spezzava il cuore! 06441
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JUHANI: Drum wollen wir uns freuen, daß die Reise abgetan ist und wir wieder in der warmen Stube stehen. — Da bringen sie uns ja Essen und Trinken, und da sind auch zwei mächtige Garben blinkendes Stroh. Laßt uns Gott danken, liebe Brüder! Gianni. Perciò rallegriamoci che questo viaggio sia finito e che stiamo di nuovo in una casa riscaldata. Ecco che ci portano da mangiare e da bere ed ecco due bei fastelli di paglia lucente. Ringraziamo Iddio, cari fratelli! 06442
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Freudig flammte das Feuer der Birkenscheite, in dessen wonniger Hitze sich die Brüder nach Herzenslust wärmten. Nachdem sie, alle sieben in einer Reihe, einige Zeit dagestanden hatten, setzten sie sich an den Tisch und verzehrten das Fleisch, das Brot, die Würste und das warme Bier, das ihnen die Gerberin, die mitleidige Frau, hingestellt hatte. Der Gerber übernahm selber die Sorge für Valko, führte ihn in den Stall und füllte ihm die Krippe mit Heu. Endlich kamen auch die Hunde außer Atem und wedelnd auf den Spuren der Brüder von ihrer düstern Reise, und vor Freude leuchteten ihre Augen. Mit großem Jubel wurden sie von ihren Herren empfangen, bemitleidet, gefuttert und auf jede Weise liebkost. Il fuoco di betulla fiammeggiava allegramente e i fratelli si scaldavano contenti al suo calore. Dopo essere rimasti ritti un momento, tutti sette in fila, andarono a tavola, a godersi la carne, il pane, le salsicce e la birra calda, cose tutte che la misericordiosa padrona di casa il ve va loro preparato. Il padrone stesso prese cura di Valko, lo condusse nella stalla e gli riempì la greppia di fieno. Finalmente, seguendo le traccie dei padroni, vennero anche i cani dalla loro corsa notturna, vennero ansanti, dimenandosi e i loro occhi scintillavano di gioia. I fratelli li accolsero felici, li accarezzarono, li nutrirono e li festeggiarono in tutti i modi. 06443
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Nachdem die Brüder aber gespeist hatten, sanken sie auf ihre Strohlager und vergaßen bald, in das zarte Tuch des Schlafs gehüllt, den Kampf des Lebens. Köstlich ruhten sie, und lange noch wärmte sie das flammende Feuer, bis es schließlich erschlaffte und verkohlte. Da verschloß die Frau die Ofenklappe, und in die Stube strömte eine behagliche Wärme. Alsdann suchte auch die Wirtin selbst ihr Lager wieder auf, und wiederum herrschte friedliche Stille im Haus. Draußen aber fuhr der Frost krachend die Zäune entlang, der Nord wehte kräftig unter dem sternbesäten Himmel, von dem der bleiche Mond lächelnd herabschaute. Quando i fratelli ebbero mangiato, si gettarono sul loro giaciglio di paglia e ben presto, avvolti dal tenue velo del sonno, dimentica-rono la lotta della vita. Riposavano dolcemente; la fiamma lucente li riscaldò ancora a lungo, finché languì e si carbonizzò. Allora la padrona chiuse lo sportellino della stufa e da questa si irradiò nella stanza un buon calore; poi essa tornò a letto e un silenzio generale regnò di nuovo nella casa. Ma al di fuori il freddo saltava crepitando lungo le siepi, la bora soffiava violenta sotto il cielo stellato, da cui la livida luna guardava sorridendo alla terra. 06444
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Kapitel 07 Capitolo

: |fin-|swe-|eng-|rus-|est-|hun-|ger|-dan|-spa|-ita|-fra|-epo| - |fin-|swe-|eng-|rus-|est-|hun-|ger-|dan-|spa-|ita|-fra|-epo| (de-it) :
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Zu Anfang des Frühlings, schon vor Ankunft der Kraniche, verließen die Brüder Jukola, zogen wieder zur Impivaara-Halde und begannen sich sofort mit aller Kraft ein neues Haus zu bauen. Bald ruhten auf den Ecksteinen schwere Balken, und Schicht fügte sich auf Schicht. Da krachten an manchen Tagen die Beile vom Morgengrauen bis zur Abenddämmerung, da dröhnte der mächtige Holzhammer. Es standen dort Juhani, Aapo, Tuomas und Simeoni, ein jeder an seiner Ecke, die ändern aber behieben die Stämme und rollten sie auf schräggelegten Balken für den Bau hinauf. Mit nasser Stirn, aber mit frohem Mut, muhten sie sich unablässig. Sicher strebte das Haus empor, und ringsum stieg frischer Harzgeruch auf. Aber dann vergingen wieder Tage, an denen die Brüder ihr Beil vollständig ruhen ließen und in tiefem Schlaf schnarchend die Zeit von einem Abend zum nächsten und auch bis zum dritten Morgen verbrachten. Al principio della primavera, già prima della venuta delle gru, i fratelli lasciarono Jukola, si trasferirono nella prateria di Impivaara e si misero con tutte le forze a fabbricare una nuova casa. Presto sulle pietre d’angolo posarono le travi massicce e un piano si alzò sull’altro. Allora per parecchi giorni dal primo mattino fino al crepuscolo risuonavano le scuri e picchiavano i martelli. Gianni, Abramo, Maso e Simeone stavano ciascuno nel proprio angolo, mentre gli altri riquadravano i tronchi e li ruzzolavano sulle travi trasversali per la costruzione. Col capo sudato, ma di lieto umore, si affaccendavano senza posa e la casa si ergeva e diffondeva intorno un fresco odore di resina. Ma passavano anche dei giorni durante i quali i fratelli non toccavano affatto le scuri, ma russavano immersi nel sonno da una sera all’altra e persino fino al mattino seguente. 07001
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Jedoch noch bevor die Kornfelder im Dorf gelb wurden, stand die Kate fertig auf der Impivaara-Halde, stand am selben Fleck, in derselben Gestalt und Ausführung wie die erste; noch stolzer stand sie da. Und nun, wo das festgefügte Obdach fertig war, konnten die Brüder wieder mit voller Kraft das Weidwerk pflegen. Für die Jagd im Wald wie für das Fischen im Ilvessee rüsteten sie sich, zogen mit ihren Waffen und ihren Fanggeräten aus, und auch die Hunde folgten ihnen mit flammenden Augen. Unermüdlich durchstreiften sie, nach Lebensunterhalt für den Augenblick wie für den kommenden grimmen Winter suchend, die bewaldeten Berge, die Moore und das Gelände und durchschnitten nach allen Richtungen den klaren Spiegel des Sees. Und da ließ von den Bewohnern des Wassers und des Waldes mancher sein Leben. Eppure, prima che i campi di grano si fossero indorati intorno al villaggio, la casa si era alzata nella prateria di Impivaara: sorgeva nello stesso posto, nello stesso modo e costruzione come la prima, ancora più imponente. Ed i fratelli, ora che la solida casa era compiuta, potevano dedicarsi con tutte le loro forze alle spedizioni di caccia. Si equipaggiarono tanto per la caccia quanto per la pesca sul lago di Ilvesjärvi, si misero in moto con le loro armi, con i loro arnesi, e i cani li seguivano con gli occhi scintil-lanti. Instancabili correvano per i monti boscosi, per paludi e terreni, dappertutto sulla limpida superficie del lago, mettendo da parte delle provviste tanto per il momento quanto per il grave inverno futuro. Ed allora più d’un suddito di Ahtola e di Tapiola (Ahtola e Tapiola, luoghi citati nel Kalevala come sinonimi di laghi e di boschi.) vi perdè la vita. 07002
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Ich möchte aber jetzt vom alten Zunder-Matti, dem einzigen Freund der Brüder hier in den Wäldern, erzählen. — Es war ein alter Mann namens Zunder-Matti; der wohnte auf einem dicht mit Maserbirken bewachsenen Hügel. Ganz allein wohnte er in seiner kleinen Kate, einige tausend Schritt vom Impivaara entfernt. Er machte den weichsten Zunder in der Landschaft Häme und sehr haltbare Schuhe aus Birkenrinde, und dieses Gewerbe brachte ihm ohne Not das tägliche Brot ein. In seinen jüngeren Jahren war er weit im Norden des Landes herumgekommen, wohin er als braver Fuhrknecht dem Propst seines Kirchspiels gefolgt war, als dieser an die Grenze von Lappland versetzt wurde. Da war Zunder-Matti den nächsten Sommer geblieben und hatte auf den endlosen Mooren der nördlichen Gegend Bären, Vielfraße und Kraniche gejagt. Von diesen Zügen wußte er viel zu erzählen; und sein Gedächtnis war unvergleichlich scharf, und nie vergaß er, was er einmal gesehen und gehört hatte. Scharf war auch seine Beobachtung und sein Auge. In den unermeßlichen Odwäldern wanderte er, ohne sich je zu verirren. Auch gab es keinen noch so fernen Platz, an dem er einmal gewesen war, ohne daß er dessen Lage im Gedächtnis zu haben glaubte, auch nicht um Haaresbreite fehlgreifend. Er zeigte sofort mit dem Daumen hin; und Widerspruch war umsonst, so felsenfest baute er auf sein Wissen. Fragte man ihn zum Beispiel: »Wo liegt der Vuokatti?«, so antwortete er sofort, indem er mit dem Daumen nach dem Horizont stieß: »Dort, schau nur meinem Daumen entlang; dort liegt er, kannst’n aufs Korn nehmen. Das Kirchdorf Kuusamo liegt in der Richtung der Vertiefung dort, aber nur einen Katzensprung von da nach rechts läuft die Linie nach dem Vuokatti.« Wenn man ihn fragte: »Wo liegt das Schlachtfeld von Porrassalmi?«, so entgegnete er ebenso ohne Zaudern und indem er mit dem Daumen nach dem Horizont stieß: »Dort, schau nur meinem Daumen entlang; dort kannst’s aufs Korn nehmen.« So genau war der Alte, und genau kannte er auch die Wälder viele Meilen um seine Hütte. Kreuz und quer hatte er sie durchwandert, wenn er Baumschwamm oder Birkenrinde suchte oder nach seinen Fangschlingen sah. Es geschah auch bisweilen, daß er auf seinen Streifzügen nach der Kate am Impivaara abbog, um die Brüder zu besuchen. Und das waren für sie gemütliche Stunden: mit weit geöffnetem Mund lauschten sie seinen Erzählungen, mit weit geöffnetem Mund und mit gespitzten Ohren wie die Fledermäuse. — Einmal an einem Augustabend sitzt er bei den Brüdern und redet von seinen Waldfahrten im hohen Norden. Ora io vorrei narrare del vecchio Matteo dell’Esca, l’unico amico dei fratelli in quel bosco. C’era una volta un vecchio, di nome Matteo dell’Esca; abitava sopra una collina fitta di betulle, viveva solo in una capanna un mille passi lontano dal monte di Impivaara. Faceva l’esca più tenera di tutto il Häme, e le scarpe più robuste di scorza di betulla e questo mestiere non gli faceva mai mancare il suo pane quotidiano. Da giovane aveva viaggiato nel nord, dove, da bravo postiglione, aveva accompagnato l’ex prevosto della parrocchia, che era stato traslocato ai confini della Lapponia. Laggiù Matteo dell’Esca si era trattenuto l’estate successiva a caccia degli orsi, dei ghiottoni e delle gru negli sconfinati pantani di Tapiola. Di questi viaggi egli aveva molto da raccontare: la sua memoria era incomparabilmente tenace, egli non scordava nulla di quanto una volta aveva veduto o udito. Acuto era pure nell’osservare e nel guardare; attraverso i laberinti delle foreste egli passeggiava senza mai smarrirsi. Non si trovava luogo tanto lontano dove egli non fosse stato una volta, la cui ubicazione egli non pensasse di conoscere, non sbagliandosi di un capello. Egli la indicava col pollice; e vana riusciva ogni contestazione, tanto incrollabili egli riteneva le sue cognizioni. Se, per esempio, tu gli domandavi: « Dov’è Vuokatti? », rispondeva subito, tendendo il dito verso l’orizzonte : « Laggiù, guarda lungo il mio pollice, laggiù, come se tu prendessi la mira. La chiesa di Kuusamo è verso quella piccola sgraffiatura, ma, a un salto di gallo a destra, passa la linea di Vuokatti ». Nello stesso modo, se tu gli domandassi: «Dov’è il campo di battaglia di Porrassalmi », egli di nuovo ti risponderebbe senza indugio e puntando il pollice verso l’orizzonte : « Laggiù, guarda lungo il mio pollice, laggiù, come se tu prendessi la mira ». Così era preciso il vecchio, e conosceva esattamente tutti i boschi varie leghe all’intorno della sua capanna. Li aveva attraversati parecchie volte, ora in cerca di esca, ora di scorza per le scarpe, e ora delle sue trappole. Talvolta gli avveniva anche che, nel girellare, capitasse alla casa di Impivaara per salutare i fratelli; ed era quello per loro un momento gradito: a bocca aperta e con le orecchie ritte come quelle dei pipistrelli ascoltavano i racconti del vecchio. Una volta ancora, una sera d’agosto, si trovava in visita dai fratelli, chiacchierando delle sue caccie nelle terre del nord. 07003
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JUHANI: Ach so. Aber wie gings dann weiter? Gianni. Bene! E poi? che avvenne? 07004
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MATTI: Ja, wie gings dann? Wir kamen da zu einer grausam großen Lichtung, auf ein wankendes Moor, und glitten mit unsern Schneeschuhen über das glucksende Grab. Wir fanden viele warme Kranichnester, schossen kreischende Kraniche, stopften unsre Säcke voll Eier und Federn, und die Kraniche warf sich ein Mann in einem Pack über die Schulter. Und dann hoben wir einen. — Dann stapften wir weiter, die Hunde hinter uns und die Kraniche auf dem Buckel, über den schaukelnden und schwabbelnden, rauschenden und rieselnden Morast; und oft wars nahe daran, daß einer mit seinem knurrenden Hund hinter sich für Zeit und Ewigkeit in die bodenlose Tiefe versank. Wir kamen aber doch wieder, wenn auch naß wie untergetauchte Ratten, auf den hallenden Hügel, auf sichern Grund. Da bauten wir uns ein Nachtlager, machten ein flackerndes Feuer an und zogen die platschnassen Röcke aus. Und was konnte man da andres tun als Hosen und Hemden umzukrempeln, in einem hin abzustreifen wie eine Aalhaut. Bald dampften auf den Zweigen die Kleider, siedeten die Kranicheier in der Asche, und wir selber drehten und reckten uns, splitternackt wie nächtliche Waldschrate, dort in der herrlichen Wärme des Feuerchens. Und dann hoben wir einen. — Aber wie gings mit der Zeit? Wie verfloß uns die Frühlingsnacht? Immer schubberten ja die Hunde mit ihren feuchten Nasen und schielten in die Wipfel der Bäume. Schließlich guckten wir auch hinauf, und was sahen wir da? Matteo dell’Esca. Già. E poi che avvenne? Poi si arrivò ad una enorme frana, a un pantano mobile e si scivolò sugli sci attraverso quella fossa gorgogliante. Vi trovammo parecchi nidi di gru ancora caldi, si ammazzarono parecchie gru stridule, si riempirono i nostri sacchi d’uova e di piume e un uomo si gettava le gru sulle spalle a grossi pacchi. E poi facemmo una bevuta. Quindi disor-meggiammo, con i cani e con le gru sulle spalle, attraverso il pantano mobile, nella palude sonora e gocciolante; e spesso si correva rischio di sprofondare per sempre nell’abisso, col cane che guaiva sul dorso. Ma in qualche modo si arrivò sopra un colle risonante, sopra un terreno solido, sebbene fradici mezzi, come topi a nuoto da un guado. Ci rizzammo un bivacco per la notte, ci accendemmo un fuoco tremolante e ci spogliammo delle vesti gocciolanti. Non c’era altro da fare che strapparsi da dosso le brache e la camicia, sfilarseli come una pelle d’anguilla. Presto le vesti fumarono sui rami, le uova di gru sfrigolarono nella cenere, e noi stessi ci rivoltolavamo a quel gradevole fochetto tutti nudi come fantasmi notturni. E poi facemmo una bevuta. Ma come trascorse il tempo? Come ci passò la notte primaverile? I cani non cessavano di gironzolare con i musi umidi e sbirciavano fra il fogliame degli alberi. Alla fine anche noi cominciammo a adocchiare le cime degli alberi, e che cosa vedemmo lassù ? 07005
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JUHANI: Sagts nur. Wohl ein blinzelndes Bärchen. Gianni. Diccelo, forse un orsacchiotto lappolante? 07006
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TIMO: Oder gar ein Gespenst. Timoteo. O Körri e Kyöpeli (Körri e Kyöpeli = nomi di demoni.) in persona, io credo. 07007
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MATTI: Weder das eine noch das andere, sondern da saß im Geäst einer trocknen, bärtigen Kiefer so ein schwarzbrauner Faulpelz von Vielfraß. Heiskanen schoß: vorbei; Klein-Jussi schoß: vorbei; schließlich platzte auch ich los: fast dasselbe Pech. Der Vielfraß wackelte nur mal und fauchte uns giftig an, blieb aber hübsch auf seinem Ast sitzen. Da rief Heiskanen: »Zauberspuk, Zauberspuk«, nahm einen Totenzahn aus der Tasche, biß ein paarmal drauf und spie auf die Kugel, die er von neuem in die Flinte schob. Dann fuchtelte er eine Weile mit der Hand in der Luft herum und sprach, die Augen gräßlich verdrehend — dann sprach der Satanskerl zwei, drei wunderliche, furchtbare Worte, schoß, und aus der Kiefer plumpste der Vielfraß. Aber weit vom Krepieren war der Teufel noch, und es begann ein neuer Spaß. Wir selbst konnten, ganz nackt wie wir waren, nicht richtig an das Scheusal heran; und die Hunde hatten auch keine Lust, sich ihm zu nähern, sondern drucksten und mucksten einen Klafter von ihm herum, da er sie knurrend anprustete, aus dem Gebüsch heraus anprustete. Die Zauberkräfte wirkten nämlich immer noch. Aber Heiskanen fing wieder an entsetzliche Worte auszustoßen, fuchtelte mit der Hand und drehte gräßlich die Augen. Und da, wie sich ein Hund auf den rotschlündigen Schelm stürzte, auf ihn stürzte wie eine funkensprühende Rakete, da gabs eine Balgerei! Ei herrje, wie der Hund jetzt den armen Vielfraß zurichtete. So, so, immer so! Hol mich der Henker, solch ein Zausen und Zotteln habt ihr euer Lebtag nicht gesehen. Matteo dell’Esca. Nè l’uno nè l’altro: se ne stava lassù un ghiottone bruno scuro, sulla forca di un pino secco e barbuto. Heiskanen tirò, ma fece padella. Giannino tirò, ma anche lui lo mancò, finalmente anch’io tirai, ma quasi con lo stesso risultato; il ghiottone si dondolò e grugnì rabbiosamente, ma rimase seduto sul suo ramo. Allora Heiskanen (Alcuni nomi propri di persona non sono stati tradotti, mancando il i orrispondente italiano, mentre quelli geografici sono stati lasciati nella forma originale.) gridò: «Stregonerie, stregonerie!», si levò di tasca un dente di morto, lo morse diverse volte e sputò sopra una palla, che rinfilò nel fucile. Poi agitò un momento la mano in aria, e facendo gli occhiacci esclamò : « Figlio del diavolo », due o tre parole strane e terribili, sparò e il ghiottone ruzzolò giù dal pino. Ma quel furfante era ancora lontano dalla morte; il giuoco dovè ricominciare. Anche noi, nudi come Dio ci aveva fatto, non osavamo accostarci a quella canaglia e nemmeno i cani avevano voglia di avvi-cinarglisi, ma saltavano e annusavano a una tesa di distanza, mentre il ghiottone sputava loro contro e grugniva in un cespuglio. Si vedeva che le potenze magiche agivano ancora. Ma Heiskanen riprese a sfilare dalla bocca orribili parole agitando le mani e stralunando gli occhi. E quando un cane si slanciò su quel gola-di-fuoco, come un razzo sfavillante, allora sì che si scatenò un buggerio. Dio santo! quando il cane si attaccò al ghiottone, piglia, piglia! che botte, che picchi, mai se ne son visti dei simili. Davvero! Porco demonio! 07008
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JUHANI: Donner und Doria! Gianni. Corpo di mille bombe! 07009
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TIMO: Da möcht ich dabei gewesen sein! Timoteo. Che bel vedere davvero! 07010
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MATTI: Das war ein hübscher und lustiger Spaß, jawohl! Matteo dell'Esca. Era un giuoco numero uno, era! Maria santa! 07011
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TIMO: Und dann stecktet Ihr den Vielfraß in den Sack? Timoteo. E allora avete ficcato il ghiottone nel vostro sacco. 07012
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MATTI: Hehe, das war freilich ein netter Happen für den Sack, ein fetter Brocken. Ja; und dann hoben wir einen. — Dann zogen wir unsere Röcke pulvertrok-ken wieder an und legten uns neben dem flackernden Feuer aufs Ohr. Aber aus dem Schlafen sollte nicht viel werden, denn wie feurige Schlangen flogen in einem fort Zauberpfeile kreuz und quer über unsern schwindelnden Köpfen durch die Luft. Oft fuhr zwar Heiskanen in die Höhe und rief mit lauter Stimme: »Erlisch, Zauberpfeil, erlisch, Zauperpfeil!« und sausend sank manch einer nieder, bald in den Wald, bald in das graue Moor; mehr aber strichen ihren glatten Weg dahin, ohne sich um sein Rufen zu kümmern. Einmal ertönte von Norden nach Süden schneidend ein verwünschtes jähes und scharfes Pusten, dem ein langes kleines Zischen nachfolgte. Was für ein Musjö ist denn da vorbeigeflitzt? fragte ich Heiskanen, der mir nach einer Weile brummend antwortete: »Da ging ja der Böse selber vorbei.« — Wieder verging eine Stunde und eine zweite, und immerfort blitzte es in der weichen, nebligen Luft. Aber aus dem Osten, vom Rand des Moores kam plötzlich eine Stimme wie das Brausen bemooster Tannen, und nun antwortete bald vom westlichen Rand eine andre Stimme, aber fein wie das Sausen in einem kleinen Birkenwald. Was bedeutet denn das Brausen dort und was das Sausen hier? fragte ich wieder, und endlich antwortete Heiskanen brummend: »Vadder Riesengeist selber rauscht durch die Luft.« — Schließlich aber verging die Nacht, und der Morgen graute, und wir machten uns wieder auf die Beine. Da sahen wir gerade am Waldrand einen aschgrauen, teufelsmäßigen Wolf, doch er riß vor uns aus wie ein Erbsenreuter im Wirbelwind. Zuletzt war nur noch sein linkes Hinterbein zu sehen; ich schlug an und schoß ihm die Tatze durch, durch wie Knorpel, aber trotzdem brachte er seine Haut in Sicherheit. Nur das Pfötchen hatte ich dem armen Kerl kaputt geschossen. Matteo dell'Esca. Era proprio un cosone grande e grosso da ficcarsi nel sacco, un bel ciccione. Bene! e poi facemmo una bevuta. E poi ci rinfilammo i vestiti secchi come la polvere e ci mettemmo bellamente a dormire al calduccio di quel fuoco vacillante. Ma dormimmo solo un pochettino, perchè dei dardi magici, simili a frecce infuocate, volavano su e giù per l’aria, senza posa, dandoci il capogiro. Spesso Heiskanen saltava su, gridando ad alta voce : « Spengiti, dardo magico, spengiti, dardo magico! », e qualcuno ne piombava giù dentro il bosco, o nello stagno grigio, ma parecchi ancora continuavano a scivolare, senza badare alle sue grida. Un’altra volta risuonò, da nord verso sud, un maledetto soffio cui tenne dietro un fischio lungo: « Chi è mai questo messere? », chiesi io a Heiskanen, che dopo un momento mi rispose brontolando : « È il diavolo in persona che è passato di qui ». Passò un’ora, ne passarono due e gettava fuoco l’aria umida e nebbiosa. Ma da oriente, dall’orlo della palude si udì ad un tratto una voce come il sussurro di abeti muscosi e dall’orlo d’occidente rispose tosto un’altra voce, ma sottile come il mormorio di un piccolo betulleto. « Che cos’è quel sussurro laggiù e che cos’è questo mormorio quaggiù? », io domandai di nuovo ed Heiskanen finalmente rispose brontolando : « È il babbo del pineto che chiacchiera con la sua figliola ». Ma finalmente passò la notte e spuntò il giorno, e ci rimettemmo in cammino. Quand’ecco, proprio all’orlo del bosco, vedemmo un diabolico lupo grigio, ma scappò come un graticcio da seccare i piselli portato via da un vortice di vento. Alla fine non si vide più che la zampa posteriore di sinistra : io la presi di mira, e la trapassai, come fosse cartilagine, eppure si salvò la pelle lo stesso. Gli avevo colpito la zampa a quel povero diavolo. 07013
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TIMO: Donnerwetter! Die Pfote kaputt wie einen Eiszapfen, und da lag er wohl vor Euch wie eine Fastnachtshachse? Timoteo. Corpo del demonio! una zampa spezzata come un ghiacciolo e giaceva a terra dinnanzi a voi come una zampa di porco sulla tavola del martedì grasso. 07014
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MATTI: Hehe, doch nicht so ganz. Matteo dell’Esca. Non proprio così! 07015
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TUOMAS: Woher wußtet Ihr denn aber, daß Ihr ihm die Pfote zerschossen hattet? Maso. Ma come vi siete accorti di avergli spezzato la zampa ? 07016
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MATTI: Wir liefen ja eine tüchtige Strecke hinter ihm her und sahen oft, wie das Wölfehen mit seinem schleifenden, schlotternden Füßen so was wie Zehnen in den Sand gedrückt hatte. Matteo dell'Esca. Gli abbiamo corso dietro per un buon pezzo di strada e abbiamo visto come spesso il lupatto con la sua zampa vacillante e strisciante lasciava impressi nella sabbia dei segni come dei dieci. 07017
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TIMO: Na, hols der Teufel! Zehnen in den Sand? Hihihi! Timoteo. Che il diavolo vi porti! Dei dieci sulla sabbia? Ih, ih, ih! 07018
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MATTI: Deutliche Zehnen. Matteo dell'Esca. Dei chiari dieci. 07019
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JUHANI: Der Wolf war schlimm dran. Gianni. Il lupo era stregato. 07020
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MATTI: Hehe, der Wolf war schlimm dran und die Männer auch. Aber die verflixten Hunde wichen uns nicht einen Klafter von den Fersen, sondern schlichen geduckt und mit hängenden Schwänzen dahin, diese vorher so wackren Hunde. Matteo dell’Esca. Il lupo era stregato e gli uomini anche. E quei diavoli di cani non si scostavano un pollice dai nostri calcagni, ma andavano innanzi malinconici, con la coda penzoloni, i cani prima tanto arditi. 07021
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AAPO: Was war denn denen in die Quere gekommen? Abramo. Che cosa aveva fiaccato il loro zelo? 07022
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MATTI: Das waren die Zauberkünste, die betäubenden Hexendämpfe, von denen die Luft voll war wie die Kriegsluft von Pulverqualm. Zwar versuchte Heiskanen alles, beschwor und verfluchte sie und fuchtelte mit der Hand, aber ganz umsonst. Und Klein-Jussi, der Schlingel, trippelte daher wie ein Zwerg, tappelte seines Wegs und schwitzte sehr. Denn Beine hatte ja das Männchen nur drei Viertelellen; aber einen langen, zähen Otterrücken hatte er. Zäh war der ganze Kerl, verdammt zäh und stramm wie ein Otter. Lange stöberte er hinter dem Wolf her, der hinkend vorantrabte. Aber am Ende half nichts mehr, da mußten wir den Isegrim den Wäldern überlassen. Ja; und dann hoben wir einen. Und als das getan war, wanderten wir mit unsrer reichen Beute heimwärts. So wanderten wir mit den Säcken unterm Arm, in den Säcken die Eier und Federn und ein, zwei Stück kleineres Wildbret, mit den Schneeschuhen und Kranichen auf dem Rücken, den Flinten in der Faust. Und abwechselnd baumelte einem der haarige Vielfraß über der Schulter. So zogen wir vorwärts. Einmal flog eine kleine meckernde Schnepfe am Wolkenrand hin; ich schoß sie und steckte sie in meinen Sack. Matteo dell'Esca. Le stregonerie, quei vapori magici di cui l’aria era piena come dopo la battaglia l’aria è piena di polvere. Veramente Heiskanen faceva del suo meglio, scongiurando e maledicendo, gridando e gesticolando, ma tutto invano. E Giannino lo sbarazzino, saltellava come un nano, scalpitava tutto sudato; perchè le gambe di quel ragazzo non erano più di tre pollici, ma aveva una vera schiena di lontra, lunga e coriacea. Tutto coriaceo era costui, maledettamente coriaceo e resistente come una lontra. A lungo trotterellò dietro il lupo che scappava zoppicando; ma in conclusione non gli giovò, chè dovè lasciarlo alla protezione dei boschi. Bene, e allora facemmo una bevuta. E quando questa fu finita, riprendemmo il cammino verso casa, portando la nostra pingue preda. Si marciava coi sacchi sotto il braccio, nei sacchi le uova e le piume e qualche selvaggina più piccola; con gli sci e le gru sulle spalle, i fucili in pugno e ciascuno di noi portava a turno, in bilancia sulle spalle, il velloso ghiottone. Così andavamo innanzi, quando una beccaccina pigolante svolazzò sull’orlo delle nuvole; io la colpii e la misi nel mio sacco. Andammo avanti un altro po’ ed io vidi nel fogliame di un pino uno scoiattolo volante piatto e dai grandi occhi, gli tirai e lo misi nel mio sacco. 07023
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Als es dann weiterging, sah ich im Wipfel einer Kiefer ein Flughörnchen, platt und mit großen Augen; ich schoß es und steckte es in meinen Sack. Wir kamen schließlich auf weite, hochliegende Lichtungen, und dann wurde im Süden noch einmal der Hof Turkkila sichtbar, von dem unsre mühsame Wanderung aus-gegangen war. Wir stießen auf eine blutige Stelle, die uns der Turkkilabauer schon beim Aufbruch gezeigt und wo vor zwei Tagen ein Bär einen stolzen Hengst zerrissen hatte. Da beschauten wir uns eine Weile Meister Petzens besudelten Tisch, und ich merkte gleich, daß er kurz vorher, wohl am vergangenen Abend, beim Sonnenuntergang hier gewesen war und von den Resten seines Bratens gefressen hatte. Ich dachte mir nun, daß er auch am Abend dieses Tages wiederkommen könnte, und beschloß darum, ihn zu erwarten. Die ändern aber gingen voraus nach Turkkila, um ein fröhliches Abendessen zu bereiten. Da stand ich nun und überlegte hin und her und ließ mirs im Kopf herumgehen, wie ich meinem Gast auf der glatten Lichtung auflauern könnte. Da war nämlich kein einziger Baum, auf den ich hätte klettern können. Aber »der Schlaue besiegt den Flinken«, ich entdeckte schließlich ein Mittel, eine großartige, grausam feine Maschine. Ich sah da in der Nähe einen Kienstubben, schwarz und entsetzlich groß, dessen Wurzeln der Bodenfrost der vergangenen Frühjahre wenigstens eine Elle hoch hervorgetrieben hatte. Davon hackte ich die mittlere Wurzel, die geradeaus in die Erde hinuntergeht, mit einem Beil durch, riß sie heraus und machte die Höhlung noch ein klein bißchen weiter. Dahinein kroch ich nun, streckte den Schlund meines Feuerrohrs nach dem Blutacker hinaus und begann mit der festen Burg über mir in hübscher Deckung den Meister Petz zu erwarten. Er kam, näherte sich auf allen vieren von einer Senke her, schlug die Zähne in den zerfetzten Bug des Hengstes, und da beschloß ich, ihm vorsichtig das Blei vor die Stirn zu jagen. Aber Teufel noch mal: da tickte die Messingscheibe unten an meiner Flinte ganz leise an einen Zinnknopf meines R.ockes, und das hatte das scharfe Ohr des Unholds sofort gehört. Wie wild stürzte er herbei, aber da krachte ihm auch schon ein Schuß entgegen. Ohne jedoch darauf zu achten, rannte er entsetzlich brüllend auf mich zu. Jetzt gabs ein Gepolter über meinem Kopfe: die Wurzeln krachten und die Erde erdröhnte, als der vielgehörnte Stubben über mir weggehoben wurde. Und ich armer Kerl dachte schon, es ginge mir ans Leben, und wartete mit meiner Flinte in der Hand bloß darauf, daß der geöffnete Rachen des Ungetüms .hervorblitzte. Aber plötzlich verstummte der Lärm, und alles war ruhig, still wie im Grabe, und nichts kam, wie ich erwartet hatte, über mich her. Ich geduldete mich noch eine Weile; aber schließlich spähte ich zwischen den starrenden Wurzeln hindurch nach der ändern Seite, und da lag der Bär ganz ohne Leben mit dem umgestürzten Stubben im Arm und ließ sein Blut aus der stolzen Brust auf die Erde fließen. Juchheissassa! dachte ich bei mir, als ich wieder frank und frei unterm Himmelszelt stand. Der Kienstubben war ja hübsch fein über mir weggerutscht. Alla fine si arrivò a lande alte e vaste e apparve ancora a sud la fattoria di Turkkila dalla quale si era partiti per questa difficile gita. Si giunse a un luogo insanguinato, che il padrone di Turkkila ci aveva mostrato già quando eravamo partiti per la caccia, e dove due giorni innanzi un orso aveva sbranato un superbo stallone. Colà sostammo a guardare la tavola lordata dall’orso ed io osservai subito che egli, forse la sera prima, era ritornato, al tramonto del sole, a godere gli avanzi del suo banchetto. Pensai che sarebbe tornato sul posto al tramonto anche di quel giorno e decisi quindi di rimanere ad aspettarlo; ma gli altri si avviarono a Turkkila per preparare una lieta cena. Colà allora mi fermai e stavo continuamente pensando e mi scervellavo come avrei potuto spiare il mio ospite in quella landa aperta, dove non cresceva nemmeno un albero per arrampicarvisi. Ma « il furbo vince lo svelto » ; trovai alla fine un ripiego, un tiro proprio geniale; scorsi là vicino un ceppo da catrame, nero e grossissimo, le cui radici i geli della decorsa primavera avevano spinte in su, almeno per l’altezza di un cubito. Di questo ceppo io scalzai con la mia ascia la radice centrale, quella che si affonda dritta in terra, la trassi fuori e allargai il buco ancora un pochino. Allora vi strisciai dentro, misi la canna del fucile verso il posto insanguinato e in quel grazioso rifugio cominciai ad aspettare l’orsacchiotto, con una solida fortezza sulla testa. L’orso venne, sbucò dai cespugli, ficcò le zanne nella spalla lacera dello stallone e allora io decisi prudentemente di mandargli del piombo nella fronte. Ma che diavolo! la placca di latta del calcio urtò dolcemente contro un bottone di stagno della mia giacca e il fine orecchio dell’orso percepì subito quel tintinnio. Come forsennato si scagliò contro di me, ma io gli sparai contro. Senza badarci, continuò a correre, urlando spaventosamente. Allora si udì un fracasso sulla mia testa; le radici scricchiolarono e la terra tremò, quando il ceppo ramificato mi fu strappato di sopra alla testa. Ed io, disgraziato, pensai che fosse già venuto il giorno nefasto e attesi, col fucile in pugno, che mi si spalancasse contro la gola del mostro. Ma ad un tratto il fracasso cessò e tutto fu quieto, muto come una tomba e non mi venne, come mi aspettavo, ad una picchiata. Aspettai ancora un momento e finalmente detti un’occhiata dall’altra parte delle radici sollevate: laggiù giaceva senza vita l’orso, stringendo fra le zampe un tronco, irrorando di sangue la terra dal suo petto poderoso. Ma bravo! pensai, ritrovandomi libero, sotto il libero ciel. Il ceppo da catrame era stato spostato via dalla mia testa proprio a tempo debito. 07024
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JUHANI: »Himmel und Hölle!« sagte Heskus-Jaakko. Gianni. All’inferno! diceva Giacomo di Heskuu (Allude al detto di un mendicante, noto nel paese di Kivi.). 07025
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TIMO: Daß dich sieben Schusterbuben ...! Timoteo. Per sette fabbri! 07026
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JUHANI: Der pfiffigste Streich im ganzen Erdkreis! Gianni. Il tiro più svelto che si sia visto sul globo terrestre! 07027
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TUOMAS: Ein kecker Streich, ein Männerstreich sowohl vom Meister Petz wie von Euch! Maso. Un bel tiro, un tiro coraggioso, tanto da parte dell’orso quanto da parte vostra! 07028
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JUHANI: Oh, du schwarzer Stier! Gianni. Per le corna del diavolo! 07029
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TIMO: Teufel! mehr kann ich nicht sagen. Aber wie gings denn weiter? Timoteo. Diavolo! altro non so dire! Ma e poi? 07030
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MATTI: Ja, du kannst dir wohl denken, wies weiter-ging. Du kannst dir denken, daß man den Knall wie aus nem Kochkessel in Turkkila gehört hatte und daß die Männer bald wie ein Mückenschwarm nach der Lichtung kamen. Da erhob sich ein Lärm und Rumoren, als wir den Bären an einer ranken, wippenden Stange zum Hof trugen! Es war aber auch ein tüchtiger Bursche: als er in der Schwebe dahing, verdunkelte er die ganze Stube von Turkkila wie eine dicke Gewitterwolke den Himmel. — Das waren die Mühen dieses Tages, dieses Tages und dieser Jagd. Und dann hoben wir einen. Matteo dell'Esca. Sì, tu indovini che cosa avvenne poi, che il fracasso si udì fino a Turkkila come dal fondo di una caldaia e radunò la gente come zanzare in un campo. E si levò un fracasso e uno scompiglio, quando sopra una pertica piegante ed oscillante si portò l’orso alla fattoria. Ed era proprio un bel compare : dondolando da un gancio al soffitto, oscurava tutta la sala di Turkkila, come in cielo una nuvola temporalesca. Queste furono le pene di quel giorno, di quella giornata e di quella caccia. E poi facemmo una bevuta. 07031
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JUHANI: Und ihr feiertet einen fröhlichen Bärenschmaus. Gianni. E avete celebrato dei lieti banchetti funebri dell’orso. 07032
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MATTI: Der begann in Turkkila und endete im Pfarr-hof, endete mit suppigen Gesichtern und matten Augen. So wars, und die Tage sind gewesen und kommen nicht wieder. Aber ein Greis gedenkt gern der Wanderungen in den besten Tagen seiner Männerjahre und erzählt gern davon. Matteo dell’Esca. Li abbiamo cominciati a Turkkila e finiti alla parrocchia. Li abbiamo finiti con visi ben pasciuti e con occhi imbambolati così, e quei giorni se ne sono andati per sempre. Ma volentieri ci si ricorda, da vecchi, delle avventure degli anni virili e volentieri si raccontano. 07033
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AAPO: Und gern hören wir zu. Abramo. E volentieri noi le stiamo a sentire. 07034
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JUHANI: Erzählt so weiter bis zum Morgen, und wir wissen nicht mehr, daß es Schlaf in der Welt gibt. Gianni. Continuate a raccontare fino a giorno fatto, noi non ci ricorderemo che c’è il sonno nel mondo. 07035
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MATTI: Nun ists aber Zeit, daß man nach seinem Kabuff humpelt; ’s ist Zeit, ja. Gott befohlen, ihr Bruder! Matteo dell'Esca. Ma ormai è tempo di arrampicarci nella nostra bicocca: sì, è tempo: fratello diletto! 07036
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JUHANI: Der Herr behüte Euch, geehrter Matti. Gianni. Il Signore vi guardi, bravo Matteo. 07037
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AAPO: Gehabt Euch wohl und laßt Euch bald wieder bei uns sehen. Abramo. State bene e siate sempre il benvenuto in casa nostra. 07038
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Mit dem Beil auf der Schulter wanderte Matti zu seiner kleinen Kate auf dem dicht mit Maserbirken bewachsenen Hügel fern vom Dorf. Die Brüder aber gingen zur Ruhe; denn schon siegte ja das Dunkel, und das trübe Licht des Abends schien wehmütig durch die schmalen Fensterlöcher ihrer Hütte. Lange jedoch drängten sich die Gedanken in ihrem Hirn und wehrten den erquickenden Schlummer. Sie dachten an Zunder-Mattis Erzählungen von den Einöden des Nordens, von der verhexten Luft dort und den Zauberpfeilen, die zischend kreuz und quer durch die finstere Nacht sausten. Wie dort die Pfeile sprühten und die Flinten blitzten, so blitzte es in ihrer Brust von seltsamer Lust und Leidenschaft. Am meisten nährte ihren Eifer der Kranich, jener klug und scharf dreinschauende Vogel, von dessen wildem Kreischen die Moore des Nordens widerhallen. Und dann lächelte ihnen der Gedanke an die köstliche Wärme der Federnester, lächelte ihnen mit den schimmernden Eiern aus dem Schoß der Rauschbeer-büsche entgegen. Dort die Langhälse zu fangen und ihre Nester zu plündern, war nun die Schwärmerei der Bruder. Mächtig lockte sie das feierliche Dunkel der Moore im Norden. E Matteo si avviò, con l’ascia sulla spalla, verso la capanna, nel fitto delle betulle, lontano dal villaggio. I fratelli se ne andarono al riposo notturno perchè già vinceva la tenebra e la pallida luce della sera passava debolmente per i finestrini della loro casetta. Ma per un pezzo ancora i pensieri si affollavano nel loro cervello, cacciandone il sonno refrigerante. Ricordavano quel che Matteo dell’Esca aveva raccontato dei deserti del nord, di quell’aria stregata e delle frecce magiche che attraversavano sibilando la cupa notte. Come lassù brillavano le frecce e lampeggiavano gli schioppi, così il loro petto era inondato da una strana passione, soprattutto nutrita dalla gru, da quell’uccello dall’aria savia e permalosa, che schiamazza nei pantani del nord, e, nel loro pensiero, brillava il cordiale calore dei piumati nidi e, dal grembo dei cespugli di rosmarino, il chiarore delle uova lucenti. Di acchiappare lassù quei colli lunghi e di derubarne i nidi, questa era allora la smania dei fratelli. Potentemente li attirava la solenne mestizia del nord. 07039
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Am längsten von allen aber wachte Juhani auf seinem Lager. Er sann darüber nach, wie sich hier im Kirchspiel der Heimat eine Jagd veranstalten ließe, die sich mit der jüngst geschilderten auf den Mooren Lapplands vergleichen könnte. Er dachte an das Kourumoor, wo es allerdings keine Kraniche, dafür aber spiegelfedrige Wildenten in großen Scharen gab. Und als ihm das viele Zechen der Männer im Norden mit wunderbarer Macht den Sinn umgaukelte, da fiel ilim ein, daß ja in Viertola Branntwein zu haben sei. Und so bekam er in Gedanken ein Nachbild der edlen Jagd im Norden zustande und schlief zuletzt mit dem Entschluß ein, es morgen zu verwirklichen. Aber im Traum tummelte er sich noch lange mit Zunder-Matti auf dessen mächtigen Waldfahrten. Einmal schnellte er träumend vom Lager auf und rief mit fürchterlicher Stimme: »Ein Vielfraß, ein junger Vielfraß! Packt den Lump am Hals!« Bei diesem Ruf brummten die ändern, halb erwachend, mürrisch in ihren Winkeln, versanken jedoch bald wieder in Schlummer. Juhani hingegen starrte lange um sich, bevor er begriff, daß er nicht in den nebligen Gefilden Lapplands auf grauem Boden zwischen Mooren stand, sondern auf der friedlichen Pritsche der heimatlichen Kate. Nach und nach dämmerte es ihm, er sank wieder auf sein Lager und schlief dann tief. — Am Morgen aber, nach dem Aufstehen, entsann er sich seines nächtlichen Beschlusses und legte ihn sogleich den ändern dar. Ma più a lungo di tutti vegliava Giovanni nel suo letto. Egli andava imaginando come avrebbe potuto organizzare, nella loro parrocchia natale, una partita di caccia da mettere a paro con quella ora appunto raccontata dei pantani di Pimentola : si ricordava della palude di Kouru, dove di gru non c’era l’ombra, ma si trovavano invece branchi di anitre dai fianchi cangianti. E quando le lunghe trincate degli uomini del nord lusingarono l’animo suo con strana forza, gli venne in mente che avrebbe trovato dell’acquavite nella fattoria di Viertola. E così egli compose nella sua fantasia una specie di imagine delle cacce nordiche, e, avendo deciso di metterla in esecuzione il mattino seguente, finì per addormentarsi: ma nel sonno durò per un pezzo a fantasticare di Matteo dell’Esca e delle sue cacce. Una volta saltò su dal letto gridando con voce terribile: «Un ghiottone! un ghiottone! prendetelo per il collo, quel brigante » e mezzo risvegliati da quell’urlo, gli altri gli si rivoltarono contro dai loro cantucci, ma presto ripresero sonno. Gianni però rimase a lungo ad occhi spalancati guardandosi attorno prima di avvedersi che non si trovava nelle terre sabbiose di Lapponia, fra i pantani ed i grigi promontori, ma sul pacifico soppalco di casa sua. Poco a poco la mente gli si schiarì, si risdraiò sul letto e si addormentò sodo. Ma, al mattino, alzatosi, si ricordò della decisione presa nella notte e cominciò subito a darne conto agli altri. 07040
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JUHANI: Brüder, hört zu, was ich sage und was ich euch jetzt auseinandersetzen will. Es ist mir eine wildreiche Gegend eingefallen. Mich wundert sehr, daß wir bis zum heutigen Tage das Kourumoor vergessen haben, auf dessen Grasflecken und klaren Tümpeln Wasservögel ohne Zahl und Ende hausen. Laßt uns dorthin auf die Jagd ziehen und uns Enten holen, säckevoll wie Holzkeile. Gianni. Fratelli, sentite che cosa dico e dove voglio rivolgere la vostra mente. Mi ricordo di una contrada ricca di caccia, e mi sorprende che sino ad oggi ci siamo dimenticati della palude di Kouru, nei cui prati e limpidi laghetti si addensano uccelli acquatici senza numero e misura. Ora andiamo a caccia laggiù, e portiamone anatre a sacchi come mazzuoli. 07041
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TUOMAS: Damit bin ich einverstanden. Maso. Son d’accordo. 07042
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TIMO: Ich nicht minder. Timoteo. Anch’io volentieri. 07043
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EERO: Ich auch; und wenn ich im Kourumoor herumwate, halte ich mich für Klein-Jussi in den lappländischen Sumpfen. Nur zu! Rico. Anch’io. E quando me ne andrò in giro per la palude di Kouru, mi sembrerà di essere Giannino nei pantani di Lapponia. Andiamo! 07044
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AAPO: Ich sträube mich auch nicht gegen das Unternehmen, denn es kann uns für viele Tage Essen einbringen. Abramo. Nemmeno io sono contrario al progetto, che ci procurerà molti giorni di provviste. 07045
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JUHANI: Die Sache ist also beschlossen. Aber bis zum Kourumoor ists ein verdammt weiter Weg, ein paar Kllen, die der Fuchs gemessen hat, und eine Nacht bleiben wir wenigstens dort. Deshalb könnte, glaube ich, ein Tröpfchen nichts schaden, wenn wir da unterm freien Himmel kampieren. Gianni. Dunque il viaggio è deciso. Ma di qui alla palude di Kouru c’è un tragitto lunghissimo, enorme, e laggiù ci dovremmo passare almeno una notte. Perciò io penso che un sorso di acquavite non guasterebbe per un campeggio all’aperto. 07046
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TUOMAS: In Viertola gibts Schnaps. Maso. A Viertola c’è dell’acquavite. 07047
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JUHANI: Ja, und guten. Gianni. E di quella buona. 07048
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TUOMAS: Sieben Quart, Jungens! Maso. Sette quartucci, ragazzo! 07049
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JUHANI: Recht so! Eins für jeden Mann! Gianni. Giusto! uno per ciascuno. 07050
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AAPO: Vielleicht lassen wir den Schnaps, an den wir gottlob! noch nicht gerade gewöhnt sind. Abramo. Ma forse sarebbe bene lasciare da parte l’acquavite, alla quale, grazie a Dio, non siamo ancora abituati. 07051
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JUHANI: Du hast ja wohl auch manchmal einen geschlubbert, so gut wie ich. Gianni. Ma tu ti ci sei messo di tanto in tanto al pari di me. 07052
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EERO: Versteh den kindlichen Wink mit dem Zaun-pfahl, Aapo. Laß, damit auch wir einmal sagen können: »und dann hoben wir einen«, wenn wir als alte Mummelgreise der Jugend von unsern Heldentaten erzählen. Laß, damit wir uns mal recht lebendig vorstellen, wie wir die Vielfraßbracken im Norden da auskuranzen. Rico. Devi capire, Abramo, la nostra idea puerile; cioè che noi pure possiamo dire una volta : « E facemmo una bevuta », quando, coi capelli grigi, racconteremo le nostre gesta alla gioventù. Lascia che anche noi, da desti, ci imaginiamo trasportati alla caccia dei ghiottoni del nord. 07053
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JUHANI: Wieder Flausen? Es ist doch Recht und Pflicht des Menschen, daß er seinen Leib pflegt. Auf dieser Wanderung müssen wir ohnehin genug über Moore und schaukelndes Bebeland stapfen und die Nacht patschnaß auf einem Haarmoosbett verbringen. Da tut ein kleiner Schluck aus der Buddel ganz gut, glaub ich. — Also ists wohl das beste, wir gehen nicht ohne einen Tropfen Arznei im Ranzen auf die Reise. Lauri mag jetzt mit dem besten Fuchsfell unterm Rock nach Viertola ziehen, und Schnaps muß er dafür kriegen. Gianni. Ancora delle sciocchezze? Eppure l’uomo ha il diritto e il dovere di aver cura del proprio corpo. Durante questo viaggio avremo un bel po’ da trampoleggiare per pantani e terreni mobili e passare le notti infangati e inzuppati in un letto di muschio. Allora una sorsatina di quella tale bottiglietta farà del bene, io credo. Il meglio sarà dunque di non mettersi in viaggio senza quella certa medicina nel sacco. Ed ora Renzo se ne vada a Viertola, con la miglior pelle di volpe sotto il braccio, in cambio della quale prenderà dell ’acquavite. ^ 07054
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Um als Stärkungstrank auf der Entenjagd im Kourumoor Branntwein zu holen, begab sich Lauri nach Viertola. — Vom Impivaara ungefähr fünftausend Schritt entfernt, liegt dieses Moor auf dem Gebiet von Viertola, weit ausgestreckt, von finstren Wäldern umgeben. An seiner Oberfläche, wo die Enten so gern ihre Wohnplätze haben, wechseln klare Tümpel, hohe Grasflecken und bültige, mit morschenden Kiefern bestandene Inselchen. Hierhin wollten die Bruder ziehen, um schnarrende Enten zu fangen, und hofften auf überreiche Beute. Renzo si avviò a Viertola per prendere dell’acquavite che doveva mettere in forza i cacciatori di anitre a Kouru. Un cinquecento passi da Impivaara, nel distretto di Viertola, si stende quell’ampia palude, circondata da fìtti boschi. Sulla sua superficie, dimora cara alle anatre, si alternano limpidi laghetti, alti prati erbosi, lingue di terra e monticelli coperti di pini per metà disseccati. Laggiù avevano deciso i fratelli di recarsi a cacciare le anatre schiamazzanti, con la speranza di farne buona preda. 07055
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Lauri kehrte aus Viertola zurück und brachte perlenden Branntwein, in eine zinnerne Flasche, die alte Jagdflasche ihres Vaters, gezapft. Aber außerdem brachte er eine wichtige Neuigkeit aus den Wäldern mit, die die Lust der Brüder noch mehr anstachelte. Er berichtete, ein Bär habe einen der besten Ochsen von Viertola zerrissen, und wußte auch die Mordstätte, die im Norden des Impivaara auf dem Gebiet des Gutshofes, aber nahe der Waldgrenze von Jukola lag. An dieser Stelle vorbei beschlossen nun die Brüder nach dem Kourumoor zu gehen und erst aufzubrechen, wenn der Tag sich gegen den Abend neigte. Vielleicht stießen sie auf den Bären, der bei Sonnenuntergang die Reste seiner Beute zu verzehren pflegt. Das war ihre Hoffnung. Und als das kräftige Mittagessen beendigt war und der Nachmittag fortschritt, machten sie sich, gehörig ausgerüstet, mit den Ranzen auf dem Rücken und mit scharfen Ladungen in den Flinten auf. Hinterher ging Lauri, die Hunde an der Leine und die sieben Quart Branntwein in seinem Ranzen. Er sollte mit den Hunden etwa dreihundert Schritt von der Walstatt Zurückbleiben und sollte Killi und Kiiski loslassen, wenn er den Ruf und einen Flintenknall vernähme. So machte ers auch. Er hielt beizeiten unter einer Tanne an, um abzuwarten, was geschehen werde. Die ändern traten näher an den Platz heran, wo der Ochse zerfleischt worden war, und fanden im öden Tannenwald ein halb aufgefressenes Tier auf der blutgetränkten Erde liegen. Sie versteckten sich nun in geeignetem Abstand in einem niedrigen, aber dichten Gehölz und warteten ruhig ab. Tornò Renzo da Viertola, portando la periata acquavite, messa nella boraccia di zinco, che il babbo era solito di adoperare a caccia. Ma, oltre all’acquavite, egli aveva portato da Metsola una notizia importante, che punse ancor più al vivo la smania dei fratelli. Raccontò che un orso aveva ucciso uno dei migliori buoi di Viertola e sapeva anche dove la strage era avvenuta, nel terreno di Viertola a nord di Impivaara, ma vicino al confine del bosco di Jukola. Per questo posto decisero i fratelli di partire, per la palude di Kouru, e di tornare a casa solo verso il far della sera. Forse avrebbero incontrato l’orso, che è solito di tornare al tramonto del sole per terminare il pasto con gli avanzi della sua preda. Così speravano essi. E quando il loro pranzo sostanzioso fu consumato, e calava la sera, si misero in cammino, bene equipaggiati, col sacco di scorza di betulla sulle spalle e le cariche a palla negli schioppi. Per ultimo veniva Renzo, tenendo i cani al guinzaglio e portando nel sacco i sette quartucci di acquavite. Era fissato che sarebbe rimasto coi cani un trecento passi dal luogo del massacro e che avrebbe lasciati liberi Killi e Kiiski appena udito gridare e sparare. E così fece: si fermò a tempo sotto una quercia per aspettare che cosa sarebbe successo. Gli altri si avvicinarono al luogo dove il bue era stato scannato e trovarono sul terreno insanguinato il corpo della bestia per metà divorato, in una cupa abetina. Si nascosero a una distanza giusta per il tiro, in una bassa ma fitta pineta e attesero. 07056
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Es verging eine ziemliche Weile. Aber endlich vernahmen sie von einer Senke her schlürfende Schritte und das Knicken von Zweigen, und daraus schlossen sie, daß ihr Gast zum Mahle käme. So geschah es auch. Unter den Bäumen hervor trat vorsichtig und leise ein ungewöhnlich großer Bär. Doch er schien die Gefahr zu wittern; denn schon in weiter Entfernung von seinem Opfer machte er fauchend und mit der Schnauze herumspürend halt. Lange trieb ers so, und zuletzt schien es, als wolle er umkehren, ohne in Schußweite der Flinten gekommen zu sein. In tiefstem Schweigen warteten die Brüder im Dickicht, bis sich schließlich Timo, ohne die verbietenden Winke der ändern zu beachten, auf einem Umweg sachte an den grimmen Feind heranschlich. Und jetzt, als er ihm nahe genug zu sein glaubte, drückte er ab. Aber nur das Pulver auf der Pfanne blitzte, während sich die Ladung im Lauf nicht entzündete. Wütend stürzte nun die Bestie, wie ein großer bemooster Felsblock, der ins Rollen kommt, auf Timo los, der sich im Nu mit dem Gesicht auf die Erde warf und bewegungslos liegenblieb. Das Ungetüm beroch, beschnubberte und zauste ihn, böse brummend und schnaufend. Und gewiß hätte Timos Stündchen jetzt geschlagen, wäre ihm Juhani nicht zu Hilfe geeilt, indem er dem Bären gegen das Rückgrat schoß. Tiefer wagte er wegen des Bruders, der unter dem Untier lag, nicht zu zielen. Aber die Kugel traf nicht, wenigstens nicht schwer genug; denn nun ließ der Fürst des Tannenwaldes Timo mit dem Gesicht auf der Erde liegen und warf sich noch erboster Juhani entgegen. Da wandte dieser, um sein Leben zu retten, den Flintenkolben gegen den geöffneten Rachen des Tieres, und ein furchtbarer Kampf mußte beginnen. Aber jetzt schoß Tuomas und jagte dem Bären eine feurige Kugel in den Schenkel. Um den Bruder nicht zu treffen, getraute auch er sich nicht, nach dem Kopf oder der Brust zu zielen, die die sichersten Angriffspunkte des Todes sind. Doch fühlte der Bär jetzt das Blei in seinem Körper, und nieder floß das Blut über sein rundes, zottiges Bein. Wutschäumend, mit grauenhaftem Brüllen stürmte er auf Tuomas zu, bekam aber von dessen Flinte einen so wuchtigen Schlag vor die Stirn, daß er, den Kopf schüttelnd, plötzlich in seinem Lauf innehielt. Und so standen jetzt die Gegner und schauten sich einen Augenblick drohend an. Passò un bel po’ di tempo. Finalmente dei passi leggeri e uno scricchiolìo di rami fecero capire che il convitato si avvicinava al pranzo. E difatti, di mezzo agli alberi, si accostava guardingo e in silenzio un orso di grossezza non comune. Ma pareva che fiutasse il pericolo; perchè, già a distanza dalla sua vittima, si fermò d’un tratto, sbuffando e torcendo il muso. Per un pezzo rimase in dubbio e parve finalmente preferisse tornare indietro, restando fuori di tiro. Zitti zitti i fratelli aspettavano nel pineto finché da ultimo Timoteo, senza badare ai cenni degli altri che cercavano di impedirglielo, per una via traversa si avvicinò al rabbioso nemico. E allora, appena egli credè di essere abbastanza vicino all’orso, fece fuoco. Ma soltanto la polvere nello scodellino prese fuoco, senza accendere la carica. Furibondo si avventò l’orso, come un grosso masso muscoso rotolante, sull’uomo, che senza indugio si buttò con la faccia a terra e vi rimase immobile. La belva lo annusò, lo grattò e lo spinse, mentre ruggiva e soffiava incollerita. Per Timoteo stava per suonare l’ultima ora, se Gianni non fosse accorso in suo aiuto, sparando all’orso nella schiena. Non si arrischiò a mirare più in basso, ricordandosi che il fratello stava sdraiato sotto la belva. Ma la palla non colpì nel segno, almeno non quanto doveva, chè il re delle selve si slanciò ancor più furente contro Gianni, lasciando Timoteo a giacere per terra. Allora Gianni, per salvare la pelle, voltò la canna dello schioppo contro la gola spalancata dell’orso e la lotta si fece terribile. Ma ora Maso sparò mandando una palla infuocata nel ginocchio dell’orso. Anche lui, per scansare il fratello, non osò mirare alla testa o al petto, le ferite più sicure per portare la morte. Ora davvero l’orso si sentì il piombo nel corpo e il sangue gli scorreva lungo la zampa grossa e rotonda. Furibondo, con un pauroso ruggito, si slanciò allora contro Maso, ma lo schioppo di lui lo colpì così forte nella fronte, che egli, scuotendo il capo, interruppe ad un tratto la corsa. Ed ecco che i nemici ristettero per un momento guardandosi l’un l’altro minacciosamente. 07057
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Da eilten die Hunde herbei, näherten sich flink und lautlos wie zwei Blitzstrahlen; als sie aber das struppige Ungeheuer erreicht hatten, erhob sich ein wilder Lärm. Killi kläffte ihm, sich immer einige Schritte seitwärts haltend, gegen den Bart. Hinter ihm rumorte Kiiski und wagte sogar dann und wann nach seinen wolligen Schenkeln zu schnappen. Doch taumelte er jedesmal rasch zur Seite, wenn sich die Honigtatze wie ein mächtiger, graubrauner Packen Heu zwischen ihnen umwandte. Und schließlich, nachdem der Petz einige mißlungene Anfälle auf seine Peiniger gemacht, suchte er das Weite, und lärmend stoben die Hunde hinter ihm drein. Allora corsero innanzi i cani, si fecero dappresso rapidi e muti come due lampi, finché, giunti presso l’orso arrogante, si levò una mischia rabbiosa. Killi gli abbaiava alla barba, tenendosi però qualche passo in disparte. Dietro a lui strepitava Kiiski, e di tanto in tanto si azzardava a strappargli qualche fiocco di pelo dalle coscie, ma però era sempre pronto a fare un balzo in disparte, ogni qualvolta zampadimiele si rivoltava verso di lui come un grosso mucchio nerogrigiastro di fieno. Finalmente, dopo aver tentato qualche altro mal riuscito attacco contro i suoi persecutori, l’orso prese la fuga, coi cani alle calcagna. 07058
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All dies geschah außerordentlich schnell und bevor die übrigen Brüder nach dem Kampfplatz gelangt waren. Juhani aber und Tuomas luden in der Hoffnung, Meister Petz noch einmal zu stellen, sofort wieder. Auch Timo richtete sich da allmählich auf und starrte einen Augenblick um sich, wie wenn er nicht recht gewußt hätte, wo Norden war, woher der Wind wehte. Heftig schalten ihn nun die ändern wegen seines törichten Übermuts, der einigen von ihnen hier den Garaus hätte machen können und vielleicht die Jagd endgültig verdorben hatte. Ohne ein Wort zu sagen, saß Timo auf seiner Bülte, stach das Loch in der Pulverpfanne seiner Flinte auf und hämmerte mit dem Rücken seines Messers den Feuerstein spitzer. Und bald standen sie alle da, bereit, die Jagd wieder aufzunehmen. Tutto ciò avvenne presto presto e prima che gli altri fratelli giungessero sul campo di battaglia. Ma Gianni e Maso ricaricarono i fucili nella speranza di colpire un’altra volta l’orso. Anche Timoteo si rialzò piano piano e si guardò d’intorno per un po’, come se non si fosse ancora ben accertato dove fosse la tramontana e da che parte soffiasse il vento. Gli altri gli fecero aspri rimproveri per la sua sciocca audacia che avrebbe potuto costar loro la vita e che aveva irrimediabilmente rovinato la caccia. Senza aprir bocca, Timoteo, se ne stava sul prato a sbrattare il buco dello scodellino e ad affilare colla costola del coltello la pietra focaia. E di lì a poco tutti erano pronti a riprendere la caccia. 07059
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Immer weiter verzog sich das Gebell der Hunde, verklang fast ganz, und schon bezweifelten die Brüder, daß sie ihrem Wild noch einmal begegnen würden. Nach einer Weile aber waren die Stimmen der Hunde deutlicher zu hören, näherten sich mehr und mehr, und es hatte den Anschein, als mache der Bär seinen gewöhnlichen Bogen und kehre an seinen Ausgangspunkt zurück. Da stellten sich die Brüder mit den Flinten in der Hand an bequemen Plätzen auf, um die Treibjagd zu erwarten. Auf einer kleinen, grasbewachsenen Lichtung stand Simeoni und eine Strecke von ihm entfernt Lauri, beide regungslos, stumm wie Bildsäulen. In vollem Lauf, so daß die Erde erdröhnte, kam der Bär heran und wies seinen geöffneten schwarzroten Rachen. Er stürzte schnaubend auf Simeoni zu. Dieser schoß, und kopfüber fiel die Honigtatze ins Gras, erhob sich aber wieder und rannte auf den Schützen los. Aber da blitzte Lauris Flinte, ein scharfer Knall erklang, und stumm lag die Bestie vor Simeonis Füßen, da lag sie, ohne ein Glied zu rühren, und das Blut strömte ihr aus Kopf und Brust. Sempre più lontano si spostava l’abbaiare dei cani, quasi non si udiva più, e già i fratelli pensavano che non avrebbero più incontrato la loro preda. Ma, passato un momentino, si risentì chiaro l’urlo di Killi e di Kiiski, che si avvicinava sempre più e si vide che l’orso faceva la sua solita svoltata e stava per ritornare nello stesso punto da dove si era mosso. Ecco che i fratelli si misero ai punti adatti, coi fucili in pugno, pronti a riprendere la caccia. Sopra una piccola radura erbosa stava Simeone e, a pochi passi da lui, Renzo, ambedue immobili, muti come statue. Di piena corsa, che ne tremava la terra, l’orso s’avvicinò, mostrando la gola rosso-scura spalancata e si slanciò ansimando contro Simeone; quegli sparò e zampadimiele piombò a terra, ma si rialzò e fuggì verso il tiratore. Ecco che lampeggiò lo schioppo di Renzo, un colpo violento echeggiò e muta giacque la belva ai piedi di Simeone. Quivi giacque senza muovere membro e il sangue gli sgorgava dal capo e dal petto. 07060
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Die Bruder aber versammelten sich bald um den Gefallenen, und es war ein alter, großer, männlicher Bär. Man sah jetzt, daß sein Kopf gerade unter dem Ohr durchbohrt war, und durchbohrt war auch die Flanke. Die erste Wunde rührte, das wußten alle, von Lauris Kugel her; denn ein Tier, dem das Gehirn durchschossen ist, fällt augenblicklich und erhebt sich nicht mehr. Zufrieden saßen die Schutzen um den zottigen Helden des Waldes und machten sich bereit, einen Totentrunk zu tun. Zufrieden und stolz aufblickend saßen auch die Hunde neben ihrem erlegten Feind. — Der Abend war schön, der Wind war verstummt, und die Sonne stieg in den Schoß des finstren Bruchwalds hinab. Gemütlich rasteten die Bruder dort in der holden Dämmerstunde, nachdem das lärmende, heiße Kampfspiel beendet war. Ma tosto i fratelli si raccolsero dintorno al caduto che era un vecchio e grosso maschio. Si vide ora che il capo gli era stato trapassato sotto all’orecchio e trafitto era pure il fianco. La prima ferita, come sapevano tutti, era della palla di Renzo; perchè l’animale colpito al cervello, cade di peso e non si rialza più. Soddisfatti, sedevano i cacciatori intorno all’irsuta pelliccia, e si preparavano a celebrare la bevuta della morte; con sguardi di soddisfazione sedevano alteri i cani accanto al loro nemico abbattuto. Bella era la sera, il vento si era placato e il sole discendeva in grembo alla oscura foresta. Piacevole era per i fratelli di riposarsi colà, in quel gradito momento della sera, ora che la lotta animata e rumorosa era finita. 07061
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JUHANI: Den ersten Schluck soll Lauri tun! Er hat wie ein ganzer Kerl geschossen, den Schlingel auf den rechten, besten Fleck getroffen, und auf die Tatzen flog der Petz wie das Heu vor der Sichel. Kipp dir einen hinter die Binde, Junge! Gianni. Il primo sorso tocca a Renzo. Egli ha sparato da uomo, ha colpito il birbante proprio nel punto debole, e l’orso è ruzzolato sugli unghioni, come il fieno sotto la falce. Una bella sorsata, figliolo! 07062
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LAURI: Na, dann will ich mal einen Schluck die Kehle hinunterrieseln lassen! Renzo. Se toccasse anche a me di trangugiare una bella sorsata! 07063
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JUHANI: Du Waisenknabe, was den Schnaps angeht! hast keinen Dunst, wie er schmeckt, bist unschuldig wie ein Lamm. Gianni. O novellino nell’arte del bicchierino! Non ne conosce ancora il gusto, è innocente come un agnello! 07064
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LAURI: Den Geschmack kenn ich schon, weiß auch, daß kein Vogel was auf mich fallen läßt. Aber wie die Welt aussieht, wenn ein lustiger Kerl beschwipst herumschwankt, das weiß ich tatsächlich nicht. Renzo. Il gusto lo conosco tanto da non farmi mangiar la pappa in capo, ma come sembri il mondo a un ragazzo allegro che si pavoneggi per la birra bevuta, questo davvero non lo so!... 07065
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AAPO: Denk mal nach, Lauri, und ich möchte dir eher ab- als zuraten. Abramo. Pensa un po’, Renzo : io vorrei piuttosto proibirtelo, che consigliartelo. 07066
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LAURI: Wohl bekomms! Renzo. Beviamo! 07067
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AAPO: Und laßt uns hoffen, daß uns dies nicht ins Verderben fuhrt. Abramo. E speriamo che questo non sia il principio di un rovinoso vizio. 07068
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LAURI: Was schwatzt du? Sauf, Bruder, denn wir haben Grund, mal ein bißchen lustig zu sein. Renzo. Che vai cianciando? Prendine, perchè abbiamo ragione di fare un po’ di bisboccia. 07069
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JUHANI: Dort liegt ja der Musjö wie ein schwerer Heusack, und nun ist manchem Rind und Pferd das Leben geschenkt. Gianni. Qui giace il padrone, simile a un vero mucchio di fieno e così sarà risparmiata la vita di molte vacche e di molti cavalli. 07070
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TIMO: Ich weiß aber, daß uns der Herr in Viertola nächstes Mal die Flasche umsonst unter die Jacke schiebt, ein Quart oder zwei. Timoteo. So bene che la prossima volta il padrone di Viertola ci farà scivolare gratis sotto la giacca una bottiglia di acquavite, un litro o due. 07071
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JUHANI: Das wäre auch nicht zuviel, denn wir haben ihm seine ganze Ochsenbande vor dem Ungeheuer da gerettet. Gianni. Non mi parrebbe troppo, dacché abbiamo liberato il suo armento da questo incontro. 07072
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AAPO: Das ist aber auch eine Gesellschaft: vierzig Spießköpfe. Den ganzen Sommer liegen sie Tag und Nacht in den Wäldern, und im Winter ziehen sie den Dünger des ganzen Gutes auf den Acker hinaus. Aber dies freie Sommerleben in den Wäldern macht sie fast wild. Abramo. E che razza d’armento! quaranta capi di bestiame: tutta l’estate stanno, giorno e notte, nei boschi; ma, nell’inverno, portano nei campi il letame di tutta la fattoria. Ma la loro vita estiva in libertà nei boschi li fa quasi inselvatichire. 07073
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JUHANI: Gott behüte uns, daß wir nicht mit den Hunden zwischen sie geraten; die stampften die Männer und ihre Hunde bald zu Mus. Denkt an Nikkiläs Not unter den Ochsen von Honkamäki. Eine große Not war das, obgleich das Bullenvieh da lange nicht so furchtbar zahlreich war wie diese glotzende Herde von Viertola. Wegen seiner Hunde, die in so einer Patsche immer bei ihrem Herrn Schutz suchten, wäre ihm schließlich der Tod sicher gewesen, wenn da nicht zufällig ein kräftiger Wiesenzaun gewesen wäre, der schließlich wie eine schirmende Festungsmauer den Sturmlauf der Ochsen aufhielt. Gianni. Dio ci salvi dall’incontrarli coi nostri cani; ci ridurrebbero in pappa tanto noi che i nostri cani. Ricordiamoci del pericolo corso da Nikkilä coi bovi di Honkamäki : il rischio fu grande, sebbene il numero dei cornuti non fosse terribile come quello di questo armento dai grandi occhi di Viertola. Poiché i cani, in tale rischio, si rifugiavano sempre dal padrone, egli avrebbe finito per soccombere, se non avesse trovato un solido appoggio in una palizzata che, come la muraglia di una fortezza, finì per proteggerlo dall’assalto dei buoi. 07074
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AAPO: Laßt uns auf der Hut sein. Eben habe ich so was wie ein heiseres Brüllen dort vom Hügel her gehört. Sie sind, glaub ich, gar nicht weit von uns. — Was treibt denn Eero dort an dem Stein? Abramo. Stiamo in guardia. Ho udito poco fa come un fioco muggito da quella collina. Non sono, io penso, lontani da noi. Ma che cosa va raspando Rico sotto quella pietra? 07075
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EERO: Hier ist ein Otter, hier in der Mulde unter dem Stein. Rico. Qui c’è una lontra, in un cavo sotto la pietra. 07076
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JUHANI: Ist das wohl möglich? Gianni. Possibile? 07077
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EERO: Sicher. In das Loch hinein fuhren Spuren, aber heraus keine einzige, wie ich dort im Sande sehe. Rico. Di certo. Si vedono delle orme che vanno dentro, ma nessuna che esce fuori, come vedo nella sabbia. 07078
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AAPO: Zeig die Spuren mal den Hunden, die werden schon mit dem Schwanz wedeln, wenn Einquartierung drin ist. Abramo. Mostrale ai cani : se muoveranno la coda, vorrà dire che ci sono degli ospiti. 07079
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JUHANI: Hierher, Killi, Kiiski! Gianni. Qui Killi e Kiiski! 07080
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TUOMAS: Die sind schon wieder unterwegs, wahrscheinlich hinter einem Hasen her. Maso. Eccoli di nuovo in cammino, certo sulle tracce di una lepre. 07081
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EERO: Mit vereinten Kräften werden wir den Stein wohl hoch kriegen. Rico. Unendo le nostre forze, arriveremo a sollevare questa pietra. 07082
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TUOMAS: Das ist nicht unmöglich. Hierher mit deiner Axt, Juhani. Ich haue jedem eine kräftige Stange zu, mit denen wir zusammen den Stein lüften können, da die Hunde weg sind. Maso. Abbiamo tentato per cose anche di minor conto. Qua l’ascia, Gianni, e ve ne tagliere» delle robuste leve, con cui tutti insieme alzeremo la pietra, quando i cani saranno venuti. 07083
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So plauderten sie. Und Tuomas hieb mit Juhanis scharfer Axt jedem Manne eine wuchtige Stange zu, vier aus Birkenstämmen und drei aus Ebereschen. — Aber plötzlich hörten sie ein starkes Donnern und Krachen, das mit entsetzlicher Geschwindigkeit näher zu kommen schien. Überrascht lauschten sie mit den Stangen in der Hand, lauschten und warteten, was schließlich aus dem Wald hervortreten werde. Man vernahm ein unangenehmes, verworrenes Brüllen; zwischendurch winselten die Hunde sehr ängstlich auf, und sehr bald zeigte sich ein grauenerregendes Bild. Wie brünstig kamen ihnen zehn rasende Ochsen entgegen und trieben die Hunde vor sich her, die auf Leben und Tod flohen und auf die Männer zueilten. Der Anblick aber sträubte den Brüdern das Haar, und kalte Schauer liefen ihnen über den Körper. Ohne Einhalt stürzten die Ochsen heran, und betäubendes Gebrüll stießen sie aus. Sie wurden mit wuchtigen Schlägen empfangen, und es begann ein schrecklicher Kampf. Mit den festen Stangen teilten die Bruder behend ihre Schläge aus, spalteten einige der gehörnten Schädel, und schon lagen zwei Ochsen, die Hufe in die Luft werfend, am Boden. Aber auch den Brüdern drohte Tod und Verderben. Timo stolperte, und schon duckte sich ein Ochse, um dem Daliegenden die Brust zu durchstoßen; aber da fiel Tuomas’ Eschenstamm schwer nieder, fiel nieder und zerschmetterte dem Tier das Rückgrat. Dumpf stöhnend sank es leblos zur Erde, und Timo war gerettet. Auch über Aapo schwebte das Verhängnis, aber ihn retteten Juhani und Eero. Wuchtig keilte Juhani dem Stier mit seiner Stange zwischen die Hörner; Eero aber zerrte ihn am Schwanz, bis das Ungetüm die Stellung wechselte, und bald lag es auch, die Hufe in die Luft werfend, am Boden. Im Kampfgewimmel verlor Timo die Birkenstange, aber schnell bemerkte er Juhanis Beil im Gras. Das raffte er auf und begann mit feuriger Raserei um sich zu hauen. Er schlug nach rechts, schlug nach links; furchtbar öffneten sich die Leiber der Ochsen, und brausend floß das Blut auf die Walstatt nieder, das Blut und der Kot. So stritten die Männer bleichen Angesichts im Rachen des Todes, und ihr möglichstes taten auch die Hunde, indem sie ihre Zähne den Ochsen wie eiserne Zangen in die Kehlen schlugen. Laut war in dem Durcheinander der Lärm und das Getöse, auf und ab sausten die Stangen, hoch in der Luft schwirrten die abgeschlagenen Hörner der Ochsen, und das Schreien der Bruder, das Kläffen der Hunde und das Brüllen des Viehs verschmolzen zu einem grauenhaften Getön. Così dicevano, e Maso preparò con l’ascia tagliente di Gianni sette leve resistenti, una per ciascuno, quattro di betulla e tre di sorbo. Ma ad un tratto sentirono dal bosco uno strepito e un fracasso, che sembrava avvicinarsi con paurosa velocità. Stupefatti attendevano i fratelli con le leve in mano, aspettando che cosa apparirebbe finalmente dal bosco. Si sentì un brutto rumore confuso, rotto dal pauroso guaire dei cani; e tosto apparve un quadro terrificante. Contro di essi si slanciarono di corso dieci bovi infuriati cacciandosi innanzi i cani che fuggivano la morte affrettandosi verso i loro padroni; ai fratelli si rizzarono i capelli e un tremito gelava loro le membra. Senza fermarsi un istante i bovi avanzavano, ruggendo paurosamente; nell’urto potente la lotta fu terribile. Con le robuste leve rompevano i fratelli i capi dei cornuti e già due bovi giacevano al suolo, percuotendo l’aria con gli zoccoli. Ma anche sui fratelli sovrastava la morte. Cadde Timoteo e già un bove stava per trafiggergli il petto, quando subito si abbassò la grande leva di sorbo di Maso e gli spezzò la schiena. Muggendo piombò a terra la bestia spirando e Timoteo fu salvo. Di una stessa funesta sorte era minacciato Abramo, ma lo salvarono Gianni e Rico. Con la sua leva potente Gianni colpì il bove tra le corna, Rico lo fece voltare attaccan-doglisi alla coda, sì che di lì a poco, giacque a terra, agitando gli zoccoli nell’aria. Timoteo, nello scompiglio della lotta, perse la sua leva di betulla, ma si accorse dell’ascia di Gianni rimasta nella radura, se ne impadronì e cominciò a vibrarne dei colpi in aria come in vortici di fuoco. Picchiava a destra, picchiava a sinistra; ferite terribili si aprivano nel ventre dei buoi e ne colava gorgogliando il sangue commisto ad acqua ed escrementi. Lividi, così lottavano gli uomini in preda alla morte; e del loro meglio facevano anche i cani, ficcando le zanne, simili a tenaglie di ferro, nella gola dei buoi. Aspra era la mischia e lo strepito: si sollevavano e ripiombavano giù le leve, su nell’aria turbinavano le corna strappate dei buoi, e le grida dei fratelli, l’abbaiare dei cani e il muggito delle bestie si fondevano in uno strepito spaventoso. 07084
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Schließlich aber erlahmte der Streit. Sieben Ochsen lagen leblos da; drei waren entkommen, der eine mit einem Horn, der andre ganz kahl und der dritte sonst übel zugerichtet. Aber bleich, mit weit aus dem Kopfe tretenden Augen standen die Brüder auf dem blutgetränkten Boden. Rot stand Timo mit dem blutigen Beil in der Hand, stand wie ein Bäume fällender Mann. Sie begriffen kaum, was geschehen war. Alles kam ihnen wie ein unheimlicher Traum vor, als sie an das wilde Scharmützel dachten, das wie ein jäher Wirbelwind herangekommen war, einen Augenblick unter ihnen gewütet und sich dann plötzlich wieder gelegt hatte. Erschaudernd blickten sie auf die Masse Wild, das nun vor ihnen im blutigen Grase ruhte: der Petz aus dem Tannenwald, mächtig groß, und die sieben feisten Ochsen. Schwere Stöße hatten sie selber auch abbekommen, besonders Aapo, Juhani und Timo; aber sie standen doch noch aufrecht. Da standen sie, die Stangen umklammernd, keuchten, schwitzten und starrten einander schweigend an. Ma finalmente la lotta cessò; sette bovi giacevano morti a terra, tre erano fuggiti, uno dei quali con un solo corno, uno con la testa rotta, e il terzo pure malconcio. Ma lividi, con occhi truci, stavano i fratelli sul suolo insanguinato. Rosso in viso, con l’ascia in pugno macchiata di sangue e di fango, stava Timoteo, come un uomo intento a dissodare un campo. A stento poterono rendersi conto di ciò che era avvenuto. Tutto sembrava loro come un orribile sogno nel ricordare la mischia, che, come un turbine improvviso, era piombato su di loro, aveva infuriato per brevi istanti e si era d’improvviso calmato. Rabbrividendo guardavano alla quantità di bestiame che ora giaceva loro davanti sul campo insanguinato : l’orso, nell’abetina, grossissimo e i sette pingui bovi. Duri colpi avevano essi stessi ricevuto, specialmente Abramo, Gianni e Timoteo, ma pure erano ancora in piedi; con le leve in mano, affannati, sudati, tossendo e guardandosi l’un l’altro fissi e senza parlare. 07085
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Aber kaum hatten sie ein paarmal aufgeatmet, da kam schon eine neue, viel größere Gefahr heran. Dem Wirbelwind folgte ein Orkan. Es war, als sei die letzte Stunde der Welt angebrochen. Der Boden erdröhnte wie von einem Erdbeben, der Wald krachte, und ein furchtbares Gebrüll erfüllte die friedliche Abendluft, als dreiunddreißig rasende Ochsen heran-gejagt kamen. Mit weit offenen Augen horchten die Bruder auf den Lärm, horchten einen Augenblick, ohne sich zu rühren, stumm, wie eine lange gehetzte Schweineherde im Buschwerk an der Ecke des Feld-zaunes mit hängenden Ohren horcht, ob der Verfolger naht. So die Brüder, bis die Ochsen aus dem Bruchwald hervorbrachen. Da schleuderten sie die Stangen von sich, ergriffen ihre Flinten und flohen mit den Hunden aus allen Kräften, und brüllend stürzten die Ochsen hinter ihnen her. Auf den Grenz-zaun zwischen den Wäldern von Viertola und Jukola eilten die Brüder zu. Es lag vor ihnen ein seichter Tümpel, der über und Uber mit einer grünen Decke verhüllt war; aber zu einem Umweg hatten sie keine Zeit, sondern unbedenklich liefen sie durch das Wasser. Man hörte ein Rauschen, als sie in einer Wolke von Wasser und Nebel verschwanden. Doch im selben Augenblick erschienen sie wieder in der klaren Luft. Ihr Lauf erinnerte an den Mond auf der blauenden Wiese der Höhe. Zur Seite weicht er nicht vor dem Gewölk, das ihm den Weg versperren will; sondern unbekümmert schreitet er hindurch, und leuchtender als zuvor tritt er aus ihm hervor. Und gemessen, feierlich wandelt er dahin. Die JukolabrU-der aber liefen wie Hasen und wilde Hammel; denn die Not stürmte hinter ihnen drein. Da kam ein Zaun, neu und fest, und wie ein Feuer flogen die Brüder hinüber. Aber nach zehn, zwanzig Schritten auf der ändern Seite machten sie auf einer weiten Lichtung halt, um nachzusehen, ob dieser Zaun retten könnte. Es näherte sich ihm die rasende, tobende Ochsenherde, ein lautes Krachen erscholl, und zur Erde polterte der Tannenholzzaun, und nun waren ihnen die Ochsen dichter auf den Fersen als vorher. Jetzt stürmten sie über die dröhnende Lichtung: die Männer mit den Hunden voran, die Bullen hinterdrein, brüllend und Rasenstücke und stäubenden Sand in die Luft schleudernd, wie der Wintersturm den Schnee als Rauch hoch emporwirbelt. Mit wahnsinniger Fahrt griffen die Brüder aus, im Herzen Todesgrauen; denn sie glaubten, daß sie ihr letztes Endchen Lebensweg vor sich hätten. Ma avevano appena ripreso fiato, che un nuovo pericolo fu loro presso, molto più grave del primo. Alla raffica seguì l’uragano. Pareva che fosse prossima la fine del mondo. La terra rumoreggiava come un terremoto, la foresta muggiva e un fracasso spaventoso riempiva l’aria tranquilla della sera quando trentatrè bovi infuriati vennero di corsa. Udirono i fratelli lo strepito, con gli occhi spalancati, ascoltarono per un momento immobili, muti come un gregge di porci lungamente inseguito, che in un cespuglio, al termine di una siepe, con le orecchie penzoloni sta ad ascoltare se si fanno vicini i cacciatori. Così i fratelli, finche le mandre dei bovi sbucarono fuori del bosco. Allora buttarono via le leve, afferrarono gli schioppi e fuggirono a tutta forza coi cani, mentre i bovi si precipitavano muggendo sulle loro tracce. Al termine della siepe, fra i campi di Viertola e di Jukola si affrettavano i fratelli. Sbarrava loro la via uno stagno dall’acqua bassa, coperto di erba; per girarvi attorno non avevano tempo; senza pensarci, vi si gettarono per attraversarlo. Si sentì un risciacquio, mentre essi sparivano in una nube d’acqua e di nebbia, ma nello stesso momento riapparvero nell’aria chiara. La loro corsa ricordava la luna nei prati azzurri del cielo. Non fugge dinanzi alla nube che vuole sbarrarle la via, ma, senza darsene pensiero, le passa attraverso e, più limpida di prima, ne riesce fuori, e procede sicura c solenne. Ma i ragazzi di Jukola correvano come lupi e montoni selvatici, perchè avevano il pericolo alle costole. Ed ecco un’altra robusta siepe e come una fiamma la sorvolarono; ma una ventina di passi più oltre ristettero su di un’ampia radura per vedere se quella siepe avrebbe potuto salvarli. Si appressava l’armento infuriato, con cupo fracasso crollò la siepe di abeti ed ora i bovi erano più vicini ai fratelli. Ed ecco che piombarono sulla sonante radura: gli uomini e i cani dinanzi, gli animali alle loro calcagna, ruggendo, scaraventando in aria zolle e sabbia, come una tempesta invernale che solleva in alto, come fumo, turbini di neve. Con velocità pazza correvano i fratelli, con l’orrore della morte in cuore, perchè pensavano giunto l’ultimo tratto del cammino della loro vita. 07086
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Es ertönte da aus Aapos Munde der Ruf: »Die Ranzen vom Rucken, aber die Flinten behalten!« So sagte er, und sechs Ranzen flogen sofort zur Erde, der siebente tanzte noch auf Lauris Rucken: er wollte ihn noch nicht loslassen. Wenig genug half jedoch dies Mittel; denn immer näher rückte ihnen das furchtbare Tosen und Brüllen im Nacken. Aber wiederum kams traurig schneidend von Aapos Lippen: »Zum Riesenstein, zum Riesenstein!« Und er meinte einen Steinblock von gewaltiger Größe, der im öden Bruchwald lag. Auf diesen zu eilten die Brüder, standen bald an seinem Fuße, und schnell wie der Blitz schossen die Männer wie die Hunde auf seinen Rücken hinauf. Weithin wirbelten die Moosstücke, als ihre Hände sich an den Kanten des Steines festgriffen; ihre Nägel schlugen fester, sichrer und schärfer ein als jemals die krummen Krallen des Luchses. So retteten sie sich vor einem schauerlichen Tode, aber sie waren ja ganz nahe am Rande des Verderbens gewesen. Kaum waren sie auf dem Stein angelangt, da umtoste sie auch schon brüllend und in dem Gelände scharrend die Herde der Bullen. Und dieser Stein, die Zufluchtstätte der Männer, war ein fast viereckiger, einen Klafter hoher Felsbrocken und stand im Bruchwald etwa dreihundert Schritt vom Rande der Lichtung entfernt. Da saßen nun die Brüder schrecklich schwitzend und pustend nach der Flucht vor dem argen Tod. Stumm, wortlos saßen sie eine geraume Zeit. Endlich aber öffnete Juhani den Mund. Allora si sentì un urlo dalla bocca di Abramo : « Via i sacchi dalle spalle, ma teniamo i fucili ». Così egli gridò e sei sacchi di scorza di betulla piombarono subito a terra, il settimo tremava ancora sulle spalle di Renzo che non voleva liberarsene. Ma a poco servì questo ripiego, perchè sempre più da presso li incalzava il tremendo fracasso, ed ecco che dalle labbra di Abramo risuonò di nuovo il disperato grido: «Sulla Rupe del Demonio, sulla Rupe del Demonio!». E accennava a un certo masso, grossissimo, che si ergeva nella radura del bosco. Verso quel masso si affrettarono i fratelli, ne giunsero presto ai piedi, e, con la velocità del fulmine, uomini e cani vi si arrampicarono. Il muschio se ne distaccò, quando i loro pugni si aggrapparono ai bordi della rupe; le loro unghie vi si stringevano più forti, più salde e acute che i ricurvi artigli della lince. In tal modo si salvarono essi da una morte tremenda, ma erano stati nel punto di esserne inghiottiti. Appena avevano raggiunto il masso, che già li circondava muggendo l’orda delle bestie, che batteva il terreno con gli zoccoli, e questo masso, il loro rifugio, era una rupe quasi quadrata, alta una tesa e si ergeva nel bosco, un trecento passi dal margine della radura. Colà stavano i fratelli, tutti sudati e affannati per la fuga dalla triste morte. Rimasero a lungo senza aprir bocca; finalmente Gianni prese a parlare. 07087
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JUHANI: Hier sind wir nun, Brüder; laßt uns unserm Schöpfer dafür danken. Denn das war ein Marsch, an den wir denken werden, solange es Ochsen in der Welt gibt. Gianni. Eccoci qua, fratelli, e ringraziamone la nostra buona sorte, è stata una marcia che ricorderemo finché ci sarà un bove a questo mondo. 07088
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AAPO: Hier sind wir, ja; aber wie kommen wir wieder fort? So ein Ochs ist halsstarrig, und diese hier sind toll und wütend über den Tod ihrer Genossen, den sie nun tausendfach an unsern Hunden rächen möchten. Abramo. Sì, ci siamo; ma come faremo a venirne via? Il bove è caparbio, e questi qui sono furibondi per la strage dei loro compagni che vorrebbero vendicare a cento doppi sui nostri cani. 07089
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JUHANI: Und wir müßten mit dran glauben. Gianni. E riceveremo anche noi una simile zuppa. 07090
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AAPO: Ohne die schöne Höhe dieses Steines. Abramo. Se non ci fosse stata la benedetta altezza di questa rupe! 07091
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JUHANI: Der kam uns aber auch gerade recht. Wahrhaftig! so schnell wie Eichhörnchen sind wir raufgeklettert. Gianni. Ci è stata davvero provvidenziale. Realmente ci siamo arrampicati su svelti come scoiattoli. 07092
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EERO: »Und dann hoben wir einen.« Rico. E poi « facemmo una bevuta ». 07093
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JUHANI: Ganz recht! Dem Herrn sei Dank, daß wir wenigstens Schnaps haben, wenn es so kommt, daß wir hier das Fasten lernen müßten. Gianni. Per l’appunto — grazie al Signore — che un po’ di acquavite non ci manca, per il caso che qui si dovesse digiunare. 07094
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LAURI: Ich habe meinen Ranzen nicht losgelassen. Renzo. Io non ho lasciato andare il mio sacco. 07095
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JUHANI: Auch »dir sei Dank«, mein Bruder. Hol deine Zinnflasche hervor, nimm einen tüchtigen Mund voll und laß sie dann herumgehen. Jetzt braucht das Herz eine kleine Stärkung. Gianni. Sii lodato, pure, fratello mio. Tira fuori la borraccia di stagno, dacci una bella sorsata e poi falla girare. Ora c’è bisogno di un po’ di cura ricostituente! 07096
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AAPO: Aber vorsichtig muß das Zeug in dieser gefährlichen Lage genossen werden. Abramo. Ma questa merce bisogna ce la godiamo con prudenza in così pericolosa situazione. 07097
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JUHANI: Eine heilsame Bemerkung. Da! nimm einen mäßigen Schluck. Gianni. Un’avvertenza salutare. Prendine dunque una sorsata modesta. 07098
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AAPO: Maßhalten ist immer das beste. Denkt dran: dies ist auch unser Bett, und vielleicht für mehr als eine Nacht. Abramo. La moderazione è sempre il meglio. Ricordiamoci che questo è anche il nostro letto e forse per più di una notte. 07099
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JUHANI: Davor bewahre uns Gott. Ich hoffe, der Hunger vertreibt den Hörnerwald um uns recht bald. — Ja, hier sitzen wir nun wie sieben Käuze im Bruchwald, hier auf dem bemoosten Riesenstein. Aber woher stammt denn wohl der Name? Gianni. Che Dio ci aiuti! Io spero che la fame levi ben presto di torno quest’orda di corna. Davvero, eccoci qui come i sette barbagianni nel bosco, su questa muscosa Rupe del Demonio. Ma da dove è nato questo nome? 07100
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AAPO: Von einer merkwürdigen Sage. Abramo. Da una strana novella. 07101
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JUHANI: Erzähl sie uns zum Zeitvertreib. Denn Sagen sind hier gerade am Platz, Sagen und Geschichtchen. Gianni. Raccontacela per passare il tempo. Perchè questo è proprio il momento di raccontare storie e novelle. 07102
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Und Aapo erzählte ihnen die folgende Sage von dem Stein: Ed Abramo raccontò loro la novella seguente intorno a quella rupe : 07103
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Es wohnte einmal in einer Burg auf den Fjälls Lapplands ein mächtiger Riesenfürst, der gewaltigste Zaubrer im Norden. Er besaß ein edles, schönes Rentier, einen unvergleichlich schnellen Läufer. Es machte sich das schlanke Tier an einem Tag im Spätwinter auf und floh über die festgefrorne Schneefläche und lief um das ganze Finnenland herum. Da eilte mancher Bogenschütze, der das farbene, helläugige Tier erblickte, herbei und setzte ihm mit seinem gehärteten Pfeile nach. Aber keiner vermochte ihm zu folgen, bald ließ das Wild den auf seinen Schneeschuhen dahingleitenden Mann weit hinter sich zurück. — So kam es schließlich nach Häme, wo ein berühmter Skiläufer und sicherer Bogenschütze lebte. Dieser erfuhr von dem herrlichen Rentier des Riesenfürsten, machte sich hurtig auf, es einzufangen, und stürmte, mit dem starken Bogen auf der Schulter, auf den flinken Schneeschuhen hinter ihm her. In jähem Lauf flog das Tier über die glatte Schneefläche, der Bogenschütze jedoch noch rascher hinterdrein. So ging es lange über die weiten Ebenen, über steile Hügel hinauf, hinunter. Aber schließlich begann das Rentier zu ermüden. Schon floh es schwer keuchend vorwärts, sein Lauf ermattete, und immer näher rückte der Mann. Da geschah ein Wunder, das jedoch auch früher schon den Pfeil manches Schutzen gehemmt haben soll. Das Rentier wandte sich plötzlich um, näherte sich seinem Verfolger flehend und reichliche Tränen vergießend. Aber ohne sich zu besinnen, sandte der erbarmungslose Mann sein Geschoß, durchbohrte dem herrlichen Tier die Stirn, und so fiel das Edelwild des Riesen und rötete mit seinem Blut den weißen Schnee. « Nel suo castello, sui monti della Lapponia, abitava una volta un principe dei demoni, il più potente stregone del nord. Aveva egli una renna nobile e bella, incomparabilmente veloce alla corsa. Un giorno di primavera correva questo svelto animale sulla neve gelata lungo tutta la Finlandia. Allora più d’un arciere, vista la renna dal pelame d’oro e dai limpidi occhi, la inseguì per colpirla con il dardo acuminato. Ma nessuno riuscì a tenerle dietro, chè essa lasciava a grande distanza chi la inseguiva sugli sci. Capitò finalmente a Häme, dove viveva un celebre sciatore ed arciere valente. Costui aveva fiutato la bellissima renna del demone; la inseguì velocemente rincorrendola sui levigati sci, col forte arco sulle spalle. Con folle rapidità la renna volava sulla pianura gelata, ma con rapidità anche maggiore l’arciere ne seguiva le tracce. Così corsero per lunghi tratti superando gli aperti piani e sprofondandosi giù dalle ripide colline. Ma finalmente la stanchezza prese la renna e già essa ansimava fuggendo, la corsa s’infiacchiva e sempre più vicino le si appressava l’uomo. Avvenne allora un miracolo, che già altre volte aveva raffrenato il dardo di molti cacciatori. D’un tratto la renna si volse, si accostò al suo persecutore con un supplice gesto e versando lacrime copiose. Ma senza punto badarle, scagliò l’uomo spietato l’arma, trafiggendo la fronte del bell’animale; e così cadde la renna del demone, tingendo del suo sangue la bianca neve. 07104
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Da, als der Riesenfürst in den öden Tälern des äußersten Nordens wandelte, fühlte er mit einemmal, wie sich sein Herz verkehrte, und sogleich wußte er, daß sein geliebtes Fullen in Gefahr schwebte. Er eilte den Fjäll hinan, auf dem seine Burg stand, und begann mit seinem Zauberrohr gen Süden zu spähen. Und er gewahrte fern in einem dunklen Tannenwald sein Rentier, wie es in seinem Blute schwimmend sich im Todeskampfe wand; und er sah den Mörder mit frohlockendem Blick neben seinem Opfer stehen. Da ergrimmte er furchtbar, riß aus der Mauer der Burg einen großen, viereckigen Felsquader, schleuderte ihn hoch in die Luft empor nach dem Schutzen in den Einödwäldern von Häme. Mit gewaltigem Krachen sauste der wuchtige Stein in einem mächtigen Bogen durch die windbewegte Welt der Wolken. Bis an das Himmelsdach stieg er hinan, senkte sich nieder, senkte sich der Sonne zu, und gerade auf den Schädel des Schutzen stürzte das unermeßliche Gewicht und begrub den Mann für ewige Zeiten unter sich. « Allora il demone, errando nelle cupe vallate dell’estremo nord, sentì ad un tratto mancargli il cuore, e tosto comprese che l’animale suo diletto si trovava in pericolo. Egli si affrettò sopra il monte dove si ergeva il suo castello, e incominciò a cercare col suo magico cannocchiale verso il mezzogiorno. E scorse da lontano, in una scura abetina, la sua renna mentre si torceva negli spasimi della morte accanto al suo assassino, che la guardava con occhi esultanti. Un tremendo furore prese lo stregone, staccò dai muri del castello un grosso masso quadrato, lo scagliò alto nell’aria perchè volasse contro l’arciere nei boschi di Häme. Con grande strepito la pesante pietra sibilò e, descrivendo un arco, fendè il mondo delle nubi e dei venti. S’innalzò quel masso al cielo con fracasso, ripiombò a terra e l’immenso macigno cadde sul cranio del cacciatore, scavandogli per sempre una tomba sotto di sè ». 07105
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07106
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JUHANI: Und sein Verderben war unser Glück. Wo wären wir jetzt ohne diesen Stein? Wir lägen wohl dort im Bruchwald tot, wir Armen. Gianni. E la morte di quell’uomo è stata la nostra salvezza. Dove saremmo ora noi senza questa rupe ? In quel bosco giaceremmo schiacciati, povere carogne! 07106
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TUOMAS: Wir bekommen auch hier noch soviel, wie wir brauchen. Dafür stehe ich euch. Maso. Ma anche di star qui finiremo con averne piene le tasche. Ve lo garantisco. 07107
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JUHANI: Helf uns Gott beizeiten! Gianni. Dio ci aiuti a tempo debito! 07108
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TIMO: Und wenn wir hier ein Schläfchen machen wollen, müssen wir schon übereinander hocken wie die Schwalben-Jungen in ihrem Nest. Timoteo. Se dobbiamo far qui un pisolino, bisognerà sdraiarci gli uni sugli altri come le rondinelle nel loro nido. 07109
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AAPO: Das geht nicht. Da kollerte ja bald einer im Dusel hinunter und den Ochsen vor die Füße. Deshalb müssen immer zwei von uns, einer auf jeder Seite, bei den schlafenden Brüdern Wache halten. Abramo. No, questo non va! Qualcuno di noi, stupidito dal sonno, finirebbe per cadere preda dei bovi. Perciò due di noi, uno per lato, conviene che faccia la guardia ai fratelli addormentati. 07110
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JUHANI: Ein vernünftiger Rat, den wollen wir genau befolgen; hier haben wir wenigstens für diese Nacht unser Quartier. Das sehen wir alle aus den Anstalten der Ochsen. Dort haben sich ja schon drei von den Teufeln schnaubend und wiederkäuend auf die Bäuche gestreckt. — Legt euch also schlafen, Jungens; ich und Aapo wollen euch so ungefähr bis Mitternacht bewachen. Legt euch nieder, legt euch nieder. Der Herr segne uns! Gianni. Consiglio giudizioso: e teniamone attento conto. Qui è il nostro quartiere per stanotte. Già lo vediamo tutti dalla disposizione dei bovi. Laggiù tre di quei diavoli si sono sdraiati e ruttano, distesi sulle loro pance maledette, soffiano e ruminano, diavolacci! Ma mettetevi a dormire, figliuoli; io e Abramo veglieremo su di voi, fin verso mezzanotte. A dormire, a dormire! Che il Signore ci benedica! 07111
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AAPO: O weh, wir armen Kerle! Abramo. Peveretti noi! 07112
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SIMEONI: Wohin sind wir Ungluckskinder auch geraten! Simeone. Dove siamo capitati, disgraziati noi! 07113
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JUHANI: Ins Elend, in großes Elend. Legt euch aber jetzt nieder, segnet Leib und Seele und schlaft in Gottes Namen. Gianni. Che miseria, che grande miseria! Ma mettetevi a dormire! Benedite le anime e i corpi vostri, e dormite nel nome del Signore. 07114
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So verbrachten sie die Nacht: es wachten immer zwei, während die übrigen auf dem bemoosten Steine ruhten. Und lang war die Nacht. Endlich graute jedoch der Morgen; die Sonne ging auf und stieg am Himmel hinan, das Geschick der Brüder war aber noch dasselbe. Immer noch schwankten die Hörner der Belagerer um den Riesenstein, und heftig nagte bereits der Hunger. Doch hofften die Brüder, daß der erbarmungslose Gast auch im Magen der Ochsen sein Werk beginnen und sie schließlich auf die Weide vertreiben werde. Das war ihre Hoffnung, mit der sie auf den Abzug ihrer Gegner warteten. Aber mit Entsetzen bemerkten sie bald, daß die Tiere dort an dem feuchten Riedgras des Bruchwaldes beim Riesenstein Futter genug fanden. Das rupften die Ochsen jetzt ruhig aus, entfernten sich aber dabei nur so weit, daß der bemooste Felsblock immer in ihrem Gesichtskreis blieb. Così passarono la notte. Due di essi vegliavano, gli altri dormivano sul masso muscoso e lunga era la notte. Finalmente spuntò l’alba. Il sole si levò e si alzò in cielo ma la loro sorte rimase la stessa; sempre quelle corna, cingendoli d’assedio, saltavano intorno alla Rupe del Demone e forte li stringeva la fame. Nondimeno speravano che lo stesso ospite spietato si facesse sentire nel ventre dei bovi e alla fine li obbligasse ad andare in cerca dei pascoli. Così speravano in attesa che i nemici se ne andassero. Ma con spavento si avvidero di lì a poco che gli animali trovavano cibo a sufficienza nei carici che crescevano fra l’erba umida dintorno alla rupe. E ora i bovi cominciarono a brucare tranquillamente, allontanandosi quel tanto che li lasciasse sempre in vista del masso muscoso. 07115
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JUHANI: Die denken ja gar nicht dran abzuziehen. Hols der Henker! sie haben hier bis in den Winter hinein Wohnung und Kost. Gianni. Non pensano nemmeno per idea a sgombrare: che il diavolo se li porti, hanno preso domicilio qui fino all’inverno. 07116
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EERO: Sie haben den Teufel im Leibe. Rico. Hanno il diavolo in corpo. 07117
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TIMO: Was riskieren sie auch, wenn sie hierbleiben? Der Bruchwald gibt ihnen Speise und Trank, wir aber müssen uns mit dürrem Moos statt Brot und was drauf begnügen. Timoteo. Che cosa li trattiene qui? Il bosco gli dà da mangiare e da bere; ma, per noi, il musco secco ci deve fare da pane e da companatico. 07118
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SIMEONI: Die Sache ist eben die, daß wir unsrer Hunde wegen hier festsitzen. Ich fürchte, das einzige, was uns retten kann, ist, daß wir den boshaften Ochsen Killi und Kiiski in den Rachen werfen. Simeone. Il fatto è che noi stiamo qui fermi, per causa dei nostri cani. Io ho paura che l’unica via di scampo per noi è di gettare Killi e Kiiski come vittime ai tori infuriati. 07119
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JUHANI: Ein unmenschlicher Vorschlag! Gianni. Un consiglio atroce. 07120
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AAPO: Den wir nicht so leicht befolgen werden. Abramo. Che non ci garberà di seguire. 07121
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JUHANI: Nicht, solange der Jukola-Juha noch auf seinen Beinen stehen kann. Gianni. No, davvero, finche Gianni di Jukola sarà vivo. 07122
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TUOMAS: Wir sollten sie als Lösegeld flir unsre Haut hingeben, und sie haben so manches Mal unser Leben aus den mörderischen Klauen wilder Bestien gerettet! Hätte das überhaupt einen Nutzen für uns? Ich bezweifle es. Maso. Per salvare la nostra pelle dovremmo sacrificare questi che tante volte ci hanno liberato dagli artigli micidiali delle belve? E ci sarebbe utile? Ne dubito. 07123
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JUHANI: Ich auch. Haben die Ochsen dort erst mal unsre Hunde in Fetzen gerissen, dann warten sie auch hübsch ab, ob sie nicht noch mehr auf ihre Hörner spießen können. Das ist sicher. Gianni. Anch’io. Cotesti bovi, una volta che abbiano fatto a pezzi i nostri cani, si metteranno bel bello ad aspettare di poterci infilare sulle corna. Non c’è dubbio. 07124
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SIMEONI: Ja, ja; aber was bleibt uns übrig, wo der Hunger einem schon so eklig im Magen winselt? Simeone. Sì, sì, ma a qual mezzo ricorreremo, quando la fame comincerà a brontolarci nel ventre? 07125
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JUHANI: Zunächst winselt er im Ranzen, von da schießt er aber bald in das bubbernde Herz, schießt so schnell wie die Katze einer fetten Maus in den Nacken, und dann sinkt auch ein starker Mann um. Hart, hart ist jetzt unser Los. Was bleibt uns übrig? Das frage ich auch. Gianni. Prima ci brontolerà nella pancia, poi, di là, farà un salto sul cuore palpitante, salterà come una gatta sulla nuca di un sorcio grosso, e allora anche un bel pezzo d’uomo è spacciato. Dura, ben dura è la nostra vita; che scampo troveremo? io mi domando. 07126
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AAPO: Laßt uns alle wie mit einem Munde kräftig rufen. Die Stimme hört vielleicht jemand im Wald, oder sie dringt bis nach Viertola und macht die Leute dort aufmerksam. Abramo. Gridiamo tutti quanti forte, ad una voce; forse qualcuno udrà questo grido nel bosco o la voce arriverà fino a Viertola e spingerà qualcuno a pensarci su. 07127
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JUHANI: Das könnte man versuchen. Gianni. Si potrebbe provare. 07128
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TIMO: Laßt uns kräftig rufen. Timoteo. Gridiamo forte. 07129
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JUHANI: Ja, wie toll. Alle auf einmal in einen riesenhaften dröhnenden Ruf ausgebrochen! Alle auf einmal, das wirkt mächtiger. Also, aufgestanden und fertig! Sowie ich zum drittenmal in die Hände klatsche, rufen wir, rufen wie sieben Männer. — Eins, zwei, drei! Gianni. Proprio come pazzi. Urliamo tutti insieme in una volta, un urlo miracoloso... Tutti in una volta, così l’effetto sarà potente. Su, via! tutti in piedi e pronti! La terza volta che batterò le mani mettiamoci a urlare e urliamo come sette uomini. Uno, due, tre! 07130
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Sie riefen alle zu gleicher Zeit und aus aller Kraft, so daß der Stein und das Gelände unter ihnen und ringsum erbebte und auch die Ochsen zusammenfuhren und einige Schritte vom Stein zurückwichen. Erschreckend klang der plötzliche Aufschrei der sieben Männer und dann der johlende Hall hinterdrein, womit sich noch das klägliche Heulen der Hunde vermischte. Fünf lange Rufe stießen sie aus, und der Wald erdröhnte, und weithin rollte das Echo. Als aber der fünfte, angestrengteste Ruf erschollen war, setzten sie sich für einen Augenblick, um Atem zu schöpfen. Und nach der Pause begannen sie von frischem, riefen siebenmal und warteten dann ab, was erfolgen würde. Mit schwarzblauen Gesichtern, mit blutig geröteten Augen setzten sie sich auf den bemoosten Stein nieder, und heftig hoben sich die Bälge ihrer Brust. Urlarono quegli uomini con tutte le forze e tutti insieme, sì che la rupe e la terra sottostante e all’intorno ne tremarono e i bovi stessi trasalirono e si scostarono qualche passo dalla rupe. Paurosamente echeggiò il subito grido dei sette uomini a cui si mischiò il lugubre urlìo dei cani. Per cinque volte si ripetè il grido e il bosco ne rintronò e lungi se ne diffuse l’eco. Ma quando il quinto e più acuto grido risuonò, si fermarono un momento per riprendere fiato. Dopo la pausa ripresero a gridare sette volte, in attesa dell’effetto che ne sarebbe venuto. Coi volti congestionati, e gli occhi arrossati di sangue, sedevano sulla rupe muscosa e forte soffiavano i mantici dei loro petti. 07131
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JUHANI: Warten wir ab, was nun kommt, warten wir nur ab! Die Leute müssen ja verrückt sein, wenn sie nicht verstehen, daß eine Männerschar nicht ohne die höchste Not so brüllt. Warten wir nur ab! Gianni. Aspettiamo che cosa accadrà, aspettiamo. Bisognerebbe che la gente fosse impazzita per non capire che un gruppo di uomini non urlerebbe così senza una gravissima necessità. Aspettiamo! 07132
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EERO: Wenn aber auf diesen Heidenlärm keine Hilfe kommt, sind wir wahrhaftig Kinder des Todes. Die Sonne versinkt schon zum zweitenmal im Westen, und immer toller brennt der Hunger in den Därmen. Rico. Ma, se dopo questo strepito non si vede aiuto di sorta, allora noi siamo davvero preda della morte. Già tramonta il sole all’occidente per la seconda volta e la fame si fa più rabbiosa. 07133
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SIMEONI: Gott erbarme sich! es ist nun eine Nacht und anderthalb Tag her, daß wir gegessen haben. Simeone. Dio abbia pietà di noi. Una notte e la metà di un giorno sono passati dall’ultima volta che abbiamo mangiato. 07134
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TIMO: So ists. Horcht nur, wie es in meinem Bauch knarrt, knarrt und knurrt und auch ganz leise piept. Das ist hart. Timoteo. Così è. Sentite il brontolio della mia pancia, il brontolio, il ribollimento ed il fischio. Questa è una cosa dura! 07135
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JUHANI: Hart, hart, wir wissens und glaubens, wir brauchen ja nur an unserm eigenen Bauch zu horchen. Gianni. Dura, dura! lo sappiamo e lo crediamo, basta badare alle nostre pance. 07136
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SIMEONI: Lang ist der Tag für den Hungernden! Simeone. Lungo è il giorno a chi ha fame! 07137
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TIMO: Ja, lang ist er. Timoteo. Lungo davvero! 07138
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JUHANI: Lang und düster! Ist denn Aapos Gehirn auch schon leer? Fällt dir kein bißchen Krähenge-krächz mehr ein, kein bißchen Kauzschwatz, das du uns auf dieser furchtbaren Hungerinsel erzählen könntest? Gianni. Lungo e triste! È già vuoto il cervello di Abramo? Non ti ricordi più di qualche storiella di cornacchia o qualche raccontino di barbagianni, che tu ci voglia narrare mentre noi ce ne stiamo su questa tremenda isola della fame? 07139
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AAPO: Ich weiß schon eine Geschichte, an die ich gerade jetzt beim Hunger denken muß. Aber wir werden darüber kaum unsres Leibes Nahrung und Notdurft vergessen, sondern erst recht an Essen und Trinken erinnert werden. Abramo. Mi ricordo di una novella, che ora appunto la fame mi fa venire in mente; questa però non ci farà dimenticare il cibo del nostro corpo, ma piuttosto ci ricorderà vivamente tanto il mangiare che il bere. 07140
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JUHANI: Du meinst den Mann im Berg. Kenne ich. Gianni. Tu vuoi dire « L’uomo del monte ». Io l’ho sentita. 07141
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TIMO: Aber für mich ist sie neu; erzähl sie, Bruder Aapo. Timoteo. Ma per me è nuova. Raccontala, fratello Abramo. 07142
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SIMEONI: Erzähl sie, erzähl sie! Simeone. Raccontala, raccontala! 07143
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AAPO: Es ist die Sage von einem Manne, von einem wackern Glaubenshelden, der eine Zeitlang in den Höhlen des Impivaara gefangen saß, wie damals die bleiche Jungfrau, aber aus einem ändern Grunde. Abramo. È la novella di quel valoroso eroe della fede che rimase per qualche anno prigioniero nelle grotte di Impivaara, come una volta la « vergine pallida », ma per un motivo diverso. 07144
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Und Aapo erzählte ihnen die folgende Sage: E Abramo raccontò loro la leggenda seguente: 07145
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Damals, als Christenglaube und Heidentum noch miteinander in Häme rangen, befand sich unter den Bekehrten ein angesehener Mann, ein frommer, eifriger Verkünder des neuen Glaubens, dessen Ausbreitung er sich unter dem Schutz der schwedischen Waffen sehr angelegen sein ließ. Aber plötzlich mußten die geharnischten Krieger von hier in ihre Heimat zurückkehren, und die getauften Leute in Häme gerieten in eine furchtbare Fehde mit ihren heidnischen Brüdern. Die einen wurden auf entsetzliche Weise getötet, andre suchten ihr Heil in der Flucht nach den Irrgärten der Einödwälder, andre in den Höhlen der Berge oder sonstwo. In die Schluchten des Impivaara entkam jener fromme Mann; seine Feinde aber, die rachedurstend seinen Spuren gefolgt waren, entdeckten bald, wo er sich verborgen hielt. »Laßt uns den Wolf in seiner eignen Höhle einsperren!« riefen sie boshaft jubelnd, mauerten die Öffnung der Höhle fest zu und ließen ihn in Hunger und Finsternis schmachten. « Una volta, quando la fede cristiana ed il paganesimo, lottavano ancora l’uno contro l’altro nel paese di Häme, nel gruppo dei convertiti c’era un eccellente uomo, pio e zelante nel diffondere la nuova fede, che ardentemente difendeva sotto la protezione delle armi dello Stato svedese. Ma i guerrieri corazzati dovettero ad un tratto ritornare nella loro patria e quelli di Häme cristianizzati si trovarono esposti alle più terribili persecuzioni dei loro fratelli pagani. Alcuni di essi furono messi a morte in maniera orribile, altri cercarono salvezza fuggendo nei labirinti dei boschi, altri nelle grotte della montagna, ed altri, altrove. Il già ricordato uomo pio si rifugiò nelle caverne di Impivaara; ma i suoi persecutori, che anelanti alla vendetta seguivano le sue tracce, ben presto ne scoprirono il nascondiglio. “Rinchiudiamo il lupo nella sua tana”, gridarono essi con gioia maligna; murarono saldamente la bocca della caverna e abbandonarono l’uomo a languire per fame nelle tenebre. 07146
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Ein erbärmliches Ende hätte er nun gefunden, aber der Himmel ließ ein Wunder geschehen. Kaum war der letzte Schimmer des Tageslichts von der Mündung der Höhle geschwunden, da wurde die weite Höhle von dem schönsten silberklaren Schein erleuchtet; und da hatte der Mann mitten im kalten Felsgestein milden, himmlischen Tag. Und noch mehr Wunder geschahen. Denn siehe, plötzlich höhlte sich im Boden eine hellsprudelnde Quelle, deren Wasser, soviel er auch davon schöpfte, niemals versiegte, und da hatte der Mann in seiner Felsenkammer beständig frischen Trank. Aber danach hob sich am Rande des Quells ein schöner, grünender Baum empor, der die köstlichsten Früchte trug, die nicht alle wurden, sooft er auch davon nahm; und da hatte der Mann erquickende Speise. Hier verbrachte er seine Tage, den Herrn lobpreisend; hier verbrachte er seine Nächte, vom Land der Seligen träumend. Und sein Tag war warm und klar wie der Sommertag und seine Nacht köstliche Dämmerstunde. So verstrich ein Jahr, und in Strömen floß in Häme das Blut der Getauften. Als aber das furchtbare Kriegsjahr vollendet war und draußen ein schöner Septembermorgen lächelte, drang dem Helden das Getöse von Hämmern und Eisenhebeln von dem zugemauerten Eingang der Höhle ans Ohr. Durch das Steingetrümmer begann endlich der Tag zu blicken, und im selben Augenblick verschwand das wunderbare Licht aus der Höhle, wie auch der Quell und vom Quellenrand der fruchttragende Baum. Una triste fine sarebbe toccata a quell’uomo, ma un altro miracolo fece il cielo. Non appena dalla bocca della caverna era scomparso l’ultimo bagliore del giorno, ecco nell’ampia grotta brillò una luce argentea e nel cuore della fredda rupe un dolce bagliore di cielo. E si produssero ancora altri portenti. Ecco che si aprì nel pavimento una limpida sorgente, la cui acqua non si esauriva mai e quell’uomo ebbe così nella sua cella di sasso una sempre fresca bevanda. Ed inoltre dall’orlo della fonte si alzò un bell’albero verdeggiante carico di squisite frutta, inesauribili e così toccò all’uomo un cibo eccellente. Colà trascorreva egli i suoi giorni, celebrando il Signore; colà passava le notti, sognando il regno dei beati; e i suoi giorni erano come un giorno d’estate, caldo e limpido, e le sue notti come un soave crepuscolo. Così passò un anno e a fiotti scorreva il sangue dei cristiani di Häme. Ma quando l’anno tremendo della persecuzione volgeva al fine e di fuori splendeva una. bella mattina di settembre, arrivò agli orecchi dell’eroe, dalla bocca murata della caverna, uno strepito di martelli e di sbarre di ferro. Attraverso le macerie ricominciò finalmente a spuntare il giorno e, in un momento, scomparve il miracoloso chiarore nella caverna e parimenti la sorgente e l’albero fruttifero dal margine della sorgente stessa. 07147
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Was aber verursachte das Krachen und Poltern dort draußen vor der Öffnung der Höhle? Da stand eine große Schar Heiden, und in ihrer Mitte einige mit Stricken gebundene Christen, die zum Hungertod in dem finstren Bergspalt verurteilt waren. Sie dachten nicht anders, als daß dasselbe Verhängnis auch den Mann ereilt habe, den sie vor Jahresfrist in diese Höhle eingeschlossen hatten. Aber gewaltig staunten sie, als beim Öffnen der Höhle mit verklärter, strahlender Stirn der Held hervortrat. Und eine Stimme, deren heiliger Klang bis ins Mark drang, erscholl aus seinem Munde: »Seid gegrüßt, Freunde und Brüder, sei gegrüßt, goldne Sonne, und ihr rauschenden Wälder, seid gegrüßt!« Da sank die Schar vor ihm auf die Knie und pries den Gott, an den er glaubte und der ihn vom grauenhaften Tod errettet hatte. Mit lauter Stimme aber erzählte er ihnen von den herrlichen Wundertaten, die ihm im Schoß des Berges widerfahren waren; und wie aus einem Munde rief ihm das Volk zu: »Taufe auch uns, taufe auch uns auf den Glauben an deinen Gott!« So riefen sie, ihm zu großer Freude, und lösten unverzüglich die Fesseln der verurteilten Gefangenen. Da trat der fromme Mann an das Ufer des Baches, und es folgte ihm die Schar, die sich hier vom Heidentum abwandte und sich auf Christi Glauben taufen ließ. Aber oben am Abhang standen die noch eben zum Opfer bestimmten Männer und sangen ihm ein Danklied, der sie und ihren frommen Vater vom schmerzlichen Tode errettet und die Kinder der Heiden aus der Finsternis zum Licht geführt hatte. So sangen sie und blickten empor zur Himmelshöhe. « Ma donde veniva lo strepito e il fracasso all’apertura della caverna? Stava colà un numeroso gruppo di pagani e in mezzo a loro alcuni cristiani legati con corde e condannati a morire di fame nelle viscere oscure del monte. Nè potevano essi immaginare che un’eguale morte non fosse toccata all’uomo che un anno prima era stato rinchiuso in quella stessa caverna. Però grandemente stupiti furono essi quando, all’aprirsi della grotta, ne uscì quell’eroe dal volto raggiante. E una voce, la cui dolcezza li penetrò fin nelle ossa, risuonò dalla sua bocca : “ Salve, amici e fratelli, salve, aureo sole e selva sonante, salve! ”. La folla cadde in ginocchio dinanzi a lui, celebrando Iddio nel quale credeva e che lo aveva salvato da una morte orribile. Ma ad alta voce raccontò loro quell’uomo i miracoli che gli erano avvenuti nel seno della montagna; e ad una voce il popolo gli gridò: “ Battezzaci, battezzaci, nella fede dello stesso Dio! Così gridavano con grande gioia di quell’uomo, e senza indugio sciolsero dai ceppi quei condannati a morte. Poi si avanzò il pio eroe sulla riva del ruscello, e lo seguiva la folla, che abiurava il paganesimo, si faceva battezzare nella fede di Cristo. Ma sulla sponda più alta stavano ancora gli uomini votati al sacrificio, cantando inni di grazia a colui che aveva salvati da una morte crudele tanto essi stessi quanto il loro padre spirituale e guidati i figli dei pagani dalla tenebra alla luce. Ed essi inneggiavano, con gli sguardi alla sublimità del cielo ». 07148
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AAPO: Das ist die Sage von dem frommen Mann. Abramo. Questa è la leggenda dell’uomo pio. 07149
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JUHANI: Und die Taufe der Heiden fand gerade dort am Bach statt, wo jetzt unser Wolfsgehege ist. Gianni. E il battesimo dei pagani avvenne proprio nello stesso punto del ruscello, dove ora si trova la nostra fossa da lupi. 07150
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SIMEONI: Der Glaube tut Wunder. Ich bin sicher, daß der Mann gar keine Quelle und keinen Obstbaum in der Höhle gehabt hat, und daß kein für irdische Augen erscheinendes Licht seine Kammer erleuchtet hat, sondern daß der feste und unerschütterliche Glaube für alle seine leiblichen Bedürfnisse genügte. Die Kraft des Geistes war ihm eine frische Quelle, wohlschmeckende Frucht und strahlendes Licht. Wie sagte doch damals mein Weidegenosse, der Tervakoski-Tuomas? »Hast du den Schild des Glaubens und das Schwert des Geistes, so kannst du sogar mit den Teufeln Polka tanzen gehen.« So sprach der fromme Alte. Simeone. La fede fa miracoli. Io sono sicuro che nella caverna non c’era nè una sorgente nè un albero fruttifero e che nessuna luce visibile ad occhi terrestri risplendeva nella sua cella, ma che una robusta e incrollabile fede soddisfaceva tutti i suoi bisogni corporei. La forza del suo spirito gli era fresca fonte, frutti nutrienti e raggiante chiarore. Che cosa diceva il mio antico compagno di pascoli, Maso di Tervakoski? « Se tu hai lo scudo della fede e la spada dello spirito, puoi andare a ballare la polka coi diavoli ». Così diceva il pio vecchio. 07151
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JUHANI: Aber der Magen eines ausgewachsenen Mannes kommt mit bloßem Glauben und leerer Luft nicht lange aus, darauf kannst du Gift nehmen. Und ich schwöre, er hat sich leckrere Sachen in die Backen geschoben als Obst und Wasser. Das verlangt der menschliche Körper, der von Fleisch und Roggenbrot groß und stark geworden ist. Ja, ja, die Geschichte wird auch noch anders erzählt. Es wird erzählt, daß plötzlich fünf schwarze Stierhörner vor dem Mann in der Höhlenwand erschienen. Als er nun das erste Horn aufmachte, da quoll zischend der beste, klarste Fabrikschnaps zum Hinunterspulen hervor, der dem Mann gewiß die Lippen zusammengezogen hat. Aus dem zweiten zerrte er ellenweise faltige, frische, warme Schweinswurst. Aus dem dritten aber preßte sich in einem starren Bogen der beste Korn-brei hervor und aus dem vierten Schlickermilch für den Brei, Schlickermilch dick wie Teer. Und als er sich wie eine Zecke den Bauch vollgeschlagen hatte, öffnete er geschwind das fünfte Horn und holte Kautabak, die besten dänischen Rollenpriemchen heraus, die ihm in der Backe aufschwollen wie ein saugender Blutegel. Konnte sich ein müßiger Mann eine schönere Bewirtung wünschen? Gianni. Ma il ventre di un adulto non si contenta a lungo della nuda fede e dell’aria vuota, ci scommetterei la testa. Ed io ci giurerei che lui si è rimpinzato con un cibo più succulento delle frutta e dell’acqua. Di questo ha bisogno il corpo umano, quando è cresciuto ed ha prosperato in virtù della carne e del pane di segale. Già, già, si racconta la leggenda anche in un’altra maniera. Si racconta che cinque corna di tori nere gli apparvero d’un tratto sulla parete di quella caverna. Quando egli aprì il primo corno, ne scaturì gorgogliando una eccellente e limpida acquavite di fabbrica, come aperitivo, che gli ha fatto stringere le labbra nella sorsata. Dal secondo corno svolse a tese delle salsicce di carne di porco, grasse, calde e grinzose. Dal terzo poi una eccellente farinata densa e finalmente dal quarto latte accagliato, spesso come il catrame. E, quando si fu riempito la pancia come una cimice, aprì svelto il quinto corno e ne tirò fuori delle cicche del miglior tabacco danese a rotolo, da masticare, che gli gonfiò nella gota come una sanguisuga che succhia. Che un fannullone avrebbe bisogno di essere trattato meglio di così? 07152
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TIMO: Er war im Himmel, er. Aber wir? Timoteo. Lui era nel settimo cielo, lui! ma noi? 07153
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TUOMAS: Das tut einem im Herzen weh. Maso. Questo fa male al cuore. 07154
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TIMO: Und macht einem den Kopf wirbelig. Timoteo. E fa girare la testa! 07155
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JUHANI: Tausend Taler jetzt für ein solches Mahl! Tausend mal tausend Taler! Gianni. Mille scudi per un pranzo siffatto! Mille volte mille scudi! 07156
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SIMEONI: »Faltige, frische, warme Schweinswurst!« Ja, wir sitzen mitten in der Hölle und hören an, wie man sich im Himmel freut und schmaust. Ach, was sollen wir tun, Bruder, was sollen wir tun? Simeone. Salsicce di carne di porco, grinzose, grasse, calde. Sì, noi stiamo in mezzo all’inferno, e sentiamo raccontare come in cielo se la godono e mangiano. Ma che dobbiamo fare, fratello? che dobbiamo fare ? 07157
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EERO: Glauben, glauben! Rico. Aver fede, aver fede! 07158
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SIMEONI: Kannst du noch spotten, Ungeheuer? Simeone. E puoi ancora scherzare, mostro che sei? 07159
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EERO: Es ist der letzte Pieps, Bruder, der letzte Pieps; glaub mirs. Gleich sinke ich mit einem Seufzer hinunter wie eine zusammenschrumpfende Blase, wie eine Ochsenblase. Ach, gäbs hier ein warmes Brot und Butter drauf! Rico. L’ultimo fischio, fratello mio, l’ultimo fischio; credimi. Presto cascherò giù sospirando come una vescica vuotata, come una vescica di bove. Ah! se ci fosse qui un panino caldo, e spalmato di burro! 07160
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TIMO: Und auf der Butter die mächtigste Weißwurst. Timoteo. E sopra il burro anche un’enorme salsiccia... 07161
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JUHANI: Gäbs hier sieben warme Brote, sieben Pfund Butter und sieben über dem Holzfeuer gesottene Wurste; das gäbe einen Schmaus. Gianni. Ci fossero qui sette panini caldi, sette libbre di burro e sette salsicce arrostite su un braciere. Che pappata sarebbe! 07162
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EERO: Himmelkreuzdonnerwetter! Rico. Porco demonio. 07163
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TIMO: Der Mensch sollte so klug sein und stets und ständig Salz in einem Zulp in der Tasche bei sich tragen. Das Salz schnUrt die Eingeweide zu und erhält einem ohne ein Fäschen Essen im Darmende das Leben wochenlang. Timoteo. L’uomo dovrebbe essere sempre saggio e portare in tasca un sacchettino di sale. Il sale lega le budella e conserva la vita per settimane, anche senza nemmeno una briciola in pancia. 07164
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JUHANI: Ei, Junge! man kommt auch mit Salz nicht gerade weit. Gianni. Ih, figliuolo, nemmeno col sale si va avanti a lungo. 07165
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TIMO: Aber der Koivisto-Iisakki, der alte Faulpelz, liegt manchen Tag, den Gott werden läßt, auf die Badestubenpritsche hingefläzt, ohne einen einzigen Brocken zu essen. Und woher kommts, daß die liebe Seele doch in dem Menschen weiterzischt? Weil der Ulenspiegel an einem Salzbeutelchen lutscht wie das Kind an den Zitzen der Mutter. Timoteo. Ma Isacco di Koivisto, quell’uomo incomparabilmente pigro, se ne sta sdraiato sul soppalco della sauna di Karkkula, lasciando passare giorni che Dio manda senza gustare un briciolo di colazione. E come va che respira ancora? Il birbante succhia il sacchetti no del sale, come un marmocchio i capezzoli della mamma. 07166
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JUHANI: Oft sitzt er aber auch wie ein Wachtelkönig in den Roggenfeldern des Dorfs und reibt sich aus den Ähren die Körner ins Maul. —Ja, nun haben wir schon späten Abend, aber Hilfe kommt uns keine aus der Menschenwelt, und dort spazieren immerzu die dreiunddreißig pustenden Teufel um uns herum. Aber da knuffen sich ja zwei von den Schurken. Fallt übereinander her, fallt übereinander her und rennt euch die Stirnen ein, daß das Gehirn aus euren Köpfen auf den Boden platscht, dann haben wir zwei Quälgeister weniger. Recht so, recht so! Nun haben wir doch wenigstens ein bißchen Spaß zum Zeitvertreib. — Da, mag dies Spiel recht lange dauern, und mögen acht Knochenpfluge die Erde spalten. Gianni. Spesso se ne sta come una quaglia nelle risaie del villaggio, schiacciando le spighe per riempirsene la bocca. Ecco, è già sera avanzata, ma nessun aiuto ci viene dal mondo degli uomini e qui ci continuano a passeggiare intorno trentatrè diavoli sbuffanti. Ma guarda quei due demoni che si assaltano a cornate. Fate alle cornate, alle cornate, e spaccatevi le teste l’un l’altro e che le cervella vi schizzino dal cranio in terra! e così noi avremo due tormentatori di meno. Ecco, ecco, bene! un po’ di svago per ammazzare il tempo. Proprio così! E che questo giuoco duri un bel pezzo, e che la terra sia arata da otto aratri di ossa. 07167
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TUOMAS: Der Buckelrücken und der Weißkopf balgen sich da ganz gehörig. Maso. Ora si picchiano per bene il Gobbo e il Canuto. 07168
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JUHANI: Aber ich sage, Weißkopf gewinnt. Gianni. Ma il Canuto vince. 07169
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TUOMAS: Buckelrücken gewinnt. Maso. Il Gobbo vince. 07170
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JUHANI: Hier meine Pfote, laß uns wetten. Gianni. Ecco la mia zampa, scommettiamo. 07171
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TUOMAS: Meinetwegen. Timo, schlag durch. Maso. Va bene. Timoteo fa da arbitro. 07172
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JUHANI: So! Gianni. E sia. 07173
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TUOMAS: Ein Achtel Schnaps! Maso. Un quarto d’acquavite! 07174
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JUHANI: Gilt. — Und nun wollen wir sehen, wollen wir sehen, wie zwei Kerle kämpfen. Jetzt ruhen sie sich ein bißchen Stirn an Stirn aus. Gianni. Accettato. Guardiamo dunque, guardiamo la lotta dei due campioni. Ora eccoli che riprendono fiato, testa contro testa. 07175
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TIMO: Und stochern sich nur ganz leise. Timoteo. Ora si pigiano piano piano. 07176
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JUHANI: Aber jetzt! Jetzt gehts im Ernst los. Na, Weißkopf, mein Weißkopf, schlag die Klauen fest in die Erde. Gianni. Ma ora, ricominciano di buzzo buono. Su Canuto, Canuto mio, ficca forte in terra il tuo zoccolo! 07177
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TUOMAS: Du noch fester, mein tapfrer Buckelrücken. Ja, so! Maso. Ficca il tuo ancora più forte, bravo il mio Gobbo, così! 07178
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JUHANI: Weißkopf, Weißkopf! Gianni. Canuto, Canuto! 07179
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TUOMAS: Mein feister Buckelrücken mit der stählernen Stirn! Na ja! Aber laß das schwerfällige Drucksen und stoß den Kerl in die Hölle. Maso. Gobbo mio robusto, dalla fronte d’acciaio, lascia andare questo noioso tentennare e manda quel merlo al diavolo. 07180
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JUHANI: Weißkopf! Der Teufel soll dir die Hörner abschneiden! Reißt du aus, Verdammter? Gianni. Canuto, che il diavolo ti strappi le corna. Scappi, maledetto? 07181
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TUOMAS: Ja, über alle Berge macht er sich. Maso. Se la dà a gambe. 07182
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TIMO: Und der andre wühlt noch wie besessen hinter ihm her. Hihihi! Timoteo. E l’altro gli corre dietro come un pazzo. Ih, ih, ih! 07183
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TUOMAS: Ja, Juhani. Maso. Beh, Gianni. 07184
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JUHANI: Ein Achtel Schnaps flöten. Du kriegsts, wenn wir aus der Klemme sind. Aber wann wird der Tag anbrechen? Ach! nach Jahren wirds wohl geschehen, daß sie unterm Kommando unsres Jagdvogtes von hier eine wüste Holzfuhre ins Dorf ziehen und vom Dorf auf den Gottesacker einen Haufen rasselnder, knackender Gerippe von sieben Männern. Gianni. Ho perduto un quarto d’acquavite e la pago quando siamo fuori dell’impiccio. Ma quando spunterà quel giorno? Ah! di qui a qualche anno, sotto la guida del nostro guardacaccia, si trasporterà al villaggio e dal villaggio al cimitero un carico d’ossa tintinnanti: i resti scricchiolanti di sette uomini. 07185
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SIMEONI: Und so ist dann unser sündiges Leben zu Ende gegangen. Simeone. E così sarà finita la nostra vita di peccatori. 07186
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JUHANI: So ist unser Leben zu Ende gegangen. JUHANI: Niin päättyi elämämme. 07187
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TIMO: Ja, so zu Ende gegangen. TIMO: Niinhän se päättyi. 07188
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JUHANI: Elend zu Ende gegangen. Aber öffne deinen Ranzen, Lauri, und laß die Buddel herumgehen. Gianni. Sarà finita in un triste modo. Ma apri il tuo sacco, Renzo, e fa girare la borraccia. 07189
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AAPO: Diesmal noch, den Rest aber wollen wir für die äußerste Not aufsparen. Abramo. Vada per questa volta. Ma il resto della nostra acquavite va risparmiato per le necessità estreme. 07190
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JUHANI: Wie dus sagst. Jetzt nehmen wir aber einen Schluck, einen Männerschluck, und dann rufen wir wie eine Posaune. Gianni. Come tu dici. Ma ora prendiamo una sorsata che conti e poi urliamo come un corno... 07191
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Nachdem sie getrunken hatten, erhoben sie wieder ihre Stimmen und riefen alle auf einmal. Der Hall erreichte das Ohr des Vogtes von Viertola, der auf dem Scheunenhügel ging. Indes die Bedeutung des Rufes verstand er nicht, sondern sagte erschreckt bei sich: »Da schreit der Grenzgeist.« Die Brüder aber reckten das Kinn gen Himmel und brüllten aus dem weit offnen Munde wie Drachen, schrien wie die jungen Vögel in ihrem Nest, wenn sie die sausenden Flügel der Mutter nahen hören, und riefen immer noch wild, riefen zehnmal. Und darauf setzten sie sich wieder auf ihren moosigen Platz, schwindende Hoffnung im Herzen. Quando ebbero trincato, alzarono di nuovo la voce, gridando tutti insieme. Il grido giunse all’orecchio del guardiano di Viertola mentre egli passava sulla collina del granaio, ma non ne afferrò il significato e disse impaurito : « È il gnomo del confine che grida laggiù ». E i fratelli, alzando il mento verso il cielo e a bocca spalancata come draghi o come uccellini nel nido quando sentono avvicinarsi il battito dell’ala materna, chiamarono forte ancora una volta, urlarono dieci volte. E poi sedettero di nuovo sul loro masso muscoso, mentre la speranza languiva nei loro cuori. 07192
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Kapitel 08 Capitolo

: |fin-|swe-|eng-|rus-|est-|hun-|ger|-dan|-spa|-ita|-fra|-epo| - |fin-|swe-|eng-|rus-|est-|hun-|ger-|dan-|spa-|ita|-fra|-epo| (de-it) :
Kapitel: |01|01|01|02|02|02|03|03|03|03|04|04|04|05|05|06|06|06|06|06|07|07|08|08|08|09|09|09|09|10|11|11|12|13|13|13|14|14| :Capitolo
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Schon ist der vierte Tag gekommen, seit die Brüder auf dem Steine sitzen; aber immer noch werden sie von den Ochsen belagert. Dann und wann entfernen sich die Tiere weiter; doch spazierte stets eines oder das andre in Sichtweite umher und gab seinen Genossen sofort durch ein Brüllen Nachricht, wenn die Bruder den Versuch machten, aus ihrem Gefängnis zu entwischen. Da herum rupfen einige mit gekrümmter Zunge das Gras des Bruchwaldes, an einer ändern Stelle ruhen andre wiederkäuend und schwer schnaubend auf ihren aufgedunsenen Bäuchen. Dort spielen zwei halb im Scherz, halb im Ernst, und von allen Seiten hallt das Gerüttel der Hörner wider. Doch unmittelbar am Fuß des Riesensteins wühlt einer von ihnen zornig und boshaft brummend und wirft Erde und dürre Zweige hoch in die Luft. So verweilen sie da zur Qual, zur bleichen Wut der Brüder; denn den Tod erwarten bereits die wackren Jungen von Jukola. — Vor einer Weile hatte Lauri einen ziemlich tüchtigen Schluck Branntwein hinuntergestürzt; jetzt tat er dasselbe noch einmal, so daß sich die ändern sehr verwunderten und ihn scharf zurechtzuweisen begannen. È già cominciato il quarto giorno da che i fratelli sono sulla rupe e sempre assediati dai bovi. Di quando in quando gli animali se ne scostano un pochino, ma sempre o l’uno o l’altro passeggia restando in vista, e con un muggito dànno avviso ai loro compagni se i fratelli tentano di scappare dalla loro prigionia. Là tutto intorno alcuni brucano, torcendo la lingua, l’erba del bosco, altri si riposano distesi sui loro ventri gonfi, ruminando e soffiando; più in là due altri, un po’ scherzando un po’ sul serio, lottano e tutto intorno risuona il ticchettio delle loro corna. Ma uno di essi, proprio ai piedi della rupe scalciava irosamente gettando in aria fango e rami secchi e muggendo malignamente. Così si traccheggiavano aumentando il tormento e il furore impotente dei fratelli; perchè già in attesa della morte stavano i bravi ragazzi di Jukola. Un momento prima Renzo aveva trangugiato una bella sorsata di acquavite; ed ora aveva fatto lo stesso, sì che gli altri molto se ne stupivano e cominciavano a rimproverarlo aspramente. 08001
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JUHANI: Spukt dir denn der Teufel im Kopf? Gianni. Che ti prende il demonio? 08002
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AAPO: Was bildest du dir ein? Denk dran, daß wir alle in der Patsche sitzen. Abramo. Che cosa rimugini ? Ricordati che tutti quanti ci troviamo nelle peste. 08003
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TUOMAS: Denk dran, daß unsre Wohnung nur ein handbreiter Raum ist, auf dem wir uns vorsichtig bewegen müssen. Maso. Ricordati che la nostra dimora non è più larga di un palmo, nella quale dobbiamo stare attenti per non muoverci. 08004
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LAURI: Bin rasend vor Wut! Renzo. Son pazzo furioso! 08005
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AAPO: Das geht aber nicht. Abramo. Ma non facciamo sciocchezze! 08006
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LAURI: Dann in die siebente Hölle damit! Mag sich unsre Burg wie ein Mühlstein drehen und die sieben unglücklichen Jungen vor die Tiere schleudern. Dreh dich, Stein, von Osten nach Westen, und du, Wald um uns rum, dreh dich von Westen nach Osten. Juchhe! Renzo. E allora andate all’inferno! Giri la nostra fortezza come le ruote di un mulino e butti in preda alle bestie i sette disgraziati ragazzi; gira, rupe, da oriente ad occidente, e tu, bosco, d’intorno, gira, da occidente a oriente! Evviva! 08007
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JUHANI: Du bist wohl besoffen, Junge? Gianni. Sei già brillo, ragazzo! 08008
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LAURI: Braucht einer danach zu fragen? Was ist das Leben und die Welt wert? Keinen schimmeligen Heller. Drum laßt alles wie Staub und Asche in die Winde fliegen. Plautz! Prosit, Herzensbruder. Renzo. Che c’è bisogno di domandarlo? Che cosa conta la vita e il mondo? Nemmeno un quattrino! Perciò ogni cosa se ne vada, come polvere e cenere, per le vie del vento! Bah! Prosit! fratelli cari. 08009
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AAPO: Er ist bezecht. Nehmt ihm die Kanne weg! Abramo. È brillo, levategli la borraccia. 08010
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LAURI: Das geht nicht so leicht. Die Kanne gehört mir; ich habe sie ja nicht fallen und von den Ochsen auf der Lichtung zerstampfen lassen. Aber ihr? Ach! euch rutschten die Ranzen artig auf die Erde wie elendigen Zigeunern, wenn die Flinte des Landjägers kracht. Renzo. Nemmeno per scherzo! la borraccia è mia. Io non l’ho buttata perchè i bovi la calpestassero nel campo. Ma voialtri? Ah! voi avete buttato bellamente i vostri sacchi a terra, come miseri zingari allo scoppio del fucile del commissario. 08011
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JUHANI: Die Kanne her! Gianni. Qua la borraccia! 08012
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LAURI: Die Kanne gehört mir. Renzo. La borraccia è mia! 08013
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JUHANI: Aber ich will sie an mich nehmen. Gianni. Ma io voglio tenermela. 08014
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LAURI: Du willst? Wenn du willst, kriegst du sie an den Schädel. Renzo. La vuoi? Se la vuoi, prendila sulla zucca. 08015
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JUHANI: Willst du eine Balgerei anfangen? Gianni. Vuoi venire alle mani? 08016
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LAURI: Wenn du willst, solls auch daran nicht fehlen. Aber liebe Brüder balgen sich ja nicht. Drum prosit! Renzo. Se vuoi, verremo anche a questo. Ma dei fratelli che si vogliono bene non se le dànno. Alla salute! 08017
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TIMO: Trink nicht, Lauri! Timoteo. Non trincare, Renzo! 08018
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JUHANI: Sofort die Kanne her! Gianni. La borraccia qui subito! 08019
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LAURI: Auf den Buckel kriegst du von mir. Für was hältst du dich eigentlich? Renzo. Sulla schiena te la dò. Che cosa credi di essere? 08020
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JUHANI: Für einen sündigen Menschen, gewiß; aber ich bin doch dein ältester Bruder. Gianni. Un povero peccatore in verità, ma io sono ad ogni modo il tuo fratello maggiore. 08021
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LAURI: Mein ältester? Nun, um so mehr hast du gesündigt, und um so mehr Haue mußt du kriegen. Aber skool! sprach der Schwede. Renzo. Il maggiore? Beh! allora tanto più hai avuto tempo di far peccati e tanto più meriti le busse! Però skål (« Skål », parola di augurio che si rivolge brindando.) dice lo svedese. 08022
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TUOMAS: Nicht einen Tropfen über die Lippen! Maso. Nemmeno un gocciolo. 08023
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LAURI: Den Tuomas habe ich sehr gern, den Tuomas und den kleinen Eero. Aber die ändern da? Was soll ich von denen sagen? Renzo. A Maso io voglio bene. A Maso e a Richetto, ma di questi altri qui che dire? 08024
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TUOMAS: Halts Maul und gib die Kanne her! Da, Juhani, nimm den Ranzen hinter dich und verwahr den Schnaps. Maso. Chiudi la bocca e dà qui la borraccia. Qui, Gianni, prendi il sacco sulle spalle e custodisci l’acquavite. 08025
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LAURI: Nur du kannst Lauri herumkriegen. Dich, dich und den kleinen Eero habe ich gern. Renzo. Soltanto tu puoi prendere il posto di Renzo. A te, io voglio bene, a te e a Richetto. 08026
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TUOMAS: Still! Maso. Silenzio! 08027
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LAURI: Solche Kerle! Was ist denn der Jukola-Jussi? Ein dämlicher Gockel, ein hornloser Bulle. Renzo. Che razza di gente! Chi è Giannino di Jukola? Un gallo screstato, un toro scornato. 08028
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JUHANI: Halt auf der Stelle den Schnabel, daß meine Ohren nicht noch mal so was hören. Gianni. Chiudi subito il becco, chè i miei orecchi non sentano un’altra volta qualche cosa di simile. 08029
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LAURI: »Wer Ohren hat, zu hören, der höre«, predigt Aapo, der heilige Paulus von Jukola. Renzo. « Chi ha orecchi ascolti » (Apoc., 2: 2, 11, 17; 3: 6, 13, 22.), predica Abramo, il San Paolo di Jukola. 08030
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SIMEONI: Ach du! bist du denn noch der gesetzte, ernste, wortkarge Junge? Bist du Lauri? So ein verfluchtes Plappermaul? Simeone. Ah! sei tu? Sei tu che prima eri un ragazzo serio, verace e di poche parole? Sei tu, Renzo? un tale chiacchierone maledetto? 08031
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LAURI: Du bist ja auch noch der Simeoni, der süßmäuligejesugreifer. Renzo. E tu sei Simeone la bocca di miele del « salute Rabbi » (Matteo, 26, 49.). 08032
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SIMEONI: Ich verzeihe dir das und sammle immer, sammle immer feurige Kohlen auf dein Haupt. Simeone. Questo ti perdono, e sempre accumulo carboni ardenti (Ep. Rom., 12, 20.) sul tuo capo. 08033
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LAURI: Geh in die Hölle, da gibts Kohlen. Renzo. Va’ aH’inferno! colà c’è carbone! 08034
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